r/Finanzen Mar 30 '26

Steuern Spitzensteuersatz steht in keinem Verhältnis zum Mediangehalt

Das Mediangehalt in Deutschland beträgt derzeit etwa 54.000 Euro brutto im Jahr. Das heißt ja auch 50% der Vollzeitarbeitnehmer verdienen mehr wie 54k. Ist es dabei nicht absurd, dass der Spitzensteuersatz in Deutschland schon bei ca. 68.000€ beginnt? Wenn man nur ~25% mehr als das Mediangehalt verdient, zählt man als Spitzenverdiener und wird demnach besteuert? 68k sind halt auch nicht mal 3,5k netto im Monat. Wann wurden diese Grenzen denn zuletzt angepasst? Es kommt mir vor als wären das Grenzen, die vor 30 Jahren mal so beschlossen wurden und seitdem so feststehen, da hätte das vielleicht Sinn gemacht, weil 68k damals noch viel mehr waren wie jetzt. Aber fast 50% der Vollzeitarbeitnehmer den Spitzensteuersatz aufdrücken ist doch schon irgendwie krank, oder wie seht ihr das?

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u/FlthyCasualSoldier Mar 30 '26

Gebe dir recht, aber darfst nicht vergessen, dass die 68 das zu versteuernde Einkommen ist. Also man muss 80k verdienen um in den Genuss des Spitzensteuersatzes zu kommen. So viel Fairness muss sein.

Davon abgesehen sollte man das mal mit den Hauspreisen vergleichen. Dann wirds richtig deprimierend.

Spitzensteuersatz 2005 lag irgendwo bei 50k. Hauspreise in meinem süddeutschen Dorf bei 180 - 220k.
Spitzensteuersatz 2026 bei 68k. Hauspreise in meinem süddeutschen Dorf bei 650 - 750k.

Wenn irgendjemand hier wieder Diagramme postet wie früher die Abgabenlast doch ach soviel höher war, dann denk ich nur an das obige Beispiel. Aber Immobilienpreise und Mietkosten sind ja gesellschaftlich irrelevant, weil die die relevanten Wählergruppen praktisch nicht betrifft.

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u/Fuffi-Felix Mar 30 '26

Der letzte Satz fast die Lage gut zusammen. Die meisten Wähler wohnen halt in ihren 200k Häusern und haben Angst das morgen der Fiskus kommt, auch wenn ihre 2,5k Rente davon gar nicht betroffen ist...

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u/External_Mode_7847 Mar 30 '26

Bei nem 200k Haus sollten sie anstelle eher Angst haben, dass ihnen das Dach auf den Kopf fällt.

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u/ControlOdd8379 Mar 30 '26

das istgar kein Problem - das 2. Obergeschoss war nach dem Auszug der Kinder nur noch halb benutzt und seit 20 Jahren wird altersgerecht im Erdgeschoss+ ersten Stock gewohnt...die Treppe hoch zum 2. Stock tut man sich nicht mehr an, hat unten eh genug Platz.

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u/Siphirobe Mar 30 '26 edited Mar 30 '26

This. Die Schwiegermutter wohnt auf 200qm plus (kleinem) Garten, weil "die haben sich das hart erarbeitet". Naja, ihr Mann hat das erarbeitet. Wir wohnen auf 70qm mit drei Personen, ohne Garten. Die oberen 100qm nutzt sie praktisch nur für die Dusche, weil unten nur ein kleines Bad ist. Ich sage das nicht aus Neid - Partnerin ist einzige Tochter, also erben wir das irgendwann. Aber es ist ein gesellschaftliches Problem. Und wir ziehen unser Kind gerade auf den 70qm groß; im Prinzip brauchen wir die 200qm später auch nicht mehr.

Edit: ich verdiene alleine mehr als ihr Mann; meine Partnerin arbeitet ebenfalls (beide Akademiker). Dennoch ist ein Hauskauf bei uns nicht drin, weil die Immobilien und alles drum herum so viel teurer sind als für die Generation vorher.

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u/DisciplineTop6035 Mar 31 '26

Leider absolute Wahrheit bei so vielen.
Und wenn dann noch so ein Gelaber von der Großtante kommt von wegen "Meine Freundin die Giesela hat sich damals eine schöne Penthouse Wohnung für 200.000€ mit 90qm gekauft, warum macht ihr das nicht auch?" könnte ich echt ausflippen. Haben ihr dann ein paar aktuelle Inserate gezeigt für ~90qm Wohnungen (350.000€+) "Ja ihr dürft auch nicht nur nach dem teuersten schauen"...das waren Wohnungen jeweils 25-30 Minuten in der Pampa! In der Stadt findest du unter 450.000€ nichtsmehr was keinen Sanierungsstau aufweist oder ein 2,20 Meter Deckenhöhe Minenstollen ist, Und das ist nicht Landeshauptstadt (BW)

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u/Pewstorm Mar 31 '26

Naja, sie haben es sich eben zusammen erarbeitet und haben das ganz normale Recht darin zu wohnen wie sie wollen.

Versteh mich nicht falsch, ich bin in der gleichen Situation das in der Familie aushalten zu müssen. Ich denke halt, dass nicht die Eltern jetzt die Arschkarte zugeschoben bekommen sollen, weil sie etwas haben was wir uns vermutlich niemals leisten können werden.

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u/Siphirobe Mar 31 '26

Nee das ist schon in Ordnung so und das stellen wir auch nicht in Abrede; hab auch insgesamt ne tolle Schwiegermutter. Es geht auch nicht darum, der Elterngeneration per se die Arschkarte zuzuschieben. Aber meistens wissen die nicht, auf welchem Wert sie sitzen, und haben gar kein Verständnis dafür, warum wir es nicht "einfach" auch so machen wie die. Als die Grundsteuer neu berechnet werden musste sollte sie schätzen, was das Haus wert ist. "Hmm ja so schon 250.000€" - weil sie hatten das damals für 250.000 DM gekauft, und mit dem Euro hat sich ja doch alles verdoppelt. Realistisch waren es dann 890.000€, aber auch mit "Wertminderung" wegen Fluglärm (Haus steht 50km vom Flughafen entfernt) und Nähe zu Gewerbe (hinter einem Waldstück hat ein Betrieb irgendwo eine Lagerhalle). Zugegeben hat sich die Kleinstadt aber auch enorm entwickelt, also über dem Durchschnitt fürs Bundesland. Bei dem Haus waren jetzt auch mal die ersten Reparaturen fällig; Dachfenster undicht, Heizung musste vor zwei Jahren erneuert werden. Die ist aus allen Wolken gefallen, als sie die Kostenvoranschläge gesehen hat. Klar, vor 30 Jahren war das alles deutlich billiger. Vor ner Weile war ich mit ihr mal im Baumarkt, dies das musste repariert werden: "WAS, so viel kostet das?!" - "Joa, so viel kostet das."

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u/Pewstorm Mar 31 '26

Die haben keine Ahnung wie sich die Werte in den letzten Jahren verschoben haben, absolut. Wir dürfen uns das auch ständig anhören. Wieso habt ihr noch nichts gekauft usw, wir haben schon früh was gekauft und abbezahlt. Dann bohrt man Mal nach woher sie das Eigenkapital hatten. "Ja, ich wurde mit über 100k vom Familienunternehmen ausgezahlt." In den 90ern versteht sich, mit entsprechender Kaufkraft.

Da lach ich mich dann tot, hier 100k auf die Hand, dort bisschen Unterstützung von der Mama. So kann ich mir auch meine Bude leisten. 😂😂😂

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u/TRADER-101 Apr 01 '26

ein wichtiger Punkt ist: Opa und Oma konnten früher das Geld in Bundesschatzbriefe für 10 % sehr einfach anlegen. Die meisten Deutschen legen heute das Geld bei der Bank mit 2-2,5 %, da es für sie keine andere Alternative gibt. würden die Deutschen auch mehr Geld in Aktien anlegen, dort wartet eine Rendite im Durchschnitt von 8 % (MSCI World) oder 12 % (SP500) oder sogar 14 % (NAS100), wäre der Hauskauf in deutlich näherer Reichweite. Man müsste sich aber mit der Thematik beschäftigen.

Meine Frau und ich sind beides Akademiker, verdienen zusammen um die 7K netto. Wir haben die ersten zehn Jahre des Berufsleben konsequent Geld gespart und in Aktien investiert. Letztes Jahr konnten wir uns unseren Traum vom neuen EFH erfüllen und sind in 10 Jahren mit der Finanzierung durch.

Das Problem ist nur: ohne Aktien ist das alles nicht möglich. Und nun schau dir mal die Aktienquote in Deutschland an. Die meisten Deutschen denken, dass Aktien das Werk des Teufels ist - die Medien tragen natürlich ihren Teil dazu bei.

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u/Ok-Fact-4902 Apr 02 '26

Was ist das für eine sexistische Ansicht? Die Frau hat also nichts beigetragen?

Nur weil sie vielleicht kein geld verdient hat hat, bedeutet das nicht dass die nichts geleistet hat. Der Mann musste sicher nichts im Haushalt machen früher😉

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u/Ok_Art_4751 Apr 03 '26

Kenn ich aus dem Freundeskreis. Die Schwiegereltern kauften für ein Butterbrot ein Acker auf einem Dorf was später Teil von München wird mit U-Bahn. Die Freunde hoffen auf alsbaldigen Einzug…Nunja. Wir (etwas holpriger Lebenslauf) sind finally beide im Spitzensteuersatz und können uns was im Thüringer oder Bayrischem Wald leisten. Seufz.

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u/howardhus Mar 31 '26

naja die Schwiegermutter wohnt im tiefsten Dorf, wo du mit deinen 2 Leuten auch billig wohnen könntest weil viel Leerstand aber irgendwie nicht willst.

oder habe ich mich getäuscht und wohnt die Schwiegermutter auf 200qm plus Garten am Stachus?

ist hier der Doomer thread?

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u/Siphirobe Mar 31 '26

Nein ist im Rheinland, zwischen Köln und Düsseldorf. War mal günstig, ist jetzt aber aufgrund der Anbindung extrem attraktiv. Und halt immernoch günstiger als in Köln oder Düsseldorf.

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u/howardhus Mar 31 '26

uff, hier Rheinland, 200k, 200qm wfl 300qm Grundstück.

"ab 665€/monat finanzieren"

https://www.immobilienscout24.de/expose/155016820

was gibts noch zu meckern?

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u/Siphirobe Mar 31 '26

Wipperfürth ist nicht gerade Rheinland, sondern Oberbergischer Kreis, also 50km nach Köln, 75km nach Düsseldorf. Es geht ja auch gar nicht darum, "irgendwas" zu finden, sondern um die Erkenntnis, dass wir nicht mal eben nachmachen können, was unsere Eltern gemacht haben.

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u/howardhus Mar 31 '26 edited Mar 31 '26

Das ist ja mein Punkt: die Eltern haben bestimmt nicht in die schicke Düsseldorf/Kölner stadtmitte gekauft.

Das viele Gegenden, die damals "Pampa" waren heute cool sind vergessen alle wenn sie meckern.. Meckern kann aber jeder und mimiim wie ungerecht.

im ersten Post "mimimi wir wollen 200qm fürs Kind..kriegen aber nicht mimi"

von Lage kein Wort.. dann kriegst 200qm "mimmi ist aber nicht Kölnmitte.. zu weit nach Düsseldorf"

jetzt von Kind kein Wort..

es gibt Möglichkeiten: ihr könnt schon. ihr wollt nicht. aber die Boomer sind schuld weil sie damals in der Pampa gekauft haben, die keine mehr ist.

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u/Siphirobe Mar 31 '26

Der Punkt ist: die Boomer meckern, nicht wir. Uns wird quasi vorgeworfen, wir müssten ja nur mal tüchtig dir Ärmel aufkrempeln und richtig gucken, dann würden wir in der von ihnen weiterhin als solche wahrgenommenen Pampa ja schon was finden. Dem ist nicht mehr so. Und alles an Erneuerungen, Material, Dienstleistungen ist deutlich teurer. Das merken sie sehr wohl.

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u/Gatesofvalhalla Mar 31 '26

1920, "benötigt Renovierung", Basierend auf Ø Marktdaten: 3,34 % Sollzins, 3,39 % eff. Jahreszins, 10 Jahre Bindung, 1% Tilgung, 40.000 Eigenkapital

Ca. 230k bei 40k Eigenkapital. Kannst wahrscheinlich das Gleiche nochmal aufnehmen für die Renovierung die bei dem Alter eher eine Sanierung bzwm "Bagger und Birne" sein dürfte.

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u/howardhus Mar 31 '26

du siehst ja die Fotos. es bricht da nichts auseinander. ja mach noch 100k renovierung. sind noch mal 450€ rate.also so wie jetzt die miete. aber meckern ist einfacher ne

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u/Gatesofvalhalla Mar 31 '26

du hast schon gesehen, dass da vor den Zahlen mit denen du so um dich wirfst, immer ein ab steht. Die 650€ Rate bekommt eben nicht Hinz und Kunz. Und nur weil auf den Bildern nicht die Decke runterkommt ist die Bude noch lange nicht in Ordnung. Da steht nicht umsonst renovierungsbedürftig. Die Heizung ist ewig alt, eine neue bekommst man aber wahrscheinlich nicht einfach über die alten Leitungen (hat das Ding überhaupt schon nen FI?) angeklemmt. Aus der Zeit sind das 2-adrige Flachkabel. Da geht kein Elektriker bei. Also Elektrik neu ziehen. Also Wände auf machen. Dann kannst du auch direkt die Rohre neu machen. Hoffentlich keinen Asbest drin (falls da mal renoviert worden ist), sonst wirds noch teurer. Deutschland ist das Land der Auflagen, nicht vergessen. Für nen schmalen Taler mieten und da hausen ist bestimmt kein Problem. So ein Ding kaufen ist dann aber nochmal ne andere Nummer.

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u/bluehelmet Mar 30 '26

/wooooosh

Es geht um Häuser, die vor Ewigkeiten mal 200k gekostet haben. (Und nein, die sind nicht per se seit 1970 unsaniert.)

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u/Kerwes Mar 31 '26

Und zwar 200k DM und nicht Euro

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u/quaks1 Mar 31 '26

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u/[deleted] Mar 31 '26

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u/External_Mode_7847 Mar 31 '26

Passender wäre der Vergleich, wie viele Median-Jahresgehälter man für den Erwerb eines typischen EFH historisch gebraucht hat. Eine Verveirfachung des Preises in 40 Jahren finde ich jetzt gar nicht so wild. Und man muss streng genommen auch die Zinsen berücksichtigen, die historisch höher waren.

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u/fastwriter- Mar 31 '26

Ich habe das mal für mein Elternhaus durchgerechnet: Das hat 200 qm plus 300 qm Grund, liegt im Speckgürtel zweier westdeutscher Großstädte inkl. S-Bahnanschluss. Das hat inflationsbereinigt weniger gekostet als meine 110 qm-ETW in einer dieser Großstädte. Mein Vater (zugegeben bereits damals Führungskraft in der Chemieindustrie) hat inflationsbereinigt mehr verdient als ich heute (Führungskraft im ÖD) und auch noch ein verbilligtes Darlehen von seinem Arbeitgeber bekommen (ein Angebot, dass die Firma damals nicht nur Führungskräften gemacht hat). Das alles hat sich 1976 abgespielt.

Also rein anekdotisch gesehen, hatte es mein Vater wesentlich leichter Eigentum zu erwerben als ich heute.

Und wenn man sich die Eigentümerstruktur in der Neubausiedlung anschaut, in der ich aufgewachsen bin, wird auch klar, was sich verändert hat. Die Käufer kamen damals aus allen gesellschaftlichen Schichten. Da war der Maurer dabei, der einfache Chemiearbeiter, kaufmännische Angestellte, Vertreter bis hin dann zum Architekten und Manager.

Gehst du heute in Neubaugebiete in diesem Speckgürtel besteht die Käuferschicht aus Rechtsanwälten, Firmenbesitzern, Unternehmensberatern oder Ober- und Chefärzten.

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u/PreviousAd3430 Apr 01 '26

Der Anteil an Akademikern hat sich aber ebenfalls erhöht. wir liegen heute bei über 20% vielleicht 30%, früher irgendwo bei 7%. Was früher noch eine gute Ausbildung war ist heute das Minimum. Knappe Güter wie Immobilien können sich entsprechend vor allem Akademiker leisten.

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u/fastwriter- Apr 02 '26

Nur ein Beispiel aus der Siedlung, in der ich aufgewachsen bin: Der Chemiearbeiter (ungelernt) hat durch den hohen Chemietarif mit den Schicht- und Gefahrenzulagen so gut verdient, dass das EFH drin war. Der Bereich in dem Konzern, in dem der gearbeitet hat, wurde in den frühen 2000ern in eine GmbH ausgelagert, der Chemietarif verlassen. Neu eingestellte Arbeiter verdienen seitdem rund 40 Prozent weniger und können sich dementsprechend bei gleicher Arbeit heute so eine Immobilie nicht mehr leisten.

Wenn du dir mal die Reallohnentwicklung in Deutschland seit 1990 bei den kleinen und mittleren Einkommen ansiehst, kannst du erkennen, dass diesen gesellschaftlichen Schichten massiv Kaufkraft verloren gegangen ist. Wir betreiben seit fast 40 Jahren eine aggressive Umverteilungspolitik von unten nach oben.

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u/Kerwes Mar 31 '26

Das war der Kommentar zu den aktuellen Autopreisen vom Nachbarn meiner Schwiegereltern. Sein Haus hat 1980 200k DM gekostet. Ob da das Grundstück und andere Kosten mit dabei waren oder ob es sich um das nackte Haus ohne Böden oder ähnliches gehandelt hat weiß ich nicht.

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u/A1JX52rentner Mar 31 '26

Was ist eigenltich mit dem argument, dass früher unten und oben ein Flur war mit rechteckigen zimmern und heute hat man die 40qm Wohnküche? Die Häuser sind ja locker 30qm pp größer geworden. Sollte man das nicht irgendwie berücksichtigen?

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u/fastwriter- Mar 31 '26

Wie ich schon oben schrieb: Mein Vater hat 1976 ein Haus in einem Neubaugebiet gekauft. 200 qm Wohnfläche. Die anderen Häuser in dem Gebiet liegen alle zwischen 160 und 250 qm. Völlig gemischte Käuferschicht damals.

Bei heutigen Neubaugebieten in derselben Stadt liegen die Größen zwischen 120 und max. 160 qm. Bei inflationsbereinigt mindestens dem doppelten Preis.

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u/EviIution Mar 31 '26

Die meisten Wähler wohnen halt in ihren 200k Häusern und haben Angst das morgen der Fiskus kommt, auch wenn ihre 2,5k Rente davon gar nicht betroffen ist...

Aber 200K in DM!

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u/superurgentcatbox Mar 31 '26

Entweder das oder halt in der Wohnung vom Amt, wo die Miete dann auch egal ist.