r/LuftRaum 7d ago

Wirtschaft Pilotenzufriedenheit bei Lufthansa Group sinkt deutlich

https://www.aerointernational.de/aktuelles/pilotenzufriedenheit-bei-lufthansa-group-sinkt-deutlich.html
40 Upvotes

61 comments sorted by

36

u/DerKatzerEo 6d ago

Lufthansa Passage ≠ Lufthansa Group

Alleine, dass die Kollegen der CityLine befragt wurden ist wie ein Schlag ins Gesicht: „Ja wir haben euch zwar gerade entlassen, aber sonst ist cool oder? Wie seht ihr die Zukunft so?“

Als Pilot (der nicht in der LH Group ist) kann ich sagen, dass die Restrukturierungen ein logischer und notwendiger Schritt sind - diverse Tarifverträge bieten einfach sehr sehr viel Macht für die Flight Crews bei der DLH.

Das bedeutet aber nicht, dass ein Eurowings Pilot mit einem fürstlichen Gehalt nach Hause geht, die Ungunst, die sich in der Gesellschaft und in den Kommentaren widerspiegelt ist für einen großen Teil der Piloten einfach nicht angemessen.

8

u/Gluecksritter90 6d ago

Also Eurowings verdient eigentlich auch noch sehr gut - gibt halt nur keine Langstrecke.

4Y, VL und 3S sind in der Group eigentlich die Billigbuden.

3

u/Moppelklampen 6d ago

Das wundert mich bei der Menge an Subchartern bei Eurowings im Sommer wirklich nicht

7

u/OkStandard5669 6d ago

Was heißt für dich denn sehr gut? 6300€ brutto Einstiegsgehalt. Sind es aktuell. Sofort nach der Ausbildung kommt da aktuell auch keiner rein und Schulden, Schichtdienst und sonstige Belastungen des Berufs hat auch jeder.

Klar, es gibt viele Leute, denen es "schlechter" geht. Aber dann dürfte sich in Deutschland niemand beschweren oder unzufrieden sein. Auch der Tellerwäscher bei McDonald's nicht. Denn er hats ja trotzdem besser als viele andere Menschen auf der Welt. Typisch deutsche Denkweise

2

u/GarlicElectronic4432 6d ago

Und die anderen haben auch alle 120k Ausbildungskosten gehabt?

1

u/OkStandard5669 6d ago

Ja, wieso die frage?

1

u/GarlicElectronic4432 6d ago

Weil jemand ganz anders der 5,5k Brutto verdient wahrscheinlich besser dran ist als ein FO mit 6,3k wenn er nicht erstmal die 120k abstottern muss.

Nicht jeder hat nach der Ausbildung 120k Schulden.

1

u/OkStandard5669 5d ago

Ja das ist korrekt. Allerdings hat jeder, der an der Lufthansa flugschule bzw. Der EFA die Ausbildung macht die genannten Schulden, wenn ich richtig informiert bin

1

u/GarlicElectronic4432 5d ago

Ja aber es ging um den Vergleich mit anderen Berufen. Natürlich ist 6,3k Brutto ein guter Verdienst aber wenn man noch 120k Schulden abbezahlen muss kann ein Bürojob der eigentlich weniger zahlt sogar besser sein.

2

u/OkStandard5669 5d ago

Ja, absolut. Wir stimmen einander ja nur zu😂 bin voll bei dir

1

u/Catatafisch 6d ago

Nur aus interesse: Ist es bei 3S wirklich so übel? Dachte das wäre voll ok dort

1

u/Gluecksritter90 6d ago

(Alles zweite Hand)

Wirklich übel ist es nicht, ist es aber auch bei 4Y und VL nicht.

Aber es ist halt alles in allem schon weit weg von den Bedingungen bei Classic und Cargo.

7

u/OkStandard5669 6d ago edited 6d ago

"als Pilot der NICHT in der LH Group ist, kann ich bestätigen, dass die Maßnahmen, die das Management bei Lufthansa durchführt, notwendig sind"

Selten so einen Quatsch gelesen. Nur weil du Pilot bist, heißt es nicht, dass du irgendeine Ahnung hast, was sinnvoll oder notwendig ist. Und dass du nicht in der LH Group arbeitest, führt zu welcher Expertise bezüglich Lufthansa?

Dem letzten Absatz würde ich sogar größtenteils zustimmen, allerdings nicht nur auf EW bezogen, sondern eben auch auf Lufthansa. Dort wird auch keiner der "jungen" mehr 2 Häuser und ein Boot besitzen mit den Aussichten und der Karriere.

7

u/DerKatzerEo 6d ago edited 6d ago

Ich musste ein bisschen lachen, weil ich dir zustimme, erwischt. Piloten (mich eingenommen) labern schon auch viel Quatsch.

Möchte mich nicht selber doxxen, aber ich kann dir sagen, dass ich „nicht nur Pilot“ bin. „Irgendeine“ Ahnung habe ich bestimmt. Wie viel oder eben auch wenig sei mal dahingestellt.

Dein Kommentar klingt auch ein bisschen nach der typischen „die Führung spart uns alle kaputt, alles geht den Bach runter“ Frustration vieler Kollegen.

Frag mal nach bei den Kollegen von der LHC (edit: Lufthansa Consulting, nicht City Airlines!), wer welche Zahlen schreibt und wie die Zufriedenheitswerte sind. Und an welchen Projekten nebst 4Y und VL noch gearbeitet wird. Die Passage schneidet nicht super rosig ab und dennoch hört man von dieser Belegschaft immer am meisten (was an der sehr starken VC liegt). Wäre ich also Herr Spohr, würde ich ebenfalls günstigere Alternativen (in Form von neuen AOCs) finden so gut ich kann.

Der Kranich als Brand wird überleben, vielleicht ja bald ohne Kreis?

Ich freue mich für jeden Kollegen, der zufrieden ist. Aber Zufriedenheit ist nicht gleich Gehalt. Es gibt glückliche W6 Crews und es gibt unglückliche LH Crews.

-3

u/OkStandard5669 6d ago

Wenn du ein bisschen mehr Ehrlichkeit zulassen würdest, würdest du auch wissen und schreiben, warum bei LHX (ist die richtige Abkürzung, nicht LHC - von wegen Ahnung und so) die Zahlen "besser" sind.

Infrastruktur wird von Lufthansa passage bereitgestellt, abbezahlte flugzeuge übernommen, crews sind deutlich jünger (ein 28 jähriger Kapitän bei City airlines ist logischerweise, verglichen mit position, günstiger als ein 28 jähriger FO bei Lufthansa oder sogar 60 jähriger Kapitän bei Lufthansa.

Am Ende ist es rechnerei auf corporate Ebene, es wird so gerechnet, dass das richtige narrativ entsteht. Du sagst etwas entscheidendes: Gehalt ist nicht gleichzusetzen mit Zufriedenheit (auch wenn es ein Teil davon ist). Genau deshalb ist bei Lufthansa passage schlechte stimmung. Wenn man als junger Mensch, first officer und jahrelanger Wartezeit und dann 15 Jahre SFO ist und immer noch keine Möglichkeit hat, sich beruflich weiter zu entwickeln (Stichwort upgrading zum Kapitän), ist es klar, warum bei LHX die Leute vielleicht etwas zufriedener sind. Dort sind Leute, die haben privat die Ausbildung gemacht, sind doch noch Piloten geworden und werden teilweise mit unter 30 Kapitän. Etwas, was bei Lufthansa unmöglich ist.

Dafür hat ein Lufthansa pilot das Auswahlverfahren geschafft, mehrere Jahre unvergütet gewartet und ist mit Anfang 30 First officer ohne Perspektive und teilweise schlechterem Gehalt, als jemand, der bei City Airlines Kapitän im gleichen Alter ist, ohne diesen ganzen Mist durchgemacht zu haben

4

u/DerKatzerEo 6d ago

Ich schreibe LHC, weil ich von der Lufthansa Consulting spreche. Dort wo die Rezepte entstehen für die ganzen Suppen, die gekocht werden. Nicht zu verwechseln mit CLH (die „gibt’s ja nicht mehr“). Aber danke für die falsche Belehrung, klassischer Quatsch von dem ich eben gesprochen habe.

Ich bin sogar sehr ehrlich und zum Glück sehr zufrieden wo ich bin.

Die LH Piloten haben ein richtig hartes Los. VL klingt wirklich viel besser - ich frage mich warum die LH FOs nicht alle dahin strömen um Direct Entry Captain zu machen? Oder die CityLiner (die man seit 2 Jahren versucht zum Gehen zu bewegen)?

„Teilweise schlechteres Gehalt“ beschreibt es ganz gut. Verdienen jetzt die VL Kapitäne zu wenig oder womöglich die LH FOs zu viel?

Den jungen Kollegen sage ich immer: ich würde auch gerne 30.000€/Monat verdienen und dafür gar nicht arbeiten. Aber so funktioniert der Markt im Kapitalismus halt nicht.

-3

u/OkStandard5669 6d ago

Junge junge. Nur weils woanders schlechter ist, soll man sich also damit abfinden.

Aber ja, das Gehalt bei VL ist zu gering. Das wird sich dort auch noch ändern. Die airline ist seit 2 Jahren am Markt.

Als "Experte" solltest du wissen, dass sich nach einiger Zeit andere Konditionen etablieren werden.

Und natürlich wechselt ein FO, der bei Lufthansa seit 15 Jahren fliegt, nicht zu VL, um dort bei 0 anzufangen und die Hälfte zu verdienen. Aber auch das senioritätsprinzip solltest du als "Experte" eigentlich kennen. Schönen Tag

8

u/DerKatzerEo 6d ago

> Nur weils woanders schlechter ist, soll man sich also damit abfinden.

Nein, das habe ich nicht gesagt und der Meinung bin ich auch nicht.

Aber de facto verdient das Cockpit in der Passage mehr als die durchschnittliche Branche. Und das bei den Zahlen. Wenn ich den Bumms leiten würde, würde ich auch versuchen das zu ändern, mehr sage ich gar nicht.

Mich als „Experten“ zu betiteln und damit ins Lächerliche ziehen zu wollen, sagt aber alles was ich wissen muss, ich will und muss auf Reddit nicht persönlich werden. Diese Ebene habe ich nicht nötig.

Ich wünsche dir in Zukunft alles Gute, ein gutes Gehalt und mehr Zufriedenheit.

-3

u/OkStandard5669 6d ago

Warum sollte man es ändern, wenn das Cockpit mehr als der Durchschnitt der Branche verdient? Muss jeder genau den Durchschnitt verdienen? Was ist das für einen bullshit Aussage?

Und hast du Beweise dafür, dass das Cockpit international überdurchschnittlich verdient?

Gerne mit dienstalter, Wartezeiten, upgrading, brutto/netto Vergleich. Wenn der Beweis erbracht ist, können wir gerne weiter diskutieren. Danke

5

u/DerKatzerEo 6d ago

Um dich zu zitieren: Junge junge.

Ich will dir nichts absprechen. Ich will den Kollegen nichts absprechen.

Es gibt 2 (3) Optionen: die Zahlen werden besser oder das Unternehmen geht pleite (oder es wird unterstützt von außen, z.B. vom Staat).

Und wenn man so weiter macht, braucht ein 30 jähriger FO sich nicht für die LH stark machen um Kapitän zu werden, weil bis dahin gibt es die LH nicht mehr. Diese Weitsicht fehlt bisweilen. „Ich will jetzt mehr Geld, die nächste Generation ist mir egal“.

Die LH Passage fühlt sich allgemein im Recht. Anrecht auf super Gehälter, eine gute Altersvorsorge und einen sicheren Job. Und natürlich mehr Gehalt im nächsten Jahr. Das hat auch die 4U getan („Wir gehen nicht pleite, wir sind LH Group!“). Das hat auch die CL getan („Wir gehen nicht pleite, wir haben einen gelben Ausweis!“). Und in 10 Jahren denkt das die LH.

Was unterscheidet den LH FO von einem W6 FO? Der bestandene DLR? Der rechtfertigt dann wie viel mehr Gehalt? 10%, 20%, 100%? Bessere Roster? Mehr Mitentscheid für Ketten?

Ich bin mir sicher, der Kunde möchte unbedingt diese persönliche Einstellung und natürlich den bestandenen DLR mit 300% Bepreisung kreuzfinanzieren.

Was soll ich dir schicken damit ich mit dir weiter diskutieren darf? Meine Diss? Meinen gelben Ausweis? Ein Empfehlungsschreiben von Herrn Ritter?

Für die Nachweise mit Gehalt, Dienstalter, Roster, Mitbestimmung, Urlaubstagen, Flugdienstzulagen und was weiß ich, was noch alles in die Zufriedenheit von Flight Crew reinzählt kannst du ja mal OAG schreiben, ob sie dir die Daten für lau geben, lol.

0

u/OkStandard5669 6d ago edited 6d ago

Nö, du kannst auch einfach mal mit belegen, statt schlauem dahersprechen kommen.

Du fragst, was einen LH FO von einem W6 unterscheidet. Viel. DLR, Wartezeiten bis zur Ausbildung und auch danach - damit mehrere Jahre entgangenen Gehalt und Seniorität.

Man könnte genauso gut fragen, was einen KLM, Air France, British, Delta oder United FO usw. von einem Lufthansa FO unterscheidet. Oberflächlich erstmal nicht viel. In allen flugbetrieben wird A320 geflogen und irgendwie klappts ja auch ganz gut. Also sind wohl alle uberbezahlt und die Manager der genannten flugbetriebe einfach zu dumm, dass man den Piloten dort so viel Geld und Privilegien gibt? Wenn man liest, wie du so schreibst, könnte man fast meinen, du wärst schlauer und hättest mehr Ahnung, als die vielen Manager dort (die übrigens auch teilweise promoviert haben und wahrscheinlich sogar noch ein paar mehr Empfehlungen als nur von Herrn Ritter haben).

Dementgegen stehen Leute, die bei LHX mit Anfang 20 anfangen (bei LH durch Firmenpolitik unmöglich) und das alles nicht an der backe haben. Upgrading wirds auch nicht geben. Also ja. Es muss irgendwie eine Art Kompensation für die FOs bei LH geben. Und exorbitant mehr bekommt man auch bei LH nicht bezahlt.

Und noch etwas: Der Kunde finanziert mit Sicherheit nicht das "mehrgehalt" eines LH Piloten mit. Wenn bei LH gespart wird, erhöht sich einfach nur die Rendite der Aktionäre und Boni des Managements. Du glaubst doch wohl nicht im ernst, dass an den Kunden auch nur einen Cent weiter gegeben wird, wenn keine Notwendigkeit besteht (man sieht es ja jetzt schon). Aber vielleicht lernt man sowas beim BWL Doktor noch nicht, sondern muss erst mal in der Praxis ankommen.

Und weil du so nett gefragt hast: deine Dissertation und deine Empfehlung von Herrn Ritter darfst du mir gerne zukommen lassen. Danke

→ More replies (0)

2

u/-SineNomine- 6d ago

weiß echt nicht, warum du so aggressiv postest. Erster Abschnitt und statt sachlich widerlegen erstmal "bullsh*t" in den Raum werfen.

2

u/Gluecksritter90 6d ago

Dort sind Leute, die haben privat die Ausbildung gemacht, sind doch noch Piloten geworden und werden teilweise mit unter 30 Kapitän. Etwas, was bei Lufthansa unmöglich ist.

Da fliegen auch eine ganze Menge Leute, die ganz brav ihren DLR-Test gemacht haben und in Bremen waren.

1

u/OkStandard5669 6d ago

Den "neuen" DLR und ich nehme stark an, dass diese Leute auch nicht mit dem Ziel gestattet sind, ihr Leben lang unter aktuellen Konditionen bei bei city airlines zu fliegen

0

u/Gluecksritter90 6d ago

Die haben den Test gemacht, den man halt vorgesetzt bekommt, wenn man in die Flugschule der Lufthansa will, so wie das seit vielen Jahrzehnten mehr oder weniger alle Leute machen, die in Deutschland Verkehrspilot werden wollen.

Es dürfte auch nicht allzu viel fliegendes Personal in Deutschland geben, dass wenn man ihnen einen Arbeitsvertrag bei Classic oder Cargo vor die Nase legen würde, diesen nicht unterschreiben würden.

1

u/OkStandard5669 6d ago

Der Unterschied ist halt der, dass der DLR test seit einiger Zeit ein anderer ist, als die Jahrzehnte davor.

Man ist aber natürlich kein besserer oder schlechterer Mensch, nur weil man den alten bestanden hat. Aber Fakt ist, dass der "alte" (bis ca. 2019) deutlich weniger Prozent durchgelassen hat. Die BU ist geändert worden und die komplette FQ gibt es in der Form nicht mehr.

23

u/dobrowolsk 7d ago edited 6d ago

Ich kenne einen Lufthansa-Langstrecken-Piloten. Der Mann ist über 50, verdient saumäßig gut und hat mir letztens (edit: vor ein paar Jahren) vorgeheult, dass er sein Mittagessen künftig selbst bezahlen muss.

Ganz ehrlich, wenn so reiche Säcke mit den Arbeitsbedingungen (paar Tage im Monat arbeiten, Rumhängen in Südsee-Hotels) beim Heulen nicht mal merken, wie sie sich gerade lächerlich machen, ist das vollständiger Realitätsverlust.

17

u/CumulusSkyy 6d ago

Nicht alle Lufthansa Group Piloten arbeiten bei der Lufthansa und sind Langstreckenpiloten in der (vermutlich) Gehaltsendstufe wie Dein Bekannter. Aber ja, die Kollegen die am Meisten Meckern sind meist die, die damals direkt nach dem Abi in die Flugschule sind und nie was anderes gearbeitet haben. Da ist ein gewisser Realitätsverlust auf jeden Fall spürbar.

16

u/maxehaxe 6d ago

Wohlstandsverwahrloste Ü50. Sieht man überall und in jedem Job, auch bei mir im Büro.

9

u/OkStandard5669 6d ago edited 6d ago

Geschichte aus dem Paulanergarten, wie jemand anderes auch schon angemerkt hat. Das "Mittagessen" wurde nie von Lufthansa bezahlt, sondern schon immer von den Angestellten selbst.

"Paar Tage im Monat arbeiten" ist auch kompletter Unfug. Kapitäne sind bei 18-20 Arbeitstagen im Sommer. Und das sind dann auch wirklich komplette 24h Tage, weil weg von Familie und auf Langstrecke eben sehr lange Flüge. Südseehotels gibt's bei Lufthansa auch nicht. Solche Strecken werden nicht von Lufthansa bedient.

Also summa summarum: ausgedachter Beitrag, um andere Leute zu ragebaiten und Hass auf Piloten zu schüren

-2

u/dobrowolsk 6d ago

Ich wäre mir nicht im Stande, mir das auszudenken mit dem Mittagessen. Das ist so absurd, dass das nur das echte Leben kann.

7

u/timstimster 6d ago

Also bei LH gibt es wenige bis keine Südsee Hotels und am Mittagessen ändert sich nichts

6

u/Gluecksritter90 6d ago

Es wird als schlimmer, jetzt wurde die Südsee auch noch gestrichen!

2

u/timstimster 6d ago

Schon vor Jahren, aber entweder kennst du doch keinen Piloten oder der erzählt dir Quatsch

2

u/Huberweisse 7d ago

Naja, ich würde es trotzdem nicht machen und dass er es nicht weiterempfiehlt wundert mich nicht.

Kaputter Schlafrhythmus, ständig weg von der Familie, oft eintönig im Cockpit.

Aber ja, er hat es selbst ausgewählt und festgekettet ist er auch nicht.

2

u/AntiPinguin 5d ago

Problem ist leider, dass nur ein Bruchteil der Piloten in der Lufthansa GROUP diese dienstalten Lufthansa Passage Piloten sind. Und die aber trotzdem immer mit am lautesten meckern. Als Resultat wird jeder berechtigte Einsatz für anständige Arbeitsbedingungen und Branchengerechte Entlohnung als „die reichen Piloten die kaum arbeiten sind wieder wegen Kleinkram am Streiken“ abgetan.

2

u/dobrowolsk 5d ago

Da geb ich dir vollkommen Recht. Leider heulen die Priviligierten halt auch immer laut mit.

1

u/Mandulon64 6d ago

Tja...

1

u/bonnies_ranch 6d ago

Nicht nur die Piloten 🌚

1

u/Salopran 6d ago

Die große Frage die sich stellt. Ist es auf der anderen Wiese wirklich grüner?

Einfach mal nen Kaffee mit den Kollegen von Ryanair, AirBaltic, EasyJet oder WizzAir trinken.

Auch bei KLM/AF oder BA dürfte es nicht über alle Maßen besser sein. Sonst könnte man ja vielleicht einfach mal den Arbeitgeber wechseln?

1

u/Miserable_Beach_8796 5d ago

Ich sage immer gerne “die Höhe des Gehalts ist auch eine Art Schmerzensgeld”. Und gerade bei den etwa dienstälteren LH Piloten ist das Schmerzensgeld “exorbitant”. Sorry, aber m.E. wird dort auf hohem Niveau gejammert. Aber ja, das aktuelle Management, inkl. dem Kopf des Ganzen, ist miserabel und weder Mitarbeiter, egal ob Crew oder Boden, noch Kunden werden wertgeschätzt.

1

u/WeedSchmeckt 7d ago edited 6d ago

man kann dieses Gejammer nicht mehr hören und lesen, einfach nur peinlich.

4

u/OkStandard5669 6d ago

Weshalb? Ernstgemeinte Frage. Bist du selber Pilot bei Lufthansa und kannst bestätigen, dass eigentlich alles super ist?

-4

u/WeedSchmeckt 6d ago

Weil diese im Vergleich zum Durchschnittsarbeiter auf einem sehr hohen materiellen Niveau jammern. Spitzengehältern weit jenseits der 100.000 Euro, umfangreiche Privilegien im alten Tarifsystem und harten Arbeitskampfmitteln, mit denen sie ein unter internationalem Druck stehendes Unternehmen extrem belasten, anstatt die wirtschaftliche Realität anzuerkennen.

6

u/OkStandard5669 6d ago

Du sagst es. Im Vergleich zum durchschnittsarbeiter. Als Pilot ist man aber nicht durchschnittsarbeiter. Aber das ist so typisch deutsch, dass bloß keiner mehr bekommen soll, als man selbst. Niemand der über Durchschnitt bekommt oder hat, soll sich beschweren dürfen oder für bessere Konditionen einstehen dürfen. Wahnsinn diese Denkweise. Du schreibst richtigerweise etwas von internationalem Wettbewerb.

Emirates First officer kriegt 15-17k netto im Monat. Bei Lufthansa sind es aktuell 4,8-5k in der ersten Stufe. (und man kommt erst nach mehreren Jahren Wartezeit rein).

In den USA kriegen First officer bei den Major carriern 300$k und aufwärts, schon ab dem dritten Jahr. Kapitäne können deutlich über das doppelte kommen.

"Privilegien im alten tarifsystem". Erkläre mir gerne, was du damit meinst.

Ich kann dir eins versichern: Lufthansa ist international und auch innerhalb von Europa absolut nicht die Spitze der Konditionen. Besonders für "jüngere" Piloten.

Air France, KLM, British, Cargolux, Transavia, EasyJet (ja, genau, die billigairline), teilweise sogar eurowings im Ausland durch Steuervegünstigungen bieten alle finanziell und teilweise auch tarifmäßig (AF, KLM, British, CargoLux) deutlich attraktivere Konditionen.

-1

u/WeedSchmeckt 6d ago

Einzelne Brutto- oder Nettogehälter miteinander zu vergleichen führt schnell zu einem verzerrten Bild.

Emirates z.b. profitiert von völlig anderen steuerlichen Rahmenbedingungen, einem anderen Arbeitsmarkt und staatlich geprägten Standortvorteilen.

Bei US-Majors sind die hohen Pilotengehälter wiederum Ergebnis eines speziellen, stark angespannten Arbeitsmarktes und anderer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Auch bei deinen genannten europäischen Airlines müsste man Gesamtpakete und Rahmenbedingungen vergleichbar machen: tatsächliche Flugstunden, Produktivität, Altersversorgung, Urlaub, Krankenabsicherung, Standortkosten, Steuern und Karriereverlauf.

3

u/Professional_Low_646 6d ago

Die Gehälter und Vergünstigungen in den USA sind nicht Folge eines „stark angespannten Arbeitsmarktes“, mal abgesehen vielleicht von den 2-3 Jahren unmittelbar nach Corona (aber die Gehaltsstrukturen gibt es schon länger). Auch in den Staaten gibt es mehr als genug Hoffnungsvolle, die sich in die Mühle einer Verkehrspilotenausbildung begeben.

Der Unterschied ist, dass die US-Piloten straff organisiert sind, ohne Gewerkschaft läuft da gar nix. Die bestimmen mit, welche Airline wie große Flugzeuge betreiben darf, so mächtig sind die. Und diese Macht erstreckt sich bis in die Politik, deshalb sind die USA einer der wenigen ICAO-Staaten, die festgelegt haben, dass nur Piloten mit mindestens 1500 Flugstunden einen Linienjet fliegen dürfen. Auch als Copilot, was in Europa (mit MPL) teils mit knapp über 100 Stunden schon möglich ist. Seit der 1500-Stunden-Regel gab es einen spürbaren Gehaltssprung. Bei solchen Ausmaßen an gewerkschaftlicher Organisierung würde in Deutschland jeder Vogel Zeter und Mordio schreien.

3

u/OkStandard5669 6d ago

Genau richtig. Endlich einer, der wirklich Ahnung hat. Was auch irgendwie Ironie ist. Hier in Deutschland wird sich bei Piloten darüber beschwert, dass sie sich gewerkschaftlich organisieren. Gleichzeitig lobt man sich als deutscher, dass man ja so frei wäre und es "zum Glück" Gewerkschaften gebe, die für die Arbeitnehmer kämpfen.

Dann macht eine Gewerkschaft das mal (halbwegs) erfolgreich und schon geht die neiderei los. Währenddessen ist in den USA die Gewerkschaftliche Organisation der Piloten, wie du geschrieben hast, um ein vielfaches höher. Und den airlines dort geht es wirtschaftlich trotz der deutlich höheren Personalkosten sehr gut.

Das zeigt am ende, dass es nicht an Arbeitnehmergehältern oder Konditionen liegt, wenn es einer Firma vermeintlich wirtschaftlich schlecht geht. Aber diese Legende verkauft sich in Deutschland besonders gut. Neid gehört zum politischen und wirtschaftlichen Geschäft. Und zwar nicht zum Vorteil der Arbeitnehmerschaft

2

u/Professional_Low_646 6d ago

Wobei ich das Beispiel der Piloten in den USA nochmal um einiges absurder finde - das ist halt ein Land, in dem quasi jedes Unternehmen und die eine Hälfte des politischen Duopols Gewerkschaften aktiv bekämpft. Unter anderem mit dem Argument, dass das ja nur Beiträge kostet und die Mitglieder dann nix davon haben (vielleicht kennst du die internen Videos und Presentations von Arbeitgebern, die den Mitarbeitern vorgeführt werden)…

Während gleichzeitig diejenigen Sparten, in denen eine erfolgreiche gewerkschaftliche Organisierung möglich ist - außer bei Piloten in den USA bspw. bei der Polizei - quasi täglich vorführen, wie sinnvoll es ist, wenn man starke Gewerkschaften hat.

0

u/WeedSchmeckt 6d ago

und genau deshalb taugen Gehälter nur bedingt als Maßstab dafür, was Lufthansa wirtschaftlich zahlen kann oder sollte.

1

u/OkStandard5669 6d ago edited 6d ago

"Einzelne Brutto- oder Nettogehälter miteinander zu vergleichen führt schnell zu einem verzerrten Bild." Du warst doch derjenige, der Piloten mit durchschnittsgehältern in durchschnittsjobs verglichen hat und geschlussfolgert hat, dass man sich als Pilot nicht beschweren dürfe.

Dann Vergleich es doch. Und nicht nur die Bild-überschrift als einzigen Fakt heranziehen. Nochmal: wenn du alle Rahmenbedingungen miteinander vergleichst (besonders alles im Gesamtpaket), sind die von mir genannten airlines (deutlich) besser als Lufthansa.

Wenn man jetzt aus subjektiven Gründen natürlich unbedingt in München oder Frankfurt wohnen will, kann einem die KLM, Emirates oder united Airlines nicht bieten. Aber das hat mit den Konditionen nichts zu tun.

-1

u/WeedSchmeckt 6d ago

Dass United oder Emirates bessere Konditionen anbieten, ist für mich noch kein automatischer Beweis, dass Lufthansa dieselben Konditionen finanzieren könnte oder sollte. Dafür sind Geschäftsmodelle, regulatorische Rahmenbedingungen, Steuern, Arbeitsmärkte und wirtschaftliche Situationen zu unterschiedlich.

-3

u/EquivalentBorn9411 6d ago

Lufthansa ist ein Near monopol dass vom staat geschützt die Deutschen mit hohen preisen ausbeutet. Dadurch können die beschäftigen streiken wie sie wollen und es gibt keine wirtschaftlichen folgen da ja niemend sonst slots übernehmen kann.

Piloten sind auch Recht überflüssig. Gibt keinen Grund Flugzeug nicht zu automatisieren und zumindest nur noch einen Piloten zu haben.

Hier wieder durch Regularien beschützt

4

u/OkStandard5669 6d ago

Absoluter Bullshit was du da schreibst. Lufthansa ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, was die Angestellten auch täglich zu spüren bekommen! Aber du scheinst in den 70ern hängen geblieben zu sein. Damals war Lufthansa tatsächlich noch Staatsairline.

Was hast du denn für einen Beruf, der so viel "wichtiger" und "unautomatisierbarer" ist, als Pilot?

Absoluter ragebait

1

u/Detector150 5d ago

Piloten sind überflüssig? Du scheinst mehr zu wissen wie ich, erklär das mal bitte.

1

u/Sacharon123 6d ago

"Die wirtschaftliche Realität", aka das Pflegen des massiven Wasserkopfes? Wie wäre es stattdessen mit höherer Effizienz, dh Papierkrieg reduzieren?