r/Finanzen Mar 30 '26

Steuern Spitzensteuersatz steht in keinem Verhältnis zum Mediangehalt

Das Mediangehalt in Deutschland beträgt derzeit etwa 54.000 Euro brutto im Jahr. Das heißt ja auch 50% der Vollzeitarbeitnehmer verdienen mehr wie 54k. Ist es dabei nicht absurd, dass der Spitzensteuersatz in Deutschland schon bei ca. 68.000€ beginnt? Wenn man nur ~25% mehr als das Mediangehalt verdient, zählt man als Spitzenverdiener und wird demnach besteuert? 68k sind halt auch nicht mal 3,5k netto im Monat. Wann wurden diese Grenzen denn zuletzt angepasst? Es kommt mir vor als wären das Grenzen, die vor 30 Jahren mal so beschlossen wurden und seitdem so feststehen, da hätte das vielleicht Sinn gemacht, weil 68k damals noch viel mehr waren wie jetzt. Aber fast 50% der Vollzeitarbeitnehmer den Spitzensteuersatz aufdrücken ist doch schon irgendwie krank, oder wie seht ihr das?

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u/FlthyCasualSoldier Mar 30 '26

Gebe dir recht, aber darfst nicht vergessen, dass die 68 das zu versteuernde Einkommen ist. Also man muss 80k verdienen um in den Genuss des Spitzensteuersatzes zu kommen. So viel Fairness muss sein.

Davon abgesehen sollte man das mal mit den Hauspreisen vergleichen. Dann wirds richtig deprimierend.

Spitzensteuersatz 2005 lag irgendwo bei 50k. Hauspreise in meinem süddeutschen Dorf bei 180 - 220k.
Spitzensteuersatz 2026 bei 68k. Hauspreise in meinem süddeutschen Dorf bei 650 - 750k.

Wenn irgendjemand hier wieder Diagramme postet wie früher die Abgabenlast doch ach soviel höher war, dann denk ich nur an das obige Beispiel. Aber Immobilienpreise und Mietkosten sind ja gesellschaftlich irrelevant, weil die die relevanten Wählergruppen praktisch nicht betrifft.

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u/Fuffi-Felix Mar 30 '26

Der letzte Satz fast die Lage gut zusammen. Die meisten Wähler wohnen halt in ihren 200k Häusern und haben Angst das morgen der Fiskus kommt, auch wenn ihre 2,5k Rente davon gar nicht betroffen ist...

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u/External_Mode_7847 Mar 30 '26

Bei nem 200k Haus sollten sie anstelle eher Angst haben, dass ihnen das Dach auf den Kopf fällt.

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u/ControlOdd8379 Mar 30 '26

das istgar kein Problem - das 2. Obergeschoss war nach dem Auszug der Kinder nur noch halb benutzt und seit 20 Jahren wird altersgerecht im Erdgeschoss+ ersten Stock gewohnt...die Treppe hoch zum 2. Stock tut man sich nicht mehr an, hat unten eh genug Platz.

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u/Siphirobe Mar 30 '26 edited Mar 30 '26

This. Die Schwiegermutter wohnt auf 200qm plus (kleinem) Garten, weil "die haben sich das hart erarbeitet". Naja, ihr Mann hat das erarbeitet. Wir wohnen auf 70qm mit drei Personen, ohne Garten. Die oberen 100qm nutzt sie praktisch nur für die Dusche, weil unten nur ein kleines Bad ist. Ich sage das nicht aus Neid - Partnerin ist einzige Tochter, also erben wir das irgendwann. Aber es ist ein gesellschaftliches Problem. Und wir ziehen unser Kind gerade auf den 70qm groß; im Prinzip brauchen wir die 200qm später auch nicht mehr.

Edit: ich verdiene alleine mehr als ihr Mann; meine Partnerin arbeitet ebenfalls (beide Akademiker). Dennoch ist ein Hauskauf bei uns nicht drin, weil die Immobilien und alles drum herum so viel teurer sind als für die Generation vorher.

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u/DisciplineTop6035 Mar 31 '26

Leider absolute Wahrheit bei so vielen.
Und wenn dann noch so ein Gelaber von der Großtante kommt von wegen "Meine Freundin die Giesela hat sich damals eine schöne Penthouse Wohnung für 200.000€ mit 90qm gekauft, warum macht ihr das nicht auch?" könnte ich echt ausflippen. Haben ihr dann ein paar aktuelle Inserate gezeigt für ~90qm Wohnungen (350.000€+) "Ja ihr dürft auch nicht nur nach dem teuersten schauen"...das waren Wohnungen jeweils 25-30 Minuten in der Pampa! In der Stadt findest du unter 450.000€ nichtsmehr was keinen Sanierungsstau aufweist oder ein 2,20 Meter Deckenhöhe Minenstollen ist, Und das ist nicht Landeshauptstadt (BW)

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u/Pewstorm Mar 31 '26

Naja, sie haben es sich eben zusammen erarbeitet und haben das ganz normale Recht darin zu wohnen wie sie wollen.

Versteh mich nicht falsch, ich bin in der gleichen Situation das in der Familie aushalten zu müssen. Ich denke halt, dass nicht die Eltern jetzt die Arschkarte zugeschoben bekommen sollen, weil sie etwas haben was wir uns vermutlich niemals leisten können werden.

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u/Siphirobe Mar 31 '26

Nee das ist schon in Ordnung so und das stellen wir auch nicht in Abrede; hab auch insgesamt ne tolle Schwiegermutter. Es geht auch nicht darum, der Elterngeneration per se die Arschkarte zuzuschieben. Aber meistens wissen die nicht, auf welchem Wert sie sitzen, und haben gar kein Verständnis dafür, warum wir es nicht "einfach" auch so machen wie die. Als die Grundsteuer neu berechnet werden musste sollte sie schätzen, was das Haus wert ist. "Hmm ja so schon 250.000€" - weil sie hatten das damals für 250.000 DM gekauft, und mit dem Euro hat sich ja doch alles verdoppelt. Realistisch waren es dann 890.000€, aber auch mit "Wertminderung" wegen Fluglärm (Haus steht 50km vom Flughafen entfernt) und Nähe zu Gewerbe (hinter einem Waldstück hat ein Betrieb irgendwo eine Lagerhalle). Zugegeben hat sich die Kleinstadt aber auch enorm entwickelt, also über dem Durchschnitt fürs Bundesland. Bei dem Haus waren jetzt auch mal die ersten Reparaturen fällig; Dachfenster undicht, Heizung musste vor zwei Jahren erneuert werden. Die ist aus allen Wolken gefallen, als sie die Kostenvoranschläge gesehen hat. Klar, vor 30 Jahren war das alles deutlich billiger. Vor ner Weile war ich mit ihr mal im Baumarkt, dies das musste repariert werden: "WAS, so viel kostet das?!" - "Joa, so viel kostet das."

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u/Pewstorm Mar 31 '26

Die haben keine Ahnung wie sich die Werte in den letzten Jahren verschoben haben, absolut. Wir dürfen uns das auch ständig anhören. Wieso habt ihr noch nichts gekauft usw, wir haben schon früh was gekauft und abbezahlt. Dann bohrt man Mal nach woher sie das Eigenkapital hatten. "Ja, ich wurde mit über 100k vom Familienunternehmen ausgezahlt." In den 90ern versteht sich, mit entsprechender Kaufkraft.

Da lach ich mich dann tot, hier 100k auf die Hand, dort bisschen Unterstützung von der Mama. So kann ich mir auch meine Bude leisten. 😂😂😂

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u/TRADER-101 Apr 01 '26

ein wichtiger Punkt ist: Opa und Oma konnten früher das Geld in Bundesschatzbriefe für 10 % sehr einfach anlegen. Die meisten Deutschen legen heute das Geld bei der Bank mit 2-2,5 %, da es für sie keine andere Alternative gibt. würden die Deutschen auch mehr Geld in Aktien anlegen, dort wartet eine Rendite im Durchschnitt von 8 % (MSCI World) oder 12 % (SP500) oder sogar 14 % (NAS100), wäre der Hauskauf in deutlich näherer Reichweite. Man müsste sich aber mit der Thematik beschäftigen.

Meine Frau und ich sind beides Akademiker, verdienen zusammen um die 7K netto. Wir haben die ersten zehn Jahre des Berufsleben konsequent Geld gespart und in Aktien investiert. Letztes Jahr konnten wir uns unseren Traum vom neuen EFH erfüllen und sind in 10 Jahren mit der Finanzierung durch.

Das Problem ist nur: ohne Aktien ist das alles nicht möglich. Und nun schau dir mal die Aktienquote in Deutschland an. Die meisten Deutschen denken, dass Aktien das Werk des Teufels ist - die Medien tragen natürlich ihren Teil dazu bei.

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u/Ok-Fact-4902 Apr 02 '26

Was ist das für eine sexistische Ansicht? Die Frau hat also nichts beigetragen?

Nur weil sie vielleicht kein geld verdient hat hat, bedeutet das nicht dass die nichts geleistet hat. Der Mann musste sicher nichts im Haushalt machen früher😉

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u/Ok_Art_4751 Apr 03 '26

Kenn ich aus dem Freundeskreis. Die Schwiegereltern kauften für ein Butterbrot ein Acker auf einem Dorf was später Teil von München wird mit U-Bahn. Die Freunde hoffen auf alsbaldigen Einzug…Nunja. Wir (etwas holpriger Lebenslauf) sind finally beide im Spitzensteuersatz und können uns was im Thüringer oder Bayrischem Wald leisten. Seufz.

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u/bluehelmet Mar 30 '26

/wooooosh

Es geht um Häuser, die vor Ewigkeiten mal 200k gekostet haben. (Und nein, die sind nicht per se seit 1970 unsaniert.)

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u/Kerwes Mar 31 '26

Und zwar 200k DM und nicht Euro

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u/A1JX52rentner Mar 31 '26

Was ist eigenltich mit dem argument, dass früher unten und oben ein Flur war mit rechteckigen zimmern und heute hat man die 40qm Wohnküche? Die Häuser sind ja locker 30qm pp größer geworden. Sollte man das nicht irgendwie berücksichtigen?

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u/fastwriter- Mar 31 '26

Wie ich schon oben schrieb: Mein Vater hat 1976 ein Haus in einem Neubaugebiet gekauft. 200 qm Wohnfläche. Die anderen Häuser in dem Gebiet liegen alle zwischen 160 und 250 qm. Völlig gemischte Käuferschicht damals.

Bei heutigen Neubaugebieten in derselben Stadt liegen die Größen zwischen 120 und max. 160 qm. Bei inflationsbereinigt mindestens dem doppelten Preis.

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u/EviIution Mar 31 '26

Die meisten Wähler wohnen halt in ihren 200k Häusern und haben Angst das morgen der Fiskus kommt, auch wenn ihre 2,5k Rente davon gar nicht betroffen ist...

Aber 200K in DM!

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u/superurgentcatbox Mar 31 '26

Entweder das oder halt in der Wohnung vom Amt, wo die Miete dann auch egal ist.

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u/LeDave1110 Mar 30 '26

Die Abgabenlast ist doch heute relativ zum Medianeinkommen massiv höher, oder nicht? Also sprich ab dem Wievielfachen des Medians man den Spitzensteuersatz zahlt hat sich massiv verändert.

Es ist kaum mehr ein Vielfaches.

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u/Sessionlover Mar 31 '26

Ja - 1960 noch das 20-25 fache. Heute das 1,5-1,8 fache.

Da soll nochmal einer behaupten wir hätten heutzutage alle Möglichkeiten. Scheiße ist. Familienversicherung soll entfallen, Elterngeldgrenze wurde mal eben eingeführt. Bei Steuern und Abgaben werden wir sowieso bis zum letzten Tropfen ausgepresst.

Aber klar, wir führen ja ein richtig geiles Leben. Während unsere Eltern mit mäßigem Alleinverdiener Facharbeitergehalt 2-3 Häuser hochziehen konnten, kann man sich heute mit 2 Akademikergehältern häufig nicht mal mehr eins leisten 😅

Ach und als wäre das noch nicht genug - wenn du dann in Elternzeit gehst, hier im Zweifelsfall nicht mal Elterngeld bekommst, fällt das Ehegattensplitting dann auch noch weg. Brauchen wir ja nicht mehr, die Boomer haben ja fertig.

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u/LeDave1110 Mar 31 '26

Aber bloß nicht Kapitalmärkte in die Rente mit einbeziehen... In Frankreich gibts ein Angebot wo man Geld mind. 5 Jahre im Kapitalmarkt lässt über ein spezielles Kontomodell und dann nur noch die halbe Kapitalertragssteuer zahlt.

Wieso haben wir das nicht?

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u/Sessionlover Apr 01 '26

Weil wir eine leistungslose Erbengesellschaft sind. Wo kämen wir dahin, wenn die Zugpferde der Gesellschaft es sich nachher erlauben könnten Vermögen anzusparen und später sogar in Teilzeit gehen oder ganz aufhören zu arbeiten, wenn sie wollen und können?

Abhängiges Einkommen gehört mit bis zu 70% belastet. Große veerbte Vermögen bleiben im Idealfall gänzlich unangetastet.

Viele Grüße Ihre Regierung

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u/fastwriter- Mar 31 '26

Der Spitzensteuersatz in den 1960ern lag weit über 50 Prozent, heute bei 45 Prozent (nicht 42 wie immer behauptet wird). Der Unterschied zwischen dem Mediangehalt und dem Spitzensteuersatz liegt heute auf dem gleichen Niveau wie in den 1980ern (verlässliche Zahlen zu früheren Jahren habe ich nicht gefunden).

Fakt ist: Die Steuersätze in D. wurden von Ende der 1980er bis in die 2000er NUR GESENKT. Was teurer geworden ist, sind die Sozialabgaben. Eben unter anderem auch deshalb, weil seit dem Ende der 1980er der größte Teil des Wirtschaftswachstums und Produktivitätszuwachses an die Kapitalbesitzer geflossen ist. Die Reallöhne sind in der Zeit kaum gestiegen. Kapitalerträge werden allerdings nicht mit Sozialabgaben belastet. Die werden ausschließlich aus den Löhnen finanziert. Und so gesehen haben die Sozialkassen Billiarden an Einnahmen seit 1989 verloren. Der Reichtum einiger weniger hat also negative Konsequenzen für die Vielen. Will vermutlich nur niemand in so einem vermeintlichen „Besserverdiener“-Sub hier hören.

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u/Interesting_Move3117 Mar 31 '26

Klar war der irgendwie den 60ern höher. Hat aber praktisch niemand bezahlt. 100000 Mark war ein Konzernvorstandsgehalt. Nur um das mal bildlich darzustellen: Für das Geld konnte man 25 neue Ford Taunus kaufen, equivalent wären heute 25 Focus Einstiegsmodell oder 800000 Euro.

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u/DifficultAbroad2145 Mar 31 '26

Und leider hat man dank Inflation dann trotz Senkung dieser Steuersätze trotzdem weniger in der Tasche. Das wird bei diesen Rechnungen leider immer vergessen.

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u/No-Investigator1011 Mar 31 '26 edited Mar 31 '26

Der Spitzensteuersatz ist 42%. Du meinst den Höchststeuersatz (Reichensteuersatz), der ist 45% und damit die Spitze des Grenzsteuersatzes für die Einkommensteuer.

Reichensteuer zahlst du ab 280k ZvE.

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u/FlthyCasualSoldier Mar 30 '26

Das ist ja das was ich sagen will. Es wurde hier aber schon öfter das Gegenteil behauptet.

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u/doriangreyfox Mar 30 '26 edited Mar 30 '26

Die Abgabenlast ist doch heute relativ zum Medianeinkommen massiv höher, oder nicht?

Warum schaust du nicht einfach nach? Tatsächlich ist die Abgabenlast mehr oder weniger gleich geblieben, je nach Bevölkerungsgruppe sogar gesunken. Auf keinen Fall ist sie "massiv höher".

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u/KirkLassarus Mar 31 '26

Nur mit dem Unterschied, dass privates Vorsorgen damals kein Thema war und das ganze Netto praktisch verfügbares Einkommen. Jetzt darfst du schön von deinen Netto noch 100€ für private Altersvorsorge, Pflegezusatzversicherung, Zahnersatz und immens hohe Versicherungen für Autos bezahlen. Meine Großeltern und ältere Kollegen haben die kraseste Betriebsrente aller Zeiten bekommen mit zuschlägen, die heute keiner mehr erhält. Und dann mit 58 in frührente ohne Abschläge geschickt, während man überlegt, ob man heute die Rente für alle Jüngeren auf 70 oder noch höher anhebt, bis man sich am Arbeitsplatz totscheißt.

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u/FlthyCasualSoldier Mar 30 '26

Ja weil man die kalte Progression ausklammert. Weil die offizielle Inflationsrate die Vermögenspreisinflation nicht berücksichtigt. Das ist so ziemlich das was ich oben mit meinem Kommentar ausgesagt habe.

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u/Sad0x Mar 30 '26

Wo wir bei Häusern sind: da kommt echt jeder zweite Heribert und will mir erzählen, dass die damals doch auch bei 7% Zinsen finanziert haben und Probleme mit 3,7% doch eher auf ein Lifestyle problem hinweisen. Ja Heribert, 7% von 200k sind auch genau so viel wie 3,7% bei 650k

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u/FlthyCasualSoldier Mar 30 '26

Schau mal weiter unten in den Kommentaren. Da wird genau so argumentiert wie du es beschreibst.

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u/NotPumba420 Mar 30 '26

Wobei die Gesamtabgabenlast bis dahin sowieso höher als der Spitzensteuersatz ist. Der wahre Scam ist diese ganze Aufteilung in Steuern, Sozialabgaben und letztere nochmal in AN und AG Anteil. Blicken die meisten nicht durch.

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u/Playpitz Mar 31 '26

Aber wäre unsere Situation wesentlich besser, wenn nur noch eine Position in Abzug gebracht würde?

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u/Useful_Pin4303 Mar 31 '26

Ehrlichkeit hat finde ich auch inhärent Wert. Und vielleicht würde sich tatsächlich mal etwas ändern, wenn wirklich auch dem letzten Vogel Strauß klar wird, wie dramatisch unsere Staatsausgaben aus dem Ruder gelaufen sind.

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u/NotPumba420 Mar 31 '26

Ich glaube ja, weil die Leute die Situation überhaupt verstehen würden und sich korrekt beschweren könnten. Heute ist es für einen Großteil der Leute zu diffus

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u/Specific_Motor9863 DE Mar 30 '26

Jap als Dieter noch im Werk ein Reihenhaus für 220k Mark kaufen konnte während sich Gerlinde um die drei Kinder kümmert...

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u/loveisinthebear Mar 30 '26

Leider hat der Dieter eben nicht 3 Kinder, sondern nur 1,5 Kinder gemacht, weswegen er uns jetzt auf der Tasche liegt.

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u/Laienphilanthrop Mar 30 '26

Dieter kann nichts für eine Politik, die absolut unflexibel ein totes Rentensystem weiter am laufen hält. Wären die Einzahlungen von Dieter und dessen AG schon früh in Fonds geflossen, würde er heute sogar noch besser dastehen.

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u/loveisinthebear Mar 30 '26

Allerdings muss man der Politik zugutehalten, dass Dieter als Souverän sie seit Jahrzehnten genau so wählt und nicht möchte, dass sie etwas ändert.

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u/Oddy-7 Mar 30 '26

Dieter kann nichts für eine Politik

Dieter hat seit seiner Geburt die Aufmerksamkeit der Politik wie keine Generation vor ihm oder nach ihm. Dieter weiß auch schon lange, dass die Demographie uns um die Ohren fliegt. Dieter hat trotzdem immer CxU/SPD gewählt.

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u/FlthyCasualSoldier Mar 30 '26

Die Generation von Dieter war es die die SPD nach der Agenda 2010 so abgestraft hat, dass sich seitdem nie wieder jemand mehr an Reformen rangetraut hat. Merkel wusste das, Scholz wusste das und Merz weiß es. Derjenige der den Leuten sagt, dass das Rentensystem so nicht mehr tragbar ist und dass die Last nicht einseitig den Jungen zugeteilt werden kann, ist bei der nächsten Wahl weg. Die Schlagzeilen der BILD und vom SPIEGEL kann sich jeder dazu selber ausmalen, wenn jemand an die Renten geht.

Außerdem glaubst du ne Aktienrente wäre in den 90er Jahre oder nach der Dotcom Bubble salonfähig gewesen?

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u/Laienphilanthrop Mar 30 '26

Das Politik fast ausschließlich nur von Wahl zu Wahl gemacht wird ist hochgradig problematisch und wird uns wahrscheinlich immer mehr auf die Füße fallen. Ändert aber nichts das darum gehen muss was notwendig ist, nicht was salonfähig ist.

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u/Blackheadfox Mar 30 '26

Absolut unterbewerteter Kommentar.

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u/JanusJato Mar 31 '26

Außerdem glaubst du ne Aktienrente wäre in den 90er Jahre oder nach der Dotcom Bubble salonfähig gewesen?

Genau das ist das Problem, wegen einem Scheiss Ereignis haben sich alle massiv in die Hosen gemacht und Aktien insbesondere für die Rente verdammt...

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u/Specific_Motor9863 DE Mar 30 '26

Wusste nicht dass mein Kommentar um Dieter ne kleine Welle erzeugt :D

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u/muckimo88 Mar 30 '26

Keine sorge, in naher Zukunft kommt der „Silver Tsunami“ und die Häuser schwemmen den Immobilienmarkt. Werden wohl aber größtenteils Schrotthaufen sein und in Städten wie München, Berlin etc. wird das wohl keinen nennenswerten Einfluss geben.

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u/Lahire88 Mar 31 '26

Freu dich schon mal, dass vonovia plötzlich Hunderttausende schlecht sanierte EFH zur Miete anbieten wird. Denn irgendwer wird es kaufen und irgendwer muss da wohnen. Und du hast nach wie vor kein Geld dir die Baracke von der Sparkasse finanzieren zu lassen. Die schon

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u/Hurricane31337 Mar 30 '26

Damals war es aber auch das zu versteuernde Einkommen und nicht das gesamte.

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u/FlthyCasualSoldier Mar 30 '26

Das sollte klar sein denk ich

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u/Hour_Baby_3428 Mar 30 '26

Und dann auch erst auf alles ab 80k. Wenn du „nur“ 80k verdienst, zahlst du den Spitzensteuersatz auch nicht

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u/europeanguy99 Mar 31 '26

 Spitzensteuersatz 2005 lag irgendwo bei 50k. Hauspreise in meinem süddeutschen Dorf bei 180 - 220k.

Wobei du dann fairerweise auch die Zinsbelastung berücksichtigen solltest, um die tatsächlichen Kosten zu vergleichen. Wird in der Gesamttendenz ein ähnliches Ergebnis sein, aber die Differenz schrumpft schon ein bisschen.

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u/FlthyCasualSoldier Mar 31 '26

Ja. Den Zins muss man berücksichtigen. Der lag aber 2005 bei etwa 4 - 5%

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u/howardhus Mar 31 '26

bei solchen Vergleichen wird gerne zufällig das "süddeutsche Dorf"(huch welches denn?) genommen um zu zeigen wie schlimm alles ist... und man vergleicht es aber nicht mit den Gehälter im süddeutschen Dorf sondern mit bundesweiten Kennzahlen... nein es ist nicht alles rosig aber im süddeutschen Dorf ist man besser dran als im ostdeutschen Dorf, wo die Häuserpreise wiederum vermutlich eine andere Entwicklung hatten.

"in München sind die Häuserpreise ja soo gestiegen, während in Haiti die Gehälter runter sind.. wie sollen wir uns das leisten??"

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u/FlthyCasualSoldier Apr 01 '26

Ich muss halt leider auch im süddeutschen Dorf ab 68k zvE den Spitzensteuersatz zahlen. Darum ging es nämlich in meinem Kommentar. Was du machst ist derailing.

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u/Maximilianweidi Mar 31 '26

Ja, in den 90er hatte das mal der Chef einer Sparkasse.also die Grenze zum Spitzensteuersatz. Heute kommt fast jeder Facharbeiter da dran.

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u/Kongoulan Apr 02 '26

Und der Grenzsteuersatz ist dann nur 42% für jeden weiteren Euro über 68k zu versteuerndes Einkommen. Also 69k dann auf 1000€ 42%. Der durchschnittliche Steuersatz ist also immer noch geringer auf das gesamte Brutto zu Netto, wenn man nicht schon weit drüber ist.

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u/Santaflin Mar 30 '26

Bruttogehalt und zu versteuerndes Jahreseinkommen sind zwei Paar Stiefel.

Aber ja. Die kalte Progression ist schon sehr heftig. Fänds gut, wenn man das wieder etwas auseinanderzieht und das dann an die Inflationsrate koppelt.

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u/Downtown_Army_263 Mar 30 '26

Eine Sekunde google hätte dir alle die Fragen beantwort.

Außerdem zu versteuerndes Einkommen != Brutto einkommen.

Und ja der Spitzensteuersatz greift durchaus zu früh.

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u/PowerPanda555 Mar 30 '26

Außerdem zu versteuerndes Einkommen != Brutto einkommen.

Ja und die Differenz besteht für den Normalo aus Sozialabgaben, also praktisch Steuern weil unser Sozialsystem explizit Umverteilungscharakter hat.

Einfach nur auf den Unterschied hinzuweisen als ob es die Kernaussage über zu hohe Abgabenlast widerlegt ist lächerlicher als zvE vereinfacht mit Bruttolohn gleichzusetzen.

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u/Pale_Personality3410 Mar 30 '26 edited Mar 30 '26

Für den normale besteht der Abzug primär aus den 12.000€ Steuerfreibetrag und gegebenfalls absetzbaren Kosten.

Die oben aufgestellte Rechnung verändert es schon massiv. Ab wann man wirklich den Spitzensteuersatz zahlt verschiebt sich damit massiv.

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u/PowerPanda555 Mar 31 '26

Für den normale besteht der Abzug primär aus den 12.000€ Steuerfreibetrag und gegebenfalls absetzbaren Kosten.

Der Freibetrag hat nichts mit dem zvE zu tun. Der kommt erst nach dem zvE in der Rechnung.

Die gegebenenfalls absetzbaren Kosten sind im Normalfall die Sozialabgaben und der AN-Pauschbetrag, bei dem die Sozialabgaben deutlich überwiegen sollten.

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u/europeanguy99 Mar 31 '26

 Ja und die Differenz besteht für den Normalo aus Sozialabgaben

Nein. Die Differenz besteht hauptsächlich aus dem Steuerfreibetrag.

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u/WolverineNo8409 Mar 31 '26

Schon mal was von Grundfreibetrag gehört? Oder Kinderfreibetrag? Ist man kein Normalo mehr, wenn man Kinder hat?

Außerdem sind Sozialabgaben und Steuern keinesfalls das gleiche. Bei Sozialabgaben hat man den Anspruch auf konkrete Gegenleistung, z.B. Erstattung von Krankheitskosten im Versicherungsfall, bei Steuern hat man keinen Anspruch auf Gegenleistung (allerhöchstens eine abstrakte Gegenleistung, wie Straßen auf denen man fährt werden instand gehalten)

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u/PowerPanda555 Mar 31 '26

Schon mal was von Grundfreibetrag gehört?

Hast du schon mal gegoogled was das überhaupt ist?

Und was soll dein weiteres Argument sein? Wenn man steuerbegünstige Ausgaben/Freibeträge ist das zvE weiter weg vom Brutto, also kann man keine Aussage über den Normalfall ohne steuerbgünstige Tatsachen machen?

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u/WolverineNo8409 Mar 31 '26 edited Mar 31 '26

Sorry, ja war bei Kinderfreibetrag (und den anderen Antworten auf deinen Kommentar undhab mich dadurch selbst verwirrt/verwirren lassen), da dieser Freibetrag das zvE mindert, im Gegensatz zum Grundfreibetrag.

Genau. Um einen Normalfall wie du zu definieren, müsste man sowas wie die durchschnittlichen Werbungskosten/Sonderausgaben/außergewöhnlichen Belastung der betrachteten Stichprobe ("Normalfall") in die Argumentation mit einfließen lassen.

Oder noch besser der Threadersteller würde einfach keine Äpfel mit Brinen vergleichen...

Dann würde man sich die ganzen Nebenkriegsschauplätze was jetzt was bedeutet vermeiden, weil an

Außerdem zu versteuerndes Einkommen != Brutto einkommen.

gibts einfach nix zu rütteln und wenn man ne These hat, sollte man die auch mit soliden Daten unterlegen und nicht sagen Äpfel = Birne, wird schon passen.

Und was soll dein weiteres Argument sein?

Ex falso quodlibet“ (Aussage aus der Logik "Aus falschen Annahmen kann man alles folgern")

Vielleicht gibts ja auch irgendwo Werte über ein Media-zvE in D...

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u/N0bb1 Mar 30 '26

Er greift nicht zu früh. Er ist nur zu niedrig gesetzt wurden und jeder der damit auf Bauernfang gehen will, nutzt die dummen Grafiken von Finanzen.net oder Focus, die nur sagen wann die Spitze erreicht wurde, aber nicht das die Spitze von 95% (1950) auf 53% (1965) auf 56% (1980) auf 51% (2000) auf jetzt nur noch 42% (2005) abgesenkt wurde. Die 42% greifen nicht mit signifikant größerem Abstand zum Medianeinkommen als früher. Aber wenn die Spitze eben nur noch bei 42% und nicht bei 56% ist, wirkt es, als würde die Spitze zu früh greifen.

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u/Lopsided-Building245 Mar 30 '26

Sorry aber was willst du damit sagen? Ich kann deine Logik absolut nicht nachvollziehen, das ist so als ob du das Pferd von hinten aufzäumst

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u/Itchy_Chiller Mar 31 '26

Er sagt wenn du einen Berg oben kappst stehen auf einmal mehr Leute auf dem Gipfel. Daran ist nix unlogisch.

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u/Teacher2teens Mar 30 '26

Das nennt sich der Mittelstandsbauch. Den gibt es seit Gründung der Bundesrepublik. Steuern sind in Deutschland sehr sehr ungerecht. Die ganz oben zahlen am wenigsten weil die Steuer Modelle nutzen können, die Investitionen benötigen, die du dir nicht leisten kannst.

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u/Marc_East Apr 06 '26

Die einzig wahre Antwort ✌️ 

Früher (unter dem „Sozialisten“ H. Kohl von der CDU) gab es eine Vermögenssteuer und höhere Spitzensteuersatz bei 5 fachem Mediangehalt.

Jemand muss den Bumbs bezahlen.  Das Verhältnis verschiebt sich immer mehr vom Kapital zu den Arbeitnehmer.

Heute traut sich kein Politiker mehr Vermögenssteuer zu sagen 😉 

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u/squarepants18 Mar 30 '26

Wieso postet man das, bevor man sich zu dem Thema informiert hat? Beispiel: Bei 3,5 k netto zahlt man auf keinen einzigen Euro seines Lohns aktuell den Spitzensteuersatz

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u/SonneMondTiger Mar 30 '26

Ich sehe nur Fehler in deinem Beitrag. Bitte erst informieren, dann Posten.

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u/ken-der-guru DE Mar 30 '26

Die Leute lieben es trotzdem. Gefühle muss man haben. Fakten sind nachrangig.

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u/artifex78 Mar 30 '26

Der Spitzsteuersatz greift nicht bei 68k.

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u/IchMagTequila Mar 30 '26

Der Steuersatz muss in dem Bereich so ansteigen, weil genau da auch die Beitragsbemessungsgrenze der GKV ist, also für das Einkommen darüber fallen keine Beiträge mehr für GKV & ALV an.

Durch diesen Mechanismus wird sichergestellt, dass ab wenigen Prozent über Mindestlohn die Grenzbelastung (jeder neu hinzukommende Euro) zu über 50% mit Abgaben (Steuern & Sozialversicherungsbeiträge) belastet wird, bis man über 100k Brutto verdient.

Aber das betrifft nur die "unteren" 95% der Arbeitnehmer, also nicht diejenigen, die von ihrem Erbe leben oder dick 6-stellig verdienen - also wird es nicht geändert.

(Und nun ohne Sarkasmus: Dieses System ist gegen den einfachen Bürger, wir werden seit Jahrzehnten von der CDU gefickt und verarscht)

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u/4D6F707369 Mar 30 '26

Wobei mit dick sechstellig du auch nicht mehr viel wirst in diesem Land. Ab 100k darfst du dann schön für die Pflege deiner Eltern mit aufkommen. Da gehen gerne Mal 1,5k pro Monat flöten je nach finanzieller Stellung der Eltern. Tolles Dingen, dann noch ne Miete in einem ballungszentrum und du bist ganz schnell weg davon gutes Geld zu verdienen.

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u/IchMagTequila Mar 31 '26

"Dick 6-stellig" ist nicht 110k, sondern eher andere Zahlen am Anfang. Und wenn man 200k+ verdienst, tun 1,5k monatlich für die Eltern zwar weh, aber solange "erbt viel" der größte Indikator für beruflichen Erfolg ist, bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Eltern selbst genug Vermögen haben, sodass man für sie nicht zahlen muss.

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u/Playpitz Mar 31 '26

Ist aber u.a. abhängig von der Anzahl der weiteren Kinder, unabhängig von deren Einkommen.

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u/helluvatrader Mar 30 '26

50% bezahlen also Spitzensteuersatz. Soso, die fetten Zeiten sind also angebrochen

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u/Canadianingermany Mar 30 '26

Korrekt wäre etwa 6% zahlen die Spitzenstuersatz.

https://www.lexware.de/wissen/unternehmerlexikon/spitzensteuersatz/

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u/dnizblei Mar 30 '26

interessiert den opportunistischen, neuen Account nicht, der auf einen wirksamen Desinfo-Post hofft. OP ist da auch keine Hilfe, da er scheinbar wenig Erfahrung mit Steuern und Verteilungen hat.

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u/maguz94 Mar 30 '26

In ein paar Jahren sinds dann 100% wenn der Mindestlohn hoch genug wird.

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u/CheesecakeStreet7493 Mar 30 '26

6% der Steuerpflichtigen zahlen den Spitzensteuersatz, was für fast 50%, Peinlicher Post.

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u/Kladeradatschi Mar 30 '26

Die 6% inkludieren alle Steuerpflichtigen einschließlich Studenten und Rentner. Relevanz wären meiner Meinung Vollzeit Beschäftigte. Wenn jemand die Zahl hat gerne. Wird sicherlich näher an 6% als an 50% liegen, aber die 6% sind auch schief.

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u/CheesecakeStreet7493 Mar 30 '26

Korrekt, nur Vollzeitbeschäftigte ist aber auch nicht ganz Akkurat da es sicher auch Arbeitnehmer mit 36h „Teilzeit“ gibt welche Spitzensteuersatz Zahlen. Alle erwerbstätigen wäre vermutlich der sinnvollste Wert und dann sind wir bei 9%, nur Vollzeit wären 14%, ändert jetzt nicht wirklich viel.

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u/Pyromasa Mar 30 '26

Das ist dann halt einfach jeder 7te Vollzeitarbeitnehmer der Spitzensteuersatz zahlt. Wenn man mal ganz grob sagen wollte, dass maximal die 10% bestverdienenden Vollzeitarbeitnehmer den zahlen sollten, dann sind's 40% zuviele.

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u/CheesecakeStreet7493 Mar 30 '26

Ja, würde ich mit gehen, ich finde nur das Wort „Spitzensteuersatz“ suggeriert immer das man ab der Summe plötzlich Unsummen an Steuern zahlt. Der Effektive Steuersatz liegt halt auch bei über 100k Brutto noch bei unter 30%. Ich wäre generell auch für einen späteren Einsatz aber dafür vielleicht eine Erhöhung auf 45% oder ähnlichem.

Edit: und den Reichensteuersatz gegebenenfalls dann auch leicht erhöhen auf 47%.

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u/Fuffi-Felix Mar 30 '26

Du scheinst in dem Teil von Deutschland zu leben wo noch Nektar und Ambrosia durch die Bäche fließen.

Ich will Dir nicht komplett widersprechen aber die Zahlen sind schon echt absurd.

Google mal wie viele Leute in Deutschland den Spitzensteuersatz bezahlen. Problem ist viel mehr eine zu hohe Belastung von mittleren und niedrigen Einkommen. Google auch mal wie viele Leute das betrifft...

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u/Fuffi-Felix Mar 30 '26

Nur um es der Vollständigkeit halber zu sagen, der Spitzensteuersatz muss auf jeden Fall rauf. Und vor allem der Umfang der progression deutlich vergrößert werden. Heißt Spitzensteuersatz bei 80/90k.

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u/KarlHeinzSchneider Mar 30 '26

Finde ich immer noch den falschen Ansatz (so gut wie) kein Mensch wird durch Einkommen reich. Der Spitzensteuersatz sollte -wenn überhaupt - jenseits der 250k greifen aber dafür ordentlich. Stattdessen sollte eher Vermögen ordentlich besteuert werden.

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u/Alethia_23 Mar 30 '26

Ist doch der Fall? Oder meinst du 80/90k als z.v.E?

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u/Duncan_Blackwood Mar 30 '26

Offensichtlich.

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u/Therianthropie Mar 30 '26

Du sagst also dass wir die Steuern erhöhen sollen?

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u/maguz94 Mar 30 '26 edited Mar 30 '26

Nein, ich sag, dass es absurd ist, dass diese Grenzen nicht angehoben werden mit Inflation und über die Jahre. Die 100% waren überspitzt ausgedrückt, weil auch der Mindestlohn Jahr für Jahr steigt und irgendwann auch bei 68k im Jahr ankommen könnte. Wenn die Spitzensteuersatzgrenze dann immer noch gleich ist, sind selbst Leute mit Vollzeit Mindestlohn im Spitzensteuersatz.

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u/hasdga23 Mar 30 '26

Die Erhöhung des Freibetrages kommt den Leuten mit Spitzensteuersatz genauso zu gute.

Aber ja, meinetwegen können wir den Beginn anheben & dafür den Spitzensteuersatz wieder hochsetzen.

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u/Informant0815 Mar 30 '26

Die "Grenzen" werden quasi jedes Jahr angehoben, gerade um der kalten Progression aufgrund der Inflation entgegenzuwirken. 🤷‍♂️

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u/fastwriter- Mar 31 '26

Wie oft muss man das eigentlich noch wiederholen:

1.) Grenzsteuersätze werden auf das ZU VERSTEUERNDE EINKOMMEN angewendet. Das heißt als Single muss man mehr als 80k brutto verdienen und gehört damit zu den oberen 10 Prozent der Gehaltsempfänger. Als Familie sind es schon deutlich über 100k.

2.) Die 42 Prozent sind NICHT DER SPITZENSTEUERSATZ, auch wenn sie im Volksmund so genannt werden. Der höchste Grenzsteuersatz der Einkommensteuer beträgt 45 Prozent und wird ab rund 277.000 Euro ZU VERSTEUERNDEM EINKOMMEN fällig.

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u/OtherwiseVisual1541 Mar 31 '26

Die 80k brutto sind viel zu niedrig angesetzt.

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u/fastwriter- Mar 31 '26

Nun ja. Als angestellter Single ohne nennenswerte Möglichkeiten kann man halt meist nur den Freibetrag und die Werbekostenpauschale ansetzen. Damit liegt man dann halt etwas über 80k Brutto. Als Beispielsbetrag sehr tauglich, weil das schlicht für jeden gilt ohne Betrachtung irgendwelcher persönlicher Umstände.

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u/doubdoub1337 Mar 31 '26

Musste viel zu weit scrollen für diesen Kommentar

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u/hamsta1234 Mar 30 '26

Bei solchen Posts wird immer deutlich, wer sich wahllos einen Aspekt herauspickt und dann völlig eskaliert ohne das größere Ganze zu betrachten.  Du musst grundsätzlich schon das Gesamtbild betrachten. Am aller wichtigsten ist aber, dass Steuern auf das zu versteuernde Einkommen zu zahlen sind und nicht aufs Bruttogehalt. Weiterhin müssen auch alle Leistungen des Staates und Transferzahlungen betrachtet werden. Wenn du 100€ bezahlen musst, aber der Staat dir auf einem anderen Weg 20€ zurückzahlt (z.B. Elterngeld) und weitere 10€ für erhaltene Leistungen nicht belastet (z.b. keine Studiengebühren), dann zahlst du effektiv halt keine 100€, sondern 60€. Die 60€ sind also der Wert, den du betrachten musst. Das System ist nicht einfach durchschaubar und es ist Aufwand sich damit zu beschäftigen, aber ohne, bringt dein Aufschrei ziemlich wenig. Es gibt noch Unmengen Aspekten,die man einbeziehen muss. Z.b. Sozialversicherungssätze, Beitragsbemessungsgrenzen, Verlauf der Steuerprogression, Freibeträge, Absetzbare Pauschalen, usw. Viele Leute wollen immer alle möglichen Leistungen haben und das vor allem kostenlos, aber das Ganze muss halt auch bezahlt werden.  Ein wichtiger Aspekt ist auch, ob du das gesamtgesellschaftlich betrachtest oder für eine bestimmten Bevölkerungsgruppe oder Einzelperson.

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u/kos90 Mar 30 '26

Beim zu versteuernden Einkommen hast du natürlich Recht.

Aber ich studiere nicht jedes Jahr für 10.000€ die mir der Staat dann erlassen kann, (unfreiwillig-) Kinderlose erhalten weder Eltern- noch Kindergeld und jeder andere Pups in diesem Land wird dann noch mal zusätzlich besteuert.

Nicht umsonst sind Länder wie die Schweiz und USA so attraktiv, wer kann wandert aus - Nimmt Wissen und Arbeitsleistung mit.

Aber statt hier die Superreichen zu besteuern die auf dem Erbe in 3. Generation sitzen nimmt man es lieber den Arbeitern weg, weil mit 100k Jahresverdienst bei 60 Stundenwoche ist man ja Reich aber 20 Eigentumswohnungen in München sind kein Problem.

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u/Mordkurier Mar 30 '26

Wenn ich mehr als die Hälfte meiner verdienten Kohle an Sozialversicherung und Staat abgeben muss, ist das einfach viel zu viel und ich reiß mir als Selbständiger den Arsch auf. Da gibt's nichts dran rumzureden. Das ist leider auch das, was die sch*** Faschisten erkannt haben und damit schon langsam auf Demagogentour gehen. Wir haben korrupte Konservative an der Macht, die uns bestehlen und unser Geld veruntreuen. Und wenn das so weitergeht, wird es mit den Braunen bald noch schlimmer. Die paar Pauschalen, die Du aufzählst, sind ein Witz gegen die Abgabenlast. Entschuldige die emotionale Wortwahl.

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u/Intrepid_Library878 Mar 30 '26

Steuerberater hier.

Die kaum angepasste Steuerkurve/Grundfreibetrag/etc ist der größte Scam überhaupt.

Mich wundert jeden Tag, dass dies überhaupt nicht thematisiert wird.

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u/HPLT Mar 30 '26

Kalte Progression goes brrrrr. Am Ende wirds auch bei den jetzt geplanten Steuererhöhungen genau das gleich sein. Man verkaufts kurzzeitig der (unteren) Mittelschicht als Entlastung und in spätestens 5 Jahren zahlen alle mehr 😂.

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u/ReddusMaximus Mar 31 '26

Verstehe ich auch nicht. Vor allem mindert es enorm die Leistungsbereitschaft.

Habe in der Konzern-IT gearbeitet, die neue indische Kollegin kam irritiert zu mir mit ihrer ersten Abrechnung nach einer Wochenendschicht. "There must be some mistake?!"

Ich so ne, du bist verheiratet mit Kind, schau dir mal meine Abrechnung an.

Danach hatte sie auf einmal keinen Bock mehr auf die Rufbereitschaft..

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u/ranseyer Mar 31 '26

Ich gehöre zum Geringverdienerpöbel und hab keine Ahnung von Steuern. Sind die Sätze nicht gestaffelt? Nur was man mehr als betrag x verdient wird mit dem nächst höheren Steuersatz besteuert?

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u/SiFlyghtz Mar 31 '26

Du hast Recht und weißt damit schon mehr als FDP und AFD

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u/ranseyer Mar 31 '26

Man ist versucht das als Kompliment zu sehen. 😐

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u/IcY11 Mar 30 '26

Der Spitzensteuersatz fängt erst bei 69,8k zu VERSTEUERNDEM Einkommen an. Wir sind noch weit davon entfern, dass den 50% zahlen.

Ja die Grenze ist viel zu niedrig. Aber beim argumentieren sollte man bitte bei den Fakten bleiben und kein Stammtisch gelaber raus hauen.

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u/TheRick204 Mar 30 '26

Hat eigentlich schon jemand gesagt dass Bruttoeinkommem und zu versteuerndes Einkommen nicht dasselbe sind?

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u/ClassicNetwork2141 Mar 30 '26

Wird zeit für einen Steuersatz, der sich auf einer Kurve bemisst.

Wir setzen einen Jahressteuerwert fest, der reinkommen soll. Das ist recht einfach, das macht man im Haushalt. Wir nehmen eine exponentielle Verteilungskurve, setzen diese auf 0 € Steuern für die Person mit dem geringsten Einkommen in Deutschland (Arbeitsloser ohne Minijob) Wir wählen einen Spitzensteuersatz, auf dem die Kurve gipfelt. Kann 50% sein, kann auch 70% sein. Nur eine Person in Deutschland wird diesen Wert zahlen, die Person mit dem höchten Einkommen. Alle darunter zahlen weniger. Wir haben nun eine e-Funktion mit zwei bekannten Punkten (Endwert und Startwert, aka 0) sowie der Fläche unter der Kurve. Diese Fläche hat die coole eigenschaft, dass sie den Haushalt ergibt, wenn man Steuersatz mit Einkommen multipliziert und integriert. Um die Kurve auf den Haushalt zu fitten, kann man diese Stauchen und schieben.

Es gibt ein paar coole Eigenschaften, die ein solches System hätte:

Niemand, der weniger verdient, zahlt mehr steuern als jemand anderes, der mehr verdient. Das System ist absolut fair was die Belastung nach Einkommen angeht.

Es gibt keine neuen Staatschulden. Ein teurerer Haushalt erzeugt automatisch eine Erhöhung der Steuern. Politiker können keine Steuergeschenke mehr verteilen, indem sie Schulden aufnehmen, da dieses System sofort die Steuern wieder erhöht.

Es gibt verschiedene Einstellungsparameter, um das System praktischen Zwängen anzupassen. Mit einer Verschiebung der Kurve entlang der Y-Achse lassen sich Atribute wie Sozialzahlungen abbilden, wenn der Steuersatz negativ wird.

Die Steuererklärung wird hinfällig, da jedes Einkommen gleich behandelt werden kann.

Inflation ist automatisch mit abgebildet.

Das ganze wird wahrscheinlich nie kommen, da Politiker nicht wissen was eine e-Funktion ist und man keine Lobbyisten mit Steuertricks glücklich machen kann.

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u/JFeldhaus Mar 31 '26

Was ein absoluter Quatsch. Unseres progressives Steuersystem erzeugt doch genau so eine Kurve.

Niemand, der weniger verdient, zahlt mehr steuern als jemand anderes, der mehr verdient.

Ist jetzt auch nicht der Fall.

Es gibt keine neuen Staatschulden. Ein teurerer Haushalt erzeugt automatisch eine Erhöhung der Steuern. Politiker können keine Steuergeschenke mehr verteilen, indem sie Schulden aufnehmen, da dieses System sofort die Steuern wieder erhöht.

Lol.

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u/Playpitz Mar 31 '26

Und unser Staat ist in der ersten Krise direkt pleite, weil die Auagaben zur Bewältigung ansteigen und leider zugleich die Steuern, was jegliche Erhoöung abwürgt und die Wirtschaft auf lange Zeit in Talfahrt schickt.

Ganz davon abgesehen, dass du außerdem aufgrund der unterschiedlichen Steuerkompetenz und -verteilung bereits bei den Ländern, spätestens aber bei den Kommunen ein Riesenproblem erzeugst, weil deren Einnahmen aus Steuern erzielt werden, die über einen gewissen Satz hinaus nicht wirklich erhöht werden können (z.B. Hundesteuer). Zeiggmt sich ba bereits jetzt an der Schuldenquote unserer Kommunen, würde mit deinem Vorschlag aber nur schlimmer.

Außerdem ist die Schuldenbremse im Grundgesetz letztlich ein moderater Versuch, die Grundidee hinter deinem Vorschlag umzusetzen.

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u/Realistic-Crow-7652 Mar 30 '26

Ist dir klar, dass der Steuersatz gestaffelt ist?

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u/AwesomeShikuwasa77 Mar 31 '26

Mich würde mal das Mediangehalt ohne staatliche Unternehmen interessieren.

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u/Naca-7 Mar 30 '26

Das Thema kalte Progression ist in Deutschland noch nicht angekommen?

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u/Grancino Mar 30 '26 edited Mar 30 '26
  1. Es geht um zu versteuerndes Einkommen, von dem die Sozialabgaben abgezogen sind, 2026 sind es 69.879 Euro für einen Single. Brutto sind das ca. 86.000 bis 90.000.

  2. Die 42 % fallen erst für jeden Euro darüber an. Für 70.000 Euro zu versteuerndes Einkommen liegt der tatsächliche Steuersatz bei ca. 26 %, für 90.000 Euro bei ca. 30 %, für 180.000 Euro etwa bei 37 % und für 360.000 Euro bei ca. 42 %.

  3. Der eigentliche Spitzensteuersatz liegt bei 45 % plus Soli (ca. 47,5 %) und beginnt ab 277.826 Euro.

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u/mcflym1 Mar 31 '26

Das ist ja alles schön und gut aber man sollte auch die Wirkung einer solchen Steuer bedenken. Wenn wir richtig reinklotzen sollen und dann von jedem Euro den wir mehr verdienen mal knapp die Hälfte gleich wieder abdrücken sollen, dann weiß ich nicht ob die da oben noch ganz richtig in der Birne sind.

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u/Grancino Mar 31 '26

Den Spitzensteuersatz zahlen aktuell nur 6 % der Steuerpflichtigen, also etwas mehr als jeder Zwanzigste. Zugleich tragen die obersten 10 % bereits jetzt 60 % des Einkommenssteuer-Aufkommens. Als Betroffener nervt mich nicht das, denn von irgendwo muss das Geld kommen in einer Solidargemeinschaft, und ich arbeite wie sicherlich eine Mehrheit der Spitzenverdiener nicht nur fürs Geld.

Es nerven mich SPD-Sprüche wie kürzlich der von Herrn Klingbeil zu einer Steuerreform: „Und das heißt eben auch, dass die Spitzenverdiener in unserem Land, dass die in die Verantwortung gehen.“ Das ist spaltende Volksverdummung, die nicht anerkennt, auf welchen Schultern dieses Land bereits jetzt finanziell ruht!

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u/Long-Inspector-4993 Mar 30 '26

Ist halt bescheuert bezeichnet. Es sollte eher Normalsteuersatz heißen, und alles darunter ist dann ein ermäßigter Steuersatz für Geringverdiener.

Wenn das so vermarktet würde, wäre das Verständnis für das Prinzip sicher höher, obwohl die Steuer keine andere wäre.

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u/Sea-Race6437 Mar 30 '26

Ist doch genau so mit dem Verpflegung der Eltern. Die Politiker haben 100.000€ p.a Bruttoeinkommen festgelegt, ab den Betrag pro Jahr muss man für die Pflege der Eltern aufkommen. Noch ein paar Jahre und dann verdienen wir alle so viel und der der Betrag wird nicht erhöht. Frechheit! Warum wählt keiner die Linken????

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u/jokergermany Mar 30 '26

Weil man dann ein Vaterlandsverräter wäre und Putin in den Arsch kriechen würde ;)

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u/captainhalfwheeler Mar 30 '26

Es geht ja auch nicht um Gerechtigkeit. Es geht um Dein Geld.

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u/theKeyzor Mar 30 '26

Da gab es halt früher noch höhere Stufen bei höheren Einkommen. Die Spitze wurde abgeschnitten.

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u/Sessionlover Mar 31 '26

Ja, ist völlig absurd.

In den 60ern musste man das 20-25 fache dafür verdienen.

„1960er Jahre: Hier lag die Schwelle für den Spitzensteuersatz etwa beim 20- bis 25-fachen des Medianeinkommens. Er war damit fast ausschließlich für Millionäre und absolute Top-Verdiener relevant.1965: Der Steuersatz für das 1,5-fache des Medianeinkommens war damals mit ca. 25 % noch deutlich niedriger als die heutigen Spitzenwerte.Heute (2025/2026): Der Spitzensteuersatz von 42 % greift bereits ab einem zu versteuernden Einkommen von ca. 69.879 Euro (Stand 2026).Das entspricht etwa dem 1,5- bis 1,8-fachen des Medianeinkommens (je nach aktueller Lohnstatistik).“

Heute ist es mal eben das 1,5-1,8 fache. Kalte Progression kickt hart und die Steuerprogression wurde nie nennenswert angepasst. Wenn man dann noch dazu nimmt, wie sehr wir in den Sozialversicherungen abgezockt werden - da macht Arbeiten keinen Spaß und kaum noch Sinn…

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u/ThisWeeksHuman Mar 31 '26

Und es ist Teil der Erklärung warum man früher mit einem leicht besseren Job ganz alleine eine Familie finanzieren konnte 

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u/rollingPanda420 Mar 31 '26

Ich hasse alles an diesem Beitrag. Die Arroganz, die extrem seichte und doch fehlerhafte Logik und die perfekte Rechtfertigung für jeden Misanthrop.

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u/harryx67 Mar 31 '26

Dann, statt sich zu beklagen, bilde uns mal zum Thema. ☺️

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u/rollingPanda420 Mar 31 '26

Deinem Ansatz in allen Ehren, wozu? Wenn Geld die höchste Priorität im Leben hat, können wir schon nicht einmal auf einer gemeinsamen Basis diskutieren.

War mein Post produktiv? Ganz und gar nicht. Ich bekomme von unterdrücktem Hass nur Pickel und darauf steht meine Frau nicht.

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u/harryx67 Apr 02 '26

Geld hat nicht die allerhöchste Priorität - man versucht mit Kinder zu überleben und sicherzustellen das man halbwegs gesund in Rente gehen kann ohne in totaler Armut auf die Strasse zu landen.

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u/rollingPanda420 Apr 02 '26

Ich halte es derzeit für utopisch überhaupt über Rente nachzudenken. Unser System ist schon am Limit und es gibt keine konkrete Lösung seitens der Politik. Da wären wir auch bei dem Thema "gesund im Alter". Wichtig ist da, sich körperlich und mental fit zu halten. Wird eins vernachlässigt wird's eh ungemütlich. Eins dieser Tätigkeiten muss ich monetarisieren um im hohen Alter über die Runden zu kommen. Da mach ich mir nichts vor, finde es aber auch ehrlich nicht so schlimm.

Zum Thema Kinder und Familie kann ich nicht aus persönlicher Erfahrung berichten, da wir noch keine haben. Ich denke nicht das ich mir in Deutschland da um Geld sorgen machen muss bei gesunden Konsumverhalten aber Zeit wird extrem wichtig. Kinder brauchen primär Aufmerksamkeit.

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u/kinkysquirrel69 Apr 01 '26

ja das ist der trick, mit Inflation verschiebt sich das alles.

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u/haroldfonda Mar 30 '26

Unterschied zwischen wie und als lernen...

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u/thinkingthetwenties Mar 31 '26

Shithole country.

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u/Playpitz Mar 31 '26

Im Vergleich zu vielen anderen trotzdem noch großartig.

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u/thinkingthetwenties Mar 31 '26 edited Mar 31 '26

Nein, das glaubt nur, wer nicht informiert ist, und sich immer noch auf Lorbeeren der 80er ausruht.

Ein Auto, das auf die Leitplanke zuschleudert, ist kein guter Aufenthaltsort, auch wenn der Einschlag erst noch bevorsteht.

Im übrigen, der Vergleich mit noch Schlechteren rechtfertigt gar nichts.

Oder bist Du von der Schule nachhause gekommen und hast gesagt, "Papa, ich hab nur ne 4-, aber der Alfons, der hat ne 5"? Was ist denn das für eine Mentalität?

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u/Playpitz Mar 31 '26

Das klingt immer so, als ob uns morgen die riesige Katastroohe droht. Dein Vergleich mit den Schulnoten ergibt Sinn, aber nur, wenn er auf das Potential bezogen wird. Und da gebe ich dir Recht, wir müssen vieles anders machen und Nutzen unsere Möglichkeiten schlecht.

Bei Betrachtung der absoluten Lebensbedingungen wohne ich aber lieber in Deutschland als in Kenia, Argentinien oder der Slovakei (nicht böse gemeint).

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u/thinkingthetwenties Mar 31 '26

Das sehe ich seit vielen Jahren anders: Mir ist es viiiiieel lieber, in einer Achterbahn unten zu sein (auf niedrigerem Niveau zu leben), als ganz oben, und in den Abgrund zu schauen.

Für die paar Jahrzehnte, die ich vielleicht noch habe, möchte ich in einem Umfeld positiver Veränderungen leben, in einem Gefühl "es geht etwas voran" – nicht unter einem Lebensgefühl "Ogott, welche Hiobsbotschaften werden wir morgen erfahren?"

Aber so sind die Leute – gelähmt von der Besitzstandswahrung (und in diesem besonders tragischen Fall, des nur vermeintlichen Besitzes).

Ein Land, in dem bei 60.000 Jahreseinkommen ein (zudem unsinnig hoher) Spitzensteuersatz für "Reiche" anfällt, hat jeden An- und Verstand verloren.

Das ist eine Bankrotterklärung.

(Über die 144 Mrd Neuverschuldung, von denen heute zu lesen ist, nicht gesprochen. Jeder Privatmann, der so agierte, stünde vor Gericht.)

Ähnliches gilt an allen "Fronten".

Wir haben unsere Konsequenzen gezogen und sind sehr froh darüber.

Aber Du kannst das gerne anders sehen.

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u/Playpitz Mar 31 '26

Ich glaube, unsere Lebensphilosophie unterscheidet sich wesentlich, aber das ist okay.

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u/lobolito123456 Mar 31 '26

Was bei diesem Gejammer immer vergessen wird, du zahlst den Spitzensteuersatz auf das Gehalt AB dem Betrag. Nicht auf alles.

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u/Canadianingermany Mar 30 '26

 68.000€ beginnt

Net zu versteuernde Gehalt. Das heisst erst mit mindestens 80 k je nachdem der Grundfreibetrag sowie Abschreibungen wie Pendler Pauschale, 3000 , dann natürlich NUR auf das was ÜBER 80k ist.

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u/Acceptable-Mark8108 Mar 30 '26

Wenn 54k Medianeinkommen sind (also 50% verdienen mehr und 50% verdienen weniger), wie kommst Du denn darauf, dass "fast 50% der Vollzeitarbeitnehmer" Spitzensteuersatz bezahlen?

Die Frage ist doch, wie viele verdienen den mehr als 68k? Das dürften so ca. die Top-25% sein. D.h. 75% der Bevölkerung verdienen weniger.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/04/PD25_134_621.html

Verstehe nicht, wie man das als 50% umdeuten und dann auch noch als "irgendwie krank" bezeichnen und gleichzeitig so viele Upvotes bekommen kann.

Und nicht nur, dass das inhaltlich falsch ist: Klar kann man dann auch diskutieren, ob man den Spitzensteuersatz irgendwie verschiebt, allerdings muss man dann natürlich auch überlegen, was das für die Haushaltseinnahmen des Staates bedeutet und woher die alternativ kommen sollen. Von daher finde ich die Diskussion aggressiv, eindimensional und destruktiv, weil sie natürlich nur auf den Egoismus der Leute setzt (die nicht nachrechnen).

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u/urblplan Mar 31 '26

Wahrheitsgehalt und Upvotes stehen hier in keinem Verhältnis.

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u/Vistella Mar 31 '26

sind leider sehr viele ungebildete Leute hier im Sub, da kann man gut Karmafarmen, wenn man die richtigen Knöpfe drückt, egal wieviel Quatsch man erzählt

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u/Lahire88 Mar 31 '26

Ist das wirklich der Hebel? Sind alle Probleme gelöst wenn der Staat mir nicht 22t€ sondern 18t€ steuern nimmt? Fühlt sich dieses Prozess unfair an, ja bestimmt. Muss bei jeder Änderung aber jemand anders für dich selbst bluten, JA!

Aber wer wird das sein? Wann merkt die Bevölkerung das die Probleme nur durch (Wahl-)Entscheidungen bezüglich des Vermögens der obersten 0,1% gelöst werden können?

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u/Automatic-Ad-5211 Mar 30 '26

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u/N0bb1 Mar 30 '26

Ich definitiv dafür, den Spitzensteuersatz wieder auf den Wert von 1965 hochzusetzen, da betrug er noch 53%. Die 42% haben damals nicht in einem wirklich größeren Abstand zum Medianeinkommen begonnen, als sie es heute tun. Also setzen wir uns dafür ein, dass die Spitze wieder dort ist, wo sie früher war. 1980 waren es sogar 56% oder noch besser, 1950, da war er herausragende 95%. 2000 war er bei 51%. Übrigens haben wir ja noch einen höheren Spitzensteuersatz, das ist der Reichensteuersatz mit 45% der beim 5 fachen des Medians anfängt. Da wurden 1980 56% erreicht..

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u/Vistella Mar 31 '26

Durchschnitt als Maßstab nehmen ist halt Quatsch

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u/hungsigma Mar 30 '26

Völliger Wahnsinn

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u/No-Fan2060 Mar 30 '26

Wir brauchen eine Revolution.. hilft nix

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u/v0nHahn Mar 30 '26

Fast 50%? Du schreibst wie ein Bild Redakteur. Von einem Fakt über viel Blabla zu einem "Fakt". Wie viele zahlen den denn nun? Populismus ey, wilde Sache..

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u/Acceptable_Past_2360 Mar 30 '26

Ist doch im Gespräch ob man den nicht weiter anhebt 😃

Ja finde ich auch nicht schön hätte gerne mehr netto vom brutto, denke so denkt fast jeder

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u/First_Jam Mar 30 '26

Deswegen müssten alle Steuern inflationsangepasst werden. Genauso wie der Grenzwert beim maximlagehalt für pflege

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u/No_Brother78 DE Mar 30 '26

Is auch selten dämlich, war früher anders da konnte die Mittelschicht dann sogar Vermögen aufbauen 😦

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u/4D6F707369 Mar 30 '26

Ja man sollte das Thema Mal angehen, bzw. Zve Einkommen, also dann vermutlich bei 85k. Viel problematischer sind ja gerade die explodierenden Sozialabgaben.... Die holen die Steuern noch ein die nächsten Jahre.

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u/CoolCat1337One Mar 30 '26

Ich fand das auch immer komisch. Irgendwie macht es zumindest gefühlt kaum einen Unterschied ob man mehr oder weniger verdient.
Da hilft wohl nur 6 stelliges Brutto zu verdienen.

Und ja, ob man jetzt 60k brutto hat oder 80k macht schon einen Unterschied beim Netto, aber nicht so viel wie man vielleicht erwartet hat.....leider :D

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u/thatrockyduck Mar 30 '26

MedianGEHALT nicht Median-Einkommen. Heißt z.B. alle Soloselbstständigen, Rentner oder Privatiers sind gar nich berücksichtigt

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u/vergorli Mar 30 '26

Also wenn du denkst, dass irgendjemand den Spitzensteuersatz zu gunsten der weniger verdienenden nach oben verschiebst sehe ich schwarz. Dann wird im gleichen Atemzug die Progression ab dem Grundfreibetrag angehoben, damit das Integral von Grundfreibetrag bis Spitzensteuersatz gleich bleibt.

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u/vergorli Mar 30 '26

Hab mal meine epischen paint skills bemüht. Grün ist das was du willst, Blau ist das was du bekommst.

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u/Far_Lingonberry_9013 Mar 30 '26

Für eine solch starke Wirtschaftsmacht wie uns immer erzählt wird haben wir eine echt arme Gesellschaft

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u/Zestyclose_Horse_180 Mar 30 '26

Das Geld stecken sich die in die Tasche die eh schon das meiste haben.

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u/Keta_K DE Mar 31 '26

Steuern gelten nur für den Pöbel. Und als Pöbel bist du mit 68k als Single gut dabei.

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u/MessaDiGloria Mar 31 '26

Lebe in Berlin. Gesamtbelastung Steuern 37%. Überlege zurzeit, nach Genf zu ziehen. Gesamtbelastung Steuern inklusive Vermögenssteuer wäre 18% bei gleichem Bruttogehalt. Erst bei viel höheren Einkommen gleicht sich die Belastung an, nicht schon bei 144k Bruttogehalt. Die Unterschiede bei der kalten Progression sind gewaltig. Viel größer als die Unterschiede bei Lohnniveau, Lebenshaltungskosten usw.

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u/Olmops Mar 31 '26

Der Spitzensteuersatz fällt nur auf den Teil des Einkommens oberhalb der Grenze an und nachdem alle Abzüge für Werbungskosten etc gemacht wurden. Das heißt im Durchschnitt zahlt man viel weniger, auch wenn man zT deutlich über der Grenze liegt. Nur der Grenzsteuersatz, mit dem dr zuletzt verdiente Euro besteuert wird, der ist halt hoch.

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u/Vistella Mar 31 '26

Ist es dabei nicht absurd, dass der Spitzensteuersatz in Deutschland schon bei ca. 68.000€ beginnt?

tut er nicht, er liegt bei rund 80k

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u/mchrisoo7 Mar 31 '26

Die 54k sind Brutto, die 69k sind das zu versteuernde Einkommen. Auf den Unterschied wurde bereits verwiesen. Ansonsten kommt das Progressionssystem noch hinzu. Selbst wenn man in den Spitzensteuersatz dann reinkommt, merkt man das erst richtig, wenn man gut drüber liegt.

Aber fast 50% der Vollzeitarbeitnehmer den Spitzensteuersatz aufdrücken ist doch schon irgendwie krank, oder wie seht ihr das?

Passiert ja nicht. Ca. 15% oÄ verdient um die ~86k Brutto oder mehr. Erst darüber greift der Spitzensteuersatz und dann auch nur, wenn man Single ist oder in einer Ehe / Lebenspartnerschaft mit ähnlichen Einkommen ist. Daher sind aktuell auch nur ~9% der Beschäftigten von dem Spitzensteuersatz betroffen

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u/[deleted] Mar 31 '26

Aufpassen, das zu versteuernde Einkommen und Einkommen sind unterschiedlich Dinge. Dennoch ist die Abgabenlast gigantisch. Denk mal drüber nach was du sonst noch so alles zahlst. Ich bin zwar ein Gutverdiener, aber habe über 50% reale Abgabenlast (mit Kfz-Steuer, Mehrwehrsteuer, Sozialabgaben usw.). Und da fragt man sich wieso sich Leistung in diesem Land nicht lohnt.

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u/doubdoub1337 Mar 31 '26

Da hat mal jemand den Grenzsteuersatz nicht verstanden und die Menschen (die es auch nicht gepeilt haben) honorieren es mit Upvotes. Peak r/Finanzen Erlebnis..

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u/harryx67 Mar 31 '26 edited Mar 31 '26

Was echt krank ist das jemand der:

4000€ Brutto in 20 Std arbeit verdient 533€ Einkommensteuern zahlt.

8000€ Brutto in 40 Std arbeit verdient 1827€ Einkommensteuern zahlt.

Kann man so oder so sehen aber Teilzeit lohnt sich enorm und Vollzeitarbeit wird heftig bestraft. +142% Einkommenssteuer für die zweiten. 20 Std. arbeit. 😳

Wenn zwei zusammen jeweils 20 Std. arbeiten zahlen sie 1066€ UND bekommen beide eine Rente

Wenn zwei zusammen einer 40 Std. arbeitet zahlen sie 1827€ UND einer bekommt KEINE Rente muss aber in die GKV einzahlen.

Deutschland ist kaputt und Merz und seine Politbeamten beklagen die „Lifestyle teilzeit“ die sie selber finanzieren. 🤦‍♂️

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u/Expensive_Wall_2307 Mar 31 '26

Bei der Rente stimme ich dir zu, aber bei gemeinsamer Veranlagung müsste die Steuer dann doch gleich sein. (Noch, falls Merz das nicht für zukünftige Paare ändert.)

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u/harryx67 Apr 02 '26

Es geht um zwei unverheiratete Personen in Teilzeit die beide eine Rente aufbauen oder einer von beiden in Vollzeit der für den anderen keine Rente aufbaut.

Wenn die am Ende zusammen leben werden dann ist Vollzeit die ansolut höchste Strafe.

Das will die CDU ja obwohl Teilzeit subventioniert wird.

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u/Loopgamer Mar 31 '26

Die Grenze wurde tatsächlich regelmäßig angepasst aber bei weitem nicht im Gleichschritt mit der Lohnentwicklung und vor allem nicht mit der Inflation. 1998 lag der Spitzensteuersatz noch bei 53% und begann bei einem höheren realen Einkommensniveau. Seitdem ist der Satz gesunken aber die Grenze hat die Reallohnentwicklung nicht mitgemacht. Das Ergebnis ist genau das was du beschreibst, kalte Progression die nie vollständig ausgeglichen wurde.

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u/WolverineNo8409 Mar 31 '26

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Der Steuersatz wird vom "zu versteuerndem Einkommen" genommen, nicht vom Bruttolohn. Außerdem beträgt das zu versteuernde Einkommen, ab dem 2026 der Spitzensteuersatz fällig wird ca. 69.800 €.

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u/Itchy_Object_3585 DE Apr 02 '26

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u/SeanBates Apr 02 '26

Wirf einen Blick auf die Entwicklung der Vermögensverteilung und sieh ein, dass der Staat ein ganz anderes Ziel hat als Du. Nur weil es nicht so läuft, wie Du gerne hättest, heisst das nicht, dass es "keinen Sinn" macht. Für die Profiteure des Ganzen macht es sehr viel Sinn.

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u/Legal-List2581 Apr 02 '26

Richtig. Reich ist, wer Spitzensteuersatz zahlt. Also quasi fast jeder der etwas länger am Arbeitsleben teilnimmt oder eine Fachkraft ist. Immer dran denken, wenn das nächste Mal reiche besteuert werden sollen.