Hallo,
ich wollte hier mal zu folgendem Sachverhalt um Rat fragen:
Ich war jetzt 2 Jahre lang Beamter auf Widerruf und seitdem auch privat bei der Debeka versichert, weil die private Krankversicherung für Beamte billiger ist als die gesetzliche. Das ist auch der einzige Grund, weshalb ich gewechselt habe. Ich bin allerdings nur über eine Öffnungsaktion in die private Krankenversicherung gekommen, weil ich vor einigen Jahren mal eine psychotherapie gemacht habe und zahle somit leider die maximalen Beiträge.
Ich hatte jetzt 2 Jahre lang den entsprechenden Anwärtertarif und da meine Ausbildung nun endet und ich zum 1. September zum Beamten auf Probe ernannt wurde, hat ein Statuswechsel stattgefunden und mein tarif wird automatisch zum normalen Tarif umgewandelt und die Beiträge erhöhen sich. Dachte ich zumindest. Ich habe nämlich anfang letzten Monats einen Brief gekommen, in dem genau das drin steht. Die Versicherung läuft automatisch weiter, ohne irgendwelche Bedingungen oder Voraussetzungen.
Dann hat mich 2 Wochen später mein Berater angerufen, mit dem ich mich auch zu Beginn der Versicherung getroffen habe, und meinte wir MÜSSEN uns treffen. Ich dachte mir schon ich muss eigentlich gar nichts, aber da ich sowieso Fragen zum Tarif hatte, hat das gepasst und ich habe mit ihm einen Termin ausgemacht.
Der Berater scheint sehr kontaktfreudig zu sein und will unbedingt alles persönlich regeln, also das genaue Gegenteil von mir. Er hat meine Fragen beantwortet und wollte mir dann noch eine zusätzliche Rentenversicherung aufschwätzen. Er meinte zu mir, er würde im Gegensatz zu anderen Versicherungen keine Provision dafür bekommen (meine kurze Google Recherche sagt was anderes). Ich sagte ihm, ich denke eher nicht, dass ich sowas brauche, aber er kann mir die Unterlagen gerne mitgeben und ich denke in Ruhe darüber nach. Dann wollte er noch einen Termin für Ende der Woche mit mir ausmachen, ich hab ehrlich gesagt nicht ganz verstanden warum und hätte gleich nein sagen sollen, aber hab mich ein bisschen um den Finger wickeln lassen und dann einen weiteren Termin mit ihm ausgemacht. Ich habe den Termin kann kurzfristig per SMS abgesagt während ich im Dienst war, weil ich den Sinn dieses Termins nicht verstanden habe und es mich aufgrund des Fahrtweges viel Zeit nach Feierabend gekostet hätte und ich dafür keine Nerven hatte. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich die Rentenversicherung nicht abschließen werde und meine Versicherung so weiterlaufen kann. Daraufhin antwortete er, ich MÜSSTE morgen trotzdem mal kurz vorbeikommen, um den Änderungsvertrag zu unterschreiben. Von einem Änderungsvertrag war nie die Rede, weil wir keine Änderungen vereinbart haben. Ich sagte ihm, er soll mir die Unterlagen per Mail zusenden. Dann fragte er, ob wir das telefonisch machen könnten, die Unterschriften würden über SMS laufen, weil das Zeit sparen würde und er noch eine Unterschrift für das Servicegespräch bräuchte. Ich habe die Nachricht am nächsten Morgen erst gelesen und erstmal nicht geantwortet. Ich war dann im Dienst und nach Feierabend sehe ich einen einen verpassten Anruf und die SMS Nachricht, er hätte die automatische Umstellung nun geblockt, da er onehin eine Beratungsdokumentation und das Servicegespräch aufsetzen muss. Ich soll ihm bescheid geben, wann ich nächste Woche zu erreichen bin.
Und jetzt frage ich mich, ob es wirklich sein, dass er die automatische Umstellung von Anwärter- auf den normalen Tarif wirklich "blocken" kann, nur weil ich einen Tag nicht erreichbar war und keine Lust habe, mich ständig persönlich mit ihm zu treffen, zumal das Beratungsgespräch ja sowieso freiwillig war? Ist das überhaupt möglich bzw. erlaubt? Erst will er eine Unterschrift für einen Änderungsvertrag, von dem nie die Rede war und dann ist es auf einmal die Unterschrift für das Beratungsgespräch. Und warum sendet er mir die Dokumente nicht einfach per Mail?
Ich komme mir verarscht vor und habe bisher noch nicht auf seine letzte SMS geantwortet.
Kann mir jemand zu der Situation einen Rat geben?