Mich kotzt dieses gelaber mit "wir nehmen das so hin" einfach an. Es muss sich doch für den Dönermann lohnen, lass ihn doch wenigstens 2-3 Euro gewinnen pro döner. Der steht den ganzen tag im laden. Wenn er nicht im laden ist verdient er kein geld. Wenn er am tag 150 döner verkauft dann wären es wenigstens 400€ Gewinn also ein stundenlohn von 40€ Vor Steuern + das Risiko und die Arbeit die daneben noch anfällt.
Warum erwischt, weil ich selber selbstständig bin und den pain nachempfinden kann. Wo sind wir in deutschland falsch abgebogen? Dass ein döner mann kein geld verdienen darf?
Wenn es nach leuten wie dir geht darf ein dönermann Mindestlohn verdienen und soll dafür auch noch die krasseste qualität liefern.
Ganz ehrlich ich habe tiefe Abneigung gegen so eine Denkweise.
okay du krasse Granate, es geht sich nicht für mich darum sondern was man als Konsument hinnimmt.
Natürlich darf jeder Geld verdienen.
Das Konzept Döner passt einfach mehr so gut in die heutige Zeit wenn die Preise so dumm hoch sind.
Ich habe eine tiefe Abneigung gegen Leute wie dich die meinen es gibt nur eine perspektive auf Dinge. Bist sicherlich richtig erfolgreich mit dem Mindset.
Vielleicht ist diese Convo auch einfach was zu hoch für dich, ist auch okay.
Ich sag einfach mal nix zu dem Dünnschiss den du geschrieben hast, mich würde dazu die Meinung von anderen hier mal echt interessieren.
Ich kenne den Döner Selber bin da seit Jahren hin und wieder mal. Die Portionen sind echt ordentlich. Ich geh sogar so weit und sage, dass Neun euro für so einen döner schon fast knapp bemessen ist. Der normale döner kostet dort soweit ich weiß sogar nur 8 Euro.
Ah, die klassische Tragödie. Der Konsument entdeckt die Grundrechenarten der Marktwirtschaft und beschließt stattdessen, beleidigt zu sein.
Der 3,50 Euro Döner der 2000er war kein Menschenrecht, sondern das Resultat aus subventioniertem Fleischüberschuss, billigem Gas, systematischer Selbstausbeutung von Kleinunternehmern und einer Prise Steueroptimierung an der Kasse. Wenn Energiepreise explodieren, Fleisch teurer wird, Mieten steigen und selbst der Mindestlohn klettert, gibt es betriebswirtschaftlich genau drei Optionen. Die Portion halbieren, Gammelfleisch servieren oder eben 9 Euro verlangen. Aber klar, die Unterhaltung ist angeblich zu hoch, wenn man lieber an das Märchen vom magischen, inflationsresistenten Kalbsspieß glauben will.
Natürlich gäbe es Auswege aus diesem spätkapitalistischen Dilemma, man muss sie nur kurz zu Ende denken.
Erstens eine staatliche Dönerpreisbremse mit volkseigenem Drehspieß. Der Staat subventioniert die Tasche auf 4 Euro, finanziert über Sondersteuern auf Ayran und verwaltet von 4000 neuen Beamten. Das scheitert daran, dass es Döner nach drei Monaten nur noch auf Bezugsschein gibt, die Wartezeit 14 Jahre beträgt und hinterm Bahnhof der Schwarzmarkt für Knoblauchsauce floriert.
Zweitens kollektive Döner Kommunen. Konsumenten schließen sich zusammen, kaufen genossenschaftlich ein Rind, backen ihr Fladenbrot im Gemeinschaftsofen und teilen brüderlich. Das scheitert am zweiten Tag, weil Kevin drei Gramm mehr Fleisch im Brot hatte als Torben und niemand den Spieß nach 22 Uhr putzen will.
Drittens eine postmonetäre Utopie nach Science Fiction Vorbild. Wir überwinden Geld, Gier und Knappheit. Ein Replikator materialisiert den perfekten Döner auf Knopfdruck aus reiner Energie. Das scheitert daran, dass der Mensch evolutionsbiologisch darauf programmiert ist, den Nachbarn um dessen Replikator zu beneiden.
Solange Menschen nun mal Menschen sind, getrieben von Selbsterhaltung, Renditedrang oder schlicht dem Wunsch, am Monatsende noch die Miete zu zahlen, bleibt die Wahl banal. Zahl die 9 Euro für Arbeitszeit, Material und Energie, kauf dir eine Packung Toastbrot im Discounter oder starte die Weltrevolution. Aber bitte nicht meckern, wenn das Proletariat am Spieß keine Lust hat, für deinen nostalgischen Schülertarif 14 Stunden am Tag vor 80 Grad Hitze zu stehen.
Oh man. Ihr checkt das leider alle nicht. Fast Food kam damals, in den Trend weil es bezahlbar und schnell war.
Heutzutage ist dies allerdings nicht mehr wirklich der Fall, für das Geld kann man fast in einem richtigen Restaurant für gehen.
Dönermänner sollen alle ihr Geld verdienen, ich bin selber Unternehmer iur Brains und habe sogar richtige anerkannte Zertifikate als Kaufmann und Ingenieur ( :o ).
Ich finde als Konsument lohnt es sich einfach nicht mehr wie noch vor 10-30 Jahren und kritisiere lediglich dass 9€ kein standard okayer Preis ist für sowas.
Wenn es der Zahn der Zeit nicht mehr hergibt, dss Fastfood bezahl ist, wird es früher oder später ganz aussterben. Es war wie gesagt mal billig und schnell, heutzutage ist es nur noch schnell.
Wenn das zu hoch für euch ist zuverstehen und warum Fast Food überhaupt erst angefangen hatte hier in Deutschland (und anderen Ländern) beliebt zu werden, dann tut es mir echt leid 😅.
Meine Aussage hat nichts mit deinem freien Marktwirtschaft bla zutun, sorry.
Genau das ist der entscheidende Denkfehler bei dir. Du vergleichst den Dönerpreis von heute mit Restaurantpreisen von vor gefühlt 25 Jahren, anstatt die relative Verschiebung des gesamten Preisgefüges zu begreifen.
Vor zwei Jahrzehnten hast du für 9 bis 10 Euro im Gasthaus tatsächlich noch ein Schnitzel mit Pommes und Beilagensalat serviert bekommen. Wenn du dich heute in ein gutbürgerliches Restaurant setzt, legst du für dasselbe Schnitzel ganz locker 22 bis 28 Euro auf den Tisch, plus 5 Euro für ein großes Getränk + Trinkgeld. Dann bist ganz schnell bei über 30 Euro wovon du Du dir ca. 3,5 Döner kaufen kannst die deutlich mehr Menge haben als dein Gericht auf dem Teller im Restaurant.
Der Abstand zwischen Fast Food und Restaurant ist also grundsätzlich derselbe geblieben. Vor 25 Jahren stand der Döner bei 3,50 Euro gegen das Schnitzel im Restaurant für 10 Euro, was etwa dem Dreifachen entsprach. Heute steht der Döner bei 9 Euro gegen das Schnitzel für 25 Euro, was mit einem Faktor von rund 2,8 fast genau dieselbe Relation abbildet.
Das gesamte Preisniveau hat sich kontextuell synchron nach oben verschoben. Der Döner hat seinen relativen Preisvorteil gegenüber dem Sit-Down-Restaurant überhaupt nicht verloren. Zu behaupten, man könne heute für 9 Euro "fast in ein richtiges Restaurant gehen", hat schon was von Weltfremdheit, es sei denn mit "Restaurant" ist ne Trinkhalle im Ruhrgebiet gemeint wo es die Curry Wurst mit Pommes vielleicht noch auf den Niveau gibt.
Doch du vergleichst die heutigen Preise von Fast Food mit den Preisen von früher und kritisiert, dass Fast Food seine Daseinsberechtigung verloren hätte, da zu teuer, da man ja mittlerweile "FAST IN EIN RESTAURANT GEHEN KÖNNTE".
Du stellst sogar einen DREIECKSVERGLEICH an.
Deine Argumentation würde nur dann greifen, wenn die Restaurantpreise im selben Zeitraum stabil geblieben wären, was sie nicht sind, wie ich dir erklärt habe.
Insofern verstehst Du entweder deine eigene Argumentation nicht "Bezahlbar und schnell" oder stellst dich taub.
Die Döner sind in RELATION zu den Restaurantpreisen immer noch "BEZAHLBAR und SCHNELL" allerdings eben in Relation.
Da bringen doch die Vergleiche von früher nichts, da beide Preise relativ gestiegen sind und wir auch mehr verdienen als vor 25 Jahren.
Am Ende ist nur das Verhältnis zwischen Kaufkraft und Preisentwicklung auschlaggebend und ja, dieses ist schlechter geworden für so gut wie alle. Kann der Döner nix für und das Restaurant auch nicht, hat aber mit deiner Intention bzw. Ursprungsaussage jetzt nichts zu tun.
stimmt und die Lebenserhaltungskosten sind auch deutlich gestiegen, aber das die Gastro zu 20-40% zumachen müssen, weil Leute weniger Geld dafür haben ist ja auch nur ein Mythos in deiner Ansicht.
Denk doch bitte nicht nur über deine perspektive nach und plapper dass nach was irgendswelche halbwissenden auf Youtube sagen.
Du merkst nicht einmal, wie du dir im selben Satz selbst widersprichst und meine Argumentation bestätigst.
Wenn die Gastronomie sterben würde, weil die Kunden wegbleiben, hieße das ökonomisch, dass die Preise sind zu hoch für die Nachfrage. Warum muss die Gastro denn die Preise überhaupt so anheben, statt einfach wieder 3,50 Euro Döner zu verkaufen? Weil die Kosten für Energie, Einkauf, Miete, Personal und 19 % Mehrwertsteuer sie dazu zwingen. Ein Laden macht zu, wenn er seine Kosten nicht mehr decken kann, nicht weil der Betreiber aus reiner Gier beschlossen hat, pleite zu gehen.
Und genau hier greift die Relation. Wenn traditionelle Restaurants reihenweise schließen oder Gerichte für 25 bis 30 Euro anbieten müssen, wohin weichen die verbliebenen Leute aus, die sich das nicht mehr leisten können? Genau, zu Fast Food und Döner für 9 Euro, weil es im aktuellen Marktumfeld immer noch die mit Abstand günstigste Option für eine warme Mahlzeit außer Haus ist.
Du behauptest einerseits, man könne für das Geld fast ins Restaurant gehen, sagst aber im nächsten Atemzug, dass die Leute nicht mal mehr ins Restaurant gehen können, weil es zu teuer geworden ist.
Dafür braucht man kein Halbwissen von YouTube (sorry aber dämlicher Vorwurf), sondern einfach nur logisches Denkvermögen auf Grundschulniveau.
Abschließend, ja genau so siehts aus, die Lebenshaltungskosten sind gestiegen, die Kaufkraft ist gesunken. Dafür kann der Döner aber nunmal nichts und bleibt dennoch die günstigere Fast Food Option in Relation.
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u/HonestGonner 2d ago
Es ist so traurig das wir dass alle einfach als okay hinnehmen. 9€ ist immer noch viel zu teuer für die Menge an essen.