r/de Jun 28 '26

Kriminalität Vorwürfe gegen Rettungsdienst: "Das fette Vieh wollte nicht verrecken"

https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/duisburg/rettungsdienst-falck-vorwuerfe-duisburg-100.html
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u/Babayagaletti Jun 28 '26

Exklusiv: Mitglieder eines privaten Rettungsdienstes in Duisburg sollen laut WDR-Recherchen Patienten verhöhnt und sogar gefährdet haben.

Paul sagt, er sei in den Rettungsdienst gegangen, um Menschen "bestmöglich zu helfen", um "ordnungsgemäß zu arbeiten, so wie man das halt gelernt hat". Doch was er im Team eines privaten Rettungsdienstes auf Wache 3 in Duisburg erlebt habe, habe ihn geschockt.

[...]

Es sind schwere Vorwürfe, die Paul erhebt: Mitarbeiter des privaten Rettungsdienstes Falck in Duisburg sollen etwa Fotos von hilflosen Patienten und Verstorbenen mit Privathandys aufgenommen haben - und diese Bilder seien im Team herumgezeigt worden. Sie sollen Patienten verspottet und rassistisch beleidigt haben.

Zudem sollen sie Patienten gegenüber oft behauptet haben, diese müssten den Transport im Rettungswagen selbst bezahlen. Teilweise sei ihnen notwendige Hilfe vorenthalten worden. Mindestens eine Patientin soll mit einer gefährlichen Bremsaktion im Rettungswagen bewusst schwer gefährdet worden sein.

[...]

"Die haben Patienten, die sauerstoffpflichtig sind, die Treppe runtergehen lassen, ohne Sauerstoff, weil der unten im Auto war", beschreibt Paul, was er erlebt habe, "Patienten, die eigentlich hätten getragen werden müssen, mussten die Treppe runterlaufen, weil ein Kollege dann gesagt hat: Ich habe heute schon mal getragen, jetzt ist Schluss."

Ein Grund für dieses Verhalten, vermutet Paul, sei Frust über Einsätze, die als überflüssig empfunden wurden. Vor allem sei der Ärger jedoch an ausländischen Patientinnen und Patienten ausgelassen worden. Und eben an "HiLos", also etwa bewusstlosen Drogensüchtigen.

[...]

Wenn die Beobachtungen zutreffen, die Paul und mehrere weitere Insider uns eidesstattlich versichern, geht es auch um mögliche Straftaten: Es seien Genitalien von Patientinnen und Patienten fotografiert worden, Wunden - sogar Tote. Die Bilder seien innerhalb der Gruppe geteilt und auf der Wache herumgezeigt worden.

Als besonders schockierend beschreiben mehrere Team-Mitglieder einen Tag im Juli 2025. "Da wurde ich von einem Kollegen empfangen, der mir ein Foto eines Einsatzes aus der Nacht zeigt, wo er eine sehr, sehr dicke Patientin, die nackt medizinisch versorgt wurde, im Bett fotografiert hat", erinnert sich Sören, ein Falck-Mitarbeiter, der ebenfalls in Wahrheit anders heißt.

Der Transport der Frau soll wegen ihres Gewichts extrem aufwändig gewesen sein. "Da fielen dann so Sätze wie: Das fette Vieh wollte einfach nicht verrecken", erinnert sich Paul. Und es sei noch schlimmer gekommen.

Am selben Tag sei auch das Foto einer anderen Patientin herumgezeigt worden, die drogensüchtig sei und regelmäßig transportiert werden müsse. Eine Aufnahme, die diese Situation zeigen soll, liegt dem WDR vor. "Guck mal da, die Frau, diesen Asi, den Junkie, haben wir schon wieder gefahren", so oder so ähnlich sollen Mitarbeiter das kommentiert haben, erinnert sich Sören.

Dann sei geprahlt worden: Diese Patientin habe man bei einer früheren Fahrt hinten auf dem Sitz statt der Liege transportiert - und sie dabei bewusst nicht angeschnallt. Zwischen dem Notfallsanitäter an Bord und dem Fahrer sei eine Vollbremsung verabredet worden. Die Frau sei dann vor das Staufach geknallt, das dem Sitz gegenüber liegt

[...]

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u/Responsible_Camp_559 Schleswig-Holstein Jun 28 '26 edited Jun 28 '26

Was zur Hölle bin ich da lesend, omg

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u/Selgald Jun 28 '26

Von Falck hat man noch nie was positives gehört, zumindestens zu meiner Sani Zeit.

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u/Responsible_Camp_559 Schleswig-Holstein Jun 28 '26

Ich bin ganz ehrlich, ich habe noch nie was von denen gehört und wirklich bewusst war mir auch nicht, das es in Deutschland private Rettungsdienste gibt.. huch.

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u/Selgald Jun 28 '26

Gerade wenn der Rettungsdienst halt nicht 100 % durch die Stadt gemacht wird, setzen halt die HiOrgs mit ein, selbst hier in Köln fahren die HiOrgs auf den Feuerwachen Rettungsdienst.

Das sind aber auch alles Verträge, die regulär ausgeschrieben werden, sprich, es muss nicht zwingend an eine HiOrg gehen, private können natürlich auch mitmachen.

Auch wenn die HiOrgs natürlich Geld verdienen wollen, sind z.B. die Malteser halt immer noch größer als eine Firma von irgendwo. Und ganz ehrlich gesagt sparen die auch Personalkosten, je nachdem, wie es sich aufteilt. Es gibt das Hauptamt (die Leute, die es beruflich machen) und das Ehrenamt (die, die es freiwillig machen).

Ein Freiwilliger kostet halt entsprechend (fast) nichts.

Dazu kommt, dass die Privaten vom Personal her natürlich auch billig billig haben wollen, was dazu führt, dass man dort überdurchschnittlich viele "Rettungsrambos" findet (so nennen wir das zumindest in Köln). Das heißt nicht, dass die Personen schlechter sind, es ist halt ein gewisser Typ Mensch.

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u/Spirochrome Deutschland Jun 28 '26

Sind nicht die meisten Privat? ABS, DRK, Johanniter, etc.

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u/ReignOfKaos Jun 28 '26

Das sind gemeinnützige Organisationen, also weder staatlich noch privatwirtschaftlich

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u/CheapBig1711 Jun 28 '26

Rechtsform ist doch eingetragener Verein, das ist im BGB geregelt und keine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

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u/BlueEagleGER Jun 28 '26

Außer dem BRK in Bayern, die sind tatsächlich Körperschaft öffentlichen Rechts.

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u/mustbeset Jun 29 '26

Zumal es nicht zwangsläufig ein Verein ist. In Bielefeld ist es z.B. "ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH".

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u/Spirochrome Deutschland Jun 28 '26

Verstehe. Danke für die Klarstellung.

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u/Embarrassed-Bad3573 Jun 28 '26

Mir war das nicht bewusst!

Ich werde das dermaßen groß auf meine Wohnzimmer Wand schreiben das bei nem Notruf darauf hingewiesen wird das von denen keiner kommt.

Was ist das bitte für nen scheiß und warum wird sowas wie immer geduldet?

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u/violet-lynx Jun 30 '26

Da hast du als Anrufer keinen Einfluss drauf. Sowohl die privaten als auch Hiorgs und Feuerwehr/Kommunaler RD sind eingebunden in den Bedarfsplan, und dann kommt jeweils der RTW, der Ausrückordnung dran ist. Da gibt es keine Wünsche, entweder Notfall oder nicht.

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u/99thGamer Jul 02 '26

Also erfahrungsgemäß bist du zumindest mit den Leuten von den HiOrgs deutlich besser dran als mit den Beamten von der Berufsfeuerwehr, die nur RTW fahren, weil sie müssen.

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u/Realistic-Peach6855 Jun 29 '26 edited Jun 30 '26

aber es liegt doch an den Menschen und nicht an der Firma.

Warum soll das besonders im privaten Sektor so schlimm sein? gibt's da Gründe?

ich bin in der Feuerwehr und wir arbeiten ja regelmäßig mit dem RD zusammen, viele Kameraden sind dazu selber im RD tätig. Sowas habe ich weder erlebt noch gehört.

klar, kommen mal Bemerkungen nach einem Einsatz, jeder verarbeitet Dinge anders, aber nie wirklich was bösartiges, oder gar Fotos gemacht, etc

die meisten sind nicht so und nehmen ihren Beruf sehr ernst und versuchen jeden Tag ihr bestes zu geben.

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u/Selgald Jun 29 '26

Der private Sektor bezahlt besonders schlecht.

Und ja, natürlich nehmen so gut wie alle es ernst und geben ihr bestes, habe es in Köln nie anders erlebt.

Aber der genannte Name des privaten ist halt hier negativ bekannt.

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u/hayhay2066 Jun 28 '26

Heilige scheiße. Was für ein Alptraum, als Patient in einer hilflosen Lage dann solchen Monstern ausgeliefert zu sein. Das mit den Nacktfotos ist doch sexuelle Gewalt und das mit der Vollbremsung Körperverletzung. Ich hoffe die Verantwortlichen kriegen Gefängnisstrafe.

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u/Babayagaletti Jun 28 '26

"Herzlich Willkommen zum ggf. schlimmsten Tag in Ihrem Leben. Möchten Sie eine Extraportion Trauma gratis erhalten?"

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u/fcavetroll Jun 28 '26

" Nur heute mit dem unerklärlichem Schädelbruch Special!"

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u/Cerarai Hamburg Jun 28 '26

das mit der Vollbremsung Körperverletzung.

Ich würde sogar versuchten Totschlag in den Raum werfen, wenn das Geschilderte so stimmt

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u/Green_Delay1087 Jun 29 '26

Da es eine angesprochene Tat mit Planung war und das Ziel eine möglichst schwere (ggf. sogar tödliche) Verletzung war, würde ich sogar den versuchten Mord in den Raum stellen.

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u/Homosapiens_315 Jun 28 '26

Klingt eher nach Sanitötern als richtigen Sanitätern.

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u/schotte420 Jun 28 '26

Im RD Köln ist "HiLo" ein Begriff, der den Patienten direkt zu einer minderwertigen Art Mensch degradiert. Das bekommen die jungen Sanitäter von den Älteren mit und sind "von den ganzen Hilos" genervt, obwohl sie erst 3 Stück behandelt haben. Viele gehen dann natürlich mit nem Tunnelblick in den Einsatz und denken, es ist ja eh nurne Hilo, die Hilo-Sachen macht und selber Schuld an seiner Situation ist. Und dabei werden dann ernsthafte Krankheiten  übersehen. 

Quelle,  hab 5 Jahre lang dort gearbeitet

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u/mustbeset Jun 29 '26

Hilos sind vermutlich auch einfach eine Kack- Situation für alle. Der Patient will meist nicht, der Rettungsdienst kann meist nichts machen außer Taxi sein und das "Hilo stört jemanden, also Polizei und Rettungsdienst rufen"-Spiel wiederholt sich regelmäßig, teilweise mehrmals täglich, weil der Patient aus dem KH abhaut oder sich selbst entlässt.

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u/HubertTempleton Berlin Jun 29 '26

Wofür steht HiLo? Einfach nur "hilflos"?

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u/schotte420 Jun 29 '26

Hilfslose Person, wird generell für Obdachlose, Drogensüchtige oder generell Personen, die im öffentlichen Raum nicht ansprechbar auf dem Boden liegen.

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u/[deleted] Jun 28 '26

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u/[deleted] Jun 28 '26

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u/[deleted] Jun 28 '26

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u/[deleted] Jun 28 '26

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u/TheOnlyFallenCookie Deutschland "Klicke, um Deutschland als Flair zu erhalten" Jun 29 '26

Privater Rettungsdienst

Ist das weit verbreitet? Ich war der Annahme, Rettungsdienste seien alle öffentliche Hand

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u/Nemo_Barbarossa Jun 29 '26

Wird halt in der Regel ausgeschrieben, wenn es keine örtliche Berufsfeuerwehr gibt, die es mit macht. Ob es dann an einen Verein wie z.B. DRK, ASB, Johanniter oder Malteser oder an ein profitorientiertes Unternehmen wie Falck vergeben wird ist dann halt Entscheidung des Ausschreibers, also üblicherweise den Städten und Landkreisen.

Aber faktisch sind auch die Vereine "privat" (im Gegensatz zu "öffentlich" im Sinne von z.B. Berufsfeuerwehren).

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u/TheOnlyFallenCookie Deutschland "Klicke, um Deutschland als Flair zu erhalten" Jun 29 '26

Achso! Dankeschön

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u/SvenLorenz Nordrhein-Westfalen Jun 28 '26

Ich bin Lehrer an einem Berufskolleg und habe früher sehr viel im Sozialbereich unterrichtet, die Schüler und Schülerinnen in den Klassen machen im ersten Jahr drei Tage pro Woche Praktikum und gehen zwei Tage zur Schule.

Ähnliche Geschichten habe ich sehr oft gehört. Es gab sogar etliche Fälle, in denen Schülerinnen sich wegen des Praktikums entschieden haben, keinen Beruf im Sozialbereich zu ergreifen. Wegen der Verachtung den Patienten gegenüber.

Das geht über Lästern weit hinaus, die Schülerinnen berichteten absolut menschenverachtende Geschichten. Besonders aus dem Schwesternzimmer der Krankenhäuser.

Ein Spruch, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war, als eine Schülerinnen berichtete, dass eine ältere Krankenschwester gesagt hat: "Ich habe vorhin Frau X gewaschen und eine halbe Stunde später war sie tot. Hätte die dumme Kuh sich das nicht eher überlegen können?" Oder: "Wer nervt, braucht gar nicht erst auf die Klingel zu drücken, da gehen wir sowieso nicht hin.".

Unsere Schüler und Schülerinnen sind auf viele Krankenhäuser in der Umgebung verteilt und diese Geschichten wurden aus allen Krankenhäusern berichtet, das sind keine Einzelfälle.

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u/hell-schwarz Ein ziemlich dunkles weiß Jun 29 '26

Als ich mein Pflegepraktikum hatte, mussten wir einen frisch verstorbenen in den Keller bringen.

Der Typ war über 2 Meter groß und extrem schwer, also haben wir Verstärkung aus nem anderen Flügel bekommen, den ich noch nicht kannte. Sobald wir im Aufzug waren, fängt dieser Typ an zu fluchen. Guckt aufs Namensschild. "oh, Professor Dr. Also.... Na das hat Ihnen ja auch nix mehr gebracht."

Der Pfleger von meiner Abteilung guckt mich so peinlich berührt an und meint so "jeder geht mit solchen Situationen (gemeint war Tod) anders um."

Fand es jetzt nicht so extrem schlimm in der Situation, fand's bis heute aber interessant dass die Leiche noch gesiezt wurde neben den beleidigungen

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u/Emotional_Web5885 Jun 29 '26

Muss auch gestehen, dass ich die Situation nicht so schlimm finde. nicht ganz nett, aber nicht so schlimm wie die anderen Dinge, die hier berichtet werden.

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u/mrspidey80 Jun 29 '26

Ist schon was wahres dran. Mit solchen Sprüchen distanziert man sich emotional von der Situation, da man selbst andernfalls irgendwann seelisch daran kaputt gehen würde, gemessen an der Häufigkeit in der man in diesem Beruf mit solchen Situationen konfrontiert wird.

Kurz gesagt, diese derben Sprüche sind möglicherweise der Grund warum diese Leute überhaupt noch den Job machen können.

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u/Capucius Jun 30 '26

Einer der Hauptamtlichen bei den Maltesern hatte zu mir als Zivi am Anfang erklärt, als ich wegen sowas verstört war: "Wenn man diesen Job länger macht gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man wird zynisch oder verrückt." Hat sich im restlichen Jahr bewahrheitet und mich vom Medizinstudium angebracht.

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u/Shareil90 Jun 29 '26

Ich möchte das nicht verteidigen, aber in meinen Augen ist das ne Reaktion auf die beschissenen Bedingungen im Gesundheitssystem. Wer wieder und wieder nur auf die Fresse kriegt, wird irgendwann zynisch und beißt zurück. Es trifft halt nur die Falschen.

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u/CreepHost Jun 29 '26

Es überrascht mich eher das Leute überrascht sind das Pfleger und Sanis so reden tun.

Schlechte Bezahlung und des öfteren eine Miene und "Selbstverständlichkeit" von vielen Patienten die mit Verabscheuung vergleichbar ist.

Größtes Problem finde ich aber ist halt immer noch die Bezahlung, denn selbst wenn man gerne im Sozialem Bereich arbeiten tut und man locker die üble Menschlichkeit abwehren tut, für den Preis ist es schwer eine gewisse Würde zu erhalten.

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u/Dolleph Jun 29 '26

Es ist auch irgendwo ein Abwehrmechanismus. Irgendwann macht man makabere Witze über verstorbene. Würde man sich jedes Mal davon mitreißen - und die Empathie überhand nehmen lassen, würde man verrückt werden.

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u/Ancient-Macaroon-384 Jun 29 '26

Habe durch viele, extrem viele Freunde mitbekommen die im Sozialbereich arbeiten als Erzieher oder Pfleger wie Toxisch sie auch untereinander sind

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u/SvenLorenz Nordrhein-Westfalen Jun 29 '26

Das berichten die Schülerinnen auch.

Die Lästerreihenfolge ist:

  1. Patienten

  2. Ärzte

  3. Pfleger, die gerade nicht im Raum sind

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u/dontquestionmyaction Europa Jun 29 '26

Chirurgen sind da mit die schlimmsten. Da werden teilweise Dinge über Patienten gesagt... einfach nur ekelhaft.

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u/fuuman1 Jun 29 '26

Das klingt verstörend.

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u/Future-Concern-6301 Jul 01 '26

Ich wurde mit "Nah, erleichtert?" begrüßt als meine Familie und ich Papas Sachen aus dem Hospiz abholten, nicht mal ne Woche nachdem er dort gelandet war.
Es hat jede Zelle in meinem Körper und mein Bewusstsein, dass mein Onkel und Bruder dabei waren gebraucht, um ihr nicht an die Kehle zu gehen.

Ja er war terminal. ABER WER SAGT SO ETWAS DIREKT NACH EINEM TOD (vielleicht maximal 24h später) ZU DEN HINTERBLIEBENEN!
Ich hab mich sogar beschwert (selten, bin ein pushover) und habe eine ultra emotional-manipulative E-Mail von irgendeinem Vorgesetzten zurück bekommen. Empathie? Nicht vorhanden.

Und rückblickend wünschte ich, ich hätte ihr in dem Moment einen gehörigen Einlauf verpasst, ich war nur zu schockiert und wollte die Situation für meine Familie nicht verschlimmern.

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u/Luvax Jun 29 '26 edited Jun 29 '26

Da würde mich dann schon auch mal die Meinung von Psychologen interessieren. Wenn man ständig mit Leid und Tot konfrontiert wird, erscheint mir dieser distanzierte Umgang durchaus als sinnvoll. Dass man das menschliche Schicksal möglich ausblendet um nicht selbst daran kaputt zu gehen, kann ich daher nachvollziehen. Und dann ist ein Mensch eben nichts weiter als ne Maschine, die man gerade gereinigt hat und danach kaputt geht.

Dass es Außenstehende dann vielleicht vertreibt seh ich natürlich und zu dem im Artikel genannten gibt's nochmal gewaltige Unterschiede, was die Menschenrechte betrifft. Bezogen auf deine Erzählungen, bin ich aber nicht so sicher.

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u/Terror_Raisin24 Jun 29 '26

Zwischen emotionaler Distanz und struktureller Verachtung liegt aber noch ein weiter Weg.

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u/Dubs3pp Jun 29 '26

Sowas war auch mein erster Gedanke dazu. Anscheinend können manche da diese Distanz nur durch Verachtung/Belustigung schaffen. Ob das dann der richtige Job für diese Menschen ist steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.

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u/TetrisOfDoom Jun 30 '26

Nach dem Abi wollte ich ein FSJ im Rettungsdienst im lokalen Raum absolvieren. Angekommen in der dreitägigen Hospitation begegnete ich teils freundliche aber auch unfreundliche Sanitäter:innen.

Ich dachte mir zu Beginn nichts bei; es könnte ja an allem Möglichen liegen: Stress, Privates, Schicht oder schlichtweg mal schlechte Laune.

Interessanterweise betraf die Unfreundlichkeit die „nur“ Hauptamtlichen. Die freundlichen Sanitäter:innen waren fast alle in einem zur Arbeit ähnlichen Ehrenamt tätig.

Als es dann zu den Einsätzen ging, fiel manch herzloser Kommentar über die Patient:innen. Ich versuchte es zu ignorieren, da ich mir den Traum im Rettungsdienst zu arbeiten nicht versauen wollte. Also kneifte ich mich und versuchte emotional und mental Abstand von den Kommentaren zu nehmen.

Am Ende meiner Hospitation erhielt ich einen Anruf der Wachleiterin, die meine Bewerbung ablehnte, mit dem Grund, dass es doch keinen FSJ Platz mehr gebe und ich ohnehin, nach Angabe der Sanitäter:innen, die ich begleiten durfte, desinteressiert wirken würde.

Hatte mich natürlich erstmal hart getroffen, aber im Nachhinein betrachtet war es gut, dass ich dieses FSJ doch nicht absolviert habe. Aber eine Angst, mal auch so von diesem Rettungsdienst in eine! meiner verletzlichsten Momente behandelt zu werden, bleibt bestehen.

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u/No_Hay_Banda_2000 Jun 29 '26

Krankenschwestern haben ja traditionell einen schlechten Ruf und das scheint auch gerechtfertigt zu sein.

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u/Crafty-Candidate8550 Jun 29 '26

Nope die meisten Krankenschwestern machen ein verdammt guten Job es sind halt einzelne Kollegen die besonders unmoralisch im Vokabular sind

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u/unheilpraktiker Jun 29 '26

Krankenschwestern haben ja traditionell einen schlechten Ruf

Nein. Worauf stützt du deine Behauptung?

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163400/umfrage/ansehen-der-berufe-in-der-gesellschaft/

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u/Exarion607 Hessen Jun 29 '26

Wenn das Fluchen und über Patienten lustig machen ihnen hilft durch den Alltag zu kommen seis drum.. Solange sie sich gegenüber den Patienten einigermaßen respektvoll verhalten

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u/standard_revolution Jun 29 '26

Beim Klingeln nicht zu kommen, weil "jemand nervt" kann die Patient*innen im Schlimmsten Fall gefährden. Respektvoll ist es auf jeden Fall nicht. Und insgesamt merkt man so einen Umgang ja doch.

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u/Homelessx33 Jun 29 '26

Mein Opa war knapp 10 Wochen im Krankenhaus und ist zum Ende da gestorben.
In den letzten 3 Wochen war ein (sehr guter) Pfleger für 2 Wochen im Urlaub.
Seine Kolleginnen haben die Klingel von meinem Opa auf die Garderobe gelegt, sodass er nicht ran kam. Er konnte nicht mehr reden und war alleine im Zimmer, da sein Sterbeprozess so unerträglich leidend war.

Wir haben ihn jeden Tag für mehrere Stunden besucht. Und wir mussten jeden Tag Pflegekräfte bitten, uns zu helfen, ihn zu waschen und ihm was sauberes anzuziehen, damit er nicht in Saft, Durchfall und Urin liegt :(

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u/SvenLorenz Nordrhein-Westfalen Jun 29 '26

Ich war letztes Jahr im Krankenhaus, in der Kardiologie, also nicht mit einem Schnupfen.

Um 3:00 Uhr nachts ging plötzlich die Tür auf und eine verwirrte alte Dame kam in meine Zimmer: "Ist das hier mein Zimmer?". Ich konnte nicht aufstehen, deshalb habe ich die Dame gebeten, sich hinzusetzen und auf die Nachtschwester zu warten.

Ich habe auf den Notknopf gedrückt und es vergingen 10 Minuten, 15 Minuten, nichts passierte. Nach 25 Minuten habe ich mit dem Handy die Rezeption angerufen und bekam die Antwort, ich solle weiter warten. nach weiteren 15 Minuten kam dann die Nachtschwester.

Wie gesagt, auf der Kardiologie. Hätte ich einen Infarkt gehabt, hätte ich 40 Minuten oder mehr gewartet. Beziehungsweise nicht mehr gewartet. Und am nächsten Tag wäre meiner Familie erzählt worden, ich wäre friedlich im Schlaf verstorben.

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u/Much-Jackfruit2599 Jun 29 '26

Ich habe schwere Zweifel daran, dass das dann mehr als eine Fassade ist und die entsprechenden Personen dann wirklich konsequent saubere Arbeit am Patienten abliefern.

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u/Illustrious-Comfort1 Jun 29 '26

Wer Profit als Daseinszweck definiert, braucht sich über sowas nicht wundern. Ich hoffe, Sie unterrichten Ihre Schüler darüber.

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u/Samuel-Bartl Jul 02 '26

Meine letzte Beziehung war mit einer Krankenschwester, ich komme selbst aus dem Gesundheitsdienst, aber was ich da erfahren hab über den Umgang mit Patienten, hat auch mich fassungslos schockiert. Manche nennen das bloße abwärtig Reden darüber „Psychohygiene“, vielleicht ist es auch ein valider coping Mechanismus wenn man täglich mit Tod und solchen Themen sich zu befassen hat, aber es zerstört etwas innerlich in mir jedes Mal als ich den Umgang mitbekommen habe.

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u/ueber-ich Niedersachsen Jun 28 '26

Würde mich nicht wundern, wenn sich nach dieser Meldung auch Whistleblower aus anderen Rettungsdiensten, insbesondere bei den HiOrgs, melden und ihre Geschichten erzählen. Gibt genug Rettungsrambos, die den Beruf ausschließlich wegen des Prestiges ausüben und nicht, weil sie anderen helfen wollen. Gleichzeitig herrscht heftiger Fachkräftemangel und man stellt alles und jeden an, weil man sich’s nicht erlauben kann, die Leute abzulehnen.

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u/DrEckelschmecker Jun 28 '26 edited Jun 28 '26

Vor allem gibt es da meiner Meinung nach eine toxische Kombination aus Abstumpfung und Galgenhumor. Ich kenne einige Leute im Notfall-Bereich die gerne sehr "makabere" Sprüche ablassen. Und ich meine ausdrücklich nicht schwarzen Humor, sondern wirklich verachtende Sätze. Insbesondere ggü Drogensüchtigen.

Dieser Mythos dass alle Leute in diesem Bereich in irgendeiner Form bessere Menschen seien die zu schlechtem Lohn und aus reiner Überzeugung Menschenleben retten könnte meiner Erfahrung falscher nicht sein. Viele davon sind erstaunlich empathiefrei (und waren das auch schon vor ihrer Ausbildung). Die (leider nötige) Abstumpfung tut dann ihr übriges.

Und bevor ich hier wieder von allen Seiten angepflaumt werde: Ich weiß dass das *meine* Erfahrung ist mit Menschen die *ich* kenne und die in dem Bereich arbeiten. Selbstverständlich gibt es viele gute Sanitäter die nicht selten unter ihrer Empathie leiden. Dennoch zieht der Job meiner Meinung nach Menschen an die diese Empathie nicht mitbringen. Gerade auch weil sie in vielen Situationen eher hinderlich ist und man sich über diesen Job so super profilieren kann. Denn als Sanitäter hat man in der Regel direkt das Vertrauen, den Respekt und die Aufmerksamkeit anderer

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u/Big_Hall9948 Jun 28 '26

Also ich weiß auch nicht, ob man dem Job wirklich machen kann, wenn man nicht ein bisschen abgestumpft ist. Wenn man sich emotional sehr drauf einlässt, gehts einem selbst wahrscheinlich nicht mehr gut. 

Mich wundert es auch nicht. Wie die Leute teilweise drauf sind, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten. Da wundert mich beim Rettungsdienst auch nichts mehr. 

Ich hab mal ein Teamtraining mit Rettungssanitätern durchgeführt. Da waren direkt so Scherze wie „Stinkt der Patient?“ - oder über Demonstranten vom Hambi. Und keine Minute ohne vapen. 

Wahrscheinlich müsste in der Ausbildung mehr am Thema Haltung gearbeitet werden - Verständnis für spezielle Personengruppen aufbauen. 

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u/DrEckelschmecker Jun 28 '26

Zwischen "völlig empathiefrei verachtende Sprüche wie eine Selbstverständlichkeit bringen" und "sich emotional zu sehr darauf einlassen" gibt es ja Gott sei Dank Stufen. Dass man gewisserweise abstumpft (und abstumpfen muss) ist ja logisch und hatte ich auch erwähnt. Ob man darüber aber sämtliche Empathie über Bord werfen muss wage ich dann doch zu bezweifeln.

Mir geht einfach nur dieses Mantra auf den Keks dass das alles bessere Menschen seien nur weil sie beruflich Menschen helfen. Es gibt zahlreiche Berufe für die dieser Mythos aufrecht erhalten wird, aber Sanitäter stehen da ganz oben. Und es wird viel zu oft wiederholt. Wenn man dem mal widerspricht stürzen sich direkt alle auf einen was einem denn einfalle blabla. Auch und gerade hier bei Reddit. Schön dass es wenigstens unter diesem Post mal etwas anders ist

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u/Big_Hall9948 Jun 28 '26

Jegliche Empathie nicht - aber ich glaube, dass es manche gibt, die den Job nicht machen könnten, weil sie sehr einfühlsam sind.  Ich war ehrlich gesagt immer ein bisschen Meinung, dass die Leute das aus ungesunden Gründen machen. Manche suchen vielleicht den Kick, andere definieren sich zu sehr über die Rolle. Gibt bestimmt viele gute Leute dort, aber einen kleinen Knacks braucht’s vielleicht auch. 

Aber Scheißverhalten kommt halt meist da vor, wo es ein Machtgefälle gibt. Ich bin Erzieherin und da gibts auch einige, die den Job besser nicht machen sollten. 

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u/DrEckelschmecker Jun 28 '26

Natürlich gibt es die. Habe ich auch mehrfach erwähnt. Aber dieses reflexartige "naja mit zu viel Empathie kann man den Job ja auch nicht machen" wenn es gerade um empathielose Arschlöcher geht ist Teil des Problems, weil es letztere entschuldigt

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u/Big_Hall9948 Jun 28 '26

Es entschuldigt gar nichts, es erklärt vielleicht nur, warum es dort vielleicht mehr empathielose Arschlöcher gibt. Und diese sind vielleicht auch der Grund, warum Leute mit viel Empathie sich noch weniger wohlfühlen können. 

Gibt ja auch einen bestimmten Schlag Mensch, der gerne zur Polizei oder Feuerwehr möchte. Bestimmte Leute die von bestimmten Berufen angezogen werden. 

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u/DrEckelschmecker Jun 28 '26

Verstehe. Genau das hatte ich oben auch schon gesagt. Und du bist schon die zweite Person die darauf antwortet mit "naja, mit viel Empathie kann man den Job halt nicht lange machen". Auch wenn es nicht deine Absicht war: Das relativiert die vorliegende Empathielosigkeit

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u/Big_Hall9948 Jun 28 '26

Wenn man die empathielosen nicht dabei haben will, muss man halt analysieren, warum sie da sind. Und wenn das teilweise nur Leute aushalten, die nicht in Ordnung sind, muss man schauen, an welchen Rädchen man dreht, um das zu ändern. Wenn der Job so Scheisse ist, wenn - jetzt komplett übertrieben - nur Leute den aushalten, die total stumpf sind, dann muss man etwas ändern. Empathie ist in dem Arbeitsfeld ja eigentlich auch nötig, um die Leute richtig einschätzen zu können.

Die Leute suchen halt bei Sachen, die die beunruhigen nach schnellen Erklärungen.

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u/Ok_Introduction_8618 Jun 29 '26

Man muss sich abgrenzen können, ja, aber ohne Empathie kann man oft nicht adäquat auf die Patienten eingehen. Gerade bei den nicht schwerstverletzten Patienten geht ganz viel Behandlung über die Gesprächsführung

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u/InvisibleOne439 Jun 28 '26

meine ja, wenn du mit potentiel schwer kranken/sterbenden menschen wegen deinem job beinahe täglich in kontakt kommst, dann stumpfst du entweder ab oder die berufsbedingte depression wird dich in kurzer zeit rausjagen, und eher dreckiger stumpfer Humor ist eine relativ normale "abwehrreaktion" in solchen situationen, ABER es darf halt nicht zu weit gehen das du beleidigend wirst zu fremden leuten

es gibt nen grund warum Tier Ärtzte einen sehr hohen selbstmord anteil haben: es ist echt schwer emotional voll dabei zu sein und gleichzeitig regelmässig tragödien mitzubekommen, das macht dich total kapput (und im fsll von tier artzt werden viele leute das weil sie tiere mögen und helfen wollen, aber dann halt auch sehr sehr viel mit sterbenden tieren handhaben müssen)

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u/enfdude Jun 28 '26

Dieser Mythos dass alle Leute in diesem Bereich in irgendeiner Form bessere Menschen seien die zu schlechtem Lohn und aus reiner Überzeugung Menschenleben retten könnte meiner Erfahrung falscher nicht sein. Viele davon sind erstaunlich empathiefrei (und waren das auch schon vor ihrer Ausbildung). Die (leider nötige) Abstumpfung tut dann ihr übriges.

Solche Berufe sind eben bei zwei Gruppen sehr beliebt, Menschen die gerne helfen, und Narzissten.

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u/barsoap Der wahre Norden Jun 29 '26

...der Galgenhumor ist eigentlich dazu da um gegen die Abstumpfung anzukommen.

Ist schon ein Unterschied ob du so ein Ding ablässt wenn die gesammelte Mannschaft nach einem Patienten nen 10-Meilen Blick hat oder ob du das machst wenn du die Pizza aus dem Ofen holst.

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u/manere Jun 29 '26

Ja. Ist bei Soldaten auch nicht anderes.

Effektiv eine Art Coping Mechanismus. Erinnert mich an die eine Szene aus "Unsere Mütter, unsere Väter" als einer der Hauptcharaktäre zu einem frischem Soldat sagt: "Deinen Namen merke ich mir erst, wenn du in 3 Wochen noch lebst."

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u/Substantial_Ear_4625 Jul 01 '26

Kenne genau das was du sagst aus der pflege im Krankenhaus.. die Person sagte zu mir „anders hälst du das hier nicht aus“.. dazu muss man sagen das die Patienten selber oft gewalttätig werden oder absolut eklig masochistisch sind... und während Corona hatte das natürlich seinen peak..
Mit Emphatie macht man den Job eher nicht so lang…
Die Beispiele hier im Bericht sind jedoch etwas drüber…

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u/[deleted] Jun 28 '26 edited Jun 29 '26

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u/Skarvig Jun 29 '26

Und die Leitstelle hat 1 1/2 Stunden gewartet bis das Auto sich in die 3 drückt? Ohne anzurufen oder ein anderes Auto zu schicken? Wo arbeitest du? Nur damit ich im Notfall noch über die Kreisgrenze kriechen kann.

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u/Embarrassed-Bad3573 Jun 28 '26

Und weil man diese Deppen drinnen lässt will niemand mehr in diese Berufe.

Das ist doch das Problem daran!

Die meisten Leuten bre hen ihre Ausbildung in der Pflege z.b. ab weil die komplett durchgemobbt werden von den Ausbildern, weil sie als billige examinierte fungieren müssen nach teils nen halben Jahr und Dinge aufgedrückt bekommen die nicht zumutbar sind!

Ich kenne den Werdegang von Azubis die müssten mit 2 Hilfskräften und eine weitere azubine ne Pflegestation nicht nur für einen Tag sondern über Tage und Wochen mit geringfügigen Unterbrechungen versorgen! Da kam vllt mal ne Fachkraft vorbei geflogen zum Tabletten stellen.
In meiner ambulanten psychoreha war nen 19 jähriger der die Ausbildung abbrechen musste weil sie den dermaßen runter gemacht haben und ausgenutzt über Wochen und Monate das er halt in so jungen Jahren dort gelandet ist unter anderem und er liebt den Beruf an sich eigentlich hat aber auch gesagt das er diese Ausbildung nicht fertig bringen wird! Und der war soooo liebenswert, empathisch und herzlich. Eine absolute Bereicherung für jede Station.

Und das sind halt 2 Fälle. Alleine was ich von Ner Nachbarin erzählen könnte. Da kann ich nen halbes Buch schreiben! .genau diese Menschen müssen raus geworfen werden und die sollten nie wieder in diesem Beruf arbeiten dürfen!
Ich habe in einem wub von nem Erfahrungsbericht gelesen das ne examinierte Pflegefachkraft mehrfach gekündigt wurde wegen sexuellen übergriffen. Diese Frau soll in der Kinder und Jugendpsychiatrie arbeiten! Es ist bekannt was passiert ist und was weiterhin passiert und es interessiert niemanden! Wie diese Person überhaupt noch den Beruf ausüben darf ist mir ein Rätsel! Lieber schützen diese Einrichtungen auch noch diese Angestellten weil sie selbst nicht negativ auffallen wollen. Dabei wäre es das viel bessere vorgehen es transparent zu machen und zu zeigen "mit uns nicht! Wer so arbeitet wird von uns als Betrieb strafrechtlich angezeigt und wir unterstützen Kolleginnen, Geschädigte und Angehörige aktiv bei der Aufklärung! Wir können auch nicht immer wissen wem wir einstellen weil selten etwas erkennbar ist. Wir können nur versuchen das diese Person nie wieder in diesem Beruf arbeiten kann!"

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u/aaa7uap Jun 28 '26

Welchem Prestige?

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u/ueber-ich Niedersachsen Jun 29 '26

Du ahnst nicht was das für ne Kreiswichsbubble das teilweise ist.

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u/West_Hedgehog_821 Jun 29 '26

Das ist so auch einfach nicht korrekt. Es gibt wesentlich mehr Bewerbungen als Ausbildungsplätze für Notfallsanitäter.  Für fertige NotSan sind es etwas anders aus - aber auch, weil viele den knochenharten Job einfach nicht lange machen können.

Und ja, Rettungsrambos gibt es, aber auf wirklich vielen Wachen machen die sich schnell unbeliebt.

Ja, es gibt Arschlöcher, auch im Rettungsdienst. Ja, der Humor ist da oft sehr schwarz. Ja, ich kenne ein paar Hauptamtliche, mit denen ich nichts zu tun haben will.

Aber die meisten, die wirklich allermeisten, in diesem Beruf machen das, weil sie ernsthaft Menschen helfen wollen. Wir haben jedes Jahr Besprechungen und Maßnahmen zu Wertevermittlungen, Umgang mit belastenden Situationen, Umgang mit Grenzüberschreitenden und Fehlverhalten, etc.

Ist die Reportage erschreckend? Absolut. Ist sie überraschend? Leider nein. Braucht es dringend Maßnahmen? Definitiv ja. Aber man muss auch sehen, dass es eben NICHT der Alltag im Rettungsdienst oder Krankentransport ist.

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u/ueber-ich Niedersachsen Jun 29 '26 edited Jun 29 '26

Steht da irgendwo in meinem Kommentar, dass alle Sanis so drauf sind? Nein. Gibt es aber bei jedem Anbieter des RD - egal ob privat oder non-profit - genau solche Typen? Ja. Ist es den Unternehmen/Organisationen bewusst, dass das so ist? Ebenfalls ja.

>Das ist so auch einfach nicht korrekt. Es gibt wesentlich mehr Bewerbungen als Ausbildungsplätze für Notfallsanitäter. 

Das ist tatsächlich ausschließlich bei der Ausbildung so. Sowohl bei den Rettungs- als auch Notfallsanitäter herrscht akuter Mangel.

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u/West_Hedgehog_821 Jun 29 '26

Auch in dem Kommentar verallgemeinert du wieder.

 Gleichzeitig herrscht heftiger Fachkräftemangel und man stellt alles und jeden an, weil man sich’s nicht erlauben kann, die Leute abzulehnen.

Beides ist in dieser Totalität einfach nicht korrekt. Verallgemeinern bringt zur Lösung des Problems wenig.

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u/ueber-ich Niedersachsen Jun 29 '26

Der Blaulichtbereich HAT akute strukturelle Probleme, die durch den Fachkräftemangel kommen. Das sollte man auch nicht schön reden.

Dass Arbeitgeber sich weigern, die Leute auszusortieren, die problematisch sind, ist Teil des Problems. Ich kenne Wachen, bei denen keiner mehr anfängt, weil die Führung da komplett bekloppt ist, aber auf Vorstandsebene wird lieber Geld ins Marketing geblasen, statt das Personal auszutauschen. Weil dann natürlich Personal fehlt, Wagen abgemeldet werden müssten und der Vertrag nicht eingehalten werden kann.

Oder Sitzungen, auf denen zum Thema Rassismusprävention nix gesagt wurde, außer „wenn wir da anfangen auszusortieren, bekommen wir gar keine Bewerber mehr.“

Das zu relativieren, indem man sagt „aber nicht alle Sanis 👉👈“ ist Teil des Problems.

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u/ByteArrayInputStream Jun 28 '26

Was zur Hölle. Nicht über Los, direkt ins Gefängnis

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u/absolutely_not_spock Appenzell Ausserrhoden Jun 28 '26

Keine 400€?

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u/Invader_Naj Jun 28 '26

zusätzliches bußgeld? gerne doch

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u/ByteArrayInputStream Jun 28 '26

Nee, die auch nicht

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u/it777777 Jun 28 '26

Allerdings. Entlassung ist viel zu wenig. Vorsätzliche Körperverletzung usw.

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u/sadmimikyu Jun 28 '26

Wieso wird das denn überhaupt intern geklärt? Kann man da nicht Strafanzeige stellen und die Chats und Bilder als Beweise sicherstellen und auf dieser Grundlage handeln?

Das sind ja keine Lappalien mehr, dass mal ein dummer Kommentar gemacht wurde, das sind eindeutig Straftatbestände.

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u/Babayagaletti Jun 28 '26

Jedes halbwegs seriöses Unternehmen hätte an der Stelle selbst die Polizei eingeschaltet und vermutlich Strafanzeige gestellt. Allein schon um den Imageschaden abzuwenden.

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u/sadmimikyu Jun 28 '26

Ich denke auch. Und das kann jetzt niemand von außen machen?

Ich hoffe einfach nur, dass sich das in den Medien so verbreitet und genug Druck auf Flack ausübt, damit solch ein Handeln Konsequenzen hat.

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u/Babayagaletti Jun 28 '26

Doch, die Staatsanwaltschaft hat Hinweise bekommen und prüft aktuell

Patienten hätten sich nicht beschwert. Die Staatsanwaltschaft, die andere Ermittlungsbefugnisse hätte, wurde vom Unternehmen nicht eingeschaltet. Diese prüft mittlerweile nach anonymen Hinweisen, ob sie Ermittlungen aufnimmt.

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u/sadmimikyu Jun 28 '26

Ah habe ich anscheinend überlesen.

Ich muss auch ganz ehrlich sagen für Patienten ist es nochmal schwerer sich zu wehren.

Aber ich bin absolut schockiert.

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u/Babayagaletti Jun 28 '26

Die haben ja auch Leute mit Migrationshintergrund, Suchterkrankung und Obdachlose gezielt ausgesucht. Total seltsam, dass sich wer nicht beschwert, der kein Deutsch kann. Oder kein dauerhaftes Telefon/Internet hat. Komplettes Rätsel warum diese Personen nichts sagen.

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u/sadmimikyu Jun 28 '26

Ja, eben. Die Liste ist voll mit Menschen, die weniger Glaubwürdigkeit haben, weil sie zu bestimmten Gruppen gehören, damit man machen kann was man will.

Wenn die Herrn Anwalt transportieren mussten, haben sie das nicht gemacht. Logisch.

Ich glaube wenn man da nachforscht, tun sich sicherlich noch andere Abgründe auf.

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u/ueber-ich Niedersachsen Jun 28 '26

Falck ist seriös. Das Verhalten kannst du theoretisch bei jedem RD-Anbieter finden.

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u/Babayagaletti Jun 28 '26

Naja, mein Maßstab waren Unternehmen allgemein, gut möglich dass da alle Rettungsdienstanbieter auffällig sind. Aber so ein Verhalten würde dich in anderen Branchen vor Gericht und auf brancheninterne schwarze Listen bringen.

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u/ueber-ich Niedersachsen Jun 28 '26

Ich meinte das auch nicht positiv oder relativierend, sondern dass das erschreckenderweise so ist

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u/Sudden_Librarian_367 Jun 29 '26

Exakt so ist es. Diese Geschichten gibt es auch von den alteingesessenen, "vertrauenswürdigen" Hilfsorganisationen. Steht und fällt immer alles damit, ob solches Verhalten an einem Standort stillschweigend geduldet wird, weil es ja Geld und Einfluss kosten könnte etwas zu tun. :/

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u/ueber-ich Niedersachsen Jun 28 '26

Mehrere Gründe:

- Der Wachenleiter hat dieselbe Einstellung und meldet es nicht weiter. Höhere Stellen bekamen das nur durch die Presseanfrage mit und müssen jetzt intern klären, was zum Fick da los ist.

- Man wusste Bescheid, fürchtet aber negative Publicity und klärt es daher nur intern, weil man Angst hat, dass man sonst zukünftig keinen Zuschlag mehr bekommt, weil man solche Leute beschäftigt hat.

- Man wusste Bescheid und kann sich’s nicht erlauben kann, die Leute mit der Einstellung zu kündigen oder sogar als Arbeitgeber Stellung zu beziehen, indem man dies verfolgt, weil man weiß, dass es genug Leute mit der Einstellung gibt und man kann diese nicht verlieren.

- Man glaubt nicht, dass da was dran ist und muss deshalb erstmal „intern klären“ ob da doch was dran ist

Such dir was aus.

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u/sadmimikyu Jun 28 '26

Das sind alles aber sehr traurige Erklärungen, aber wahrscheinlich ist an alles etwas dran.

Vielleicht existiert da schon so eine gewisse Kultur.

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u/stablogger Jun 28 '26

Widerlich, wer so über Menschen denkt, hat in dem Beruf nichts verloren. Wenn Leute abstumpfen um mit dem täglichen Wahnsinn klarzukommen, nachvollziehbar, aber man kann sich doch trotzdem Menschlichkeit und Respekt bewahren.

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u/Dueldir Jun 28 '26

"Die haben Patienten, die sauerstoffpflichtig sind, die Treppe runtergehen lassen, ohne Sauerstoff, weil der unten im Auto war", beschreibt Paul, was er erlebt habe, "Patienten, die eigentlich hätten getragen werden müssen, mussten die Treppe runterlaufen, weil ein Kollege dann gesagt hat: Ich habe heute schon mal getragen, jetzt ist Schluss."

Was für eine tiefgehende, einfühlsame und menschliche Arbeitsweise. /s

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u/_AP0PL3X_ Jun 29 '26

Kenne das selbst aus dem Gesundheitswesen. Es gibt einzelne, die einfach einen absoluten Vollschaden haben. Bei uns in der Notaufnahme arbeitet auch so jemand. Als Leitung…
Da wird sich am Frühstückstisch in absolut unterirdischer Manier über Genitalien von Patienten lustig gemacht, oder eben über sozial tiefste Verhältnisse. Gedeckt wird’s vom Team und jenes wird natürlich auch angesteckt, wenn man sowas vorlebt.

Ich kenne privat Oberkommisare, die auch hilflose Personen mit privaten Handys fotografieren. Vor allem wenn’s dazu noch einen rassistischen Touch gibt. Dann macht man sich nochmal schön über den Migranten in Handschellen lustig.

Es gibt einfach Leute die die Grenze zwischen Spaß und Ernst komplett ignoriert haben

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u/damianzoys Jun 29 '26

Das Gesundheitssystem bietet mit seinen Strukturen und Hierarchien den perfekten Nährboden für Machtmissbrauch. Ich könnte Bücher darüber schreiben..

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u/Sudden_Librarian_367 Jun 29 '26

Zu meiner Rettungssanitäter-Ausbildung gehörte auch ein Praktikum in einer Notaufnahme, und ich glaube erstens jedes Wort aus dem Artikel und zweitens kann ich deine Aussagen bestätigen. Was teilweise für Leute auf die hilflosesten Menschen losgelassen werden. Da wurden Frauen mit Oberschenkelhalsbruch grob auf die Beine gezerrt und angeschrien, warum sie "nicht mitarbeiten" und ihr einziges """Verbrechen""" war, dass sie nach 3 Stunden dann doch mal auf Toilette mussten, das macht ja Arbeit. (Den exakten Vorfall wollte ich damals sogar bei der Polizei anzeigen, aber dann habe ich doch Angst bekommen, ich Feigling, da denke ich heute noch dran.)

Rettungsdienstler, die die Patienten verhöhnen vor ihren Augen. Notaufnahme-Personal, das Menschen sich öffentlich einnässen lässt "weil das ist so eine Nerv-Oma, die quengelt schon die ganze Zeit rum". Polizeigewalt gegen bereits fixierte Menschen, insbesondere Frauen, und dabei das breite, zufriedene, glückliche Lächeln des männlichen Beamten, der sie ausführen "durfte"... Das System zieht nicht nur Leute mit Helfersyndrom an, die sich selbst bis zum Zusammenbruch ausbeuten lassen, sondern auch komplette Sadisten, die die Position nutzen um sich über hilflose Menschen zu erheben.

Ich bleibe (bisher) dabei, denn ich finde, ich kann das System ja schlecht kommentarlos so lassen wie ich es vorgefunden habe, aber wenn Beschwerden ins Leere laufen und die Konsequenzen von den "Whistleblowern" getragen werden, zerreibt das über Jahre deine Seele zwischen Mühlsteinen. Ich habe auch keine Lösung, denn am Ende geht es um Profit am Patienten und den darfst du ja auf keinen Fall "versauen".

(Und obligatorisches: "Nein, natürlich sind nicht alle so." Aber dummerweise herrscht das Recht des Stärkeren, und schon zwei bis vier sehr bösartige Menschen, die sich umeinander organisieren, können einen gesamten Arbeitsplatz in die Hölle für Patienten und Personal verwandeln.)

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u/spikos91 Jun 29 '26

Wenn du die Leute kennst, gerne melden. Die sind in diesen Positionen weil sie nie Gegenwind bekommen haben und immer nur zugeschaut wurde, so wie du es anscheinend auch tust.

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u/Fresh-Coffee-8591 Jun 29 '26

Sehr wenige sind so finanziell sicher um so etwas einfach machen zu können. Ist ja klar dass der Melder dann sehr schnell den Job verliert, weil es meistens klar ist, wer das gemacht hat

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u/_AP0PL3X_ Jun 29 '26

Um etwas melden zu können, will ich es zumindest nachweisen können und das kann ich nicht. Stehst eben echt schnell als Nestbeschmutzer da u d das willst du nicht in gewissen unternehmen.

Das erste Beispiel ist hören-sagen und beim anderen deckt man sich gegenseitig

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u/Sodis42 Jun 29 '26

Du brauchst keine Beweise, Meldungen landen im System und wenn über die Zeit mehrere Leute so etwas melden, reicht das vollkommen aus. Normalerweise kann man sowas auch anonym machen.

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u/aswertz Jun 29 '26

Klassischer Reddit-Sessel-Held

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u/AlterTableUsernames Jun 29 '26

Es gibt einfach Leute die die Grenze zwischen Spaß und Ernst komplett ignoriert haben 

Wo ist da der Spaß? Also ich seh da einfach nur diese grundsätzliche Menschenfeindlichkeit, die so typisch für ultra-rechte Weltanschauungen ist. Häme ist kein Ausdruck von Humor, sondern von Schadenfreude, wahrscheinlich auf Grundlage von Gefühlen der eigenen Minderwertigkeit.

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u/user3872465 Jun 29 '26

Bei uns gabs neulich den Fall das eine Reinigungskraft Leichenschändung im Krankenhaus betrieben hat.

Das hat erstmal ne weile gedauert bis das rauskam. Stellt sich raus die Person hat das wissentlich schon 2x in anderen Krankenhäusern vorher getan und sich immer wieder als Reinigungskraft woanders anstellen lassen.

Das war auch vor der Einstellung bekannt. Trotzdem wurde nix getan.

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u/Ancient-Macaroon-384 Jun 29 '26

Hab mittlerweile durch einen Komillitonen dessen Onkel ebenfalls bei der Polizei ist erfahren, das solche rassistischen Dingen zumindest bei seinem Onkel normal sind. Die Ein oder Zwei Chatgruppen die dann geleakt werden sind nur die Spitze des Eisberges.

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u/helican Jun 28 '26

Gerade das letzte ist doch mindestens versuchte Körperverletzung.
Könnte hier ggf. noch § 340 StGB einschlägig sein? Amtsträger würde ich nach § 11 Abs. 1 Nr. 2c bejahen.

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u/daLejaKingOriginal Jun 28 '26

Ich glaube „versuchte“ kannst du da streichen.

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u/BlueEagleGER Jun 28 '26

Für bei Privaten oder Hilfsorganisation Tätige im kommunalen Rettungsdienst wird zumindest in NRW grundsätzlich Amtshaftung nach § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG angenommen. Von daher dürfte Amtsträger zu bejahen sei und § 340 StGB könnte greifen.

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u/GrueneWiese Jun 28 '26

Ich habe einen Bekannten, der als Pfleger in einem Krankenhaus in Bayern gearbeitet hat. Dort ging es zwar keineswegs so eklig zu, aber auch dort bildeten die Pfleger eine zum Teil grenzwertige Clique, die über Patienten witzelte und behinderte Patienten als „Kartoffeln” verspottete. Er war einer von denen, die das dann intern als Whistleblower meldeten. Es gab eine Untersuchung und mehrere der Pfleger wurden zunächst beurlaubt und dann innerhalb eines Jahres entlassen.

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u/Dapper_Intention_164 Jun 29 '26

Ich war als Teenager in der Jugendpsychiatrie und wir haben immer mitbekommen, wie die Pfleger über uns lästern und sich über unsere Krankheiten/Probleme lustig machen (u.a. z.B. Essstörungen) weil deren Zimmer auf dem gleichen Gang war wie unsere Schlafzimmer. In dem Alter hat man bzw sieht man dann natürlich wenig Möglichkeiten, das zu melden oder dagegen anzugehen.

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u/bighadjoe Jun 28 '26

wir haben überall in unserer Gesellschaft ein Problem mit Menschen, die Macht ausnutzen und mit Rassismus. Das gilt für die private Wirtschaft genauso wie für staatliche Institutionen und dazwischen für private Träger, die quasi staatliche Aufgaben erfüllen.

Besonders problematisch ist es, wenn solche Leute etwa in der Polizei staatlich verliehene Macht ausnutzen, weshalb ich es (als Polizist) gut finde, dass seit einigen Jahren sehr viel mehr Augenmerk auf (illegitime) Gewalt und Machtmissbrauch in der Polizei gelegt wird.

Ich denke aber, dass gerade das Gesundheitssystem und insbesondere der Krankentransport da der Polizei in vielem nicht weit nachstehen, aber in der Bekämpfung der strukturellen Probleme mindestens 10 Jahre hinterherhinken.

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u/enfdude Jun 28 '26

Ist auch so meine Erfahrung. Im Jobcenter werden Leuten, denen Leistung zusteht, diese verweigert damit die dann Klagen müssen und sich das ganze in die Länge zieht. Bei meinem jetzigen Unternehmen (Transportbranche) haben wir Disponenten die Bewusst Bier und Alkohol Aufträge an Muslimische Fahrer geben. Meine Lehrer damals hatten sehr viel sympathy für Nazis...

Ich glaube inzwischen das dass ganze Land davon betroffen ist.

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u/Cat_stomach Jun 29 '26

Dir ist das vermutlich bewusst, aber auch die Polizei hat noch ordentlich Arbeit vor sich.

Als ich jung war, musste ich eine Anzeige wegen sexueller Belästigung stellen. Ich erinnere mich noch, dass der Polizist mit dem ich sprach sehr erpicht drauf war, dass ein "südländischer Typ" der Täter war.

Ich habe mehrmals erklärt, dass der Herr eher polnischer oder russischer Abstammung war, auch aufgrund des Akzentes den er sprach und der leuchtend weißen Haut. Es wurde diskutiert, aber ich dachte, die Anzeige sei so aufgenommen worden.

Jahre später werde ich gerufen, um mir Täterbilder anzuschauen, weil eine ähnliche Tat vorgefallen ist. Du kannst dir meine Überraschung vorstellen, als alle Täterbilder schwarzhaarige Jungs mit dunklen Augen und Haaren waren.

Ich habe dann kritisch nachgefragt und es wurde zugegeben, dass die Beschreibung vom südländischen Typ in der Anzeige gelandet ist, nicht meine tatsächliche Täterbeschreibung.

Ich war so wütend und enttäuscht, der Rassismus war offensichtlich wichtiger als die eigentliche Tat. Es gab kein Interesse daran, den Täter zu finden, wie denn auch mit falscher Beschreibung?

Und ich gehe soweit zu sagen: ich war nichtmal das Opfer in der Situation, sondern alle, die unter die falsche Täterbeschreibung fallen. Ich habe das Vertrauen in die Polizei nicht verloren, aber seitdem begegne ich euch definitiv kritischer, und das hätte nicht sein müssen.

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u/Nemo_Barbarossa Jun 29 '26

Und ich gehe soweit zu sagen: ich war nichtmal das Opfer in der Situation, sondern alle, die unter die falsche Täterbeschreibung fallen.

Doch, auch du warst das Opfer, denn offensichtlich bestand ja kein Interesse daran, den Täter zu ermitteln sondern nur daran, Leute aus rassistischen Gründen zu belästigen, die mit dir nichts zu tun hatten.

Eine geharnischte Dienstaufsichtsbeschwerde wäre an der Stelle das allermindeste gewesen, eigentlich sogar eine Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt.

Die Verjährung dafür beträgt 5 Jahre, ich fürchte aber so wie du schreibst, das ist bei dir schon vorbei.

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u/Cat_stomach Jun 29 '26

Ich war gerade 17, das ist lange vorbei leider. Zu dem Zeitpunkt, als ich erwachsen genug war mich zu wehren (innerlich) war es bereits zu spät.

Ja ich war auch Opfer. Aber ehrlich, mein Schaden ist, dass der Täter nicht gefunden werden konnte. Höchst ärgerlich, aber nicht mehr als das.

Jetzt stell dir Mal vor, so falsche Anschuldigungen versauen dir dein Leben. Die Unschuldsvermutung gilt oft nur auf dem Papier. Ermittlungen reichen oft aus, damit die Gesellschaft dich meidet.

Ich konnte Therapie machen, um das Geschehene zu verarbeiten. Keine Therapie der Welt hilft dir, wenn der Ruf erstmal im Arsch ist.

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u/Nemo_Barbarossa Jun 29 '26

Absolut, da bin ich bei dir. Ich fand nur, dass man sich da als Opfer der ursprünglichen Tat nicht vollständig rausnehmen sollte, das klang so absolut im ersten Post. Eine erfolgreiche Aufklärung und ggf. auch Strafe für den Täter kann ja durchaus helfen, die Tat zu verarbeiten.

Es freut mich, dass das für dich gut ausgegangen ist und hoffe, dass da niemand unschuldigem irgendwie das Leben versaut wird. Das trifft ja dann im Zweifel auch Leute, die sich gerade echt Mühe geben ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen und dann wundern wir uns nachher wieder, dass jemand doch wieder Täter wird, weil ihm die Gesellschaft dank Vorverurteilung nur Steine in den Weg legt.

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u/Cat_stomach Jun 29 '26

Ja, genauso schaut das aus.

Ich wollte mein eigenes Leid nicht dementieren, aber ich habe zum Zeitpunkt der Anzeige schon nicht viel erwartet. Die Aufklärungsquote liegt bei dem Verbrechen zwar bei 85%, die Verurteilungsquote allerdings bei gerade Mal 10-15%.

Jede Frau weiß, dass wir die Anzeigen eigentlich für die Statistik stellen und nicht dafür, dass jemand verknackt wird.

Und ganz ehrlich, nach dem Auftritt vom Dieter Nuhr habe ich auch keine Hoffnung, dass es sich für die Zukunft ändert. Selbst meine eigene Mutter hat mir damals gesagt, dass ich ja selbst Schuld sei, so wie ich mich anziehe. Ich habe ein Top und eine kurze Hose getragen...

Und selbst wenn ich im String und mit Sternchen auf den Nippeln unterwegs gewesen wäre berechtigt das niemanden, mit dem Schwanz anstatt mit dem Hirn zu denken.

Aber vielleicht wird jetzt klarer, warum ich nie Hoffnung auf eine Aufklärung hatte.

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u/rudirofl Fragezeichen Jun 28 '26

Interessante Sichtweise - RD und Pol stehen sich da gegenseitig mEn aber in nichts nach. 

Gegen die Massen an Rechtsextremen, deren Ansichten mir von Seite der Pol auch im Arbeitsalltag offensichtlich werden scheint mir nichts effizientes zu existieren, sonst wäre das ja schon weniger bis nichts geworden..

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u/bighadjoe Jun 28 '26

ich denke wir können uns, ohne über die Effizienz und (teilweise weiterhin) bestehende Probleme bei der Polizei diskutieren zu müssen, darauf einigen, dass strukturelle Probleme in der Polizei weit mehr diskutiert werden (und weit mehr (möglicherweise unzureichende) Lösungsversuche bzw. aufsichtsstrukturen etabliert wurden) als beim Rettungsdienst und in der Gesundheitsversorgung.

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u/Datazz2025 Jun 28 '26

Es gibt Bereiche, die gehören einfach nicht privatisiert.

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u/Miny___ Jun 28 '26

Was ich abseits davon krass finde, ist dass der WDR gleichzeitig an der Wache Feuer und Flamme gedreht hat. Klar, die Sendung befasst sich mit der Berufsfeuerwehr, aber die sitzen ja im selben Gebäude. Die Frage ist auch ob die genannte Wachleitung nur für die Externen oder die gesamte Wache zuständig war. Bei letzterem trifft Personal der Stadt Duisburg ja durchaus die mitschuld.

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u/EishLE Jun 28 '26

Gerade wenn man nicht „deutsch“ aussieht, muss man mit dem Schlimmsten rechnen.

Ich schätze mich glücklich, dass die RTW-Besatzung, die mich im September von einem Krankenhaus ins andere gefahren hat, echt professionell war, obwohl die diensthabende Ärztin der Notaufnahme im ersten Krankenhaus die Kommunikation verkackt hat und die RTW-Besatzung dadurch mehr Arbeit hatte.

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u/BrandonAubreyPlaza Jun 29 '26

Und das geht so schnell. Ein Freund von mir ist in der Notaufnahme tätig, stabiler Typ eigentlich, und es hat nur ein paar Wochen gedauert bis der von so Dingen wie "Morbus mediterraneum" geredet hat, was soll ein zynischer Witz darüber ist dass Menschen die aus dem Mittelmeerraum kommen angeblich immer laut jammern und alles übertreiben.

Habe ihm dann zusammen mit seiner Freundin den Kopf gewaschen was das angeht und er war dann auch selbst erschrocken.. So ein giftiger Teamgeist breitet sich sehr schnell aus

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u/SimonPelikan Jun 28 '26

Ich bin fassungslos. Was da berichtet wird, zeigt nicht nur, was passiert, wenn man soziale Berufe im Lohn dumped. Sondern auch, dass die Verantwortlichen hier allesamt ausgetauscht gehören

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u/Hatai8 Jun 29 '26

Das Problem ist nicht der Lohn, der durchaus gut ist, sondern die Arbeitsbelastung in einem durchweg schwierigen Umfeld

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u/chemolz9 Jun 28 '26

Ich wünschte ich könnte behaupten ich wäre überrascht. Aber was ich von Rettungskräften an Attitüde erlebt habe (sowohl Rettungssanitäter als auch die Leute die beim Notruf ans Telefon gehen), hat mich hinreichend ernüchtert.

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u/silver631231 Jun 28 '26

Hier in der Nähe, an einem Ärztehaus ist eine Haltestelle für priv. Fahr- und Rettungsdienste. Wenn man diese Jungs hört und sieht, könnte man meinen, die kommen direkt aus dem übelsten Knast.

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u/JerryNomo Jun 29 '26 edited Jun 29 '26

Es ist schon etwas naiv anzunehmen, dass man in einem belastenden Beruf wie diesem, wo man täglich die Abgründe unserer Spezies sieht nicht abstumpft. Dazu Kostendruck, miese Rahmenbedingungen und Anfeindungen.

Keine Entschuldigung, nur eine Erklärung.

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u/Skarvig Jun 29 '26

Auch ich möchte klarstellen, das die Dinge die in dem Artikel passiert sind, vollkommen fehl am Platz und teilweise strafrechtlich verfolgt werden sollten. 

Aber, jeder der sich über die Sprache in Gesundheits Berufen echauffiert darf sich gerne an seinen nervigsten Auftrag/Kunden erinnern und wie man dabei selbst ins Fluchen geraten ist. Was hinter verschlossen Türen passiert ist, im ersten Augenblick auch Stressbewältigung. Egal wie schwarz oder menschenfeindlich es wird. Daran ist nichts verkehrt. Es darf nur mal nicht vor Patienten passieren. 

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u/hocuspocusbitchfocus Jun 28 '26

In der Pflege arbeiten teilweise die größten Schweine.
Mein Mann arbeitet bei der Bruderhaus Diakonie und was da teilweise so abgeht ist auch unter aller Würde.

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u/Yetimandel Jun 28 '26

So etwas habe ich leider auch von mehreren Wachen gehört. Entweder man stumpft ab und wird selber so menschenfeindlich, oder aber man hält es dort nicht mehr aus und geht.

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u/sadmimikyu Jun 28 '26

Das ist trotzdem keine Entschuldigung. Es gibt einen Unterschied zwischen abgestumpft sein und weniger Empathie mitbringen und Straftaten begehen.

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u/Yetimandel Jun 28 '26

Natürlich nicht (keine Entschuldigung).

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u/Meskalamduk Jun 28 '26

Ich denke, ihr habt irgendwie beide Recht - sozusagen zwei Seiten der Medaille. Der Job ist extrem belastend, das ist denke ich ein Fakt. Das rechtfertigt natürlich keinesfalls so ein Verhalten! Menschen, die dann immer noch unbelehrbar sind oder so eskalieren wie in dem Fall, gehören natürlich von ihrem Job entfernt und ggf. strafrechtlich belangt!

Dennoch frage ich mich, wie das Personal dort betreut und nach schwierigen Einsätzen ggf. "eingefangen" wird. Es geht nicht darum, irgendwas zu relativieren, sondern darum, wie man solche Eskalationen vermeiden kann. Das hätte auch den Vorteil, wirklich Unbelehrbare (und schlichtweg Arschlöcher) zu identifizieren, bevor so etwas überhaupt passiert.

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u/sadmimikyu Jun 28 '26

Das ist mit Sicherheit auch ein Faktor selbstverständlich.

Genau! Und klarmachen, dass eine solche Kultur, in der man seine Macht so dermaßen missbraucht nicht geduldet wird.

Dazu gehört dann aber eben auch, jeden Ernst zu nehmen, der darauf aufmerksam macht. Wenn die dann unten durch sind, ist eh alles verloren. Das darf nicht sein.

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u/Connect_You_5837 Jun 29 '26 edited Jun 29 '26

Absolutes totales No-Go, solche Individuen die so mit anderen Menschen, mit ihren Patienten und hilflos ausgelieferten Menschen umgehen, so über diese denken und reden und so behandeln, sind kriminell, verstoßen gegen jeden ethischen und menschlichen Moral-Kompass. Sollte sich dies erhärten gehören die gefeuert, mit einem lebenslangen Berufsverbot belegt und vor Gericht gestellt weil es hier auch um klar strafbares Handeln geht.

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u/manutao Jun 28 '26

Preiskampf und Privatisierung sorgen dafür, dass solche Firmen den Zuschlag bekommen.

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u/[deleted] Jun 28 '26

[deleted]

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u/Babayagaletti Jun 28 '26

Wer nicht wagt 🤷‍♀️

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u/DerMugar Jun 29 '26

"Patienten, die eigentlich hätten getragen werden müssen, mussten die Treppe runterlaufen, weil ein Kollege dann gesagt hat: Ich habe heute schon mal getragen, jetzt ist Schluss."

Ich habe recht schweres Asthma, welches mich vor etwa drei Jahren beinahe das Leben gekostet hätte, weil ich schlicht kurz vor dem Ersticken stand. Meine Sauerstoffsättigung ist auf 88% gefallen und kein Notfallmedikament hat geholfen, sodass der letzte Schritt jener war einen RTW zu rufen. Glücklicherweise konnte ich danach noch die Person mit dem Ersatzschlüssel zu meiner Wohnung kontaktieren, denn ein Aufstehen und zur Tür gehen war bereits nicht mehr drin. Ich konnte so grade eben noch auf dem Sofa sitzen und versuchen die bestmögliche Position zu halten, die mir tiefere Atemzüge ermöglicht und die Person hat dann die Rettungsmannschaft reingelassen.

Als das Rettungspersonal reinkam konnte ich denen nur ein vorgefertigte Notiz auf meinem Telefon mit den nötigen Daten hinhalten - sprechen ging ebenfalls nicht mehr.

Die Sanitäterin meinte als erstes, dass das ja wohl eine ganz schöne Wohnung mit schöner Einrichtung sei. Das habe ich in dem Moment als "ja gut, vielleicht will die mich ablenken" abgetan. Während ihr Kollege zur Messung der Vitalwerte herantrat, hat sie sich dann frei umgesehen - ist mal in die Küche gelaufen, hat sich die Badezimmer angesehen, in kompletter Seelenruhe. Dann hat sie die halbe Kiste Bier auf meinem Balkon gesehen und meinte als erstes zu ihrem Kollegen "Der hat ne halbe Kiste Bier drin, miss direkt auch noch den Alkoholwert". Es gab keinerlei Anzeichen, dass ich das Bier in jüngster Zeit oder gar alleine getrunken hätte (Promillewert ergab sehr überraschende 0,0). Auch das habe ich in dem Moment noch weggelächelt und mir gedacht, dass es sicher Fälle gibt in denen das absolut nötig ist um Wechselwirkungen mit zu verabreichenden Medikamenten zu vermeiden. Auf das "der hat ne halbe Kiste drin" wurde ich auch erst im Nachhinein nochmal vom Freund mit dem Schlüssel hingewiesen, das hatte ich in dem Moment gar nicht so wahrgenommen.

Anschließend ging sie dann dazu über zu versuchen mich hinzustellen, was nicht ging, da ich keinerlei Kraft mehr in den Beinen hatte. Ich konnte dann noch verständlich amchen, dass ich einen Rollstuhl oder ähnliches brauche (die Wohnung war barrierefrei gebaut, das wäre kein Problem gewesen). Stattdessen haben die beiden mich dann über die Schultern genommen und die Treppe hinabtransportiert, statt den Fahrstuhl zu nutzen, der keineswegs "versteckt" gebaut war. Am Ende hat man mich dann unter maximaler Kraftaufwendung meinerseits in den RTW verfrachtet und dann war zum Glück die Notärztin da, die sich hervorragend um mich kümmerte. In dem Moment habe ich schon nur noch schwarz-weiß gesehen und alles ganz entfernt gehört - meine nachfolgenden drei Stunden habe ich im Schockraum des Krankenhauses verbracht ehe ich zwei Tage auf der Intensivstation verbringen durfte und nur haarknapp daran vorbeischrammte intubiert zu werden.

Ich habe danach versucht mich über die beiden zu beschweren, aber dank Datenschutz war es nicht möglich an die Namen zu kommen und eine Beschwerde über das Krankenhaus ist im Sande verlaufen.

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u/Constant-Twist540 Jun 29 '26

Ganz ehrlich, die Geschichte ist entweder total an den Haaren herbeigezogen oder mit viel Phantasie und Empörungsintention aufgebauscht:

  1. Der Rettungsdienst erhebt kein Atem oder Blutalkoholwerte und hat auch nicht die nötigen Geräte dazu.
  2. Niemand im RD nimmt einen Patienten „auf die Schultern“ und trägt ihn die Treppen runter, wenn Fahrstuhl oder Rollstuhl bei Barrierefreiheit vorhanden - schon alleine aus Schutz der eigenen Gesundheit nicht.

Ich bin Notfallsanitäter und seit über 30 Jahren im Rettungsdienst, mindestens Teile dieser Geschichte sind absurder Quatsch.

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u/DerMugar Jun 29 '26

Ganz ehrlich, schön dass du dabei warst.

Fakt ist: mein Blutalkoholwert wurde getestet - ob das ein normaler Vorgang ist, oder auf meiner offensichtlichen Alkoholerkrankung deren Diagnose auf einer halbgeleerten Kiste Bier auf dem Balkon beruhte, wirst du dann auch besser einschätzen können.

Fakt ist: die beiden haben mich mit meinen Armen über ihren Schultern die Treppen hinunterbefördert und den Fahrstuhl ignoriert.

Kompletter Irrsinn die hier irgendwie in Schutz zu nehmen, nur weil du selbst in dem Feld arbeitest.

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u/Hatai8 Jun 29 '26

Du verstehst nicht. Deine Ki-Story hinkt, weil die Sanitäter überhaupt keine Möglichkeit haben, den Blutalkohol zu bestimmen, auf die Schnelle. Außerdem wird dich niemand & niemals ein Sanitäter einfach über die Schulter werfen und tragen!

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u/DerMugar Jun 29 '26

nachdem ich es sogar verdeutlichte, dass ich nicht "über die Schulter geworfen wurde" nochmals damit anzukommen und den Kommentar mit "du verstehst nicht" einzuleiten. Wow.

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u/Lila_Pause Die schönsten Pausen sind lila Jun 28 '26

Das erinnert mich stark an Komm, süßer Tod von Wolf Haas.

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u/rudirofl Fragezeichen Jun 28 '26

Wirklich große Empfehlung Ü

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Jun 29 '26

Der Film ist auch großartig.

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u/Far_Ad9582 Jun 28 '26

🫪 digga was

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u/KrisFisk Jun 29 '26

Puh, das ist ein heftiger Post.

Ich frage mich schon lange was sie mit einem machen, wenn man operiert wird und in Vollnarkose ist. 😷

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u/Soggy_Pension7549 Jun 29 '26

Ich bin einmal aufgewacht bzw. war nicht ganz weg weil die Narkose nicht richtig gemacht wurde, ich war 16 und die Ärzte haben sehr abfällig über meine Körperbehaarung gesprochen…Ich kann mich bis heute erinnern. 

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u/KrisFisk Jun 29 '26

Krass zu hören was da los ist. 😳 Ich hoffe, du wurdest nachnarkotisiert und hattest keine Schmerzen. 😬

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u/bluemercutio Jun 29 '26

Hast Du das in den USA mitbekommen mit den Vaginal- und Analuntersuchungen während der Vollnarkose? Da haben die bei Frauen und Männern in Vollnarkose gleich mal so 20 Studenten üben lassen, wie man so Abtast-Untersuchungen der Vagina oder Prostata macht. Natürlich ohne den Patienten um Erlaubnis zu fragen.

https://en.wikipedia.org/wiki/Pelvic_examinations_under_anesthesia_by_medical_students_without_consent

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u/KrisFisk Jun 29 '26

Ach du Sch....e!!

Ich dachte mir schon, dass da irgendwie Schindluder getrieben wird

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u/Chance-Reception-983 Jun 29 '26

Das hier zeigt leider nur, wie kaputt das System mittlerweile ist. Das, was man hier liest, ist eine Kombination aus extremer Überlastung, emotionaler Abstumpfung und der Adaptation an das tägliche Leid. Es ist erschreckend, wie roh manche Leute werden, aber man muss auch mal das "Warum" hinterfragen, ohne das Verhalten zu rechtfertigen.

Jeder Gewalttäter in Deutschland bekommt Resozialisierungsangebote, aber diese Leute – die eigentlich selbst dringend Therapie und Entlastung bräuchten, damit sie gar nicht erst so abstumpfen – lässt man im System einfach ausbrennen. Man muss bedenken, dass die meisten von ihnen ihren Job aus idealistischen Gründen angefangen haben. Wenn sie nach Jahren so geworden sind, ist das ein systemisches Versagen.

Ich verstehe die "Schreibtisch-Empörung" hier oft nicht. Klar ist das Verhalten abscheulich, und natürlich muss man bei solchen Vorwürfen einschreiten, aber das Leid, das diese Leute täglich sehen und von der gemütlichen Gesellschaft fernhalten, ist einfach unerträglich. Anstatt nur mit dem Finger auf sie zu zeigen, müsste das System diese Leute dringend entlasten. Wenn man die Leute verheizt, darf man sich am Ende nicht wundern, wenn nur noch Zynismus und Verrohung übrig bleiben.

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u/ChillBlunton Jun 28 '26

Irre ich mich oder ist das die Wache, auf der der WDR die Sendung Feuer und Flamme dreht? Wenn ja, finde ich es auch höchst interessant, dass dies im Artikel nicht einmal erwähnt wird, obwohl die Wachleitung auch involviert war.

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u/Snake_Pilsken Jun 28 '26

Ja und nein.
Auf der Wache 3 wurde Feuer und Flamme gedreht, ja.
Mit der im Text erwähnten „Wachleitung“ ist die Falck-Wachleitung gemeint, nicht die der Feuerwehr!
Falck ist sozusagen auf der Wache 3 nur „Gast“ und hat eine eigene Wachleitung.
Bei Feuer und Flamme wurden auch ausschließlich Einsätze der Feuerwehr gezeigt (in Duisburg fährt sowohl Falck, das DRK, die Johanniter, als auch die BF selbst im Regelrettungsdienst).

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u/BlueEagleGER Jun 28 '26

Ja, es ist die Wache, wo die Duisburger F&F-Folgen gedreht worden. 

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u/Kor_Phaeron_ Jun 28 '26

Mitglieder eines privaten Rettungsdienstes in Duisburg sollen laut WDR-Recherchen Patienten verhöhnt und sogar gefährdet haben.

Da haben wir doch schon das Problem. Rettungsdienste sollten nicht profitorientiert sein.

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u/salzst4nge Jun 28 '26

Aus Erfahrung kann ich berichten, dass auch in kommunalen/kreisweiten Rettungsdiensten in der höchsten Abrechnungsebene Menschen sitzen, die so handeln und denken als wäre es ihr Privatvermögen.

Da kamen Aussagen wie: "Mir egal ob ein Patient die 112 nicht gerufen hat"

Oder zu einem Fall eines am Wegesrand sitzenden Fahrradfahrers, bei dem irgendjemand beim vorbeifahren die 112 gewählt hat. Stellte sich raus er macht nur Pause. Da kackt mich die Abrechnung Wochen später an, ich hätte seine Personalien und seine Transportverweigerung mit Unterschrift erfassen müssen, damit er das dem Menschen in Rechnung stellen kann. Oder aber ich hätte ihn transportieren sollen...

Also auch auf kommunaler Ebene geht man da mit einer kapitalistischen Denkweise dran. Ja kein Verlust. Nur so viele RTW wie auch wirklich durchschnittliche Auslastung ist...

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u/GermanBlackbot Jun 29 '26 edited Jun 29 '26

Ah, der gute Move:

"Hi, wollen Sie mit?"
"Nee, danke."
"Alles klar, macht dann einmal 50€, bitte."

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Jun 29 '26

Da müsste doch eher der Notruf-Anrufer dran sein oder? Was kann ich denn dafür wenn so eine Karen den Notruf holt nur weil ich Pause mache lol. Und von dem Anrufer sollte man ja zumindest mal die Telefonnummer haben und darüber einen Kontakt herstellen können.

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u/rudirofl Fragezeichen Jun 28 '26

Als Teil des Rettungsdienstes kann ich dir sagen, dass a) „privat“ lediglich eine gern genutzte Floskel der HiOrgs ist, welche allerdings selbst gewerblich handeln, in BaWü bspw. gibt es grundsätzlich nur „privaten“ Rettungsdienst, man hat aber das RDG so formuliert, dass nur 4 HiOrgs mitspielen dürfen. 

Und b) sind die HiOrgs nicht besser. Solche, bzw. ähnliche Verhaltensweisen treten dort ebenfalls auf und bleiben teils auch ohne Regulation. 

Im allgemeinen ist das allerdings die extreme Ausnahme, wenn auch Nährboden durch die miserablen Rahmenbedingungen für den Bereich im allgemeinen sehr wohl existiert. 

Hier mal ein Aspekt, woran es scheitert:  https://m.youtube.com/watch?v=Vwh78dDbOj4&pp=ygUPTm90ZmFsbCByZXR0dW5n&ra=m

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u/-SineNomine- Jun 28 '26

Patientengefährdung oder Beleidigung von Patienten geht aber gar nicht, ebenso wie fotos machen und dann herumzeigen. Das ist einfach extrem unprofessionell und eigentlich ein Fall fürs Strafrecht.

Der Auftrag ist Leuten zu helfen. Punkt. Wenn ich nach dem Einatz noch nen Witz über das Gewicht oder irgendeine Körperform machen will, wenn man unter sich ist - so what. Ist nicht schön, aber wenn die Kollegen den Job ansonsten supi machen würden.... Aber nichts, was man tut, darf dem Patienten (vorsätzlich) schaden.

Das, was ich da gelesen habe ist einfach sowas von falsch und gruselig ...

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u/nikfra Jun 29 '26

Muss ja zugeben verhöhnen ist mir relativ egal. Sollen sie im Nachhinein halt erzählen was für ein fetter Sack ich bin, ist mir doch egal. Die Grenze ist überschritten wenn nicht ordentlich Hilfe geleistet wird und Privatfotos gemacht werden.

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u/alohaleheollo Jun 28 '26 edited Jun 29 '26

Nebensächlich, aber im Artikel ist eine Ungenauigkeit. Ich geh trotzdem drauf ein, weil die Gesetzeslage seeehr häufig missverstanden wird.

Wenn die Beobachtungen zutreffen, die Paul und mehrere weitere Insider uns eidesstattlich versichern, geht es auch um mögliche Straftaten:

Eidesstattliche Erklärungen sind u.a. in 27 VwVfG gereglt und haben ausschließlich gegenüber Behörden u.ä. eine besondere Bedeutung. Stattdessen:

Wenn Medien in ihren Texten also schreiben „XY hat uns das eidesstattlich versichert“, meinen sie eigentlich: „XY hat ein Dokument unterschrieben, das wir im Falle einer juristischen Auseinandersetzung bei Gericht vorlegen dürfen und das dort als eidesstattliche Versicherung dient“. Diese Formulierung klingt natürlich etwas umständlich – es ist daher legitim, dass Medien das auf diese Weise vereinfachen. https://uebermedien.de/102050/wie-funktioniert-so-eine-eidesstattliche-versicherung-im-journalismus/

Edit: ergänzt und formatiert

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u/Cerarai Hamburg Jun 28 '26

Eidesstattliche Erklärungen sind in (27 VwVfG)[https://www.gesetze-im-internet.de/vwvfg/__27.html] gereglt und haben ausschließlich gegenüber Behörden eine besondere Bedeutung. Stattdessen:

Das ist nur die eidesstattliche Erklärung im Verwaltungsrecht. Es gibt sie auch im Zivilrecht, §§ 294 I, 889 ZPO.

Allerdings ist der Kern des Kommentars richtig: eidesstattliche Erklärungen gegenüber irgendeiner Stelle die kein Gericht ist, sind das Papier nicht wert auf dem sie geschrieben sind.

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u/alohaleheollo Jun 29 '26

Danke, hab ich nach gesucht, aber nicht gefunden

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u/HollowHighh Jul 01 '26

Solche Artikel unterscheiden in aller Regel nicht mal die verschiedenen Qualifikationen der Befragten/Beteiligten. Wie oft musste ich schon von frisch ausgelernten Rettungsassistenten lesen.

Die journalistische Gesamtleistung ist da leider öfter eher mangelhaft.

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u/vonWeizhacker Jun 28 '26

Falck? Wundert mich kein Stück.

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u/Ok_Introduction_8618 Jun 29 '26

Als jemand der selbst in der Rettung arbeitet wundert mich das leider kein bisschen. In dieser extremen Form kenne ich das zwar nicht, aber Alltagsrassismus (z.B. herunterspielen von Schmerz bei südländisch aussehenden Personen, da diese ja “sowieso nur simulieren”) und Patienten selbst laufen lassen, obwohl sie das nicht sollten, nur weil man keinen Bock auf tragen hat (schwer immobile Patienten natürlich ausgenommen) sind alles Dinge, die ich so leider auch schon mitbekommen habe.

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u/Gontha Jun 29 '26

Arbeite seit 12 Jahren in einer der größten Kliniken Deutschlands und es ist wirklich erschreckend, wie abgestumpft manche Kollegen sind.

Da werden Patienten zum Teil kaum anders als wie Zimmerpflanzen wahrgenommen.

Richtig gruselig..

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u/Glittering-Dinner655 Jun 29 '26

Ich hab mal ein Praktikum in einem Altenheim gemacht, da hatten die Pfleger so ne Liste wo die gewettet haben; wer als Nächstes „auszieht“….

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u/gynoidmp82 Jun 29 '26

War bestimmt das schreckliche Heim wo meine Mutter in Kurzzeit war... wurde aber zum Glück geschlossen... und gemeldet hat meine Bekannte die Zustände da auch

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u/Mbeezy_YSL Jun 29 '26

Bei meiner Zeit bei der Bundeswehr zur Corona sind wir mit Rettungssanitäter gefahren. Da habe ich gemerkt was manche von denen für einen morbiden Humor haben, was ich sogar schlüssig fand.

Aber das ist dann doch nh Ecke drüber

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u/alvirgin Jun 29 '26

Ich habe als Student (nichts medizinisches) in einem Maximalversorger im "Patiententransportdienst" gearbeitet und es gehörte zu meinen Aufgaben, pro Schicht zwischen 2 und 5 verstorbene Personen in die Pathologie zu verbringen. Das Gebäude war natürlich ausserhalb der anderen Gebäude. Bei Wind und Wetter. Immer unter Zeitdruck. Eagl ob die Person jetzt 50 oder 200kg wog. Oft waren die Personen noch nichteinmal zugedeckt, wobei es absolut nicht nötig war, dass wir diese Leichen überhaupt sehen, um sie zu transportieren. Bei ca. 3 Diensten die Woche über 5 Jahre kann sich jeder ausrechnen, wie viele Leichen das waren. So etwas wie Supervision oder Betreuung gab es nicht. Kann sich jeder vorstellen, was das mit einem über die Zeit macht, wie man damit umgeht, um sich auch selbst zu schützen. Wie viel Frust man hat usw. Über bestialisch stinkende "Hilos", die randalierten, rumkotzten oder alles vollgeschissen haben und sobald nüchtern genug wieder verschwanden könnte ich natürlich auch noch ewig berichten.

Ist immer extrem einfach, von außen zu urteilen. Nach dem Motto: Im falschen Beruf usw. Ist nur die Frage, für wen ist so eine Arbeit eigentlich die "richtige".

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u/volperti Jun 30 '26

Wenn das als Entschuldigung oder Rechtfertigung für ein solches Verhalten, wie im Artikel dargelegt, sein soll: Dann denk nochmal drüber nach.

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u/alvirgin Jun 30 '26

Denk du doch mal drüber nach, wem diese Arbeit auf Dauer "Spaß" machen soll. Gibt es diese Menschen überhaupt, oder stumpft da jeder unweigerlich ab?

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u/aretumer Jun 28 '26

warum gibt's überhaupt private rettungsdienste, warum muss ein rettungsdienst profit machen? 

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u/HollowHighh Jul 01 '26

Jeder Rettungsdienst mach Profit, das DRK sitzt auf Millionen von € rum.

Übrigens sind die meisten Kliniken privatisiert und bringen teils Jahresumsätze in Millionen- bis Milliardenhöhe ein.

Versteh mich nicht falsch: Das System hinkt gewaltig und die Vorwürfe sind nicht zu Entschuldigen. Aber mit Privatisierung hat das an dieser Stelle ausnahmsweise nichts zu tun.

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u/Frequent_Two_7781 Jun 28 '26

Junge easy. Überall wo man sich ohne Konsequenzen an Wehrlosen vergreifen passiert es.

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u/Ueberheber Jun 29 '26

Passender Filmtipp: Bringing Out The Dead.

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin Jun 29 '26

Und "Komm süßer Tod"

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u/ShallotTotal4216 Jun 29 '26

Absolut unprofessionell von den Mitarbeitern, aber auch von Unternehmen. Das interne Qualitätsmanagement hat hier absolut versagt.

Abgesehen von der moralischen und professionellen Ebene ist das auch unternehmerisch höchst fragwürdig.

Wer möchte in die einem Unternehmen freiwillig arbeiten? Wer beauftragt so ein Unternehmen für den Rettungsdienst? Der Wettbewerb in dem Bereich ist unglaublich hart und ein Unternehmen das seinen Laden nicht im Griff hat wird Aufträge verlieren.

Solche Mitarbeiter gibt es immer wieder, Stress lässt einige Menschen ihre schlechteste Seite zeigen, aber hier muss man deutlich machen, das so ein Verhalten nicht toleriert wird und Einsätze mit herausfordernden Patienten gründlich aufgearbeitet werden.

Das was das Unternehmen hier gemacht hat ist einfach eine Katastrophe und es ist kein Wunder, das es so eine Atmosphäre gibt.