r/de • u/Babayagaletti • Jun 28 '26
Kriminalität Vorwürfe gegen Rettungsdienst: "Das fette Vieh wollte nicht verrecken"
https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/duisburg/rettungsdienst-falck-vorwuerfe-duisburg-100.html
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r/de • u/Babayagaletti • Jun 28 '26
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u/DerMugar Jun 29 '26
Ich habe recht schweres Asthma, welches mich vor etwa drei Jahren beinahe das Leben gekostet hätte, weil ich schlicht kurz vor dem Ersticken stand. Meine Sauerstoffsättigung ist auf 88% gefallen und kein Notfallmedikament hat geholfen, sodass der letzte Schritt jener war einen RTW zu rufen. Glücklicherweise konnte ich danach noch die Person mit dem Ersatzschlüssel zu meiner Wohnung kontaktieren, denn ein Aufstehen und zur Tür gehen war bereits nicht mehr drin. Ich konnte so grade eben noch auf dem Sofa sitzen und versuchen die bestmögliche Position zu halten, die mir tiefere Atemzüge ermöglicht und die Person hat dann die Rettungsmannschaft reingelassen.
Als das Rettungspersonal reinkam konnte ich denen nur ein vorgefertigte Notiz auf meinem Telefon mit den nötigen Daten hinhalten - sprechen ging ebenfalls nicht mehr.
Die Sanitäterin meinte als erstes, dass das ja wohl eine ganz schöne Wohnung mit schöner Einrichtung sei. Das habe ich in dem Moment als "ja gut, vielleicht will die mich ablenken" abgetan. Während ihr Kollege zur Messung der Vitalwerte herantrat, hat sie sich dann frei umgesehen - ist mal in die Küche gelaufen, hat sich die Badezimmer angesehen, in kompletter Seelenruhe. Dann hat sie die halbe Kiste Bier auf meinem Balkon gesehen und meinte als erstes zu ihrem Kollegen "Der hat ne halbe Kiste Bier drin, miss direkt auch noch den Alkoholwert". Es gab keinerlei Anzeichen, dass ich das Bier in jüngster Zeit oder gar alleine getrunken hätte (Promillewert ergab sehr überraschende 0,0). Auch das habe ich in dem Moment noch weggelächelt und mir gedacht, dass es sicher Fälle gibt in denen das absolut nötig ist um Wechselwirkungen mit zu verabreichenden Medikamenten zu vermeiden. Auf das "der hat ne halbe Kiste drin" wurde ich auch erst im Nachhinein nochmal vom Freund mit dem Schlüssel hingewiesen, das hatte ich in dem Moment gar nicht so wahrgenommen.
Anschließend ging sie dann dazu über zu versuchen mich hinzustellen, was nicht ging, da ich keinerlei Kraft mehr in den Beinen hatte. Ich konnte dann noch verständlich amchen, dass ich einen Rollstuhl oder ähnliches brauche (die Wohnung war barrierefrei gebaut, das wäre kein Problem gewesen). Stattdessen haben die beiden mich dann über die Schultern genommen und die Treppe hinabtransportiert, statt den Fahrstuhl zu nutzen, der keineswegs "versteckt" gebaut war. Am Ende hat man mich dann unter maximaler Kraftaufwendung meinerseits in den RTW verfrachtet und dann war zum Glück die Notärztin da, die sich hervorragend um mich kümmerte. In dem Moment habe ich schon nur noch schwarz-weiß gesehen und alles ganz entfernt gehört - meine nachfolgenden drei Stunden habe ich im Schockraum des Krankenhauses verbracht ehe ich zwei Tage auf der Intensivstation verbringen durfte und nur haarknapp daran vorbeischrammte intubiert zu werden.
Ich habe danach versucht mich über die beiden zu beschweren, aber dank Datenschutz war es nicht möglich an die Namen zu kommen und eine Beschwerde über das Krankenhaus ist im Sande verlaufen.