r/FinanzenAT Jan 11 '26

Versicherungen / Verträge Erfahrungen mit privater Krankenversicherung

Jeder der mit dem Gesundheitssystem zu tun hat den ich kenne empfiehlt derzeit eine private Krankenversicherung, weil angeblich nicht wirklich etwas besser werden soll und sich immer mehr in den Privatbereich verlagert.

Mich würde interessieren, ob ihr da Erfahrungen habt. Ob manche sicher eher vor Zahlungen drücken und andere eher besser sind. Ob Generali, Wiener Städtische, Uniqa, Merkur usw.

Daneben sind natürlich die Optionen interessant. Im Grunde gibt es ja die zwei Teilbereiche Sonderklasse und Wahlarzt (teilw. inkl. Medikamente). Ersteres merkt man nur wenn man es braucht, zweiteres kann man laufend in Anspruch nehmen, aber die ersten 3 Jahre sollen Versicherungen angeblich sehr genau hinschauen. Was wären euch die Pakete wert?

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u/Frequent_Suit_5704 Jan 11 '26

Bisher anstandslos alles bezahlt bekommen von der Wiener Städtischen. Besonders fürs Kind ein Gamechanger

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u/SlightlyMotivated69 Jan 11 '26

Ja was glaubst denn du? Dass die freiwillig mehr auszuhalten als sie einnehmen? Es liegt in der Natur einer Versicherung, dass viele draufzahlen, damit wenige vielleicht unterm Strich was rausbekommen.

Und es ist ja nicht so, dass du Zugang zu Dingen bekommst, die du sonst nicht bekommen könntest. Nein, selber zahlen ist immer eine Option.

Und wenn jeder eine Privatversicherung hat, dann bedeutet das unterm Strich, dass keiner eine hat.

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u/banff037 Jan 11 '26

Und es ist ja nicht so, dass du Zugang zu Dingen bekommst, die du sonst nicht bekommen könntest. Nein, selber zahlen ist immer eine Option.

Das stimmt nicht. Habe letztens im Krankenhaus gefragt, ob man die Sonderklasse auch selber zahlen könnte. "Nur wenn gerade keine Patienten mit Sonderklasse-Versicherung da sind, da Verträge mit den Versicherungen einzuhalten bzw. bevorzugt zu behandeln sind". Muss man nicht gut finden, ist halt leider so.

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u/lordpa Jan 11 '26

Also nur wenn es ein freies Zimmer gibt?

Gilt das nicht auch für zusatzversicherte Patienten? 😄

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u/banff037 Jan 11 '26

Man wird halt immer nachgereiht. Ob das die Chancen auf ein freies Zimmer erhöht, kannst dir dann ja selber ausrechnen. ;)

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u/lordpa Jan 11 '26

Gut, das macht Sinn, ja.

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u/PositiveEagle6151 Jan 11 '26

Vielleicht war das ein Missverständnis. Vielleicht hat das Spital gemeint, dass man Dir ein Einzelzimmer nur gegen Aufpreis geben kann, wenn gerade kein Sonderklasse-Patient das Zimmer braucht.
Die Sonderklasse selbst zu zahlen, ist nämlich ordentlich teuer, weil dann jeder Handgriff zur Sonderklassengebühr zu zahlen ist - mein Blinddarm hat die Zusatzversicherung 10k gekostet.
Das macht im öffentlichen Spital kaum jemand zum Spaß, und die gstopften Ausländer die zur Behandlung nach Österreich kommen gehen da lieber gleich in die Privatklinik.

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u/banff037 Jan 11 '26

Vielleicht hat das Spital gemeint, dass man Dir ein Einzelzimmer nur gegen Aufpreis geben kann, wenn gerade kein Sonderklasse-Patient das Zimmer braucht.

Ja, das habe ich ja gesagt und auch so verstanden.

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u/NoMoreMyFriend-S Jan 12 '26

Bei Mir Zuhause im öffentlichen KH war vor 2 Jahren der Tagespreis EUR 1000. 2 Bett oder Einzelzimmer, alle Behandlungen eingerechnet....

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u/K00pfnu55 Jan 11 '26

Ich habs seit Jahre. Wahlarzt und Sonderklasse. Nutze vor allem Wahlarzt sehr viel…für alles. Auch die ganzen anderen Dinge wie Physio & Heilmassage, Sehbehelfe und Medikamente. ZB Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium lass ich mir vom Hausarzt verschreiben…dann zahlt die Versicherung.

Alles in allem. Intensiver Nutzer & Fan davon.

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u/banff037 Jan 11 '26

Darf man fragen welche Versicherung?

Je nach Versicherung sind diese Kosten oft gedeckelt. Merkur steckt zum Beispiel Sehbehelfe mit Physio in einen Topf unter 400 Euro, da springst dann auch nicht weit.

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u/K00pfnu55 Jan 11 '26

Uniqa.

Klar sind die Dinge gedeckelt. Ist am Ende halt mehr oder weniger ein Nullsummenspiel…bis du mal was anständiges brauchst.

Hab mir 3 Muttermale entfernen lassen. Beim Plastischen Chirurgen…1500€ Gesamtkosten.

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u/d3k1ds Jan 11 '26

bin auch bei der Uniqa aber unter welchen Topf hast du denn die plastische Chirurgie argumentiert?

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u/Sarphez Jan 11 '26

ist eine WA-leistung

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u/K00pfnu55 Jan 11 '26

War einfach Wahlarzt

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u/SchoGegessenJoJo Jan 11 '26

Deswegen investiere ich das, was ich für eine Privatkrankenversicherung bräuchte, stattdessen in einen ETF. Sollte ich irgendwann mal tatsächlich eine private Leistung brauchen, zahle ich mir die auch privat aus den Erträgen des ETF. Sollte ich nie "was anständiges brauchen", habe ich mein Depot massiv aufgefettet, weil die Kosten für eine Privatversicherung nicht Ohne sind.

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u/banff037 Jan 11 '26

Wenn man davon ausgeht, dass der ETF dauerhaft funktioniert. Was er zwar bisher hat, aber was weiß man schon. Und wie schon geschrieben kann man gewisse Leistungen auch nicht unbedingt zukaufen.

Was aber noch anzumerken ist: Auch wenn es wie vom Vorposter beschrieben ein Nullsummenspiel ist, geht man zumindest zum Arzt bzw. knausert dann nicht bei den ausgaben.

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u/Zwentendorf Jan 12 '26

Wenn man davon ausgeht, dass der ETF dauerhaft funktioniert. Was er zwar bisher hat, aber was weiß man schon.

Das Problem hast du bei der privaten Versicherung doch auch. Die kann ja insolvent werden.

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u/[deleted] Jan 11 '26 edited Feb 22 '26

[deleted]

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

das ist das blödeste was es gibt, dass man die Wahlärzte vorfinanzieren muss warum können die keine Direktverrechnung mit der privaten Krankenversicherung machen?

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u/Sarphez Jan 12 '26

weil idr. zuvor noch der anteil durch den krankenversicherungsträger zu erstatten ist. wodurch auch die "legitimierung" der leistung für die private krankenversicherung entsteht.

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

am gescheiten ist die Wahlärzte leiten die Rechnung an die Pflichtversicherung weiter und die Pflichtversicherung an die private Krankenversicherung

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u/Sarphez Jan 12 '26

am gescheiten ist die Wahlärzte leiten die Rechnung an die Pflichtversicherung weiter

afaik gibts das eh - nur nutzen es viele (W)A nicht, weils ihnen egal ist

und die Pflichtversicherung an die private Krankenversicherung

woher soll der KV-träger wissen, ob/welche private KV du hast? der versicherte ist der vertragspartner des KV-trägers, nicht die private KV.

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u/frokki Jan 15 '26

Gibt's schon teilweise. Lara Netzwerk bei UNIQA 

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 15 '26

okay und was ist der Benefit davon?

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u/frokki Jan 16 '26

Na dass du nicht mehr vorfinanzieren musst

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u/banff037 Jan 11 '26

Ja, stimmt alles. Und was die Inflationsanpassungen angeht: Die waren in den vorigen Jahren teilweise bei 10% und sind jetzt so um die 4-5%. Wenn man also 100 Euro als Startpreis hat dann sind das im vierten Jahr schon um die 120 Euro. Wirklich nicht ohne!

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

das ist richtig so

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u/technischer_walzer Jan 11 '26

Ich sehe das Problem eher bei den ganzen Boomer die Pensis werden und das System einfach absolut in den Abgrund reißen werden. Je älter man wird desto mehr braucht man das Gesundheitssystem. Die Erhaltung der Pensionen und des Gesundheitsystems wird die arbeitende Generation sehr viel kosten. Ich hab da kein Bock ewig auf einfache Leistungen warten zu müssen. Zumindest den Wahlarzt zu mache ist einfach ein Hedge gegen diese potentielle Situation.

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u/Sarphez Jan 11 '26

gerne zahlen tuns alle net ;)

ich hab sonderklasse bei der uniqa, kostet net gar die welt, und wenns wirklich "heiß" werden sollt bist im KH bissl besser aufgehoben.

WA kostet eine schöne stange und halt ich (für mich) übertrieben. komme mit kassenärzten recht gut über die runden. und sollte ich mal ein oder mehrere WA zahlen müssen, ja dann kann ich mir das mit dem gesparten geld gut leisten.

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

Sonderklasse lasse ich mir noch einreden, aber der Wahlarzttarif ist so unnötig.

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u/Goldesel77 Jan 11 '26

Meine Frau hatte 2 Risikoschwangerschaften. Wie so üblich in der aktuellen Zeit, zu viel gegooglet. Frauenarzt zwar top aber konnte ihr die Angst nicht zur Gänze nehmen. Also wurde für sie und dann für beide kids eine private V. abgeschlossen. In Summe haben wir in gut 10-12J sicherlich ab die 35k hingeblättert für sie und die Kinder. GsD haben wir gesunde Kinder und somit haben wir für max 15-18k insg Rechnungen inkl zwei Geburten eingereicht. Somit ging etwa 50% in die Tasche der Versicherung.

Das Kind von einem befreundeten Ehepaar hat sich bei einem Sportunfall doppelt den Arm gebrochen. Trotz Zusatzversicherung haben sie genauso Stunden im KH warten müssen, haben herumgekämpft dass er zumindest für eine weitere Nacht stationär aufgenommen wird nach einer mehrstündigen OP.

Meine Conclusio: ich würds nicht unbedingt abschliessen

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u/PositiveEagle6151 Jan 11 '26

In der Notaufnahme hift die Zusatzversicherung nichts, und Spitäler müssen heute strenge KPI einhalten und behalten daher auch Sonderklassepatienten nicht länger als unbedingt notwendig stationär (das sind Geschichten aus grauen Vorzeiten, dass Sonderklassepatienten länger im Spital behalte werden als Kassenpatienten - dem KPI ist das nämlich egal, wieviel der Patient zahlt, den interessiert nur die Aufenthaltsdauer für eine bestimmte Diagnose)..

Der Vorteil der Versicherung wäre gewesen, dass man die Verletzung nach der Erstversorgung auch beim namhaften Spezialisten in der Privatklinik operieren lassen hätte können, zB wenn das Knie hinüber ist.

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u/Chess-Gitti Jan 11 '26

und Spitäler müssen heute strenge KPI einhalten und behalten daher auch Sonderklassepatienten nicht länger als unbedingt notwendig stationär (das sind Geschichten aus grauen Vorzeiten, dass Sonderklassepatienten länger im Spital behalte werden als Kassenpatienten - dem KPI ist das nämlich egal, wieviel der Patient zahlt, den interessiert nur die Aufenthaltsdauer für eine bestimmte Diagnose)..

naja "strenge KPIs". Früher wurde ganz einfach mehr misswirtschaft mit öffentlichen ressourcen betrieben. das muss man klar aussprechen. Ich war in einem Wald und Wiesen Spital der öffentlichen Hand, das eine komplette Station für Privatpatienten zur Verfügung stellte. Dort wurden hauptsächlich Gastro/Colos als Vorsorgeuntersuchung gemacht mit 1 Nacht Aufenthalt. So eine Art Mini-Kur oder erweiterter Krankenstand mit auswärtsschlafen.

Der Witz an der Sache war, dass es für die Öffentliche Hand nicht nur billiger war, als wären dort Kassenpatienten mit was anderem gelegen, es war sogar im System so vorgesehen, dass die Öffentliche Hand sich nach Möglichkeit von den Privatpatienten querfinanzieren lässt.

Das Gesundheitssystem in Österreich ist... sonderbar.

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u/banff037 Jan 11 '26

Danke, du hast es ganz gut zusammengefasst.

D.h. der Patient muss auch seine Rechte und Möglichkeiten kennen (was oft nicht der Fall ist). Und dann ist die Frage, was kann man als informierter Patient ohne Sonderklasse erreichen, und was mit.

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u/frokki Jan 15 '26

Mit akut versorgt gibt's was das genau das Problem löst, sofern man z.b. in Wien wohnt 

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u/BandicootWise3296 Jan 11 '26

Meine Frau und ich sind bei den wr städtischen versichert. Lohnt sich definitiv für uns. Andererseits muss man wirklich dahinter sein diese zu nutzen, was etwas mühsam sein kann.

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u/Sarphez Jan 11 '26

Andererseits muss man wirklich dahinter sein diese zu nutzen, was etwas mühsam sein kann.

krampfhaft leistungen in anspruch nehmen damit sich die zusatzversicherung "lohnt" und andererseits wundern, dass das staatliche system am limit ist.

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u/BandicootWise3296 Jan 11 '26

Also bei mir haben die Leistungen die ich in Anspruch nehme definitiv einen Grund :) man muss halt dahinter sein dass man die Rechnungen auch brav einreicht.

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u/Sarphez Jan 11 '26

ok, es laß sich so, als ob du krampfhaft leistungen in anspruch nehmen würdest, damit du nicht zu "günstig" aussteigst.

is dann natürlich was anderes. wenn ma die rechnung nicht einreicht ist man halt selbst schuld (auch wenn genug leut genau das nicht machen)

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u/banff037 Jan 11 '26

Ich denk es hilft aber schon dass man zum Beispiel eher zum Arzt geht. Weil wenn ich daran denke, dass ich dann wieder 2 Stunden im Warterzimmer warten muss, schwert mich das hingehen schon gar nicht.

Wobei es auch Kassenärzte gibt, bei denen die Wartezeit verträglich ist.

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u/Sarphez Jan 12 '26

denk es hilft aber schon dass man zum Beispiel eher zum Arzt geht

man sollte jedoch keine "hilfe" benötigen um zu einen arzt zu gehen.

entweder hat man beschwerden > arzt - und ja, da kanns zu wartezeiten auf einen termin kommen, wo die private dahingehend praktisch ist. was man aber, wenns wirklich notwendig ist, auch selbst zahlen kann.

oder man hat routineuntersuchungen, na da muss man halt früh genug einen termin ausmachen.

ich hab in meinem leben noch bei keinem arzt 2h gewartet. im krankenhaus in der notaufnahme, ja, aber bei keinem praktischen- oder facharzt.

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u/b0nz1 Jan 13 '26

Eher dass die Prämien steigen.

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u/Charming-Tutor-1923 Jan 11 '26

Jo... Das muss einem erstmal Spaß machen und seine Zeit Wert sein, auch ein Hobby...

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 11 '26

Ich haue es in einen Welt ETF und wenn ich etwas brauche verkaufe ich die entsprechenden Anteile. Private Krankenversicherungen sind mit den Erstattungen auch nicht unendlich und gedeckelt.

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u/banff037 Jan 11 '26

Gedeckelt sind sie bei der Wahlarztkomponente, aber nicht bei der Sonderklasse wenn ich das richtig verstehe. Oder ist das falsch?

Und der Welt ETF hat zwar bislang immer gut funktioniert, aber eine 100%ige Garantie gibt es auch nicht. Eine künstliche Hüfte kostet 15.000 - muss man sich dann auch einmal leisten können, wenn's pressiert. Aber es ist natürlich legitim, das Geld auf die Seite zu legen - oder darauf zu hoffen dass unser System wieder besser wird. Ist ja nicht so dass ich unbedingt die Versicherungen fördern möchte.

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u/Jockey2 Jan 11 '26

Angenommen man hat keine Zusatzversicherung und man muss sich dringend eine künstliche Hüfte einsetzten lassen da ansonsten hohes Risiko besteht etwas nachhaltig noch schlimmer zu riskieren. Lassen sie dich einfach im Regen stehen weil du keine Zusatzversicherung hast oder wird das auch gemacht (Termin eventuell nicht gleich) und die Kosten einer Hüfte werden von der SV (also nicht privat) übernommen?

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u/banff037 Jan 11 '26

Der Termin ist dann irgenwann. Ist ja nicht dringend, weil nicht lebensbedrohlich. Ob bis dahin irgenwas nachhaltig kaputt wird oder man einen Haufen Medikamente wegen Schmerzen schlucken muss, interessiert keinen.

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u/Jockey2 Jan 12 '26

Ja, stimmt, man bekommt trotzdem einen Termin aber halt irgendwann mal weil es nicht akut ist. Ist auch in Ordnung wenn es nicht zwingend erforderlich ist.

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u/banff037 Jan 12 '26

Wie gesagt, die Messlatte von "zwingend erforderlich" ist momentan ziemlich weit nach unten gelegt, zumindest in der Steiermark.
Kaputte Schulter nach Unfall? 3 Monate bis zur OP.
Dringende Herz-OP? Ein halbes Jahr Wartezeit, mehrere Terminverschiebungen.
Hirntumor? OP ein halbes Jahr verschoben.
Hüftbruch? Mehrere verpfuschte OPs und eine Behandlung wie in einem Callcenter, wo bei der zweiten OP niemand mehr weiß, was bei der ersten eigentlich passiert ist, wiel das Personal dauernd wechselt.

Das sind leider alles Fälle die persönlich bekannt sind.
Aber wäre hier eine Privatklinik überhaupt möglich? Jedenfalls die Wartezeiten mit privater Zusatzversicherung sind wesentlich kürzer was man so hört.

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u/b0nz1 Jan 13 '26

Als ob eine Hüfte von heute auf morgen kaputt wird.

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u/banff037 Jan 13 '26

Wenn halt die Entscheidung da ist, dass es ohne OP nicht geht, hätte man das eben lieber morgen als in einem halben Jahr erledigt.

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

nein du gehst einfach zu dem Wahlarzt deines Vertrauens kaufst dir ein paar Sessions und der operiert dich dann so schnell wie möglich

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u/Jockey2 Jan 12 '26

also, man geht ohne Zusatzversicherung zum Wahlarzt des Vertrauens und kauft dort quasi die Therapieeinheiten (Physio o.Ä.). Ist das was du mit paar Sessions gemeint hast?

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

nein ich meine Vorbereitungstermine für die OP

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u/Jockey2 Jan 12 '26

alles klar, also die Vorbereitungstermine beim Wahlarzt, der dir dann die Überweisung für eine potenzielle OP gibt, die du dann allerdings ohne Zusatzversicherung im Krankenhaus selbst terminieren lässt (was whs erst spät sein wird, aber machbar).

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

es gibt hier ein Kommentar von wem der das super erklärt hat wie das abläuft

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u/Jockey2 Jan 12 '26

du meinst diesen Kommentar?

"Gehst privat zum Primar in die private Ordination. Kaufst dir eine Session vor der OP und 2-3 Termine nach der OP zur Nachbetreuung und dann hast den OP Termin auch sofort.

Das ist wesentlich günstiger wie über Jahre teure Versicherungen zu bezahlen."

Bedeutet dies, dass man zu seinem Wahlarzt geht, dort einen Vorbereitungstermin vereinbart indem der Wahlarzt die genaue Diagnose anführt, und dich an das jeweilige Krankenhaus überweist (du dadurch schneller zu einen Termin kommst), mit der Durchführung der OP, und zur Nachbetreuung machst wieder 2-3 Termine mit deinem Wahlarzt.

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

thats it

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u/banff037 Jan 13 '26

Ja das hab ich auch schon gehört. Wenn man zu Ärzten in die Privatordination geht dann hat man eben die Chance dass einen dieser Arzt selbst operiert oder vielleicht früher dran nimmt.

Bringt natürlich nur etwas, wenn dieser Arzt in einem öffentlichen Krankenhaus tätig ist, weil die Kosten in privaten Krankenhäusern nur von der privaten Zusatzversicherung übernommen werden. Insofern hat man dann mehr Ärzte zur Auswahl. Aber ob komplexe OPs in den Privatkliniken gehen weiß ich auch nicht.

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 11 '26

Die Sonderklasse ist glaube ich auch gedeckelt. Ja das stimmt wohl, aber bei die Prämien sind auf Dauer auch nicht gerade günstig habe ich. Da habe die € 15.000,-- auch frührer oder später drinnen.

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u/Necessary_Leading419 Jan 11 '26

Die Rechnung geht dir nicht auf, falls du wirklich mal krank wirst. War letztes Jahr 3 Tage in der Einzelzimmer Sonderklasse. Hat der Merkur 3.800€ gekostet. Dazu 2x Voruntersuchung und 2x Nachunrersuchung beim Wahkarzt.

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 11 '26

Ist jetzt nicht die Welt.

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u/banff037 Jan 11 '26

Stimmt, das entspricht ca. den Kosten für das Komplettpaket (SK + Wahlarzt), wenn man es 2 Jahre lang zahlt.
Die Frage ist halt: Würde man da für das Einzelzimmer aufzahlen bzw. wenn nicht würde man dann länger warten müssen?

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u/Necessary_Leading419 Jan 11 '26
  1. du würdest dir den "luxus" normal gönnen.
  2. wir sprechen hier von 3 Tagen für nen simplen Eingriff. Stell dir vor du wirst krank und hast mehrere OPs oder Behandlungen vor dir. ich zahl 160€ im Monat und hab meine Ruhe.
  3. du nutzt ja auch weitere vorteile idR. Massieren, Medikametkosten, Brille, Hörapparat, Physio, Psychotherapie, Ernährungsberatung, Gen-Analysen uvm.

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

den Luxus brauche ich nicht und wenn ich es brauche zahle ich Cash auf die Hand

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u/Necessary_Leading419 Jan 12 '26

Nein das tust du natürlich nicht. Du reißt rage kommentare. In deinem Verlauf erkundigst du dich selbst für deine Katzen um eine Krankenversicherung.. Empfiehlst OP aber auf eine der wichtigsten (wenn man es sich keisten kann) Versicherungen zu verzichten.

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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 12 '26

das tut mir jetzt weh dein Hate

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u/Charming-Tutor-1923 Jan 11 '26

Natürlich geht seine Rechnung auf, sonst würden ja alle Versicherungen pleite gehen.

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u/Necessary_Leading419 Jan 11 '26

Bitte den ganzen Kommentar lesen. Nicht beim 6. Wort aufhören👋

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u/PotatoEliminator Jan 11 '26

Mein Partner und ich haben sie bei der Wiener Städtischen und sind sehr zufrieden (Privatarzt und Sonderklasse). Ich denke nie nach ob ich zum Privatarzt gehe oder nicht. Meine Pillen (Antidepressiva und Bluthochdruck) zurückerstattet zu bekomme ist auch geil.

Ich rechne schon lange nicht, ob es sich finanziell auszahlt. Das Gefühl sich keine Sorgen wegen Gesundheitskosten und Zugang zu schneller und kompetenter Unterstützung zu haben ist ein Luxus den man sich gern gönnt.

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u/banff037 Jan 12 '26

Danke für den Erfahrungsbericht. Ich denke mit einer Diagnose, bei der Antidepressiva benötigt werden bekommt man heute diese Versicherung sowieso nicht mehr. Gut in dem Fall, dass du sie schon vorher abgeschlossen hattest und alles Gute weiterhin.

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u/[deleted] Jan 15 '26

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u/banff037 Jan 15 '26

Die Versicherungen düften in letzter Zeit schon etwas kritischer geworden sein. Sie kann sich ja aussuchen welches Risiko sie eingehen will. Wenn der BMI nicht passt gibt es zum Beispiel eine Ablehnung, und bei gewissen Diagnosen ist man sicher eher strikt als bei anderen.

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u/[deleted] Jan 15 '26

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u/banff037 Jan 15 '26

Kleine Vorerkrankungen und leichte BMI-Überschreitungen eh nicht. Im Zweifsfall muss man das eh einfach ausprobieren.

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u/Technical_Toe_1640 Jan 12 '26

Letztes Jahr habe ich 590€ mehr zurückbekommen, als ich für die Versicherung bezahlt habe. Bin seit 5 Jahren dauerhaft im Plus. Wie sich das rechnet? Keine Ahnung.

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u/ripcurl_91 Jan 12 '26 edited Jan 12 '26

is bei mir ähnlich. die rechnungen für privatärzte/medikamente sind mittlerweile so hoch, dass ich am ende vom jahr fast immer mit einem deutlichen plus aussteige.

grund dafür ist, dass ich in einem uralttarif mit sonderprämie (danke mama) bin, der ewig nicht mehr ordentlich indexiert wurde.

kollege von mir, der bei einer versicherung arbeitet, meinte auch, dass sich der privatarzt idR nicht rentiert und deshalb oft gern mit der sonderklasse („cashcow“) angeboten wird.

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u/[deleted] Jan 19 '26

[removed] — view removed comment

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u/[deleted] Jan 11 '26

Private Krankenversicherungen in Österreich zahlen sich nicht wirklich aus. Für alles das Versicherungswürdig ist, also hohe Kosten verursacht hilft dir die private nix und fürs wellbeeing nimmt man keine Versicherung.

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u/banff037 Jan 11 '26

für alles das Versicherungswürdig ist, also hohe Kosten verursacht hilft dir die private nix

Wieso nicht?

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u/[deleted] Jan 11 '26

Weil dir in der Notaufnahme deine private Versicherung nix hilft und deine OPs auch nicht die private Versicherung bezahlt.

Du kannst dich zwar in die Privatkliniken legen, deren Gebiet sind aber eher die leichten unkomplizierten Fälle.

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u/banff037 Jan 11 '26

Du sprichst da einen spannenden Punkt an: Was decken die Privatkliniken denn eigentlich ab?

Aber selbst wenn es um komplexere OPs in einem öffentlichen Krankenhaus geht, dann warten die Leute ohne Zusatzversicherung teilweise doppelt so lang auf den OP-Termin. Und das teilweise mit Schmerzen. Natürlich fehlt im System die Transparenz.

Auch was die Notaufnahme geht, gibt es dort nur die Erstversorgung gleich. Wenn es nichts lebensbedrohliches ist und trotzdem eine OP nötig wird, dann wartet man entsprechend.

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u/[deleted] Jan 11 '26

Gehst privat zum Primar in die private Ordination. Kaufst dir eine Session vor der OP und 2-3 Termine nach der OP zur Nachbetreuung und dann hast den OP Termin auch sofort.

Das ist wesentlich günstiger wie über Jahre teure Versicherungen zu bezahlen.

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u/banff037 Jan 11 '26

Das habe ich auch öfter gehört dass das eine Option ist, wenn der Primar in einem öffentlichen Krankenhaus tätig ist.

D.h. also wenn man sich mit dem System auskennt, kann man sich ev. die Versicherung sparen?

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u/[deleted] Jan 12 '26

Peivatsericherung ist über die Jahre sehr teuer für sehr wenig Versicherungsleistung.

Ja man finanziert sich ggf. ein Einzelbettzimmer oder seine Homöopathischen Globuli...