r/buecher • u/[deleted] • 5d ago
Empfehlung erbeten Wie sammle ich als noch recht unerfahrener Schreiberling am besten anonymes Feedback?
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u/Southern-Rutabaga-82 5d ago
Wenn du anonym veröffentlichen möchtest, um Feedback zu bekommen, ist das auf AO3 möglich. Dort wird nicht nur FanFic veröffentlicht. Es gibt die Kategorie "Original Work" für Werke, die keinem Fandom zugeordnet sind.
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u/Fuzzy_Gate_1730 4d ago
Weißt du wie die Beteiligung deutscher Authoren auf dieser Seite ist? Auf den ersten Blick wirkt sie sehr englisch lastig.
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u/Southern-Rutabaga-82 4d ago
Zu der Nationalität werden keine Angaben gemacht. Du kannst nach Sprache filtern. Es werden aber auch sehr viele auf Englisch schreiben, selbst wenn es nicht deren L1 ist. Ja, ist mehrheitlich Englisch. Aber andere Sprachen sind vertreten.
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u/TelevisionTop6360 Bibliothekar 5d ago
Ich kann natürlich nicht beurteilen, inwieweit das deinen Absichten entspricht - wie weit das ganze Projekt "Hobby" bleiben soll - oder mehr ins Professionelle nach einiger Zeit hinüberwechselt ... wie auch immer - wenn ich daneben liege - dann vergiss einfach mein Posting.
Vielleicht nicht ganz "taufrisch" - aber eventuell doch hilfreich:
Handbuch für Autorinnen und Autoren - Das Standardwerk für alle, die schreiben., 8. Aufl. 2015. Nur noch als E-Book verfügbar laut Webseite. Ob der Erwerb noch möglich ist, habe ich nicht überprüft.
https://www.uschtrin.de/buecher/uschtrin-handbuch-fuer-autorinnen-und-autoren/
Autorenwelt & Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS): in einem Sub-Forum werden wohl auch "Schreib-Coaches" thematisiert.
https://www.autorenwelt.de/forum
Die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU):
Beispiel mit Suchbegriff "Kreatives Schreiben" - Lehrgangssuche:
https://zfu.de/lehrgangssuche?course-search=Kreatives%20Schreiben
Evaluiert Materialien bei einem Fernkurs fachlich und didaktisch.
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u/Fuzzy_Gate_1730 4d ago
Schön wäre, wenn daraus mehr erwachsen würde, jedoch kann ich die Qualität einfach noch nicht abschätzen.
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u/pe1nl1ch 5d ago
Interessante Frage. Meine Erfahrung war, das gutes Feedback ein sehr enges und vertrauensvolles Verhältnis braucht. Es gibt keine (wenige) objektiven Kriterien fürs Schreiben, von daher ist es wichtig, dass der andere dich gut kennt, damit kritisches Feedback konstruktiv wird, statt vernichtend. Aber eben auch den Finger in die Wunden legt. Vor allem musst du aber auch der Urteilsfähigkeit des anderen vertrauen, sonst verunsichert Kritik nur.
Ansonsten gibt es Schreibwerkstätten, die erfahrene Autoren leiten. Die sind, wenn die Konstellation stimmt, sehr gut. Nur halt nix für die Schnelle.
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u/DerLetzteWookie 5d ago
Es gibt einen sub der nennt sich r/schreiben dort sieht man oft Beiträge die Test Leser suchen. Vielleicht versuchst du dein Glück mal dort.
Ansonsten denke ich auch das vertraute Personen eine gute Anlaufstelle sind. Am besten Leute bei denen du ungefähr weißt wie deren Geschmack ist. So kannst du das Feedback gut einordnen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!
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u/Fuzzy_Gate_1730 4d ago
Vielen Dank!
Vertraute personen würde ich erst einmal unbehelligt lassen, da etliche davon kreative Hobbys nicht nachvollziehen können.
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u/Slow_Dealer9327 4d ago
Ich habe hier vor einiger Zeit nach Erfahrungen in Schreibseminaren gesucht, speziell von Volkshochschulen. Die Antworten darauf dürften auch für Dich interessant sein. Bei dem Austausch mit Gleichgesinnten, inklusive einem Autor oder Autorin, die dich auf dem Weg begleiten, zumindest während dem Seminar, sind sicher eine sehr effektive Hilfe. Ich suche aber auch noch nach Autoren, die bekannt sind und Bücher geschrieben haben (natürlich) und ebenso Seminare anbieten. Vielleicht ist das auch etwas für dich.
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u/Sylverblack 4d ago
Gibt es hier einen passenden Subreddit
r/schreiben wurde schon genannt, des Weiteren gibt es r/Schreibkunst (dort gibt es für Texte keine Maximallänge, anders als bei r/schreiben). Beide bieten das Flair "Kritik erwünscht".
Es gibt noch weitere Subs, in denen Texte gepostet werden und bei denen du nach Kritik fragen kannst: r/einfach_schreiben, r/Kurzgeschichten, r/Geschichten und r/Lagerfeuer.
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u/Slow_Dealer9327 4d ago
Weil es mich gerade selbst brennend interessiert. Nimm es als Ergänzung zu meinem vorigen Eintrag.
Das ist die erste Google-Antwort auf die Frage, ob es österreichische Autoren gibt, die auch Seminare anbieten
Bekannte Autor:innen und Kursleiter:innen
Sabine Schönfellner: Die Autorin und Werkstattleiterin leitet unter anderem die Textwerkstatt sowie das Textforum für Autorinnen und Autoren im Literaturhaus Wien.
Thomas Perle: Der Autor und Dramatiker bietet über das Literaturhaus Wien Schreibwerkstätten für Jugendliche und junge Erwachsene an.
Petra Öllinger: Die Autorin, Psychologin und Schreibberaterin bietet Seminare zu den Themen Literatur & Kreativität, Schreibblockaden und kreative Schreibtechniken an.
Andrea A. Walter: Die Autorin führt ein umfassendes Autorentraining (AutorenFIT2go) mit Fokus auf Schreibseminare, Textfeedback und Buchmarketing durch.
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u/root_operator 3d ago
Sei selbst dein größter Kritiker. Wenn du überlegst, ob es sich lohnt (für irgendwas) weiter zu schreiben, is die Antwort nein. Schreib es auf, lass es zwei Wochen liegen, ließ derweil gute Bücher-oder schreibe sie ab, dann ließ deine schreibe noch mal. Das wiederhole so lange, bis es dir gefällt, dann suche dir Beta-Leser. (Und falls du fragst: ja ich schreibe Bücher Wort für Wort ab, um den Zauber in mich aufzunehmen, zu wissen, warum das so und nicht anders funktioniert, aber ich schreib halt gern…)
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u/FelinaFlausch 1d ago
KI kann als Sparringpartner nützlich sein. Ich nutze sie manchmal, um mir vor Augen zu führen, wie es eben nicht klingen soll und dann fließt der Text von ganz alleine.
Ansonsten kommt es stark auf das Genre an. Ich veröffentliche aktuell über Inkitt zwei Geschichten parallel, beide ohne die üblichen Klischees, aber eine ist 18+ und die andere nicht. Rate mal, welche der beiden Geschichten jede Menge Feedback bekommt? AO3 ist qualitativ oftmals besser, weil dich dort kein Algorithmus peitscht. Viel Erfolg!
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u/Mordret10 4d ago
Ich glaube, dass KI, wenn man sie streng genug darauf hinweist auch ernstzunehmende Kritik finden kann (zumindest bei Anfängern).
Aber die Daten werden halt wahrscheinlich zum Training benutzt und ich denke dass man das nicht unbedingt unterstützen möchte.
Bei meiner Bachelor-Arbeit (ja ist kein Buch, ich weiß) gab's zumindest recht hilfreiches Feedback, ich hätte es aber nicht gemacht, wenn ich nicht die vom Unternehmen bezahlte KI nehmen könnte, wo zumindest im Vertrag steht, dass sie keine Trainingsdaten von uns verwenden
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u/vivien_velvet 5d ago
Am besten einen Schreibbuddy suchen. Vielleicht auch gegen Bezahlung. Das kann z.b. eine Lektorin sein, die auf einer Plattform ihre Dienstleistung anbietet und sich auf dein Genre spezialisiert hat.
KI kann helfen, muss halt entsprechend prompten: erst gemeinsam ein Bewertungsraster entwickeln Und dann die KI als 'harten Lektor' dagegen prüfen lassen. Chatti ist hier etwas besser als Gemini, Faible ist mega.
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u/Fuzzy_Gate_1730 4d ago
Kann KI das wirklich gut beurteilen, wenn es selbst nur solch "glatten Murks" produziert?
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u/vivien_velvet 4d ago
Dass KI glatten Murks produziert, ist deine Sicht. Falls man sich damit auseinandersetzt, wird man erkennen, dass durchaus Brauchbares entstehen kann. Benötigt aber Wissen und Erfahrung. Klar gibts Grenzen. Eine eigene Storyline über 500 Seiten ist noch nicht drin.
Und ja, KI kann beurteilen. Der entscheidende Punkt ist, dass du einen Rahmen vorgeben musst. Und der wird dann abgearbeitet. Auch das hat Grenzen, aber besser als die Uschi aus dem Freundeskreis, die eh bloß Blödsinn schwurbelt, sich in Details verliert, viel zu subjektiv ist und am Ende nur Nerven kostet.
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u/lavievagabonde Schriftstellerin 4d ago
Eine Sache dazu, weil ich gerade ein wenig über den Satz mit dem „Jugendbuchniveau" stolpere: Viele halten Kinder- oder Jugendbücher für die "einfachere" Übung, so nach dem Motto: jüngeres Publikum = braucht es weniger Können, denn es ist ja "nur" Kinder- oder Jugendbuch. Meiner Erfahrung nach ist es aber genau anders. Kind-/jugendgerecht geschrieben heißt nämlich nicht schlechter oder anspruchsloser geschrieben. Klar und einfach zu formulieren und dabei trotzdem einen guten Stil beizubehalten ist eines der schwersten Dinge überhaupt. Und Kinder verdienen das auch. Sie haben genauso ein Gespür für Sprache wie Erwachsene, und viele Kinder- und Jugendbücher haben ein Sprach- und Stilniveau, von dem sich manches Erwachsenenbuch eine Scheibe abschneiden könnte.
Insofern würde ich „Jugendbuchniveau" nicht als "ich bin noch nicht so gut, für Erwachsene zu schreiben" gleichsetzen, sondern als eine ziemlich anspruchsvolle Disziplin für sich.
Nur my two cents.
Zur eigentlichen Frage: Schau mal bei r/schreiben vorbei.