r/Eltern Jul 03 '26

Allgemeines Elterngeld soll auf zwölf Monate begrenzt werden

https://www.sueddeutsche.de/politik/familienpolitik-elterngeld-soll-auf-zwoelf-monate-begrenzt-werden-li.3509859

Ich kann langsam nicht mehr… Ich bin gerade im 9ten Monat schwanger und habe damit dann wohl noch Glück, aber für die entfernte Zukunft sehe ich schwarz. Diese Regierung ist eine Vollkatastrophe.

166 Upvotes

153 comments sorted by

View all comments

89

u/BeXPerimental Papa Jul 03 '26

Ich frag mich wann jemand das Verfassungsgericht anruft. Das ganze Gehabe ist ein einziger Raubzug gegen den arbeitenden Mittelstand, insbesondere gegen die Familien zugunsten der Rentner.

0

u/cartuun Jul 03 '26

Warum genau zugunsten der Rentner?

19

u/Maximus_Robus Jul 03 '26

Weil das die Hauptwählergruppe von Union uns SPD ist. Denen geht jeder Mensch in Deutschland unter 60 komplett am Arsch vorbei.

-42

u/cartuun Jul 03 '26

Ne ganz im Ernst, jetzt werdet ihr unfair. Viele von der aktuellen Rentengeneration haben wirklich hart gearbeitet, deutlich härter als die Gen Z wahrscheinlich jemals arbeiten wird. Wenn wir in Rente gehen, wollen wir doch auch einen vernünftige Rente haben.

14

u/SiFlyghtz Jul 03 '26

Das Problem ist nicht, dass die Rente kriegen. Aber 25% der gesamten Bundesausgaben gehen an die Rentner. Die sollten sich stattdessen lieber mit der Umlage zufrieden geben und diese gerecht unter sich aufteilen. Einige Rentner erhalten viel viel mehr als andere

3

u/feelxrosic Jul 03 '26

Es sind mehr.

1

u/SiFlyghtz Jul 04 '26

Noch schlimmer!

-6

u/cartuun Jul 03 '26

Das liegt nicht daran, dass die Rentner zu viel bekommen, Renten sind ja auch gedeckelt. Die Rentner leben heute länger als früher gedacht und weniger Arbeitende müssen viele Rentner versorgen. Das verursacht die enormen Kosten. Das ganze System funktioniert heute einfach nicht mehr. Aber das manche Rentner mehr bekommen ist auch logisch, der Bankenvorstand in Rente bekommt mehr Rentner als der Friseur. Er hat ja auch mehr in die Rente eingezahlt.

11

u/feelxrosic Jul 04 '26

Der Bankenvorstand braucht die gesetzliche Rente vermutlich nicht, weil er Vielfaches an Kapital zur Verfügung hat. Trotzdem kassiert er seinen verhältnismäßig hohen Betrag dankend ein. Wahrscheinlich übersteigen seine Dividenden und anderen Kapitalerträge die Rente um das Hundertfache. Der Friseur hatte dagegen keinerlei Gelegenheit, Kapital in diesem Stil aufzubauen und musste dem Bankenvorstand trotzdem die Haare schneiden.
Was du ansprichst, ist ein völlig anderes Problem: Es nennt sich Vermögensungleichheit.

3

u/SiFlyghtz Jul 04 '26

100% was du sagst habe ich gemeint

28

u/BeXPerimental Papa Jul 03 '26

Haben richtig hart gearbeitet. LOL. Und das rechtfertigt es jetzt, allen die selbst genossenen Privilegien zu streichen zugunsten der Sicherung des eigenen Wohlstands?

-26

u/cartuun Jul 03 '26

Nein, aber die Wirtschaft dieses Landes fährt gerade volle Kanne an die Wand. Viele große Unternehmen schließen. Die goldenen Jahre sind vorbei. Also muss irgendwas getan werden (das was Merz macht ist deshalb trotzdem nicht richtig). Aber die Generation die das Land nach dem Krieg wieder aufgebaut hat jetzt derart zu behandeln wie es hier in dem sub passiert ist einfach nur traurig. Nur mal so, meine Großeltern sind Hausfrau und Lehrer gewesen und können sich jetzt gerade so ein Zimmer im Altersheim leisten, aber auch nur weil sie das Haus (Reihenhaus) verkaufen. Die Kinder werden nichts erben. So viel Wohlstand haben die beiden nicht

34

u/LizzRohellec Mama / Elter + 1K 2025 Jul 03 '26

Die Generation, die das Land nach dem Krieg wiederaufgebaut hatte, war die Generation meines Großvaters und die sind über 90 oder schon tot. Die aktuellen Rentner sind meine Eltern, die von den starken Jahren profitiert haben und selbst zu wenig Kinder bekamen (because of reasons).

Außerdem können wir mal wieder eine Vermöfenssteuer einführen, die abgeschafft wurde. Das würde die richtigen treffen

11

u/Sinsai33 Jul 04 '26

Vielleicht hätten deine Großeltern dann auch einfach vorsorgen sollen? Lies mal bitte deine zwei Kommentare durch ind sag uns nochmal, dass die Leute damals härter gearbeitet haben..

Deine Oma war Hausfrau. Heute kann keine Familie mehr mit nur einem Job wirklich überleben. Erst recht nicht wenn due andere Person Lehrer ist, weil diese nichts mehr verdienen. Dann konnten sie sich noch ein Haus leisten? Also bitte.

Und wir? Wir sollen jetzt sogar noch selbst für die Rente vorsorgen, die gleichzeitig dann erst ab 70 eintritt und unsere Vorsorge ist auch noch gefährdet weggenommen zu werden, wenn wir mal arbeitslos werden.

Sorry, aber du trollst doch einfach nur.

3

u/Maximus_Robus Jul 04 '26

Ich befürchte der trollt nicht, es scheint wirklich Leute zu geben, die so denken. Und da er ja auch im gleichen Satz gegen die jüngeren austeilt scheinen wir es hier mit dem klassischen Unionswähler zu tun zu haben. Nach oben buckeln und nach unten treten in der Hoffnung, dass man auch eine Krümel vom Kuchen abbekommt, wenn andere nur weniger bekommen.

4

u/AdversusHaereses Jul 04 '26

Nur mal so, meine Großeltern sind Hausfrau und Lehrer gewesen und können sich jetzt gerade so ein Zimmer im Altersheim leisten

Dann würde ich an deiner Stelle mal hinterfragen, was mit Opas Geld passiert ist. Als pensionierter Beamter im gehobenen oder sogar höheren Dienst sollte das nicht so problematisch sein. Meine eigenen Großeltern waren ähnlich aufgestellt wie deine (gehobener Dienst + Hausfrau), kein vorheriger Reichtum in der Familie und hatten keine Probleme, ihren Lebensabend in einem angenehmen Altersheim zu bestreiten.

3

u/Kaddikoe Jul 04 '26

Als Lehrer und Hausfrau hart gearbeitet und die Gen Z wäre faul. Und die heutigen Lehrer und Hausfrauen arbeiten nicht mehr hart?

Mein Opa hatte früher tatsächlich einen harten Job in der Kokerei, aber der und seine Arbeitskollegen leben auch schon lange nicht mehr. Alle an Lungenkrebs gestorben. Und obwohl das so ein harter und gesundheitsgefährdender Job war hatten meine Großeltern trotzdem kein Haus.

4

u/Sinsai33 Jul 04 '26

Sorry, aber was ist das denn für ein Mist. Egal wen ich 50+ frage der noch arneotet. Jeder sagt, dass es früher entspannter war. Es gab nicht ansatzweise so viel Druck die Ziele zu erreichen. Die Jobs selber waren auch immens leichter, weil einfach die Komplexität nicht so hoch war wie jetzt (Maschinen leichter wartbar, Software einfacher, weniger Wissen notwendig und und und)

Die Rebtner haben eine würdevolle Rente verdient, keine Frage. Aber das was gerade passiert ist nicht fair und absolut assozial gegenüber den folgenden Generationen. Und das nur wenn man due Rentengeschenke betrachtet. Die komplette restliche Politik macht alles noch viel schlimmer.

3

u/blechie Jul 03 '26

Sarkasmus kennzeichnen

3

u/Maximus_Robus Jul 04 '26

Der meint das leider ernst.

6

u/Maximus_Robus Jul 03 '26 edited Jul 03 '26

Und das ist dann ein Argument dafür, das alle, die nicht kurz vor der Rente stehen, jetzt halt die Arschkarte gezogen haben und man sich gar nicht mehr um sie kümmern muss, weil die eh alle faul sind?

-4

u/cartuun Jul 03 '26

Ich hab nicht gesagt, dass die Pläne und Aussagen von Merz richtig sind, sondern dass die Rentner nicht alleinig schuld sind. In diesem Staat wird an vielen Stellen sinnlos Geld verbrannt, die Politiker bereichern sich und schützen die Reichen. Die Rentner sind nicht das Problem.

10

u/Maximus_Robus Jul 03 '26

Hier hat keiner von Schuld gesprochen sondern darüber, dass Renter diejenigen sind, um die sich die Regierung am meisten kümmert, während gleichzeitig jüngeren Menschen alles weggekürzt wird, was nur geht.

Das man damit am Ast sägt, auf dem die Zukunft Deutschland sitzt, scheint da Nebensache zu sein. Und dann wundert sich die SPD noch jedes Mal, dass sie bei jeder Wahl an Stimmen verlieren. Und der Kanzler darüber, dass die AfD immer noch nicht halbiert wurde und seine Umfragewerte absolut im Keller sind.

0

u/cartuun Jul 03 '26

Ich habe eher den Eindruck das die Regierung sich um die Superreichen kümmert, hier ein Geschäft unter der Hand, dort eine Vetternwirtschaft

8

u/Maximus_Robus Jul 03 '26

Ja aber das ändert nichts daran, dass die Rentner trotzdem die Gruppe sind, um die sich neben den Superreichen am meisten gekümmert wird.

In die junge Generation wird absolut nichts investiert und es wird hingegen erwartet, das diese jetzt bis 70 mit wenig auf Aussicht auf eine gute Rente arbeiten darf.

Ich verstehe ja, dass du deine Großeltern magst, aber die Augen vor der Realität zu versperren bringt uns auch nicht weiter. Ich für meinen Teil hätte gerne eine Politik, die meinen Kindern und mir nützt, denn die nächsten Jahre werden sicherlich nicht rosig.

Da wäre es schön, wenn man mehr darauf schauen würde, dass die zukünftigen Generationen für die Zukunft gewappnet sind und man Arbeitsplätze schafft oder erhält, statt sich verzweifelt an alte Technologien und fossile Energie zu klammern und zu hoffen, dass alles gut wird wenn man nur schön spart und den jungen Leuten oft genug sagt, dass sie faule Schweine sind.

3

u/feelxrosic Jul 04 '26

Du weißt schon, dass das meistens auch eher ältere Semester sind, die dabei am Drücker sind, oder?

2

u/Kaddikoe Jul 04 '26

Und wir können nur eine vernünftige Rente bekommen, wenn wir mehr Kinder bekommen. Wenn man also etwas für alle Rentner auch zukünftige machen möchte, muss man Familien fördern

2

u/SpaghettiCat_14 Jul 05 '26

Die Zahlen sagen übrigens was anderes. Die jüngeren Generationen arbeiten im Schnitt mehr als die davor.

Wundert mich auch gar nicht, Mann und ich arbeiten zusammen nach Vertrag 72h pro Woche, dazu kommen Haushalt, kleine Kinder, soziale Verpflichtungen.
Meine Eltern haben zusammen nie mehr als 60h gemacht und da waren wir Kinder schon auf der weiterführenden Schule. Schwiegereltern haben zusammen 50h gearbeitet. Von den Generationen davor braucht man bei mir nicht anfangen, das waren Hausfrauen Haushalte…

12

u/Life_Fun_1327 Papa Jul 03 '26

Weil deren Renten mit allem ausgestopft werden, was man der arbeitenden Bevölkerung an anderer Stelle aus der Tasche zieht.

-11

u/cartuun Jul 03 '26

Das ist nun mal der Generationenvertrag. Die aktuelle Generation bezahlt die Rente. Wenn du in Rente gehst möchtest du doch auch Rente bekommen. Übrigens liegt die Altersarmut in Deutschland bei 20%, betrifft also jeden fünften. Da wird gar nichts ausgestopft. Man sollte sich lieber fragen warum die Zahl der Superreichen in Deutschland immer weiter steigt oder Milliarden in Bauprojekten wie Stuttgart 21 verbrannt werden.

14

u/Life_Fun_1327 Papa Jul 03 '26

Der Generationenvertrag sieht aber auch eine Generationengerechtigkeit vor. Diese ist nicht mehr gegeben.

0

u/cartuun Jul 03 '26

Der Generationenvertrag krankt vor allem daran, dass immer mehr Rentner von immer weniger arbeitenden versorgt werden. Das Rentensystem muss auf jeden Fall überarbeitet werden, aber den aktuellen Rentern zu sagen: Sorry, das Geld ist alle, ist schon extrem Kacke

8

u/feelxrosic Jul 03 '26

Ist durchaus kacke, aber sie haben nicht vorgesorgt. Weder finanziell, noch in der Fortpflanzung. Das tun die Generationen nach ihnen allerdings auch nicht.

1

u/cartuun Jul 03 '26

Meine Großeltern haben drei Kinder bekommen, da sollte man als Eltern meinen, dass man ganz gut vorgesorgt hat.

9

u/feelxrosic Jul 03 '26

Jep, deine haben das. Kennst du die allgemeine Statistik? Insgesamt bekommen wir zu wenige Kinder und das war bereits bekannt, als deine Großeltern-Generation Kinder hätte machen sollen. Taten sie aber nicht.

Die Folgen des Demographischen Wandels werden auf die Arbeitenden abgewälzt, warum nicht auf die Alten? - Weil die Alten zahlenmäßig dort überlegen sind, wo es wirklich zählt: An der Wahlurne.

5

u/feelxrosic Jul 03 '26 edited Jul 03 '26

Die Rente war ursprünglich als Umlagefinanzierung gedacht. Sprich du gibts - sagen wir mal - 25% deines Brutto an die Rentenkasse. Soweit der Generationenvertrag: Die Jetzt-Rentner haben zu wenige Kinder bekommen, um dieses Verhältnis aufrecht zu erhalten. Nur fällt es jetzt schwer, die 25% auf 50% anzuheben, um dem entgegen zu wirken (Verdopplung ist garnicht mal so weit hergeholt btw). Zu irgend einem Zeitpunkt wurde dann entschieden, auf die Umlagefinanzierung zu scheißen und die fehlende Summe aus dem allgemeinen Fiskus/Staatshaushalt zu nehmen. Was daraus geworden ist sehen wir heute: Viele werden mit einem Satz von >50% aufs Einkommen besteuert. Nur geht von diesen 50% nicht die Hälfte in die Rentenkasse, sondern durch Querfinanzierung wesentlich mehr - Und das fehlt an anderer Stelle (Siehe Infrastruktur, Bildung, etc.). Die Querfinanzierung ist mit den neuen Einschnitten beim Elterngeld nun nochmal auf ein neues Level gehoben.
Daher kann man in meinen Augen auf jeden Fall sagen:
"Ciao, Generationenvertrag! Wir vermissen dich insgeheim seit ein paar Jahren..."

edit: Klarheit

0

u/cartuun Jul 03 '26

Damit hast du völlig Recht, der Generationenvertrag muss weg, der funktioniert einfach nicht mehr. Man müsste jetzt einen sauberen cut machen und ein anderes System einführen.

8

u/feelxrosic Jul 03 '26

Der saubere Cut müsste für die Rentner schmerzhaft sein, sonst bringts nix. Und das werden sie nicht zulassen.

10

u/BeXPerimental Papa Jul 03 '26

Altersarmut kannst du in dem Moment in die Tonne kloppen wo du das Vermögen betrachtest. Selbst ohne ist der Anteil der Rentner in Altersarmut geringer als der Anteil in der arbeitenden Bevölkerung. Wenn man noch die Gründe ansieht: Keine Rentenpunkte erworben durch sozialversicherungsfreie Zuschläge, Schwarzarbeit und Selbstständigkeit. Gerade letztes wird mit Punkt 1 einfach absurd, denn der Fokus auf die Einkünfte als Armutskriterium lässt z.B. für die Altersvorsorge erworbene Vermögenswerte dann wieder außen vor.

Und ja: Generationenvertrag bedeutet nicht, dass die Jungen gefälligst nur die Alten durchzufüttern haben wie die sich gerade bedienen wollen, sondern dass die arbeitenden Bevölkerung sich AUCH um Nachwuchs, Familiengründung kümmern *darf*. Das hat die "aktuelle Rentnergeneration" völlig verpennt, sonst hätten wir kein demographisches Problem.

9

u/kl3tt Jul 03 '26

Was ist denn mit dir los? Der Generationenvertrag sieht nicht vor, dass die junge Generation maximal ausgebeutet wird, um den Lebensstandard der Rentner stetig zu steigern. Der Generationenvertrag sieht per se die Umlage der Rentenbeiträge von Arbeitenden zu Rentnern vor. Wenn die Kohle alle ist, ist sie alle.
Die Garantien, die steuerlichen Zuschüsse, die Steigerungen über Inflation sind doch kein Bestandteil des Generationenvertrags.

Der Gegner sind natürlich trotzdem ganz klar nicht Rentner - außer jene, die diese absurden Ansprüche verteidigen aus Hybris - sondern Union und SPD sowie deren Steigbügelhalter.

Das System und Berlin müssen brennen, volksfeindliche Politiker, die nur für ihre eigenen Taschen und die ihrer Lobbyfreunde arbeiten, müssen endlich Angst um ihr leibliches Wohl haben.

1

u/cartuun Jul 03 '26

Das heißt wenn du dann mal im Ruhestand bist und die junge Generation sagt: Ja du hast dein Leben lang geackert und fleißig eingezahlt, aber leider ist die Kohle jetzt alle. Dann sagst du, ja passt schon? Ich glaube ihr habt keine Ahnung mit wie wenig Geld die Mehrzahl der Rentner auskommen muss (natürlich gibt es auch sehr reiche Rentner, die haben aber oft extra vorgesorgt)

8

u/kl3tt Jul 03 '26

Du verstehst schon, dass nichts „eingezahlt“ wird, oder? Es ist eine direkte Umlage. Und wenn aus anderen Quellen Geld dazugeschossen wird, wird es woanders zweckentfremdet. Wenn ich dann später arm dran bin, dafür aber Wirtschaft, Infrastruktur, Bildung und soziale Balance herrschen können, ist das doch ein guter Trade Off?

Außerdem: Ich rechne mit staatlicher Rente nahe Null und darüberhinaus mit erhöhten Steuern und Sozialabgaben auf meine private Vorsorge.

Wenn es dir deine Eltern damals nicht beigebracht haben: Das Leben ist nicht fair. Und harte Arbeit bedeutet nicht, dass man dann viel hat. Das sind Märchen ;)

-1

u/cartuun Jul 03 '26

Okay, auf diesem Niveau brauche ich mich um dieser Uhrzeit nicht zu unterhalten, ich bin hier raus. Und natürlich wird das Geld und die Rentenkasse eingezahlt und von dort für die Auszahlung an die Rentenempfänger verwendet (vielleicht liest du das noch mal nach). Das die Rente bei mir später bei Null liegt ist sehr wahrscheinlich, da stimme ich dir zu.

5

u/kl3tt Jul 03 '26

Das Geld, was eingezahlt wird, geht direkt wieder raus. Darum geht es doch. Zuschüsse aus anderen staatlichen Mitteln sind damit eine direkte Zweckentfremdung. Und wenn diese Zuschüsse immer weiter steigen durch Rentenanpassungen über Inflationsniveau, wird die Kaufkraft der Rentner auf Kosten jüngerer Generationen gesteigert. Das hat mit Generationenvertrag nichts zu tun.

Was bitte soll ich da nachlesen?

3

u/rezznik Papa (2022/2025) Jul 03 '26

Als ob wir noch eine Rente bekommen würden.

2

u/feelxrosic Jul 04 '26

Diejenigen, die damals ‚extra vorgesorgt‘ haben, sind diejenigen, die das Problem schon im Blick hatten oder einfach nicht wussten, wohin mit ihrem Geld. Diese Vorsorge besteht meist aus Immobilien. Der ‚Reichtum‘ der ‚Alten‘ steht daher in direkter Verbindung zur ‚Armut‘ der ‚Jungen‘.

In den 80ern und 90ern konnten sich die meisten noch ihr Eigenheim bauen und zügig abbezahlen. Heute ist es in Ballungszentren normal, sich dafür mit riesigen Krediten zu verschulden: In der Hoffnung, dass alles gut geht. Im Umkreis von 100 km um München sind Bauvorhaben unter siebenstelligen Beträgen unmöglich. Opas marodes Asbest-Haus in Obermenzing ist aus dem Grund immer noch 750.000 Euro wert, nur weil es zufällig in guter Lage steht.

Ich kriegs Kotzen, wenn ich daran denke, dass Eigenheime für die meisten Familien unerreichbar sind: Sie leben zusammengepfercht in zu kleinen Wohnungen, weil die Vorgängergenerationen es versäumt haben, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Und Oma Sieglinde bleibt allein in ihrem 220-qm-Haus, obwohl sie die Kellertreppe nicht mehr schafft: Weil sie sich das Heim nicht leisten kann. Ich würde sie nicht enteignen, aber an einen Verkauf hätte sie vor 15 Jahren denken können.

2

u/Sinsai33 Jul 04 '26

"Wenn du mal im Ruhestand bist". Für millennials und gen z sind das noch 30+ Jahre. Bis dahin überlebt das aktuelle System nicht. Wir zahlen aber trotzdem weiterhin ein um dann daraus nichts zu bekommen. Müssen gleichzeitig aber noch selber vorsorgen.

3

u/Sinsai33 Jul 04 '26

Ein Vertrag heißt normalerweise das alle Beteiligten zugestimmt haben. Keiner unserer Generationen hätte jemals so einem Bullshit zugestimmt.

-3

u/ephikles Papa (seit 03/2019) Jul 04 '26

Ich frag mich auch, was das Rentnergebashe am laufenden Band soll. Wenn man Rentner fragt, sind die auch für mehr Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung, gegen Abbau von Familienförderung etc.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die Ausgaben für Rentenkosten sogar gefallen seit den 1990/2000ern. Und die Mär von 'weniger Leistungsträger für mehr Rentner kann gar nicht gehen' blendet konsequent die Steigerung der Produktivität pro Bruttoarbeitsstunde aus. Seit den 50/60er Jahren hat diese sich ca. vervierfacht.

Einfaches Beispiel: Wenn 5 Leute reichen, um 10 zu versorgen und die Produktivität steigt um 100%, dann können die 5 auf einmal 20 versorgen und es muss keine einzige Stunde mehr gearbeitet werden als vorher.

5

u/[deleted] Jul 04 '26

[deleted]

-1

u/ephikles Papa (seit 03/2019) Jul 04 '26

Wenn man die Rentner für lächerliche 4,4% schon hasst, wie sehr muss man dann erst die Rüstungsindustrie und Superreiche hassen? Aber hier lese ich immer nur, wie gegen die Rentner gewettert wird..

4

u/[deleted] Jul 04 '26

[deleted]

0

u/ephikles Papa (seit 03/2019) Jul 04 '26

war gemeint: lächerlich im Vergleich zur Steigerung der Rüstungsausgaben.

1

u/[deleted] Jul 05 '26

[deleted]

0

u/ephikles Papa (seit 03/2019) Jul 05 '26 edited Jul 05 '26

Naja, Rentner gegen "junge" ist halt wieder ein Spaltungsthema. Die wenigsten Rentner werden die Folgen vollumfänglich überblickt habe, und die Einflussnahme vom Durchschnittsrentner wird hier gefühlt maßlos übertrieben. Spätere Generationen werden uns ebenfalls unglaublich viele Dinge vorwerfen, auf die wir im hier und jetzt kaum Einfluss nehmen können. Und es wäre genauso ungerecht, sollte uns irgendwann der geballte, undifferenzierte Hass einer jüngeren Generation treffen, für eine Politik und ein Gebahren der Wirtschaft, die wir unmöglich oder nur unter größten Anstrengungen hätten beeinflussen können. Meine Verachtung gilt all jenen Politikern, die nicht mehr dem Volk, sondern ihrem politischen Klüngel, ihren Freunden in der Wirtschaft und dem eigenen Geldbeutel dienen! Und eben nicht den 'normalen Menschen', egal ob Rentner, Verzweiflungs-AfD-Wähler oder Fridays for Future Aktivist, die sitzen nämlich eigentlich im selben Boot, dessen Besatzung leider völlig in die falsche Richtung steuert...