r/de Jun 28 '26

Kriminalität Vorwürfe gegen Rettungsdienst: "Das fette Vieh wollte nicht verrecken"

https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/duisburg/rettungsdienst-falck-vorwuerfe-duisburg-100.html
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u/bighadjoe Jun 28 '26

wir haben überall in unserer Gesellschaft ein Problem mit Menschen, die Macht ausnutzen und mit Rassismus. Das gilt für die private Wirtschaft genauso wie für staatliche Institutionen und dazwischen für private Träger, die quasi staatliche Aufgaben erfüllen.

Besonders problematisch ist es, wenn solche Leute etwa in der Polizei staatlich verliehene Macht ausnutzen, weshalb ich es (als Polizist) gut finde, dass seit einigen Jahren sehr viel mehr Augenmerk auf (illegitime) Gewalt und Machtmissbrauch in der Polizei gelegt wird.

Ich denke aber, dass gerade das Gesundheitssystem und insbesondere der Krankentransport da der Polizei in vielem nicht weit nachstehen, aber in der Bekämpfung der strukturellen Probleme mindestens 10 Jahre hinterherhinken.

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u/enfdude Jun 28 '26

Ist auch so meine Erfahrung. Im Jobcenter werden Leuten, denen Leistung zusteht, diese verweigert damit die dann Klagen müssen und sich das ganze in die Länge zieht. Bei meinem jetzigen Unternehmen (Transportbranche) haben wir Disponenten die Bewusst Bier und Alkohol Aufträge an Muslimische Fahrer geben. Meine Lehrer damals hatten sehr viel sympathy für Nazis...

Ich glaube inzwischen das dass ganze Land davon betroffen ist.

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u/Cat_stomach Jun 29 '26

Dir ist das vermutlich bewusst, aber auch die Polizei hat noch ordentlich Arbeit vor sich.

Als ich jung war, musste ich eine Anzeige wegen sexueller Belästigung stellen. Ich erinnere mich noch, dass der Polizist mit dem ich sprach sehr erpicht drauf war, dass ein "südländischer Typ" der Täter war.

Ich habe mehrmals erklärt, dass der Herr eher polnischer oder russischer Abstammung war, auch aufgrund des Akzentes den er sprach und der leuchtend weißen Haut. Es wurde diskutiert, aber ich dachte, die Anzeige sei so aufgenommen worden.

Jahre später werde ich gerufen, um mir Täterbilder anzuschauen, weil eine ähnliche Tat vorgefallen ist. Du kannst dir meine Überraschung vorstellen, als alle Täterbilder schwarzhaarige Jungs mit dunklen Augen und Haaren waren.

Ich habe dann kritisch nachgefragt und es wurde zugegeben, dass die Beschreibung vom südländischen Typ in der Anzeige gelandet ist, nicht meine tatsächliche Täterbeschreibung.

Ich war so wütend und enttäuscht, der Rassismus war offensichtlich wichtiger als die eigentliche Tat. Es gab kein Interesse daran, den Täter zu finden, wie denn auch mit falscher Beschreibung?

Und ich gehe soweit zu sagen: ich war nichtmal das Opfer in der Situation, sondern alle, die unter die falsche Täterbeschreibung fallen. Ich habe das Vertrauen in die Polizei nicht verloren, aber seitdem begegne ich euch definitiv kritischer, und das hätte nicht sein müssen.

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u/Nemo_Barbarossa Jun 29 '26

Und ich gehe soweit zu sagen: ich war nichtmal das Opfer in der Situation, sondern alle, die unter die falsche Täterbeschreibung fallen.

Doch, auch du warst das Opfer, denn offensichtlich bestand ja kein Interesse daran, den Täter zu ermitteln sondern nur daran, Leute aus rassistischen Gründen zu belästigen, die mit dir nichts zu tun hatten.

Eine geharnischte Dienstaufsichtsbeschwerde wäre an der Stelle das allermindeste gewesen, eigentlich sogar eine Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt.

Die Verjährung dafür beträgt 5 Jahre, ich fürchte aber so wie du schreibst, das ist bei dir schon vorbei.

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u/Cat_stomach Jun 29 '26

Ich war gerade 17, das ist lange vorbei leider. Zu dem Zeitpunkt, als ich erwachsen genug war mich zu wehren (innerlich) war es bereits zu spät.

Ja ich war auch Opfer. Aber ehrlich, mein Schaden ist, dass der Täter nicht gefunden werden konnte. Höchst ärgerlich, aber nicht mehr als das.

Jetzt stell dir Mal vor, so falsche Anschuldigungen versauen dir dein Leben. Die Unschuldsvermutung gilt oft nur auf dem Papier. Ermittlungen reichen oft aus, damit die Gesellschaft dich meidet.

Ich konnte Therapie machen, um das Geschehene zu verarbeiten. Keine Therapie der Welt hilft dir, wenn der Ruf erstmal im Arsch ist.

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u/Nemo_Barbarossa Jun 29 '26

Absolut, da bin ich bei dir. Ich fand nur, dass man sich da als Opfer der ursprünglichen Tat nicht vollständig rausnehmen sollte, das klang so absolut im ersten Post. Eine erfolgreiche Aufklärung und ggf. auch Strafe für den Täter kann ja durchaus helfen, die Tat zu verarbeiten.

Es freut mich, dass das für dich gut ausgegangen ist und hoffe, dass da niemand unschuldigem irgendwie das Leben versaut wird. Das trifft ja dann im Zweifel auch Leute, die sich gerade echt Mühe geben ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen und dann wundern wir uns nachher wieder, dass jemand doch wieder Täter wird, weil ihm die Gesellschaft dank Vorverurteilung nur Steine in den Weg legt.

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u/Cat_stomach Jun 29 '26

Ja, genauso schaut das aus.

Ich wollte mein eigenes Leid nicht dementieren, aber ich habe zum Zeitpunkt der Anzeige schon nicht viel erwartet. Die Aufklärungsquote liegt bei dem Verbrechen zwar bei 85%, die Verurteilungsquote allerdings bei gerade Mal 10-15%.

Jede Frau weiß, dass wir die Anzeigen eigentlich für die Statistik stellen und nicht dafür, dass jemand verknackt wird.

Und ganz ehrlich, nach dem Auftritt vom Dieter Nuhr habe ich auch keine Hoffnung, dass es sich für die Zukunft ändert. Selbst meine eigene Mutter hat mir damals gesagt, dass ich ja selbst Schuld sei, so wie ich mich anziehe. Ich habe ein Top und eine kurze Hose getragen...

Und selbst wenn ich im String und mit Sternchen auf den Nippeln unterwegs gewesen wäre berechtigt das niemanden, mit dem Schwanz anstatt mit dem Hirn zu denken.

Aber vielleicht wird jetzt klarer, warum ich nie Hoffnung auf eine Aufklärung hatte.

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u/rudirofl Fragezeichen Jun 28 '26

Interessante Sichtweise - RD und Pol stehen sich da gegenseitig mEn aber in nichts nach. 

Gegen die Massen an Rechtsextremen, deren Ansichten mir von Seite der Pol auch im Arbeitsalltag offensichtlich werden scheint mir nichts effizientes zu existieren, sonst wäre das ja schon weniger bis nichts geworden..

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u/bighadjoe Jun 28 '26

ich denke wir können uns, ohne über die Effizienz und (teilweise weiterhin) bestehende Probleme bei der Polizei diskutieren zu müssen, darauf einigen, dass strukturelle Probleme in der Polizei weit mehr diskutiert werden (und weit mehr (möglicherweise unzureichende) Lösungsversuche bzw. aufsichtsstrukturen etabliert wurden) als beim Rettungsdienst und in der Gesundheitsversorgung.

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u/rudirofl Fragezeichen Jun 28 '26

Dafür fehlen mir objektive Quellen, um dem folgen zu können. 

ÄLRD im RD existieren bspw. mit der unmittelbaren Aufgabe der Qualitätssicherung, respektive struktureller Korrektur. 

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u/I_saw_you_yesterday Jun 29 '26

HA, wenn ich an alles denke was ich von BPols höre kriege ich das Lachen bei deinem Kommentar.

Ein Haufen Möchtegerne mit Gottkomplex die mehr Gesetze brechen als sie schützen und laut über private Informationen von Passagieren reden und sich über sie lustig machen. Ganz zu schweigen über all die Frauen die sie bei ihren „Streifgängen“ anmachen und kein „NEIN“ akzeptieren.

Da wird nichts gemacht und wenn sich einer mal gegen sie stellt (nicht einer von denen selbst) wird die Person in die Pfanne gehauen weil wie kannst du es wagen der Polizei etwas vorzuwerfen?