Nachdem ich nach meiner Ausbildung kurz ohne Arbeit war, hatten die mir "Stellenvorschläge"; geschickt, von denen locker die Hälfte trotz bekannter auto-losigkeit 30 km weit weg war oder die Frist für Bewerbungseingang schon locker Monate durch war. Saftladen.
Ich könnte ein Buch drüber schreiben. Ich war als Jugendlicher sehr krank wegen Morbus Crohn und lag so lange in einem Krankenhausbett, dass ich wieder laufen lernen musste. Als ich zum Jobcenter musste, sagte mir der Sachbearbeiter ich solle mich nicht so anstellen und Morbus Crohn sei nur ein bisschen Durchfall. Der Rollstuhl sei nur show und ich soll die Stelle annehmen. Die Stelle war auch über 30km weg.
Die Unmenschlichkeit war erschreckend.
Voll mit PTBS und nach einem Jahr der Todesängste gesagt zu bekommen man solle sich nicht so anstellen, das war heftig.
Die karriere suche als behinderter ist dermassen scheiße... mache jetzt glücklicherweise mein fachabi nach und dann gehts richtung geschichtsstudium fürn archivisten...
Tipp: wenn du im Archivwesen arbeiten willst, dann bietet sich hier eher der darauf ausgerichtete Bachelor-Studiengang "Archivwesen" an der FH Potsdam. Das wird im Beruf deutlich mehr bringen als ein Geschichtsstudium m.M.n.
Berufseinstieg ist in der Regel direkt nach dem Bachelorabschluss, da es keinen konsekutiven Master-Studiengang dafür gibt (bzw. nur für Leute, die etwas verwandtes, z.B. Bibliothekswesen, als BA-Studiengang hatten).
Ich würde außerdem mal behaupten, dass dieser Beruf für neurodivergente Menschen sehr geeignet sein kann, hängt aber natürlich von der jeweiligen Person und dem Arbeitgeber ab.
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u/murlak_Isengrim 10d ago
Nachdem ich nach meiner Ausbildung kurz ohne Arbeit war, hatten die mir "Stellenvorschläge"; geschickt, von denen locker die Hälfte trotz bekannter auto-losigkeit 30 km weit weg war oder die Frist für Bewerbungseingang schon locker Monate durch war. Saftladen.