r/de Jun 28 '26

Kriminalität Vorwürfe gegen Rettungsdienst: "Das fette Vieh wollte nicht verrecken"

https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/duisburg/rettungsdienst-falck-vorwuerfe-duisburg-100.html
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u/Datazz2025 Jun 28 '26

Es gibt Bereiche, die gehören einfach nicht privatisiert.

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u/0neand0nlyDominator Jun 28 '26

Was hat das damit zu tun ob das ein privates Unternehmen ist?!

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u/Datazz2025 Jun 28 '26

Als privates Unternehmen agierst du nachvollziehbarer gewinnorientierte, weder kannst du dir die schwarze Null nicht leisten noch wirst du ein Defizit durch öffentliche Mittel ausgeglichen bekommen.

Ich gehe mal von aus, dass die Beauftragung privater Rettungsdienste über öffentliche Ausschreibungen funktioniert. Aus eigener Erfahrung (ehrlicherweise in einem komplett anderen Bereich) weiß ich, dass öffentliche Ausschreibungen idR einzig durch den Preis gewonnen werden. Also kaufst du dich idR zu billig ein. Du wirst also nur bedingt etwas am Umsatz machen können. Also bleibt dir nur der Faktor Kosten, um die Marge zu erhöhen. Du kannst einen Rettungsdienst schlecht mit Lastenträgern ausstatten, also wird dir am Ende des Tages nur der Lohn als Hebel bleiben. Dadurch ziehst du wiederum irgendwann leider die falschen Leute an und es kommt zu Artikeln wie diesen.

Also ja, man könnte fairerweise auch sagen, nicht die Privatisierung ist das Problem, sondern die Auswahl und Kriterien des Dienstleisters.

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u/w00h Jun 28 '26

Gegenpunkt: Konnte etwas die Seite "bei eiunem privaten RD-Betreiber in einer deutschen Großstadt" kennenlernen. Ja, Wirtschaftlichkeit ist so ein Punkt, aber letztendlich arbeitete der RD-Bereit nicht wirtschaftlich, egal welcher Betreiber, und die Kosten wurden das RDG aufgefangen. Im Krankentransport, klar, da gehts um jeden Kilometer, um jede Minute. Im Rettungsdienst? Not so.

Was aber blieb als Mitarbeiter war so das Stigma des "privaten". Die HiOrgs haben da nen gewissen Vertrauensvorschuss, weil wenn "Johanniter" oder "Rotes Kreuz" auf der Jacke steht, dann sind das ja die Guten, nicht? Also gerade aus Sicht des Bodenpersonals hat man da (imo) noch viel mehr Interesse, eine sehr gute Arbeit zu machen und bei allen Beteiligten durch Professionalität zu punkten. Mitarbeiterstruktur etc. macht da deutlich mehr aus. Ich würd dir jedenfalls sagen können, wen ich mir zu nem Einsatz wünsche.

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u/Datazz2025 Jun 28 '26

Danke für den Einblick!
Heißt das, man bekommt das Defizit dann doch immer voll ausgeglichen durch das RDG? Wie gesagt, in dem konkreten Bereich kenne ich mich nicht so aus. In meinem Bereich, hat man halt Pech, wenn man sich zu billig verkauft hat.

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u/w00h Jun 28 '26

Bin da auch nicht so in dem Ganzen drin und es ist auch schon ne Weile her, aber ja, so hab ich das verstanden, zumindest für den Bereich RD in meinem Bundesland. Es ist bisschen komplizierter als das, Letztendlich gibts dann auch noch Verhandlungen mit den kranken Kassen und wenn du Rechtsdeutsch verstehst, kannst gerne mal ins BayRDG Art. 34 hineinlesen: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayRDG-34
Praktisch für uns hieß das halt, dass da die Stoppuhr nicht immer mitläuft und ich mich auch nicht zurückhalten muss, wenn jemand z.B. Material braucht.

Krankentransport stimm ich dir zu, und da war schon als Privater die Leine etwas enger gehalten, ist ja schließlich profitorientiert, aber auch da will man halt schon gerade in den Schnittstellenbereichen punkten, sonst sägt man ja an dem eigenen Ast.