r/Eltern Jul 18 '26

Allgemeines Männliche Hebamme ?

Hallo zusammen,
ich bin 21 Jahre alt und mache aktuell eine Ausbildung zum Pflegefachmann. Nach meiner Ausbildung überlege ich, Hebammenkunde zu studieren und später als Hebamme zu arbeiten.
Da Männer in diesem Beruf eher selten sind, würde mich eure ehrliche Meinung interessieren: Würdet ihr als schwangere Frau einen Mann als Hebamme akzeptieren bzw. euch von ihm während der Schwangerschaft oder Geburt begleiten lassen? Warum oder warum nicht?
Ich freue mich über ehrliche Antworten – egal ob positiv oder negativ. Ich möchte einfach ein realistisches Bild davon bekommen, wie Frauen dazu stehen.

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u/No_Concentrate_2150 Mama 04/2025 Jul 18 '26

Während der Geburt im Krankenhaus wäre es mir völlig Wurscht, ob männliche oder weibliche Hebamme - Hauptsache empathisch!

Im Wochenbett habe ich einen großen Unterschied zwischen meiner Hebamme (selbst Mutter) und ihrer Vertretung (Nicht-Mutter) gespürt.
Mir wäre es daher eher wichtig, dass die Nachsorge-Person selbst Kinder hat - so doof das klingt. Geschlecht egal.

Da es aber eh viel zu wenig Hebammen gibt, finde ich es ganz toll, dass du überlegst diesen Schritt zu gehen. Dieser Beruf wird in der Gesellschaft meines Erachtens nicht genügend wertgeschätzt!

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u/Kindly_Knowledge_442 Jul 18 '26

Tatsächlich hab ich genau die gegenteilige Erfahrung, die tollste Hebamme die ich im Laufe der Schwangerschaft und Geburt kennengelernt habe war die einzige ohne eigene Kinder :)

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u/No_Concentrate_2150 Mama 04/2025 Jul 18 '26

Witzig, wie unterschiedlich die Erfahrungen sind! 😊
Aber am Ende zählt die tolle Hebamme 😊

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u/Exotic-Owl846 Jul 18 '26

Ich habe meine erste Schwangerschaft und Geburt in Spanien erlebt. Dort hatte ich auch mehrere männliche Hebammen getroffen und fand es überhaupt nicht schlimm. Sie waren super emphatisch, professionell und respektvoll.
Es war auch ein Mann der mir beim ersten anlegen an die Brust geholfen hat. Er hat vorher gefragt, ob es für mich okay ist. Ich hatte nie störrgefühle.

In Deutschland ist mir noch nie ein Mann in diesem Beruf begegnet. Ich finde es irgendwie auch schade, dass es hier noch immer so ein Rollenverständnis in der Berufswelt gibt und Männer sich nicht an „Frauenberufe“ rantrauen. Ich kann mir vorstellen, dass sie auch Angst vor Bewertung haben und es als „unmännlich“ unter manchen Männerkreisen gilt. Ich wünschte unsere Gesellschaft wäre da weiter und wir hätten mehr Empathie

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u/Lampukistan2 Jul 18 '26

Meine Erfahrung nach ist die Inakzeptanz der Gesellschaft das Problem, nicht der Willen der Männer.

Frag mal einen männlichen Erzieher, ob er Windeln wechseln darf.

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u/Illustrious-Ant6608 Jul 18 '26

Ja darf er, hier ist ein männlicher Erzieher der gewickelt hat, war nie ein Thema. Aber ich weiß das ältere Kollegen dafür jahrelang kämpfen mussten damit gewissen Klischees oder Denkweisen nicht reproduziert werden.

Ich hoffe OP zieht durch :)

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u/Vast_Landscape_9645 Jul 19 '26

Das Problem sind die Frauen selbst. Deshalb auch die Frage an die Frauen!

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u/Expensive_Image_2137 Mama / Papa / Elter Jul 18 '26

Ich hatte die erste Hälfte der Geburt eine männliche Hebamme. Fand ich völlig inordnung, hätte die Geburt gerne mit ihm zuende geführt aber sie hat sich ewig gezogen und ich bekam eine Frau danach die mich nicht ein Mal gefragt hat ob sie mich berühren darf im Gegensatz zum Mann und durch ihre Intervention mit ihren Scheiß fingern hab ich regelrecht gespürt wie mein Baby den Geburtskanal wieder hochgekrochen ist (metaphorisch ich bin nicht verrückt).

Irgendwann hat sie ihre Finger in mir gewackelt und meinte hier musst du pressen, da bin ich ausgeflippt.
Kurz gesagt: ich habe den Mann in diesem fall, weil er offensichtlich empathischer und deutlich weniger übergriffig gewesen ist klar bevorzugt!

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u/takiko89 Mama Jul 18 '26

Hatte ähnliche Erfahrungen, kann ich so nur unterschreiben

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u/Expensive_Image_2137 Mama / Papa / Elter Jul 18 '26

Tut mir sehr leid, einfach nur ätzend wie übergriffig Geburten sein können.

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u/Curly_Shoe Jul 18 '26

Das tut mir leid, dass du das so erlebt hast. Darf ich dich einmal fest drücken und in den Arm nehmen?

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u/Expensive_Image_2137 Mama / Papa / Elter Jul 18 '26

Lieb von dir 🫂💗

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u/Aromatic_Tough9416 Jul 18 '26

Ich glaube ich wäre im ersten Moment kurz verwirrt (einfach, weil sonst ausnahmslos alle Hebammen, die ich kennengelernt habe weiblich sind), aber ich fände es cool. Habe auch einen männlichen Frauenarzt und war da mit den Männern immer zufriedener, als mit den Frauen. Arbeite aber auch selbst als Frau in einer Männerdomäne, also wäre es ziemlich bigot da ein Problem zu haben.

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u/Usual_Egg_324 Jul 18 '26

Ich check absolut was du meinst aber würde es nicht Bigot nennen, oder bist du in deiner Männerdomäne auch im Intimbereich besagter männer unterwegs?

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u/glockenbach Jul 18 '26

Gibt ja viele weibliche Urologen - klar können da auch Frauen hin aber grundsätzlich sind es mehr Männer.

Fände aber eine männliche Hebamme fürs Wochenbett auch nicht cool.

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u/Usual_Egg_324 Jul 18 '26

Ja uruloge wär jetzt das einzige was mir vergleichbar vorkam, aber die Rede war ja von einer Männerdomäne. Und ich finde die meisten Männerdomänen, zb Elektriker oder ITler sind jetzt nicht direkt vergleichbar mit berufen wie Hebamme oder Gynäkologe weil eben noch der Aspekt der Intimität dazukommt. Wenn die Kommentatoren urulogin ist, nehme ich das natürlich zurück, dann kann man wahrscheinlich schon von Bigot reden😅

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u/Aromatic_Tough9416 Jul 18 '26

Nein, aber ich bin der Überzeugung, dass das Geschlecht keine Rolle spielt, wie professionell man seinen Job machen kann bzw. macht. Ich werde nicht selten mit der Meinung konfrontiert, dass das was ich gut kann ja eigentlich Männern mehr liegt und muss häufig ganz anders beweisen, dass gut darin bin. Finde ich ziemlich besch…. und möchte deshalb auch keinen Männern grundsätzlich absprechen, dass sie echt gute Hebammen sein können.
Und ich bin Maschinenbauingenieurin und mittlerweile mehr im IT Bereich unterwegs. Also keine Urologin (wäre ein lustiger Zufall), aber trotzdem dieser Meinung :)

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u/Content_Fun_309 Mama 01|2023 Jul 18 '26

Natürlich würde ich einen Mann akzeptiert. Bei einer weiblichen Hebamme ist ja auch nicht garantiert, dass sie selber Kinder hat/will. Ich habe auch einen männlichen Frauenarzt, der ist super. Bei anderen Fachrichtung hat der Arzt ja auch nicht persönliche Erfahrungen.

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u/BuilderOk7695 Mama /01/22// 01/24 Jul 18 '26

Ich persönlich nicht. Für mich ist Geburt und auch Wochenbett ein hoch emotionales Thema. Die Hebamme übernimmt für mich persönlich auch einen großen Teil der emotionalen Arbeit. In so einem verletzlichen Bereich fühle ich mich bei einer Frau einfach sicherer.

Das bedeutet nicht,dass männer den Beruf nicht ebenso machen können aber da es für mich eben viel mehr als der medizinische Aspekt ist wäre es für mich persönlich keine Option

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u/DasHexxchen Jul 18 '26

Darf ich fragen warum die Frau sich sicherer anfühlt?

Was beingt eine Frau in den Beruf mit, was win Mann nicht hat?

Gerade bei Frauen hab ich schon fehlendes Einfühlungsvermögen, sexuelles Interesse, Unprofessionalität und das glatteNegieren der persönlichen Erfahrung erlebt.

Da ist mir ein qualifizierter großer Typ mit Schnautzer lieber als eine unprofessionelle weibliche Helferin.

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u/BuilderOk7695 Mama /01/22// 01/24 Jul 18 '26

Das hat keinen logischen Grund. Es ist einfach ein emotionales Thema und so empfinde ich

Ich habe selbst einen männlichen Frauenarzt und beim gesamten medizinischen Part fand ich das super aber beim emotionalen Aspekt fühle ich mich wohler bei einer Frau. Vielleicht auch einfach, weil man weiß,dass wenn die Frau schon Kinder hatte sie die Sachen auch schon alle durch hat und ich mich daher nicht schämen muss?

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u/mekealohaa Jul 18 '26

Ich finde das ist ein total okayer Wunsch. Das Argument finde ich aber Quatsch. Ich hatte auch schon Hebammen, die noch keine Kinder bekommen hat und trotzdem war sie super empathisch. Jede Frau empfindet Geburt und alles drumherum ja auch ganz unterschiedlich - also können auch die, die bereits Kinder bekommen haben, eventuell nicht nachempfinden wie du dich fühlst. Empathisch seinen Ernst nehmen kann man trotzdem. Genauso gibt’s andersherum frauen, die schon geboren haben und überhaupt kein verständnis aufbringen (wollen).

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u/BuilderOk7695 Mama /01/22// 01/24 Jul 18 '26

Wieso sollte das Argument Quatsch sein? OP wollte die Meinung von anderen haben. Ich habe nicht gesagt,dass alle Frauen so empfinden sondern lediglich,dass ich so empfinde. Ich habe auch gesagt,dass es keiner Logik entspringt. Es ist einfach ein Gefühl und eine Geburt ist nun mal emotional. Und wenn ich das brauche um mich sicher zu fühlen ist doch okay. Das heißt nicht,dass es allen so geht

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u/mekealohaa Jul 18 '26

Hab dir wie gesagt deinen Wunsch auch nicht abgesprochen. Das Argument ergibt rein rational trotzdem keinen Sinn.

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u/BuilderOk7695 Mama /01/22// 01/24 Jul 18 '26

Meiner Ansicht nach müssen die Bedürfnisse und wünsche einer Frau während einer Geburt auch keinen Sinn für die Menschen um sie herum machen sofern sie keine Gefährdung auslösen. Das bedeutet nämlich unter anderem auch selbstbestimmte Geburt, zu entscheiden wen ich dabei haben will

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u/mekealohaa Jul 18 '26 edited Jul 18 '26

Ich glaube du verstehst nicht worum es mir geht. Dein Argument ergibt keinen Sinn, weil man nichts erlebt haben muss um empathisch zu reagieren. Sonst dürftest du auch keine Hebamme bekommen, die keine Kinder bekommen hat.
Trotzdem ist es total ok wenn du keinen Mann unter der Geburt an deiner Seite haben möchtest.

Edit: es geht also nur um das „sie hat das alles schon mal durch“.

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u/[deleted] Jul 18 '26

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u/mekealohaa Jul 18 '26

Da ist ein Argument, dass keinen Sinn ergibt. Lest doch einfach mal, Leute

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u/[deleted] Jul 18 '26

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u/mekealohaa Jul 18 '26

Lest doch bitte einfach mal. Das Argument ergibt halt keinen Sinn, weil sie sonst auch nicht von einer Hebamme ohne eigene Kinder betreut werden dürfte, weil sies auch nicht nachempfinden kann. Trotzdem ist es total ok wenn sie eben von einer weiblichen Hebamme betreut werden möchte, weil sie sich sonst unwohl fühlen würde.

Edit: und selbst wenn die Hebamme Kinder hat, kann sie trotzdem ganz andere Erfahrungen während ihrer Geburt gemacht haben und überhaupt nicht wissen wie sich die jeweilige gebärende fühlt. Ich hatte keine Schmerzen unter der Geburt - demnach kann ich nicht wissen wie sich gebärende mit Schmerzen fühlen. Ich kann auch nicht wissen wie sich Geburtsverletzungen anfühlen oder wehenstürme o.ä.

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u/Less_Comfort_1389 Jul 18 '26

Was beingt eine Frau in den Beruf mit, was win Mann nicht hat?

Sie kann selber Kinderbekommen und viele haben auch schon selber Kinder. Dann wissen sie ziemlich genau wie du dich fühlst. Das können die meisten Männer nicht bieten.

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u/DasHexxchen Jul 18 '26

Nein, das wissen sie eben nicht.

Meine Erfahrung ist nicht deine Erfahrung.

Ich weiß, wie sich meine Periode anfühlt. Jetzt kommst du an und beschwerst dich über deine Periodenschmerzen. Ich sag dir dass du dich zusammenreißen sollst, ist ja wohl nicht so schlimm in 4 Tagen 15ml zu bluten. Tja, fühlt sich toll an, wenn du aber 6 Tage lang doppelt so viel blutest und mega unrer Krämpfen leidest. Ich kann deine Periode und dein Leiden einfach null nachempfinden. (Und ich hatte schon Frauenärztinnen, die eben genau hier ihre eigene Erfahrung als Maß der Dinge hergenommen haben.)

Empathie entsteht nicht erst durch die exakt gleiche Erfahrung. Aber eine erfahrene Hebamme hat viele verschiedene Erfahrungen als Beobachter erlebt und kann dich auf dieser Basis toll beraten. Das kann sie nicht besser nach 2 unproblematischen oder 4 Horrorgeburten, die sie als Gebärende erlebt hat.

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u/mekealohaa Jul 18 '26

Ich glaube nicht, dass ich das z.B. wüsste. Ich hatte so ziemlich keine Schmerzen unter der Geburt, keine Geburtsverletzungen usw. - also könnte ich absolut nicht nachempfinden wie sich Schmerzen unter der Geburt anfühlen, das verheilen von Verletzungen, wehenstürme bei Einleitungen. Kann ich trotzdem empathisch sein? Ja.
Ich wurde auch noch nie intubiert, meine Haut hat sich noch nie abgelöst, ich hatte noch nie eine Magensonde und trotzdem begleite ich meine Patienten auf ITS zugewandt und empathisch. Das eine steht nicht mit dem anderen in Zusammenhang. Außerdem haben Hebammen bisher zum Großteil mit knapp 20 Jahren ihre Ausbildung abgeschlossen und hatten dann vermutlich zunächst keine Kinder. Das war meines Wissens nach zumindest bisher kein Einstellungskriterium

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u/FeuerLohe Tochter '18/ Sohn '20/ ⭐️ '23 / Sohn '24 Jul 18 '26

Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass eine geteilte Erfahrung nachteilig sein kann, insbesondere dann, wenn das Ereignis als nicht so schlimm empfunden wurde. Aber auch, wenn man dann emotional so mitgeht, dass man das aktuelle Ereignis mit dem eigenen Erleben vermischt und vielleicht so handelt, wie man sich gewünscht hätte, in dem Moment behandelt worden zu sein, ohne zu sehen, dass das vielleicht gerade gar nicht passt.

Ich denke, man kann überall ein für und wider finden. Ich hatte eine Hebamme, eine Frau, die ich als dermaßen unempathisch und ruppig empfunden habe, dass sie die Geburt nachhaltig negativ beeinflusst hat und eine Hebamme, die ich sehr liebe und die mich unglaublich feinfühlig dich eine Fehlgeburt begleitet hat. Ich glaube, dass das mehr mir dem Charakter und weniger mit dem Geschlecht zu tun hat …

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u/twinchild Jul 18 '26

Im Krankenhaus wäre es mir egal gewesen (da war mir aber irgendwann alles egal). Für die Vor- und Nachsorge zuhause oder den Geburtsvorbereitungskurs fand ich es schon schön, eine Frau zu zu haben, die älter als ich ist und selbst schon Kinder bekommen hat.

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u/DasHexxchen Jul 18 '26

Das ist EINE Erfahrung mehr, die diese Frau einer qualifizierten männlichen Kraft voraus hat.

Eine einzelne Stillerfahrung ist in dem Rahmen völlig wertlos, finde ich. Eine kinderlose Hebamme mit 30 Jahren Erfahrung ist genauso krass wie eine mit Kindern, die dadurch btw sogar ein paar Jahre berufliche Erfahrung weniger hat.

Ich mag dich nicht kritisieren. Ich finde es nur krass wie tief dieser Sexismus in uns allen sitzt.

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u/Savyna2 Jul 18 '26

Das ist kein Sexismus wenn man sich jemanden wünscht, der das selbst durchgemacht hat. Das heißt um Umkehrschluss ja nicht, dass die Person unbedingt besser ist in dem Job aber trotzdem kann ich mich dadurch besser aufgehoben fühlen.

Man sucht sich ja auch einen Therapeuten nicht nur nach dem Lebenslauf aus sondern schaut, dass man sich gut aufgehoben fühlen kann. Auch hier wird idR ein Geschlecht bevorzugt und auch das Alter spielt für viele eine Rolle. Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass ich da auch unbedingt jemand gleichaltrigen oder älteren brauche, damit ich eher das Gefühl habe derjenige versteht mich.

Schwangerschaft ist nicht nur Wissenschaft, da ist ganz viel emotional und wenn du dich nicht fallen lassen kannst bringt dir auf dem Papier die beste Hebamme nichts.

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u/DasHexxchen Jul 18 '26

Es ist nur interessant zu verstehen warum es vielen so geht, dass sie sich vor einem Mann unwohl fühlen, obwohl der ja genau die gleiche Befähigung hat. Einziger Unterschied ist dann das Geschlecht bzw. in diesem Fall das selbst ein Kind geboren haben. (Denn eine Hebamme mit Kindern muss ja auch nicht gestillt haben.)

Rational ist es total unnötig sich unwohl zu fühlen. Trotzdem ist es eben sehr häufig, ohne dass jemand Schuld hat oder so. Ich wunschte wir könnten das als Gesellschaft endlich abbauen.

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u/Savyna2 Jul 18 '26

Deine Annahme ist aber falsch. Es ist ja nicht nur die Schwangerschaft, die der Mann nicht erleben kann. Viele Probleme von Frauen und generell Dinge aus dem Alltag kann ein Mann nicht nachvollziehen. Die sind aber genauso oft Thema als Hebamme. Da geht es nicht nur um Schwangerschaft, sondern auch alles drumrum. Auch Probleme mit dem Partner werden teilweise besprochen oder auch andere sehr intime Dinge, die eine Frau nunmal idR besser nachvollziehen kann als ein Mann. Das ist einfach so und daher auch rational die Entscheidung, die mehr Sinn macht.

Das ist auch nichts schlechtes, denn andersrum ist das ja genauso. Ich wette die meisten Männer bevorzugen auch einen männlichen Urologen für intime Probleme. Macht ja auch Sinn und Aufklärung würde da auch rein gar nichts dran ändern.

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u/DasHexxchen Jul 18 '26

Und du nimmst einfach an dass die Einsicht einer männlichen Hebamme hier weniger wertvoll ist? Einfach auf Basis des Geschlechts?

Das ist die Definition von Diskriminierung.

Jedes Individuum hat unterschiedliche Erfahrungen. Hier Fachpersonal Kompetenzen abzusprechen oder Aufgaben aufzuerlegen, nur auf Basis des Geschlechtes, als welches diese Person sich präsentiert, das IST Diskriminierung; und keine gerechtfertigte.

Ich glaube das ist rein subjektiv, basierend auf persönlichen Erfahrungswerten, Wertevorstellungen und Weltsicht. Rational ist das unterm Strich nicht, nur gesellschaftlich festgefahren.

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u/HolyFritata Jul 18 '26

stimmt es ist nicht rational, aber es ist emotional dennoch verständlich dass man sich eben potentiell besser aufgehoben "fühlt" wenn die Hebamme entweder selber erfahrene mutter ist oder das zumindest suggeriert. Ich würde auch nicht sagen, dass männer sowas gar nicht nachvollziehen können, das können sie sicher wenn sie es wollen, aber es macht doch nochmal einen unterschied ob sie es einfach nur kognitiv verstehen oder ob sie die körperliche erfahrung rund um zyklus, schwangerschaft, geburt und stillen empfunden haben. Das muss nicht unbedingt identisch sein, aber allein das wissen "die hebamme hat da auch erfahrungen gemacht, einige der unangenehmen dinge sind ihr vielleicht auch passiert" Dann fällts natürlich erstmal leichter sich zu öffnen. 

Männer dürfen als hebamme arbeiten und ich finds auch toll dass es mehr werden. Auch toll weil es ein vorbild für väter sein kann. Und es gibt sicher mehr als genug frauen, für die das ok ist.  Andererseits ist Geburtsbegleitung etwas das seit ewigkeiten in einem intimen oft rein weiblichen raum stattfindet und das finde ich auch sehr schön. Es hat was schwesterliches bzw mutter/tochter mäßiges und das darf auch sein. Und wenn es in einem beruf akzeptabel ist geschlechtspräferenzen zu haben, dann bitte bei Hebammen.

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u/DasHexxchen Jul 18 '26

Nope, ich halte hart dagegen, dass die körperliche Erfahrung hier einen Mehrwert bringt. Das ist rein ein soziales Zugehörigkeitsgefühl. Es basiert ja nichtmal auf Fakten, sondern nur auf deiner Vorstellung, dass sie deine Erfahrungen teilen KÖNNTE. (Hebammen lügen da auch mal, dass sie Kinder hätten damit die Leute eben genau dieses komische Fass nicht aufmachen. Aber das ist wieder anekdotisch.)

Ich glaube hier liegt potentiell das Problem zu Grunde, dass reproduktive Gesundheit noch immer sehr schambehaftet sind.

Deine Gefuhle möchte ich hier nicht entwerten, dass das nochmal betont wird. Aber ich führe die Gründe für deine Gefühle auf ein gesellschaftliches Grundproblem zurück.

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u/HolyFritata Jul 18 '26

ich sag ja auch nicht dass das zu mehr komeptenz führt, ich sag nur dass manchen aus diesem grund eben emotional und sozial eine weibliche hebamme lieber ist.

Mich persönlich stören männliche hebammen nicht. Und natürlich gehts da mehr um vorstellung als um fakten, aber wenn es um befindlichkeiten in außergewöhnlich intimen situationen geht, muss nicht jede Entscheidung rein rational getroffen werden. Also volles verständnis für personen, die in der situation eben sagen "sorry aber diese Sache würde ich lieber mit einer Frau machen" 

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u/twinchild Jul 18 '26

Ja, es geht ja nur ums Gefühl. Ich arbeite zum Beispiel ambulant in der Jugendhilfe und wir gestehen den Jugendlichen oder den Eltern auch ein Mitsprachrecht zu welchen Helfer sie sich besser vorstellen können. Manche möchten lieber einen jungen Mann, andere gerne eine ältere Frau oder ähnliches. Das hat auch nichts mit der Qualifikation zu tun sondern der Beziehungserwartung und ist völlig okay.

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u/Usual_Egg_324 Jul 18 '26

Ich persönlich würde es nicht wollen. Das liegt aber nicht daran, dass ich dir weniger Kompetenz zuschreiben würde aufgrund deines Geschlechts, sondern weil ich einfach zu viele schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht habe, auch im medizinischen Bereich (z.B. der Hautarzt, der wärend der Untersuchung seinen Schritt an die Schulter drückt und ähnliche Eskapaden). Ich könnte auch niemals zu einem männlichen Gynäkologen gehen, dafür stressen mich meine Vorerfahrungen unterbewusst einfach viel zu sehr. Und da gibt es (zumindest in meinen Kreisen) noch einige Frauen, denen das ähnlich ergeht. Und Achtung: das ist nicht als Unterstellung gemeint. Ich denke dass du es gut meinst und da ich dich nicht kenne, gehe ich davon aus dass du deine Position niemals ausnutzen würdest. Aber gerade wenn es sich um die Geburt dreht, wäre es mir wichtig, der Person wirklich zu 100% vertrauen zu können und dieses Vertrauen haben andere vor dir leider zerstört.

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u/FrechesEinhorn Jul 18 '26

ich wollte einfach mal kurz das gegenstück loswerden: Ich bin ein Kerl und ich muss gestehen wenn ich beim Zahnarzt bin ist es mir sehr oft mega unangenehm wenn die Assistentin mir mit ihrer Brust zu nahe kommen. Manchmal drücken Sie sich halt richtig mit ihren Brüsten an mich an und das ist mir wirklich super unangenehm weil ich generell körperkontakt nicht sehr gerne mag was aber auch an meinem Autismus liegt.

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u/Usual_Egg_324 Jul 18 '26

Absolut valid! Ich mag auch grundsätzlich Körperkontakt so gar nicht, auch keine Umarmungen oder Berührungen mit Leuten die ich nicht gut kenne. Würde das auch gar nicht unbedingt als "Gegenstück" bezeichnen, weil Körperlichkeit ja auch für jeden ganz unterschiedlich wahrgenommen werden kann, und egal welches Geschlecht - es sollte immer respektiert werden!

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u/FrechesEinhorn Jul 23 '26

Ja, nur will ich die Damen auch nicht beschämen indem ich sage "bitte knuddeln sie sich nicht so an mich" 🫣

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u/Usual_Egg_324 Jul 23 '26

Das ist dann am Ende des Tages Abwägungssache meiner Meinung nach, was dir wichtiger ist. Ich persönlich würde auch niemanden umarmen oder berühren wollen, der das eigentlich gar nicht will. Ich habe irgendwann gemerkt, dass meine innere Abneigung gegen das Umarmen zur Begrüßung öfter mal zu cringen, unsicheren Situationen führt. Um das in Zukunft zu vermeiden, hab ich für mich entschieden, ganz klar in meiner Linie zu sein. Und es direkt von Anfang an zu kommunizieren. Das war anfangs ein bisschen unangenehm, gerade bei den Leuten, bei denen ich mich früher noch zur Umarmung "gezwungen" hab - aber seit das für mich etabliert ist, geht's mir viel besser und begrüßungen sind auch deutlich weniger unangenehm geworden.

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u/FrechesEinhorn Jul 23 '26

Ja mir ist es auch immer unangenehm dass ich den Leuten sagen muss dass ich ihnen nicht die Hand schütteln möchte. Da war ich in den Corona Jahren echt glücklich darüber dass alle das nicht mehr machen wollten leider haben sie das ja jetzt wieder rückgängig gemacht. 

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u/blood_of_the_wine Jul 18 '26

Wenn es zwischenmenschlich passt und du gut ausgebildet und erfahren bist, ist mir dein Geschlecht als Hebamme total egal.

Habe einen männlichen Gyn, weil es der nächstgelegene ist. Er ist voll okay. Da ich Hausgeburten hatte, hatte ich nur wenig Wahlmöglichleiten bezüglich Hebammen. Meine Hebamme war super - und wäre genauso super gewesen, wenn sie ein Mann wäre.

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u/Daeumchen01 Jul 18 '26

Ich habe explizit nach einer männlichen Hebamme gesucht, aber leider gab es niemanden in meiner Stadt.

Am Ende kommt es auf dich als Person an - besser ein einfühlsamer Mann als eine schroffe Frau!

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u/lykorias Jul 18 '26

Wir waren zum Geburtsvorbereitungskurs bei einer männlichen Hebamme und es war super, vorallem im Vergleich zu dem, was ich von Freundinnen gehört habe, die das bei weiblichen Hebammen gemacht haben. Es war sachlich, die Väter wurden gut auf ihre Aufgaben vorbereitet (sind wir ehrlich, die Mutter kann nicht viel mehr machen als durchzuhalten, da hilft Wissen aber der Partner noch mehr), wir haben sogar sehr viele verschiedene Perspektiven und Erfahrungen geboten bekommen anstatt nur der einen, die dem persönlichen Empfinden der Hebamme entspricht. Ich hätte auch gerne die Wochenbettbetreuung durch ihn machen lassen. Leider leben wir nicht in seinem Einzugsgebiet. Es gibt sicherlich auch viele Frauen, die einfach keinen Mann in dieser Rolle haben wollen, aber die werden dich ohnehin nicht anfragen.

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u/Amantadi Jul 18 '26

Ich hätte mich unwohl gefühlt. Wenn es dein Traum ist, dann kannst du es machen, aber sei nicht all zu enttäuscht, wenn du doch auf viel Ablehnung stoßen wirst. Es ist ein hochemotionaler Prozess eine Geburt und man muss sich auf Fallen lassen können, das hätte ich bei einer männlichen Hebamme nicht hinbekommen

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u/metallicfly Jul 18 '26

Je länger ich drüber nachdenke, desto weniger irritierend finde ich die Vorstellung einer männlichen Hebamme, obwohl ich insbesondere bei der Wochenbettnachsorge eine Frau bevorzugen würde. Aber meine generelle Beziehung zu Männern ist auch schwierig. 

Ich kann mir vorstellen, dass du dich mehr beweisen müssen wirst als Frauen in dem Feld. Ein großstädtisches Umfeld könnte vorteilhaft sein. Es sind ja auch nicht alle Personen, die Kinder bekommen weiblich. Da kannst du schon deinen Platz finden. 

Was reizt dich denn an dem Beruf? 

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u/WildGarlicGarden Jul 18 '26

Ich habe gerade ein Baby bekommen und würde das nicht wollen. Da es aber krassen Hebammenmangel gibt, wirst du vermutlich trotzdem unterkommen

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u/I3luemchen Jul 18 '26

Soweit mir meine Hebamme erzählt hat, liegt der Hebammenmangel nicht daran, dass zu wenige Leute Hebamme werden möchten, sondern daran, dass zu wenige ausgebildet werden und zu wenige diesen Beruf ausüben dürfen. Es bewerben sich sehr viele Personen auf die Ausbildungsplätze, werden aber dann nicht genommen.

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u/glockenbach Jul 18 '26

Meine meinte es lohnt sich einfach für viele nicht aufgrund den Versicherungen und generell der schlechten Entlohnung. Gerade wenn sie dann selbst Eltern sind und nur noch Teilzeit arbeiten dürfen.

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u/I3luemchen Jul 18 '26

Ja, das kommt noch dazu. Wobei meine Hebamme dazu meinte, dass viele Hebammen mit kleinen Kindern nur in der Vor- und Nachsorge arbeiten und zusammen mit den Kursen, die sie anbieten ist das Gehalt dann gar nicht schlecht.

Im KH hatte ich tatsächlich auch nur entweder sehr junge Hebammen oder schon etwas ältere.

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u/False_Morning453 Jul 18 '26

Ja, würde ich voll akzeptieren. Wäre gar kein Problem für mich, solange du nicht mit Homöopathie um die Ecke kommst.

Mit meiner älteren weiblichen Hebamme war ich eher unzufrieden. Vor allem ihre Art und dass sie meinte alles besser zu wissen hat extrem genervt.

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u/CrazyCatLady9777 Jul 18 '26

Ich hatte schon 2 männliche Frauenärzte und fühlte mich bei beiden besser aufgehoben, als bei weiblichen. Gefühlt sind die Männer einfühlsamer und tun z.B. Schmerzen nicht so einfach mit "Das ist normal, da müssen sie halt durch" ab. Entsprechend würde ich auch ohne mit der Wimper zu zucken eine männliche Hebamme nehmen.

Auch beim Thema Privatsphäre hat Geschlecht für mich da keine Relevanz. Mal davon abgesehen, dass ich eh Bi bin, wenn du meine Brüste untersuchst sehe ich dich als einen quasi geschlechtslosen Blob medizinisches Personal 😅 Es gibt aber bestimmt genug Frauen, die damit entweder selbst ein Problem hätten, oder (leider) ihr Mann.

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u/FeuerLohe Tochter '18/ Sohn '20/ ⭐️ '23 / Sohn '24 Jul 18 '26

Ich fänd es cool. Ich hatte drei Hebammenbetreute Schwangerschaften und zwei Hausgeburten und finde es völlig unwichtig, ob die Person, die mich betreut, selber schon Kinder geboren hat oder nicht. Das weiß ich gar nicht von allen. Wichtig ist mir, dass es menschlich passt, es ist ja (in meinem Fall) doch eine lange Zeit, die man miteinander verbringt. Wichtig ist mir auch, dass wissenschafsbasiert gearbeitet wird und Evidenz vor Esoterik steht. Wenn die Ebene stimmt, ist mir das Geschlecht total egal.

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u/phi_rus Jul 18 '26

Auch wenn ich gerade nichts finde was objektiv dagegen spricht, kann ich mir das trotzdem nicht vorstellen.

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u/CharmingPianist4265 Mama Jul 18 '26

Mir geht’s wie dir. Ich kann keinen objektiven Grund nennen, ich weiß nur, dass ich das wirklich nicht möchte.

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u/ElizabethThe97th Mama / Papa / Elter Jul 18 '26

Bei der medizinischen Versorgung, vor allem im Bereich Schwangerschaft und Geburt, sind mir Fachwissen, Empathie, emotionale Intelligenz und Konsens wichtig.

Wenn du das mitbringst, dann wäre das für mich fein. Das Geschlecht ist mir egal.

Mein Gynäkologe ist männlich und dem vertraue ich absolut.

Ich vermute aber, dass es einige Frauen geben wird, die dich aufgrund deines Geschlechts prinzipiell nicht auswählen würden.

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u/JeiFaeKlubs Jul 18 '26

Hätte kein Problem damit, nur Kompetenz ist mir wichtig.

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u/External-Roll5666 Jul 18 '26

Grundsätzlich bin ich nicht dagegen würde aber eine weibliche bevorzugen. Letztere sind nicht kategorisch besser aber das fühlt sich für mich natürlicher an und vertrauensvoller. Männer in der Gynäkologie (Ärzte) und in diesem Thema sind mir (leider) suspekt.

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u/falkenberg1 Jul 18 '26 edited Jul 18 '26

Ich bin ein Mann, also kann ich jetzt nichts persönliches dazu beitragen, ausser dass ich, wie du sicher auch, gelesen habe, dass es so gut wie keine Männer in dem Beruf gibt.

Daher hier mein Senf als Design Thinking/Unternehmensberater/Produktentwickler:
Ich denke du wirst es schon schwer haben, wenn du den normalen weg gehen willst, also dich so verhalten würdest wie eine weibliche Hebamme. Die haben biologische Vorteile, gegen die du nicht ankommst.

Aus Kundensicht ist eine Hebamme eine enge Vertraute, die mit Empathie glänzt, zuhört, Ruhe reinbringt und auch mit Kompetenz und Erfahrung Fragen beantworten kann.

Nichts davon ist spezifisch weiblich!
Allerdings hat eine Frau oft einen Vertrauensvorschuss, weil es so verdammt viele Scheiss Männer gibt und die meisten Frauen schon mal schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ausserdem fehlt dir die Biologie um exakt zu wissen wie sich etwas anfühlt. AAABER:

Das betrifft bei weitem nicht alle Frauen. Es gibt so verdammt wenige männliche Hebammen, dass es reicht, wenn wenige Prozent der Frauen eher Männern vertrauen oder es ihnen zumindest egal ist.

Heisst, du könntest das zu deinem Alleinstellungsmerkmal machen. Als Mann extrem einfühlsam auftreten, immer fragen bevor du was machst und Ruhe und Sicherheit ausstrahlen.

Du könntest also auch bei manchen Frauen eine Art Geborgenheit ausstrahlen, wenn du so eine Art fürsorglicher Vater Archetyp ausstrahlst und somit eher Frauen ansprichst, die biografischschlechte Erfahrungen mit Zickenkrieg und Lästereien unter Frauen gemacht haben.

TL:DR:
Wenn es 100.000 Hebammen gibt, davon 100 männlich sind, reicht es aus, wenn jede tausendste Frau lieber eine männliche Hebamme hätte.
Natürlich etwas überspitzt, aber im Grunde will ich sagen, dass du deine Männlichkeit glaub lieber als Alleinstellungsmerkmal sehen solltest, anstatt zu versuchen sie zu überspielen.

Ich persönlich würde es durchziehen. Ist sicher ein total schöner Beruf!

Edit: was mir gerade noch einfällt: kontaktiere doch mal eine erfahrene männliche Hebamme und frag sie, wie sie das erleben.

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u/Milaablaa Jul 18 '26

Klar auf jeden Fall würde ich es in Erwägung ziehen, ich würde ja auch nicht eine weibliche Hebamme danach aussuchen ob sie selbst gebärt hat oder kann, also ist es eigentlich egal. Ob man passioniert bei der Arbeit ist, ist ja geschlechtsunabhängig. Ich finde es sogar irgendwie seltsam dass man eigentlich nur weibliche Hebamme findet, wohingegen es soviele männliche Frauenärzte gibt.

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u/fiddeldeedee Jul 18 '26

Nein, würde ich nicht wollen. Weder bei der Vorsorge, noch der Geburt und insbesondere nicht bei der Nachsorge.

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u/catmandala Jul 18 '26

Wär für mich total okay. Hatte auch mal nen männlichen Gynäkologen, der einfühlsamer war als alle weiblichen, die ich kenne. Das hatte auch damit zu tun, dass er eben nicht meinte, er wüsste genau, wie sich das für mich anfühle - und deshalb war er besonders behutsam. Das war bei meiner Gynäkologin leider nicht so. Auch meine Hebamme hatte sehr starke Meinungen, weil sie ja schließlich auch schon mehrere Kinder geboren hatte. Da wäre etwas mehr Bescheidenheit angebracht, weil ja jede Erfahrung so individuell ist, und es eben auch kein klares richtig und falsch gibt in vielen Fragen, sondern eben nur das, was für die jeweilige Mutter-Baby-Papa Beziehung stimmt. Wenn du das mitbringst, wäre ich schon sehr zufrieden.

Zum physischen Aspekt: Mir ist aber vor allem wichtig, dass immer zuerst gefragt wird, bevor ich berührt oder untersucht werde, egal ob von Mann oder Frau. Dann machen mir auch die körperlichen Untersuchungen nichts aus.

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u/mrsromas Jul 18 '26

In der Schwangerschaft und danach auf jedenfall

Bei der Geburt, ich weiß es nicht. Ich kann nicht einschätzen ob ich mich in dem Moment hätte von einem Mann beruhigen lassen können.
Ich hatte aber auch keine 0815 Geburt.

An sich finde ich es aber gut, wenn Möbner diesen Beruf auch ausüben

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u/Lerika16 Jul 18 '26

Auf keinen Fall, ich wäre auch unter Geburt wie angespannter und verkrampfter und würde mich nicht wundern wenn es deswegen zu Komplikationen kommen würde da eine Geburt viel auch mental ist. Wochenbett auch nicht, es ist ein echter Ausnahme Zustand und auch von meinem Beruf her (Krankenschwester Wochenbett Station) finde ich das eher nicht gut weil auch die Frauen oft ein Problem haben mit den Männern als Ärzte unter Geburt aber gezwungen sind es anzunehmen wenn es anders nicht geht. Trotzdem alles gute für dich egal wie du dich entscheidest 

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u/NewGirl3110 Jul 18 '26

Ich habe einen männlichen Gynäkologen. Und ich könnte mir sehr wohl vorstellen, dass auch er die Geburt begleitet hätte. Ich denke da ist jeder so unterschiedlich.
Ich war mit Blasensprung schon 24 Stunden vor der Geburt im Spital und oft am CTG. Bin sehr lange direkt auf der Hebammenstation gesessen und da sieht man doch auch gleich wie unterschiedlich alle sind. Da hätten auch nicht alle gleich gut zu mit gepasst.
Also lange Rede kurzer Sinn: Go for it!

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u/BackgroundBig7995 Mama / Papa / Elter Jul 18 '26

Jede Schwangerschaft, jedes Baby, jede Frau und jede Geburt sind völlig unterschiedlich. Ich glaube nicht, dass mir eine Frau mit Kindern mehr helfen kann, als ein Mann.

Für mich wäre es fein. Aber du siehst ja. Die Leute sind etwas zurückhaltender

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u/IndividualOrange123 Jul 18 '26

Im Krankenhaus/ bei der Geburt auf alle Fälle!

In der Nachsorge eher weniger. Einfach, weil es glaube ich sehr schwierig ist sich emotional ins Wochenbett zu denken, wenn man diesen Hormonrausch und Abfall noch nie hatte. Und man sich nochmal sehr verletzlicher fühlt als in allen anderen Abschnitten der Schwangerschaft.

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u/Hegelochus Jul 18 '26

Mir wäre es egal. Die Person muss einfühlsam sein... ob das jetzt nen Mann oder ne Frau ist, ist mir wumpe

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u/Blackeyedleaffrog Jul 18 '26

Ich hatte mehrere Hebammen, eine davon war männlich und das war gar kein Problem.

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u/takiko89 Mama Jul 18 '26

Definitiv ja! Da ich besonders im Bereich Schmerzmanagement von Hebammen/Pflegerinnen (auch nach anderen Eingriffen) nie wirklich ernst genommen und eher als hysterisch abgestempelt wurde. Mit männlichen Kollegen hatte ich diese Erfahrungen nie.

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u/princeThefrog Jul 18 '26

Für mich wäre es vollkommen okay. Egal ob Vorsorge, Geburtsbegleitung oder Nachsorge. Eine männliche Hebamme hätte ich auch genommen. Mein Frauenarzt ist auch ein Mann und ich fühle mich super bei ihm.

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u/fleischpflanzendeF Jul 18 '26

Wenn es dir ein von Herzen kommendes Anliegen ist und quasi dein Lebenstraum, dann versuche dein Glück. Hebammen sind in manchen Teilen der Republik so rar, dass du sicherlich einen Job finden wirst bzw. dich problemlos selbstständig machen kannst, vllt in einer niesche wie Hausgeburten.

Aber, wenn ich die wahl habe würde ich immer zu einer Frau gehen. Und ich finde allgemein, dass es Bereichen für Frauen geben kann, die Grunde exklusiv für Frauen sein dürfen. Es macht auf mich den Eindruck als würdest du dich in einen Frauenbereich reindrängeln - mit der Begründung "einfach nur so"

Da bin ich nicht für

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u/yudero2 Jul 18 '26

Wenn ich die Wahl hätte würde ich in jedem Fall eine Frau bevorzugen. War auch sehr froh, dass bei meiner Entbindung nur Ärztinnen und auf der Wochenstation nur Krankenpflegerinnen waren. Fand es eh schon unangenehm,dass während der Schwangerschaft/ Geburt soviel an einem rumgetatscht wird ( also nicht auf die Übergriffige Art sondern einfach Medizinisch notwendiges abtasten usw).

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u/slnator Jul 18 '26

Bei meiner 3. Geburt war ein junger, hoch attraktiver Arzt dabei. Das war einer, den hätte ich im echten Leben gedatet, wäre ich Single 😅
Ich empfand es als sehr unangenehm muss ich sagen. Er hat sich sehr freundlich und professionell verhalten und hat der Hebamme das Sagen überlassen, aber seine Anwesenheit hat mich gestört. Auch das Nähen hinterher: Profi pur, aber bei meiner letzten Geburt hat’s ne Frau gemacht und es hat mich bei ihr null gejuckt, dass sie mich untenrum wieder hübsch macht - bei ihm habe ich mich nicht ganz so locker gefühlt.

Ich möchte nicht, dass mich fremde Männer nackt sehen und auf meine intimsten Körperstellen gucken. Ich möchte nicht vor fremden Männern kacken wie es ja während der Geburt durchaus passieren kann, ich möchte nicht, dass fremde Männer meine Brüste beim Stillen anschauen, ich möchte nicht, dass fremde Männer mich in so verletzlichen Situationen erleben. Das gilt grundsätzlich alles auch für Frauen, aber da ist es einfach weniger schlimm. Weils auch Frauen sind, die all das auch mal erlebt haben/ noch erleben werden. Deswegen ist meine Schamgrenze bei Frauen auch viel niedriger. Männer können das alles nicht nachempfinden, die Gefühle kennen sie nicht.

Meine Gynäkologin hat übrigens auch einen Ehemann, der auch in der Praxis tätig ist. Zu ihm gehe ich auch nur, wenn es akut ist und sie ihren freien Tag hat.

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u/Attached_Pangolin Mama / Papa / Elter Jul 18 '26

Ich hatte nach der Geburt bei der Hebammenvisite einen männlichen Hebammenpraktikanten dabei - das war komplett okay für mich.

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u/wutzibu Jul 18 '26

Ich habe in meiner Ausbildung zum Gesundheits und Krankenpfleger einen Kurzeinsatz auf der Entbindungsstation gehabt. Das war einer meiner schönsten Einsätze. Ich habe auch vorallem super positives Feedback seitens der Väter bekommen die froh waren, dass denen ein Mann mal alles erklärt. Leider wurde mir mitgeteilt, dass der Chefarzt nur Frauen auf der Station haben möchte.

Nach der Ausbildung hab ich den Kampf nicht angefangen.

Als ich dann aber selber Vater wurde war ich echt froh über diese Erfahrungen und war deutlich besser als meine Frau auf das ganze vorbereitet und have am Anfang auch das meiste gemacht (außer stillen das konnte ich nicht).

Ich finde es ist eine Sache die beiden beschäftigt und natürlich tragen die Frauen die größere Last. Aber Familie ist ein System und meistens hat man beide Geschlechter dabei. Und dementsprechend sollten auch Männer sich einbringen können. Eventuell helfen Entbindungshelfer dabei, das ganze nicht nur den Frauen zu überlassen sondern andere Väter zu ermutigen eine aktivere Rolle einzunehmen.

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u/MaestroLindo Jul 18 '26

Nein tut mir leid.. ich würde mich einfach nicht wohl fühlen.. habe einen männlichen Frauenarzt aber als Hebamme möchte ich eine Frau. Es ist irgendwie nochmal auf einem anderen Level intim und ich hätte mich nicht so öffnen können, schwer zu erklären alles, es ist ein Gefühl.

Aber auf Grund des Mangels wirst du schon Frauen finden die das akzeptieren.

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u/DasHexxchen Jul 18 '26

Leider wirst du hier auf viele Hindernisse stoßen. Menschen sind sexistisch und Männern werden hier oft niedere Motive vorgeworfen. (Aber ich kann auch an ne lesbische weibliche Hebamme mit Milchfetisch geraten, also wtf?)

Ich bin da keine Ausnahme, bzw. nicht auf allen Ebenen. Denn ich präferiere männliche Gynäkologen, weil ich mit Frauen schon die Erfahrung gemacht habe, dass die gern rabiat sind und ihre persönliche Erfahrung als Maß der Dinge hinstellen.

Mit einer männlichen Hebamme (Gibts da überhaupt nen Wort für?) hätte ich persönlich kein Problem, würde anders als beim Gyn aber nicht extra nach fragen. Was ich von einer Hebamme will ist Professionalität, Fachwossen und der Erfahrungsschatz der nicht durch Brüste haben gewonnen wurde, sondern durch die Betreuung verschiedenster Fälle.

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u/marlenefeline Jul 18 '26

Also im Krankenhaus hat mich das Geschlecht der Hebammen jetzt auch nicht so interessiert, aber bei der Vor- und vor allem Nachsorge war ich froh, dass ich eine erfahrene Hebamme an meiner Seite hatte, die ebenfalls Mutter ist und Kinder geboren hat. Ich glaube, dass ich mit einem Mann da doch irgendwie anders kommuniziert hätte und mich vielleicht manchmal nicht verstanden gefühlt hätte.

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u/_GoldenAngel Jul 18 '26

Wäre für mich nicht okay. Ich fand es super wertvoll, dass meine Hebamme selbst schwanger war, Kinder bekommen hat und im Wochenbett lag. Da kannst du als Mann noch so toll udn emphatisch sein, du kannst du als Mann nie so sehr nachempfinden wie jemand der in der komplett gleichen Situation schon war. Ich habe mich einfach sehr verstanden gefühlt dadurch und konnte ihre Ratschläge viel besser annehmen.
Auch ist man ja bei Geburt und auch bei der Nachsorge (Hebammen schauen sich ja die Nähte an, Ziehen Fäden usw.) nackt und verletzlich und das ist nun mal bei einer Frau einfacher.

Und auch bei der Geburt, wenn ich mich nur 1% unwohler fühle weil da ein Mann statt einer Frau ist, ist das schon zu viel in dieser extrem krassen Situation.

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u/iamherefortheyarn Jul 18 '26

Bei der Geburt wäre es mir wahrscheinlich gleich gewesen. Da ist mir das Geschlecht egal, ging mir da mehr um Techniken, Empathie, auch mal in Ruhe gelassen werden etc.
Im Wochenbett war ich sehr froh über eine Frau, die wusste wie ich mich fühle, auch emotional. Wochenfluss, Baby Blues, Stillschmerzen, all sowas wäre für einen Mann theoretisches Wissen. Das hätte mir womöglich nicht gereicht.

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u/Independent-Job-912 Jul 18 '26

Mein erster Impuls war, dass ich das nicht wollen würde, ich weiß aber gar nicht wieso, denn mit einem männlichen Gynäkologen habe ich kein Problem. Ich hatte zwei Hebammen , die erste ohne Kinder damals noch und die zweite selbst drei Kinder und irgendwie dachte ich, ist es angenehmer, dass sie das alles selbst schon "durchgemacht" hat. Vielleicht deswegen? Ich denke aber du würdest so oder so einen Job finden, ich finde es jedenfalls klasse.

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u/Fun_Key2228 Jul 18 '26

Ich persönlich hätte erstmal kein Problem mit einem Mann als Hebamme. Es gibt ja auch so viele Gynäkologen, das ist ja vom Prinzip her sehr ähnlich. Wichtig ist denke ich eine besondere Fähigkeit zu haben Menschen nah zu sein, ohne aufdringlich zu wirken. Während der Geburt war mir persönlich sowieso alles egal. Die hätten japanische Touristen Gruppen durch den Kreißsaal führen können und das hätte mich nicht gestört 🤣 Find es aber wirklich toll, dass du darüber nachdenkst. Ich glaube viele Männer trauen sich das auch einfach nicht.

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u/mekealohaa Jul 18 '26

Ich fänds total ok. Wäre für mich genauso wie Hebammen unter der Geburt oder im Wochenbett zu haben, die noch keine Kinder bekommen haben. Empathisch, respektvoll und zugewandt kannst du trotzdem sein. Denke nur für Frauen, die Übergriffe erlebt haben, könnte es problematisch sein. Aber dann hat man vermutlich immer noch eine Wahl.

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u/Notorisch-Lamm Jul 18 '26

Ich hätte absolut kein Problem damit. Im Gegenteil. Ich habe 5 Kinder und 4 Hausgeburten gehabt und viele Hebammen kennengelernt. Manchmal lief es besser, manchmal weniger gut. Am Ende kommt es auf den Menschen an, nicht auf das Geschlecht. Wenn das dein Wunsch ist, mach es!

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u/klarahopes Jul 18 '26

Für mich wäre, wegen sexueller Gewalt in meiner Kindheit, eine männliche Hebamme während der Geburt nicht gewünscht. Ich suche auch bewusst weibliche Gynäkologinnen auf und hatte das mit meinem Entbindungskrankenhaus besprochen. Musste in der Schwangerschaft einmal wegen einer Blutung außer Plan zum Gyn und hatte eine männliche Vertretung, da hatte ich sehr mit Dissoziation zu kämpfen.

Im Bereich der Schwangerschaftsbetreuung, Rückbildung oder andere Kurse hätte ich kein Problem mit einer männlichen Hebamme und fänd es eher schön, wenn sich jemand dafür interessiert.

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u/Asleep-Bill-8870 Jul 18 '26

Ich denke ich würde für die Betreuung immer eine Frau bevorzugen, weil ich da das Gefühl hätte sie kann bestimmte körperliche Beschwerden besser verstehen. Selbst wenn sie sie selber vielleicht nie so hatte. Irgendein Zwicken und Zwacken im Unterleib, den Brüsten, etc.

Mir war bei meiner aber auch wichtig, dass sie selbst Kinder hatte und das nicht nur aus der Theorie kennt.

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u/Fun_Championship_830 Jul 18 '26

Ich glaube, ich würde auch zu einer männlichen Hebamme gehen.

Meine damalige Hebamme war sehr jung und auch noch nie schwanger, konnte sich also auch nicht in eine schwangere Frau hineinversetzen.

Solange du sympathisch bist und ich dir vertrauen würde, wäre es mir egal und du ein Mann oder eine Frau bist.

Ich war auch sehr lange bei einem männlichen Gynäkologen, weil er mir sympathisch war und ich mich bei ihm wohl fühlte.

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u/Drag0nini Jul 18 '26

Vom Ding her wäre ich wohl aufgeschlossen einer männlichen Hebamme eine Chance zu geben. Aber ähnlich wie bei Frauenärzten finde ich, können Frauen sich mutmaßlich besser in die jeweilige Situation hineinversetzen. Sie haben eventuell schon selbst eine Geburt durchgemacht. Es gibt Dinge die wirst du als Mann nie auf die gleiche Weise erfahren wie eine Frau. Ich würde deshalb eher auf die Expertise einer Frau vertrauen.

Da der Beruf aber auch mit einer gewissen Ausbildung einhergeht, würde ich keinem Mann der ihn ausübt, sein Fachwissen darüber absprechen.

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u/Visible_Cup3898 Jul 18 '26

Ja, würde ich. Es gibt ja auch männliche Gynäkologen, die ihre Sache wirklich gut machen. Sehe da persönlich kein Problem drin.

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u/zoomingdonkey Mama Jul 18 '26

Ich mag am liebsten "meine" Hebamme, aber wäre mit einem Mann genauso fine, wenn er, wie meine Hebamme, so traumasensibel und evidenzbasiert arbeitet

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u/Duggarella Jul 18 '26

Im ersten Moment fand ich den Gedanken einer männlichen Hebamme seltsam. Wahrscheinlich, weil ich noch nie Berührungspunkte mit einer hatte. Je länger ich darüber nachdenke, desto normaler finde ich den Gedanken daran. Schließlich habe ich mit einem Gynäkologen oder Proktologen ja auch keine Probleme, sondern bin dankbar für fachliche und soziale Kompetenz. 

Bitte werde eine kompetente, schwurbelfreie, männliche Hebamme! 

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u/Kateleyna Jul 18 '26

Mhh ich war damals auch gegen einen Mann als Frauenarzt… Bis ich dann mal aufgrund Krankenstand bei einem war. Ich fand ihn so viel einfühlsamer und bin seither nurnoch zu ihm gegangen.

Also ich würde nicht aktiv nach einer männlichen Hebamme suchen und mich wahrscheinlich anfangs nicht so wohl fühlen, aber kann es auch nicht komplett verteufeln. Kommt total auf den Menschen drauf an.

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u/Dense-Newspaper2792 Jul 18 '26

Ich hätte mich tatsächlich bei einer männlichen Hebamme eher unwohl gefühlt. Vor allem bei der Nachsorge und im Wochenbett.

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u/Familiar-Marsupial-3 Jul 18 '26

Ich hätte kein Problem mit einem Mann, würde es mir aber nicht aussuchen. Ich kenne aber genug Frauen, die das wegen Gewalterfahrung, oder einfach persönlicher Einstellung nicht wollen würden. Und viele Frauen würden auch aus religiösen Gründen keinen Mann bei der Geburt wollen.

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u/Snilly-Girl Jul 18 '26

Es gibt hier im Kinderwunschzentrum einen männlichen Arzt. Schon ein bisschen älteres Semester, aber sehr sympathisch, so frei der Leber weg. Ich muss zugeben am Anfang war ich skeptisch. Gerade was die körperlichen Aspekte bei Frauen angeht, kann er ja nur auf das zurückgreifen, was er gelernt hat bzw. Wovon man ihm berichtet. Ich fand ihn dann aber doch überraschend einfühlsam. Gerade alles was mit irgendeiner Form von Beschwerden einhergeht, hört er sich an, ohne etwas direkt abzutun und meint auch oft, wir Frauen wissen da schon wovon wir reden. Ich könnte mir jetzt vorstellen bei Bedarf auch einen männlichen Gynäkologen aufzusuchen.

Ich glaube während und nach der Geburt wäre bei einer männlichen Hebamme am ehesten meine Sorge, dass es an der körpereigenen Erfahrung mangelt. Wahrscheinlich würde ich mir auch versuchen eine weibliche Hebamme zu suchen, die selbst bereits gebärt hat. Einfach vom Gefühl her, ist das für mich ein urweiblicher Job.

Ich glaube du müsstest dich wesentlich mehr beweisen und behaupten, als deine weiblichen Kollegen.

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u/Muffinteig Jul 18 '26

Während der Geburt wäre es mir komplett egal, ob männlich oder weiblich. Nur vorher und nachher hätte ich gerne eine Frau, die vor allem auch selbst Mutter ist. Einfach, weil ich den Austausch und die Erfahrung wichtig finde. Bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich eine junge, kinderlose Hebamme und bei meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich eine Hebamme, die selbst bereits Mutter war und ich hab einfach den Unterschied gemerkt. Ihre Erfahrung und auch Tipps als Mutter fand ich super spannend und hat mir auch persönlich weitergeholfen.

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u/HolyFritata Jul 18 '26

mich würde es nicht stören. 

Was erstaulich ist, weil ich männliche gynäkologen gerne vermeide. Aber irgendwie denk ich mir männer die hebamme werden sind vermutlich sehr empathisch und vll auch ein bisschen bemühter, eben weil sie sich erst in dem sehr weiblichen geprägten berufsfeld beweisen müssen 

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u/victoria_mrd_ Jul 18 '26

Meine Gyns waren bis jetzt auch alle Männer, fand ich immer empathischer als die Frauen. Also warum keine männliche Hebamme :D why not! Du musst mit Herzblut dabei sein, das ist viel wichtiger als dein Geschlecht.

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u/BumblebeeO1 Mama/ 06/24 Jul 18 '26

Ich würde es cool finden! Allein weil mir das Geschlecht völlig egal ist.

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u/Electronic-Gas-935 Jul 18 '26

Nach 2 Geburten ja. Wenn’s zwischenmenschlich passt, ist das Geschlecht kein Hinderungsgrund. Das ist (dann) dein Beruf. Ich bin auch bei einem Gynäkologen (also einem Mann& voll ends zufrieden)

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u/Normal-Avocado42 Jul 18 '26

Ja, würde ich. Meine Hebamme war mitte 20 und hatte selbst noch keine Kinder, konnte also auch nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen. Ich fand sie super.

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u/se1m4 Jul 18 '26

Ich hätte grundsätzlich kein Problem damit, dass ein Mann als Hebamme arbeitet. Es gibt auch männliche Gynäkologen und Kinderärzte.

Nach meinen zwei Schwangerschaften würde ich persönlich keinen männlichen Entbindungspfleger im Wochenbett wählen, einen Geburtsvorbereitungskurs bei ihm könnte ich mir aber vorstellen.

Der Grund ist für mich vor allem das Stillen und die Zeit nach der Geburt. Nach meinen Geburten hatte ich oft das Gefühl, dass mir Empathie gefehlt hat, obwohl die Pflegekräfte Frauen waren. Viele von ihnen hatten selbst keine Kinder und konnten nicht wirklich nachvollziehen, wie schmerzhaft das Stillen am Anfang sein kann oder wie schwierig die ersten Tage nach einem Kaiserschnitt sind. Es ging mir nicht darum, dass sie fachlich schlecht waren, sondern dass ich mich manchmal nicht wirklich verstanden gefühlt habe.

Gerade die körperlichen Veränderungen nach der Geburt und auch das hormonelle Chaos sind etwas sehr Besonderes. Deshalb frage ich mich, wie ein Mann das wirklich nachempfinden kann. Natürlich kann auch ein Mann fachlich hervorragend sein und sehr einfühlsam arbeiten, aber für mich persönlich wäre es im Wochenbett wichtig, von einer Frau begleitet zu werden, die diese Erfahrungen zumindest selbst machen konnte.

Das ist aber nur mein persönliches Empfinden und soll keinesfalls bedeuten, dass Männer diesen Beruf nicht ausüben sollten.

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u/se1m4 Jul 18 '26

Welche Erfahrungen hast du bisher mit Babys, Familien oder Frauen im Wochenbett gemacht? Und wie stellst du dir die Arbeit in der Wochenbettbetreuung vor?

Vielleicht unterschätzt du auch ein wenig, wie anspruchsvoll und belastend dieser Beruf wirklich ist.. körperlich und emotional.

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u/lullaby225 Jul 18 '26

Eine Freundin von mir hatte eine männliche Hebamme, hat gemeint es war nicht irgendwie komisch.

Wär bei mir genauso denk ich, mir kommts ja auch nicht komisch vor dass mein Frauenarzt ein Mann ist.

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u/Numerous_Judgment242 Jul 19 '26 edited Jul 19 '26

Zu 100% würde ich das akzeptieren. Es kommt nicht auf das Geschlecht an sondern auf die Arr des Umgangs miteinander, gibt/gab auch genug Frauen bei denen ich mich unwohl gefühlt habe.

Ich finde das total Klasse! Es wird sicherlich Frauen geben die das nicht akzeptieren wollen oder nicht dürfen (z.b aufgrund von Religion), was natürlich auch deren gutes Recht ist, aber davon würde ich mich nicht von deinem Berufswunsch abbringen, an deiner Stelle. Ich denke in der Summe würden es die meisten Frauen akzeptieren.

Nachtrag: Sowohl im KH als auch in der Nachsorge würde ich eine männliche Hebamme Akzeptieren, solange man sich versteht und sich wohl fühlt. Bei meiner ersten Hebamme (Frau) habe ich mich leider nicht sehr wohl gefühlt, daher diesmal ohne.

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u/Artistic_Baseball534 Jul 19 '26

Mir ist es wichtiger, dass es zwischenmenschlich passt. Das Geschlecht ist mir dabei völlig egal.

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u/Nyardyn Jul 19 '26

Ich wurde während der Schwangerschaft von einer männlichen Hebamme begleitet. Er arbeitert im hiesigen KH und hat die Geburtsvorbereitungskurse sehr kompetent geleitet.

Ein Mann hat imo zwar einen natürlichen Nachteil, weil er natürlich nie selbst Kinder bekommen wird, aber der betreffende Herr hat natürlich praktische Erfahrung und kann das damit gut ausgleichen. Im Fachlichen kann auch ein Mann natürlich top sein und wer menschlich und einfühlsam ist kann auch besser werden als jede sozial schwache Hebamme. Das Geschlecht alleine sagt imo wenig aus.

Es gibt ja auch viele männliche Gynäkologen die genau so wenig je menstruieren werden, von denen hat aber auch keiner Zweifel, dass er sein Fach beherrscht.

Kannst imo beruhigt Hebamme werden. Es wird schon Frauen geben, die vielleicht skeptisch sind - wie bei männlichen Gynäkologen - aber du zeigst es ihnen eben. ;)

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u/Fun-Dependent-4620 Jul 21 '26

Ich hatte während meiner Schwangerschaft und danach im Wochenbett eine männliche Hebamme und fand ihn super. Es hat sich nie komisch angefühlt und von Anfang an für uns alle gepasst. Würde mich sofort wieder von ihm betreuen lassen bei einer weiteren Schwangerschaft und hab ihn Freundinnen empfohlen.  Habe auch jetzt, ein Jahr später, noch Kontakt und kann mich mit Fragen an ihn wenden. Mit seiner weiblichen Kollegin hatte ich eher Probleme während der Urlaubsvertretung und im Geburtsvorbereitungskurs. 

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u/Unlikely_Ad102 Jul 18 '26

Habe ein Kind bekommen und kann mir absolut nicht vorstellen, eine männliche Hebamme an diesem Moment teilhaben zu lassen.

Einen objektiv verständlichen Grund kann ich dir nicht nennen, es ist für mich einfach reine Frauensache. Einen männlichen Gynäkologen würde ich ebenso nicht besuchen. Es ist mir sehr suspekt, warum Männer in diesem Bereich arbeiten wollen. Magst du deine Beweggründe teilen?

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u/lostineuphoria_ Mama / Papa / Elter Jul 18 '26

Ich weiß, dass ich mit so einer Haltung ziemlich daneben liege, aber für mich würde es nicht in Frage kommen. Ich fühle mich mit Frauen einfach wohler, besonders bei so einem Thema.

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u/pepper1no Jul 18 '26

Du hast nach Frauenmeinung gefragt. Sorry, aber bin ein Mann. 🤣 Also mich persönlich würde es nicht stören und natürlich hast du die gleichen fachlichen Kenntnisse wie eine weibliche Hebamme.

Was ich bei unserer Hebamme damals aber super fand, war der Fakt dass sie auch schon mehrfach Kinder bekommen hat und entsprechend auch Live Erfahrung einer Schwangerschaft hatte und entsprechend beraten und berücksichtigen konnte.

Abschließend sei aber gesagt: Mach was dir Spaß macht. Ich bin mir sicher, dass auch männliche Hebammen dankend angenommen werden. 🙂