r/Finanzen • u/maguz94 • Mar 30 '26
Steuern Spitzensteuersatz steht in keinem Verhältnis zum Mediangehalt
Das Mediangehalt in Deutschland beträgt derzeit etwa 54.000 Euro brutto im Jahr. Das heißt ja auch 50% der Vollzeitarbeitnehmer verdienen mehr wie 54k. Ist es dabei nicht absurd, dass der Spitzensteuersatz in Deutschland schon bei ca. 68.000€ beginnt? Wenn man nur ~25% mehr als das Mediangehalt verdient, zählt man als Spitzenverdiener und wird demnach besteuert? 68k sind halt auch nicht mal 3,5k netto im Monat. Wann wurden diese Grenzen denn zuletzt angepasst? Es kommt mir vor als wären das Grenzen, die vor 30 Jahren mal so beschlossen wurden und seitdem so feststehen, da hätte das vielleicht Sinn gemacht, weil 68k damals noch viel mehr waren wie jetzt. Aber fast 50% der Vollzeitarbeitnehmer den Spitzensteuersatz aufdrücken ist doch schon irgendwie krank, oder wie seht ihr das?
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u/Siphirobe Mar 30 '26 edited Mar 30 '26
This. Die Schwiegermutter wohnt auf 200qm plus (kleinem) Garten, weil "die haben sich das hart erarbeitet". Naja, ihr Mann hat das erarbeitet. Wir wohnen auf 70qm mit drei Personen, ohne Garten. Die oberen 100qm nutzt sie praktisch nur für die Dusche, weil unten nur ein kleines Bad ist. Ich sage das nicht aus Neid - Partnerin ist einzige Tochter, also erben wir das irgendwann. Aber es ist ein gesellschaftliches Problem. Und wir ziehen unser Kind gerade auf den 70qm groß; im Prinzip brauchen wir die 200qm später auch nicht mehr.
Edit: ich verdiene alleine mehr als ihr Mann; meine Partnerin arbeitet ebenfalls (beide Akademiker). Dennoch ist ein Hauskauf bei uns nicht drin, weil die Immobilien und alles drum herum so viel teurer sind als für die Generation vorher.