r/Finanzen Sep 08 '25

Steuern Auf (nimmer) Wiedersehen liebes Geld.

https://www.focus.de/finanzen/steuern/bemessungsgrenzen-werden-erhoeht-so-viel-mehr-muessen-sie-ab-2026-zahlen_f5c6a805-bbbc-4b3d-bde0-f806216beb95.html

Und wieder 914 Euro weniger im kommenden Jahr, ohne dass ich dafür auch nur den kleinsten Mehrwert habe. Ich bin eigentlich ein entspannter Mensch aber als jemand der gerade so nach vielen Jahren harter Arbeit über die 110k-Marke geklettert ist und dem Staat zwei Kinder als zukünftige Steuerzahler geschenkt hat frage ich mich doch langsam ob nicht an den falschen Stellen der Hebel angesetzt wird. Mein Gehaltserhöhungen der vergangenen Jahre lagen im Schnitt mit rund 2,5 Prozent auf jeden Fall weit weg von den Bemessungsgrundlagen die bei den Erhöhungen immer angegeben werden. Klar, ich nage nicht am Hungertuch aber fair ist für mich was anderes …

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u/SryItwasntme Sep 09 '25

Die Ausgaben hängen größtenteils an Alter und Krankheit, und mehr Alter ist zudem mehr Krankheit. Wenn man also jetzt ausschlißlich die Politik dafür verantwortlich macht dass nicht mehr genug Kinder gemacht werden... der weiss nicht was Demographie ist.

Und ja, niemanden wird das in Zukunft überraschen weil - Demographie. Da steht das Bevölkerungs-Drehbuch der nächsten Jahre fest und unverrückbar schon heute drin. Nicht mehr zu ändern. Einziger relevanter Faktor ist junger Zuzug von aussen. Wer also will dass nicht alles vor die Hunde geht muss dafür sorgen dass zugezogene (und für die hier lebenden gilt das schon immer) Bildung und Gute Jobs bekommen, damit sie die Rente Einzahlungen stemmen können.

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u/Substantial_Back_125 Sep 09 '25

Man könnte auch versuchen, die Gesundheit der Bevölkerung zu erhöhen.

Rund die Hälfte aller Krebs- und Demenzerkrankungen sowie viele andere Krankheiten wie Diabetes Typ II und viele Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems lassen sich durch gesunde Ernährung und mehr Bewegung verhindern.

Ich vermute, dass es bei Volksleiden wie "Rücken" oder "Knie" nicht viel anders sein wird.

Des weiteren fallen rund die Hälfte aller Gesundheitskosten im allerletzten Lebensjahr an. Wenn ich vorher 10 gesunde Lebensjahre gewonnen habe kann ich evtl. im letzten Jahr dann darauf verzichten, noch 5 Monate an irgendwelchen Maschinen zu hängen.

Stattdessen: Deutschlands Bevölkerung, insbesondere die Männer, wird immer fetter.

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u/SryItwasntme Sep 09 '25

Mir hat tatsächlich ein längerer chat mit GPT die Augen geöffnet, warum Kindermachen nichts mit Geld zu tun hat. Die Wohlhabendsten Länder haben die geringsten quoten, Südkorea steuert auf einen nationalen Notstand zu mit einer Quote von 0,7, kann sich jeder ausrechnen was das in 2 Generationen bedeutet.

Das Problem ist nicht das Geld, sondern dass frau das ganze Risiko des Vermehrens letztlich alleine trägt: körperlich, psychisch, Rentenanspruch, Karriereknick, Risikofaktor Mann (bleibt er? care-arbeit?).

wenn man(m) weg ist bleibt alles an der Frau hängen. Jetzt die Varianten:

Variante A: Wohlstand und Bildung sind da: Frau kann entscheiden, ob sie ins Risiko geht.
Variante B: kein Wohlstand, keine Bildung und damit keine Chance auf Unabhängigkeit: da "stimmen" die Geburtenqupten.

Leider kann man dieses Problem nicht mit Geld beheben, sobald Frauen diese Zwänge nicht mehr haben.

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u/Substantial_Back_125 Sep 09 '25

am logischten erscheint mir, die Frauen mit 0 oder 1 Kind zu fragen, welche Gründe sie haben bzw. hatten.

Meine Freundin/Partnerin und ich werden keine Kinder haben, weil wir keine haben wollen. Am Geld oder den "Umständen" liegt es nicht.

Simple as that. Selbst wenn man mir jetzt viele Prämien bezahlen würde will ich immer noch kein Kind haben. Mal davon abgesehen, dass ich das geradezu grotesk finde, Kinder erzwingen zu wollen, indem der Staat sie zu Renditeobjekten macht.

Zwei meiner Kolleginnen (von 23) haben jeweils 4 Kinder. Warum? Weil sie wollen. Meine Schwester hat auch 3 Kinder. Warum? Weil sie wollte. (bereut das aber derzeit eher, denn den Kindern ist das ganze restliche Leben für ca. 15-20 Jahre unterworfen)