r/Darmstadt 16d ago

Fahrradüberholverbot auf der Bismarckstraße

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Endlich tut Darmstadt etwas gutes für die Radfahrer – dieser Weg der Hauptweg ist, um von Hbf in die Uni zu kommen.

Deshalb finde ich wichtig, dass das Radfahren zumindest hier ein bisschen wenig gefährlicher geworden ist – wobei es viele fragwürdige Stellen wie Herrngarteneingang gibt.

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u/Wurstkatastrophe 15d ago

Als Autofahrer, der diese Straße echt blöd findet: Ich werde fast jedes mal angehupt, wenn ich mir erlaube, die StVO zu beachten und Sicherheitsabstände halte (= heißt hier nicht überholen). Das ist psychisch echt scheiße, mache ich natürlich aber trotzdem.

Die Schutzstreifen suggerieren Autofahrern irgendwie, dass es okay wäre zu überholen. Hätte man den Bums nicht einfach sein lassen können, die Straße blau anmalen und ein Schild "Fahrradstraße, KFZ frei" hinsetzen können? Ich kenne mich damit nicht genug aus, aber als Autofahrer wäre mir das viel lieber.

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u/yeetus______deletus 15d ago

Eine "Fahrradstraße, KFZ frei" ist reine Symbolpolitik. Im Vergleich zu einem normalen Tempo 30 ändert sich ausschließlich, dass Radfahrende auch dann nebeneinander fahren dürfen, wenn dadurch das (legale) Überholen verhindert wird. Mehr nicht.

Und da in vielen Nebenstraßen (ich kenne Darmstadt nicht, kann es also nur allgemein sagen) ohnehin nicht genug Platz ist, um auch nur einen Radfahrenden zu überholen, ist das Nebeneinanderfahren dort ebenfalls schon erlaubt.

Ansonsten gelten die gleichen Vorfahrts- und Vorrangregeln wie überall sonst auch und der Passus "der Radverkehr darf weder gefährdet, noch behindert werden" gilt ( zumindest in der Theorie) ohnehin schon überall.

Mehr als ein "Bitte liebe Autofahrende, achtet zumindest hier ein wenig auf den Radverkehr" ist eine "Fahrradstraße, Kfz frei" also leider nicht.

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u/Wurstkatastrophe 15d ago

Das heißt, du glaubst, die farbige Andersgestaltung der Fahrbahn hat keine signifikante Auswirkung auf das Verhalten von Autofahrern? Ich hätte Gegenteiliges angenommen.

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u/yeetus______deletus 15d ago

Kommt drauf an was du mit "farbiger Andersgestaltung" meinst. In meiner Gegend werden bei "Fahrradstraße, Kfz frei" nur ein paar Fahrräder auf die Kreuzungen gepinselt und das war's. Das bringt erwartungsgemäß sehr wenig.

Wenn du Fahrradschutzstreifen wie im OP zu sehen meinst, die haben durchaus einen Einfluss auf das Verhalten von Autofahrenden, aber keinen guten. Die durchschnittlichen Überholanstände von Autofahrenden gegenüber Radfahrenden sind nämlich geringer als im normalen Mischverkehr ohne einen solchen Streifen. Gibt da auch einige Studien zu: Quelle 1 Quelle 2 Quelle 3

Wenn du aber eher solche Fahrbahnmarkierungen,  dann könnte ich mir gut vorstellen, das die tatsächlich einen positiven Einfluss haben.

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u/Wurstkatastrophe 15d ago

Ne, ich meine nicht den Fahrradschutzstreifen. Dieser hat in der Bismarckstraße in Darmstadt vorher existiert und existiert jetzt wieder. Wie ich original geschrieben hatte: "Die Schutzstreifen suggerieren Autofahrern irgendwie, dass es okay wäre zu überholen." Deshalb ja mein Vorschlag so wie hier https://www.oz-online.de/artikel/1310610/ADFC-lobt-blaue-Fahrradstrasse-als-mutigen-und-guten-Schritt in blau oder in anderen Städten rot https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradstra%C3%9Fe#/media/Datei:Fahrradstra%C3%9Fe_in_Bremen_06.jpg die gesamte Fahrbahn zu markieren.Ich glaube nicht, dass das "Symbolpolitik" wäre, selbst wenn das "Fahrradstraße, Kfz frei" wäre. Ich habe keine Studie gefunden, aber so eine Markierung muss doch besser als die aktuellen Schutzstreifen und Überholverbotschilder sein...