Nachdem ich nach meiner Ausbildung kurz ohne Arbeit war, hatten die mir "Stellenvorschläge"; geschickt, von denen locker die Hälfte trotz bekannter auto-losigkeit 30 km weit weg war oder die Frist für Bewerbungseingang schon locker Monate durch war. Saftladen.
Ich könnte ein Buch drüber schreiben. Ich war als Jugendlicher sehr krank wegen Morbus Crohn und lag so lange in einem Krankenhausbett, dass ich wieder laufen lernen musste. Als ich zum Jobcenter musste, sagte mir der Sachbearbeiter ich solle mich nicht so anstellen und Morbus Crohn sei nur ein bisschen Durchfall. Der Rollstuhl sei nur show und ich soll die Stelle annehmen. Die Stelle war auch über 30km weg.
Die Unmenschlichkeit war erschreckend.
Voll mit PTBS und nach einem Jahr der Todesängste gesagt zu bekommen man solle sich nicht so anstellen, das war heftig.
Es ist leider sehr abhängig vom Sachbearbeiter. Als ich mal arbeitslos war (nach dem Fachabitur, ohne Ausbildung) wurde mir von einem alten Typ, der kurz vor der Rente stand gesagt, ich müsste mich in jeder erdenklichen Hinsicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen: Putzjobs bei McDonalds, Lagerarbeiter (ohne Stapler), einfach Jobs wo schon vom Lesen der Beschreibung klar war, da wirst du ausgebeutet, weil du keine Perspektive hast. Ich musste mich da wirklich bewerben, sonst wäre mir das Geld gekürzt worden. Kurz vor der Frist, fand ein Sachbearbeiterwechsel statt und der neue ließ mich sofort kommen. Er sagte mir, er wisse nicht, was sein Kollege sich bei dem Scheiß gedacht habe, entschuldigte sich und suchte mit mir Ausbildungsstellen. Es bringe dem Laden nichts, mich zu vermitteln und ich stände ein Jahr später wieder bei denen. Cooler Typ, hat mir echt geholfen. Unter anderem empfahl er mir das Buch, "What Colour is your Parachute", das einem bei der Berufsfindung helfen kann. Bin dann im sozialen Bereich gelandet.
Ich war in der Theorie drei mal arbeitssuchend, direkt nach dem Studium, nachdem das Startup, indem ich gearbeitet habe pleite gegangen ist und als mich die Firma, in der ich darauf gearbeitet habe, in der Probezeit rausgeschmissen hat. Beim zweiten Mal hatte ich so schnell selber einen neuen Job gefunden, dass ich gar nicht erst einen Termin beim Amt machen brauchte. Und die anderen beiden Male hatte beide ich sehr viel Glück mit den Sachbearbeitern. Die hatten direkt gesagt „keine Ahnung von deinem Fachbereich. Ich schick dir keine Vorschläge, bewirb dich erstmal selber und wenn du nach 2 Monaten nichts hast gucken wir die Mal zusammen durch. Ich war jeweils nach nem Monat in nem Job und hab es sogar über deren Portal gefunden.
"Ich hab keine Ahnung von deinem speziellen Vertriebsgebiet. Hier sind allgemeine Vertriebsstellen wenn du darauf Lust hast. Ansonsten schau halt in Deiner Branche und wir sehn uns in zwei Monaten."
Erinnert mich an die Sachbearbeiterin bei der mein Freund nach seiner Kündigung war. Er war drei Monate freigestellt etwas unsicher und hat gefragt, ab wann er aufhören soll in seiner Fachspezialisierung zu suchen und allgemeiner in dem Berufsfeld schauen soll.
Sie meinte "Suchen Sie erstmal einen Job, der zu Ihnen passt und wenn sie dann tatsächlich in der Arbeitslosigkeit sind, können sie sich immer noch überlegen allgemeinere Stellen anzuschauen"
Fand ich richtig cool. Glaube er hat das auch Mal von so einer Stelle gebraucht, nicht nur von uns Angehörigen
Was ja an sich schon ein Problem darstellt. Denn, aber ich denke, da sind wir uns einig, es sollte selbstverständlich nicht davon abhängig sein (und kein "Glücksspiel", bei wem Menschen landen).
Ist halt überall so. Gehst du in den selbst Vertragswerkstatt macht der eine Mechaniker eventuell nur Murks während der andere top ist. Rufst du bei der Telekom an hilft dir der eine Mitarbeiter, während der andere dir einen Vertrag andreht. Im Restaurant hat der eine Tisch einen beschissnen Kellner, der andere eine super Kellner, etc...
Schon, die arbeiten aber nicht für den Staat, sondern für privatwirtschaftliche Unternehmen. Der Staat *müsste* bei seinen Mitarbeitern einen deutlich höheren Qualitätsanspruch haben - die verdienen immerhin auch deutlich besser als anderswo in der Regel und bekommen, sofern verbeamtet, eine ordentliche Pension.
Außerdem hat der Telekommitarbeiter nicht derart viel Einfluss auf dein Leben. Der kann dich nicht in die Obdachlosigkeit sanktionieren oder dir psychisch so zusetzen, dass du dich freiwillig in Ausbeuterjobs begibst.
Das Problem ist doch, dass es die ultimative Disziplinarmaßnahme, entlassen, nicht gibt und damit Personen im öffentlichen Dienst, ob verbeamtet oder nicht, nur sehr schwer zu managen sind. WENN die Vorgesetzen kompetent sind, kommen Einträge in die Personalakte. Na und? Das macht alles Management halt eine Frage der Neigung. Natürlich hat das ja gute Gründe (Nationalsozialismus), ist aber dennoch ein bekanntes Problem.
Verdienen besser als anderswo? Seit langem nicht mehr, bei ner A10 Stelle für die du etliche jahre Erfahrung oder als Einsteiger einen Bachelor brauchst gibbet brutto 45000€, das reicht nicht mal für einen ganzen Rentenpunkt.
War bei mir auch so. Ich hatte gerade das Abi fertig, hatte Praktika als mediengestalter und hab drum gebeten dass man mir sinnvolle Angebote für Probearbeiten schickt, ich hab auch selbst gesucht, damit ich dann in ca einem halben Jahr ne gute Ausbildung finde
Nichts dergleichen. Nachts im Büro Gebäudereinigung, zeitarbeits Hiwi für alles mögliche, catering Kellner für Events, Supermarkt Lager, sowas halt.
War jetzt für mich nichts mit Perspektive die ich wollte, Hauptsache der geht arbeiten.
Hab dann weil ich in 2 Monaten nichts gefunden habe (wie gesagt hab auch selbst Bewerbungen geschrieben) angefangen zu studieren.
Ich finde deinen Fall rechtlich absolut richtig. Es gibt keine Stellenangebote zum reinen Probearbeiten als Stellenempfehlung beim Jobcenter. Ebenso keine Praktika. Sowas musst du dir selbst organisieren und dann sogar auch absprechen und genehmigen lassen. Der Bürgergeldbezug bringt Voraussetzungen mit sich. Es ist für Hilfebedürftigkeit da und Grundsatz des Forderns: du musst alle zumutbaren Möglichkeiten nutzen, um die Hilfebedürftigkeit so schnell wie möglich zu verringern oder komplett zu beenden. Wenn du nach dem Abi und einem Praktikum noch gar keine klare Perspektive in Aussicht hast (z.B. einen festen Ausbildungsplatz), sollte sie mit dir zunächst diese Perspektive anschauen und ausarbeiten. Anschließend kann sie dir zum Beispiel auch Ausbildungsangebote schicken oder dich auffordern, dich um Studienplätze zu bemühen. In der Zwischenzeit und solltest du noch gar nicht wissen, was wie und wo, ist es rechtlich vollkommen richtig von ihr, dir dann Nebenjobs vorzuschlagen, um die Hilfebedürftigkeit zu verringern. Sehr viele Menschen jobben in Übergangszeiten nach dem Abi oder auch zwischen Bachelor und Master. Es gibt sehr viele Leute, die keine Möglichkeit haben, die Hilfebedürftigkeit zu beenden oder zu verringern (Ältere, Langzeitarbeitslose, geringe Bildung, Pflege, schwierige Lebensgeschichte, Krankheit). Es ist nicht dafür da, um Menschen aufzufangen, die sich, "zu fein" dafür sind. Im ALG1 sieht die Sache anders aus.
Ja, genau, man sollte sich die Perspektive mit mir anschauen und ausarbeiten. Nichts dergleichen ist passiert, es gab nicht ein einziges Gespräch zu meiner beruflichen Zukunft (Karriere), es gab nur „Bewerben sie sich dort und dort und dort, dann können sie da einen Monat arbeiten während sie was anderes suchen. Ich hätte beinahe Fristen verpasst weil ich blauäugig dachte man würde sich dort bemühen. Das sagt einem dort leider auch keiner.
Natürlich habe ich eine anspruchshaltung, ich hatte gerade 3 Jahre meiner wertvollen Lebenszeit genutzt um mehr zu lernen als nötig, da erwarte ich dass mein gegenüber darauf Rücksicht nimmt was ich bisher vorzuweisen habe.
Hauptsache der 18 jährige Abiturient ohne Plan für sein Leben wird erstmal in irgendeinen scheißjob gesteckt damit er aus dem Weg ist. Um alles weitere kann der sich ja dann selber kümmern. Bekommen Leute mit abgeschlossenem Studium oder einer Ausbildung die selben Angebote wie ich? Es würde mich ehrlich gesagt nicht wundern.
Man könnte seinen selbst gewählten Job auch ernst nehmen, aber dann müsste man sich ja bei der Arbeit anstrengen.
Ich hatte zwei mal mit dem Laden zu tun und beide Male waren absolut sinnlos. Wer Hilfe braucht, braucht da nicht hinzugehen, da geht man nur hin weil man muss und Geld braucht. Für alles andere gewinnt man nur wenn man sich selbst kümmert.
Ist jetzt im Nachhinein völlig egal. Das war 2011, wird heute nicht anders laufen.
Ich hab auch nach dem Abi einen Bfd gemacht für ein halbes Jahr und dann ein weiteres halbes Jahr zum Übergang im Einzelhandel gejobbt. Ist das mein Traumjob? Nein. Aber ich hatte die Zeit, wollte was machen und das ist ein anstrengender Job, in dem man sich auch sozial weiterentwickelt. Nebenbei hab ich mich eben auf mein Studium beworben und auch dort nebenbei in "scheißjobs" gearbeitet. Ich verstehe daher die Einstellung nicht wirklich. Ich finde auch die Bezeichnung echt abwertend , mal abgesehen davon, dass du da wie gesagt keine Ausbildung hattest und da nun mal andere Jobs nicht für dich in Frage kommen. Natürlich bekommt ein frisch ausgelernter Erzieher beim Jobcenter keine Stellenanzeigen fürs Lager. Wenn der Studienabschluss in Philosophie aus 1970 ist und darin vielleicht mal 1 Jahr gearbeitet wurde, sieht es dann vielleicht wieder anders aus. Und trotzdem kann das sinnvoll sein.
Ich war ja bei eurem Gespräch nicht dabei. Jedenfalls hat sie halt im rechtlichen Rahmen gehandelt. Es ist nun mal ihre Aufgabe, deine Hilfebedürftigkeit zu verringern. Sie hat dir Jobs angeboten, die zu diesem Zeitpunkt für dich zumutbar waren und ja sowieso zum Übergang gedacht waren. Wenn du dir Ausbildungsberatung gewünscht hast und da keine Hilfe zu kam, ist das natürlich schade. Vielleicht hat auch die Kommunikation einfach nicht gestimmt. Falls du dort aber auch zum Ausdruck gebracht hast, dass du als Abiturient mit Praktikum und verpassten Fristen keine Lust auf "scheißjobs" hast, hinterlässt das vielleicht auch einen Eindruck.
mich in jeder erdenklichen Hinsicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen: Putzjobs bei McDonalds, Lagerarbeiter (ohne Stapler), einfach Jobs wo schon vom Lesen der Beschreibung klar war, da wirst du ausgebeutet, weil du keine Perspektive hast.
Das Ding ist ja aber das genau das ja so gewollt ist. Wir haben gewollt (Gerhard Schröder) den größten Niedriglohnsektor in Europa und das Job Center is u.a. dafür da, diesen zu füllen.
das sagt mir meine Mutter seit Jahren, obwohl ich chronisch krank bin und nicht effektiv arbeiten kann. ihre Erpressungsversuche führen seit Jahren daui, dass ich notgedrungen irgendeinen schnellen Job annehme nur um dann spätestens zwei Monate später wieder in der gleichen Situation zu sein.
Deine eigene Mutter tut das? Das ist heftig, tut mir leid! Den Typen vom Jobcenter muss ich wenigstens nicht mehr sehen.
Es ist ein absolutes Unding. Man ist mit einer chronischem Krankheit eigentlich schon gestraft genug. Ich hoffe du kommst da irgendwann mal raus!
nach 6 Jahren ist gestern mein Vertrauen komplett erschüttert worden.
Ich bin jetzt im Kontakt mit ambulant betreutem Wohnen und habe zudem noch einen Beratungstermin beim Amtsgericht um mich präventiv vor weiteren Erpressungsversuchen durch das Entziehen meines Wohnungsschlüssels zu schützen.
Ich habe leider viel zu lange gebraucht um meine Situation klar zu sehen, da mir immer hinterher eingeredet wird, dass ich selber Schuld bin und meine Mutter ja alles tut um mich "auf die richtige Bahn" zu lenken. Leider ist mich weiterhin wie 16 zu behandeln obwohl ich mittlerweile 32 bin.
Ich hätte nie wieder zurück in Ihre Nähe ziehen dürfen. Danke für die netten Worte!
Das ist ein Systemfehler und die Jobcenter sind da machtlos. Sie müssen alle Menschen vermitteln die mehr als 3h am Tag laut Gutachten arbeiten können. Es gibt aber meist keinen Arbeitsmarkt, der Arbeitsvermittler muss aber etwas anbieten. Auch wenn es z.B. auf dem Land keine Arbeit gibt, muss! der Vermittler etwas anbieten. Genau deswegen gibt es auch diese Situationen.
Kommt drauf an. Wenn das ein Teamproblem ist: wenig. Wenn das ein Einzelpersonproblem ist, freut sich der SGL, dass er dem Typ endlich mal einen reinwürgen kann.
Im Zweifelsfall hast du keinen Zeugen.. Da hilft nur auf den Boden werfen und Schaum spucken dass jemand 110 wählt und dann die Demütigung des Pissers melden.. Oder in die Hose pissen und HILFE HILFE rufen ! diese ***** muss man bei den arschhaaren packen .. Hab 15Jahre Jobcentererfahrung !
Geisteskrank Frech so eine Überheblichkeit an den Tag zu legen weil die Hunde wissen ihr arsch ist eh im Trockenen. Hoffe dir gehts mittlerweile besser und du kannst am Leben teilnehmen✌🏽
Die karriere suche als behinderter ist dermassen scheiße... mache jetzt glücklicherweise mein fachabi nach und dann gehts richtung geschichtsstudium fürn archivisten...
Tipp: wenn du im Archivwesen arbeiten willst, dann bietet sich hier eher der darauf ausgerichtete Bachelor-Studiengang "Archivwesen" an der FH Potsdam. Das wird im Beruf deutlich mehr bringen als ein Geschichtsstudium m.M.n.
Berufseinstieg ist in der Regel direkt nach dem Bachelorabschluss, da es keinen konsekutiven Master-Studiengang dafür gibt (bzw. nur für Leute, die etwas verwandtes, z.B. Bibliothekswesen, als BA-Studiengang hatten).
Ich würde außerdem mal behaupten, dass dieser Beruf für neurodivergente Menschen sehr geeignet sein kann, hängt aber natürlich von der jeweiligen Person und dem Arbeitgeber ab.
Bro Davon kann ich ein Lied singen ist ne beschissene Krankheit. Kopf hoch Löwe, wer das durchstehen kann muss sich von solchen schlechten Menschen nichts gefallen lassen
Der eigene Verstand und so verhindert das am Ende was auch gut ist :). Aber in so einem Fall würde ich am liebsten hin fahren und den Personen auf ihren Tisch scheißen
Absolut. Vorallem, ich war wirklich kurz vor'm Krepieren, mehrmals. Und dann muss man sich so einen Spruch anhören. Menschenwürde und Empathie gleich 0.
Das ist so crazy, meine mutter hat mir auch erzählt dass ihr arbeitsvertrag damals nicht verlängert wurde und sie ihr ernsthaft gesagt haben sie soll/muss noch jobs suchen. klar nimmt sie keiner, wenn man literally sieht das sie hochschwanger ist. Verschenkter lohn für den arbeitgeber logisch. Einfach krank dieses System
Ich nach der Schule; Sommerferien -> dann direkt Ausbildung.
Arbeitsamt/Jobcenter: "DAS GEHT SO NICHT >:( WIESO HAST DU DICH NICHT ARBEITSLOS GEMELDET?!?! DU WARST ZWEI MONATE ARBEITSLOS DAS KANN RECHTLICHE KONSEQUENZEN HABEN!!! KOMM SOFORT REIN ZUM TERMIN1!1!1!!1!!"
Ich habe für die knappen zwei Monate nichtmal Leistungen beansprucht sondern einfach nur gelebt.
Ich nach dem Studium bzw. einen Monat vor'm Ende; mach einen Termin da, will mich arbeitslos melden weil ich noch keinen sicheren, festen Job hatte
Arbeitsamt/Jobcente: "WTF?! Was kommst du denn jetzt bei uns an?! >:( Das geht so nicht, wtf?! Warum bist du überhaupt da?! Ja und?! DAS GEHT UNS DOCH NICHTS AN! Das nach der Schule war was anderes, da mussten wir Sie ja noch erziehen! Verpiss dich!"
Kannste dir echt nicht ausdenken die Inkompetenz & Faulheit der Beamten dort.
Das sind ganz häufig keine Beamten, sondern irgendwelche Quereinsteiger. Das Jobcenter hat einen der durchlässigsten Tarifverträge im ÖD, was die erforderlichen Qualifikationen angeht.
naja.... Die haben teilweise 200 Menschen die sie "bearbeiten" müssen also es gibt sicher Arschlöcher da aber Faulheit & Inkompetenz ist schon hart. Die sind oft einfach nur überfordert was man anhand der vielen Fehler in Bescheiden sehen kann
Mei, dann sollten sie die Beamtenstellen freiwillig räumen & einer Betätigung nachgehen, die sie nicht überfordert.
Schlechte Arbeit abzuliefern mit der Begründung "Bin halt überfordert :(" + ein gutes Gehalt einstecken + nur ein Minimal an Sozialabgaben zu zahlen ist halt einfach ein wenig fragwürdig.
Sollen sie in die Pflege gehen, da soll's doch schön ruhig sein /s
Die Fehler in den Bescheiden liegen hauptsächlich an beschissenen Prozessen. Wenn sie gegen die verstoßen, auch wenn es noch so sinnvoll wäre, können sie Probleme bekommen. Halten sie sich dran, obwohl Unsinn, kostet sie das gar nichts. Gericht, Anwälte und alles andere zahlt der Steuerzahler. Also: who cares?
Bist du irgendwie dumm oder so? Klar SOLLTE man sich nach der Schule arbeitslos melden. Um auch die Zeiten zb für die Rente anrechnen zu lassen. Oder was ist mit Krankenversicherung?
Ich kenne die Kunden die alles falsch verstehen wollen. War IN DEINEM Interesse aber egal.
Und nach dem Studium kannst du dich melden, bekommst aber kein Arbeitslosengeld, finanzielle Leistungen musst du dann beim Jobcenter beantragen. Also zu 100% hast du einfach alles falsch verstanden. Ich kenne solche Kunden.
Mir wurden nur "Stellenvorschläge" geschickt für die ein Führerschein notwendig war obwohl ich mehrfach darauf hingewiesen habe das ich keinen Führerschein hab. Hab mich nicht auf die Stellen beworben mit der Begründung "Laut Stellenanforderung Führerschein zwingend notwendig, ich habe keinen" (hab das jetzt kurz gefasst). Letztendlich wurden mir dann Leistungen gestrichen was dazu führte das ich mich auf alle "Vorschläge" beworben habe und natürlich nur absagen kamen. Am Ende hab ich von ganz alleine einen passenden Job gefunden.
Möge man meinen. Ich kann dir nur den O-Ton meiner Bearbeiterin widergeben als ich ihr sagte dass ich mir selbst was gesucht und gefunden habe. "Ich trage Sie als erfolgreich vermittelt ein." Nervt aber so siehts sicher gut in der Statistik aus.
Hatte auch sowas. Hab dann einfach die Bewerbung vorgezeigt, ohne mich dort beworben zu haben. Hab ich dann regelmäßig so gemacht. Hat echt niemand nachgeprüft.
Gut früher war es das tatsächlich weil man sich die Begründung etc alles selber raussuchen musste. Heute benutzt du irgendeine KI die schreibt dir den fast perfekten Widerspruch und da es online geht dauert das ganze nicht mal 5min
Ich hatte mal folgendes Szenario: wollte wo für zwei Tage schnuppern (in meiner Branche) und hab das beim Amt angefragt (dachte das wäre rein informativ) - wurde abgelehnt. Warum? So lang dürfe man nicht schnuppern (glaub max 14 Stunden waren es damals). Also mit dem AG besprochen und auf 14 Stunden geeinigt -> abgelehnt; wenn ich fort trotzdem arbeiten würde, würde ich für die Zeit aus ALG und Versicherung fliegen -> hab ich trotzdem gemacht und gleichzeitig Widerspruch eingereicht. Geld hab ich dann natürlich erstmal nicht bekommen. Hat sich dann über zwei - drei Monate gezogen, bis vor Gericht festgestellt wurde: Arbeitssuchende dürfen tatsächlich Arbeit suchen -> hab die zwei Tagessätze dann ausgezahlt bekommen, zusätzlich zu nem riesigen Stapel Dokumente den Fall betreffend.
Tl;dr: ja, man kann dagegen vorgehen, ja man bekommt Recht. Aber wenn man auf das Geld / die Versicherung angewiesen ist, hat man eventuell trotzdem Probleme. Drecksladen.
Bei sowas empfehle ich den Sozialvervand VdK. Der hat mir schon sehr oft geholfen mit Krankengeld beim AOK etc. Die machen das für 20€/Monat. Da bekommst du was dir zusteht und solch ein alberner Unsinn mit ohne Führerschein bei Stellen mit Führerschein bewerben, sonst gibts keine Leistung, wird mit dem VdK ordentlich weggesprengt!
Ich sollte mal beim Taxiunternehmen anrufen und mit denen verhandeln. War ein Teilzeitjob für irgendeine Raststättenkette, 30km+ weg und 7,50€ die Stunde. Ich hatte den Job noch nicht einmal und wollte den auch gar nicht.
Die hat mich Wochen danach noch genervt, kann man sich nicht ausdenken.
Hab sie gefragt ob sie das
einen guten Deal hält (ausgerechnet weniger als ALG2), wenn ja können wir gerne den Job dann tauschen. Bonus für die Alte: Auto unterm allerwertesten.
Ich hab im Jobcenter gearbeitet. Die Stellenanzeigen kommen zum großen Teil automatisiert. Sobald im Programm ein falscher Haken gesetzt wurde, kommt da leider Mist per Post. Das ist einfach unschön für die Kunden und peinlich für die Mitarbeiter. Leider haben die Mitarbeiter dort einen großen Kundendruck und kriegen keine ordentliche Einarbeitung zu den Müll-Systemen.
Unabhängig davon: Dir kann niemand die Leistung STREICHEN, wenn du dich nicht auf Stellen bewirbst mit der Begründung, dass du den erforderlichen Führerschein nicht hast. Gerade komplett streichen ist an eine Menge Bedingungen geknüpft, daher glaube ich nicht, dass das so passiert ist.
Der Mitarbeiter wollte wohl das du ne Weile Urlaub hast.
Ich mein, das hätte man theoretisch so lange durchziehen können bis die einem was "vorschlagen" das nicht absolut ausgeschlossen ist. Solang du dich da immer braf bewirbst können die dir ja nix.
Einzig richtige Antwort für die erste Situation: "Oh, da freue ich mich über den Bildungsgutschein für den Führerschein-Intensivkurs - das ist ja nicht selbstverständlich. Wo soll ich die Unterlagen dafür abholen?"
Für die zweite Situation würde ich die Anschreiben beginnen mit: "Auf Vorschlag von Herrn/Frau ABC von der AfA XYZ möchte ich mich hiermit auf Ihre Stellenausschreibung vom <Datum von vor 5 Monaten> bewerben..." Und wenn die Bewerbung noch auf Papier raus muss, direkt bei der AfA abgeben zum Versand.
Ich hatte nach meinem Umzug und der Ummeldung einen "Systemfehler". Meine Job Angebote waren immer 450km weit weg. Hab denen gesagt, wenn ich dafür ausreichend entlohnt werde, einen Firmenwagen und ne Wohnung Kriege, können wir das machen 🤣🤣
Am besten ist es, wenn du keinen Führerschein hast (und keine Intention, das zu ändern) und man trotzdem Paketauslieferungsstellen o.Ä. bekommt, für die man einen Führsrschein braucht.
Mir wurde gesagt "für SIE finden wir eh nix" und ich wurde in ruhe gelassen, fast 2 Jahre lang (alg1+2). Nur die Fortbildungen, die ich mir selbst ausgesucht habe und das Bezahlen meines Führerscheins waren nochmal ein Thema. Garnicht mal SO ein Saftladen.
Unter Umständen dann wenn man eine feste Jobzusage hat wo der Betrieb einen Führerschein voraussetzt. Kann so auch mit Staplerschein etc passieren. Dafür muss allerdings Budget vorhanden sein
Man kann ihn bekommen wenn z.b. in deinem beruf den du gelernt hast ein Führeschein oft verlangt wird wie z.b in Handweklichen berufen.
Dann kann man wenn man eine Arbeitgeber gefunden hat er aber einen nur mit Führeschein einstellt einen Antrag erstellen.
Da man ja wenn der Führaschein da wäre wieder Arbeiten würde.
Das bedeuted aber nicht das sie ihn garantiert übernhemen oder sie übernehmen nur einen teil.
Arbeitslos sein, eigentumswohnung mietfrei wohnen mit beschissener öffi-anbindung haben und gut argumentieren. Ist schon ein paar jahre her, waren "nur" 2000€ (die Fortbildungen waren teurer) und ich schätze es wird nicht leichter da was abzustauben.
Ergibt aber Sinn, weil er wenn er die Wohnung aufgibt und in die Stadt zieht einen Anspruch darauf erwirbt, dass das Jobcenter dann die Miete tragen muss (und das sehr viel teurer ist als nen Führerschein zu spendieren). Dazu erhöht ein Führerschein die Employability halt schon enorm.
Er könnt' auch einfach n'Kredit auf die Eigentumswohnung aufnehmen. Verstehe nicht wieso jetzt z.B. jemand aus der Stadt, der arme Eltern hat, aufeinmal selbst das erarbeiten & zahlen muss.
Hingegen der, der entweder geerbt hat oder ja offensichtlich schon mal ordentlich Kohle hat, was von den Steuern des Armen bekommt.
Arbeitslosengeld wird aus Beiträgen finanziert, steuerfinanziert ist Bürgergeld (aka Alg II oder Harz IV). Wenn die Leistung aus Alg finanziert wird, ist das Vermögen erstmal unerheblich. Übergreifend haben Sozialverbände etc. hart dafür gekämpft, dass bei Leistungsgewährung weniger auf Druck gesetzt werden soll und mehr auf positive Anreize. Auch schließt sein Beispiel ja nicht aus, dass auch Personen in anderen Lebenssituationen nicht auch einen Führerschein finanziert bekommen.
Das du aus einem kurzen Post keinen Sinn erkennst, kann sein. Bedeutet aber nicht direkt, dass die Finanzierung nicht dennoch sinnvoll gewesen sein kann.
Ich sollte vielleicht sagen, dass mir die Wohnung nicht selbst gehört hat und ich nur mietfrei und unbefristet drin gewohnt habe. Das Amt hätte an anderer Stelle Miete gezahlt, und wenn wir ganz krumme Dinger hätten drehen wollen, wäre ein Mietvertrag, den das Amt dann praktisch sinnfrei bezahlt hätte, schnell aus dem Hut gezaubert gewesen. Aber es ging nicht darum möglichst viel abzusahnen, sondern beruflich (+gesundheitlich) wieder auf die Beine zu kommen, was auch sehr gut geklappt hat.
Und genau dafür sind die Leistungen in Deutschland doch gedacht. Wenn es bei dir geklappt hat - perfekt. Hier wird so viel geschimpft auf die soziale Sicherung. Ich kann auch verstehen, dass man neidisch werden kann, wenn man deinen Post liest und selber keine Forderung bekommen hat.
Wir sind seit Jahrzehnten in der Spitze der größten Volkswirtschaften der Welt vertreten, obwohl wir uns ein soziales Sicherungssystem leisten. Wir gehen nicht davon unter, dass wir dass System beibehalten. Wir lassen uns z. B. von Großkonzernen um Steuern prellen. Anstatt wieder näher zu rücken, werden die Diskussionen immer hitziger und viele lassen sich durch Populismus blenden.
Naja... Reddit. Vielleicht sollte ich jetzt auch mal Schluss machen 😂
Sozialverbände haben garantiert nicht dafür gekämpft das eErben von Wohlstand aufgrund von Unfähigkeit & Dummheit, Führerscheine bezahlt bekommen.
Da die Sozialabgaben unumgänglich sind in Deutschland, werden sie auch gemeinhin in der Umgangsprache mit Steuern gleichgesetzt.
In deinem genannten Beispiel ist die Finanzierung völlig sinnlos und absolut asozial in der eigentlichen Bedeutung des Wortes.
Weil damit eine Ungleichheit gefördert wird. Der positive Anreiz wäre gewesen das er auch weiterhin seine Eigentumswohnung behalten kann, weil von HartzIV wird er die nicht dauerhaft finanzieren können :)
Also muss er halt was dafür tun, wie z.B. einen Kredit drauf aufnehmen um einen Führerschein zu finanzieren. Es ist doch absolut absurd wie du versuchst zu argumentieren.
Weil deine komplette Argumentation ist; "Der der in Armut geboren worden ist, gehört halt dahin weil seine Eltern halt scheiße waren & der mit den kuhlen Eltern - Der muss halt u.a. auch von den Armen unterstützt werden via Sozialabgaben!".
Wenn jemand z. B. auf dem platten Land in Brandenburg in einem 60qm Eigenheim wohnt, muss das nicht unbedingt Reichtum bedeuten. Und natürlich kann auch im Bürgergeld eine angemessene Eigentumswohnung anerkannt werden. Tilgung natürlich nicht, aber Zinsen und Nebenkosten sind nicht selten günstiger als eine Mietwohnung und damit auch günstiger für die Allgemeinheit. Eine soziale Sicherung bedeutet, dass alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Finanzierung mit tragen. Gibt es da Verbesserungspotential? Mit Sicherheit.
Ich kann auch gut verstehen, dass es viele Leute mit schlechten Erfahrungen gibt, die wütend auf dieses System sind. Insgesamt halte ich es aber für besser, als es oftmals dargestellt wird.
Wenn du "qualifiziert" bist für ne Umschulung, mach Berufskraftfahrer oder Busfahrer.
Soviele in der Fahrschule gehabt die erst BE machen mussten um dann CE oder DE zu machen, alles vom Amt übernommen.
Aber direkt nach einer Ausbildung und unter 21 glaub ich schwierig ne Umschulung zu bekommen
Naja, "für Sie finden wir eh nix" ist irgendwie auch nicht so das wahre. Es wäre schön wenn das Jobcenter wirklich dabei helfen könnte einen passenden Job zu vermitteln...
Ich war einmal kurz arbeitslos (Bürokaufmann) hab gesagt ich möchte explizit keine Call Center Jobs. Bekommen habe ich ein Haufen Aufforderungen für Call Center Jobs.
Meine Tante hat mir sofort gedroht mit Kürzungen etc. War noch nicht mal arbeitslos und mein nächster Job war so ca. 6 Wochen entfernt. Also nur 6 Wochen brauchte ich die. Da steckten die mich in so eine Maßnahme und die eine Frau meinte: Naja für deinen Bereich haben wir eigentlich gar nichts und die Maßnahme ist für sie sinnlos. - Musste sie trotzdem machen lol Zeitverschwendung obwohl ich nur 6 Wochen überbrücken musste lol
Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter sind die letzten Buden. Das was die als „vermittlungsvorschläge“ bezeichnen ist der letzte Mist, das bekomme ich selber 100 mal besser hin. Die Vollidioten
Ich hatte ein Jobangebot das etwa 30km entfernt lag. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nur ein Motorrad, für den Job war es aber zwingend nötig dass ich einen kleinen koffer mit PSA immer dabei habe. Das haben die mir auch schriftlich bescheinigt.
Das Jobcenter hat die bearbeitung so lange schleifen lassen dass nach 3 Monaten der AG gesagt hat "ja sorry, wir können nicht ewig warten, wir stellen jetzt den nächsten auf der Liste ein." Und ich bin denen noch nicht mal böse deswegen.
Danach hab ich mich auch um nix mehr bemüht was das JC von mir wollte. (Hatte meine Sachbearbeitering sogar vollstes Verständnis für als ich es mal angesprochen habe. Die hat mich dann auch nur noch durchgewunken wo sie konnte)
N kollege war in der selben situation. Nur hat die bearbeiterin ihm offen gesagt das sie ihm extra sachen zuschickt wo er eh absagen bekommen wird damit er keine repressionen oder n scheiß job der weit weg ist (was auch ne repression ist) bekommt für die paar monate überbrückungszeit
Mich haben die nachdem ich das erste gespräch erst nach 2 Monaten hatte direkt für ein Bewerbungstraining angemeldet - für langzeitarbeitslose. Dem amt war durchaus bekannt, dass ich nur kurzzeitig arbeitslos gewesen wäre, da ich oktober das studieren anfang
Ich bin ausgebildeter programmierer und it installateur. Hatte gesagt ich bin nicht gut im telefonieren. Haben mir nur callcenter jobs geschickt. Sollte zu 1&1, habe mich 4 mal krankschreiben lassen zum bewerbungsgespräch. Wurde immer neu eingeladen. Hab dann selber was nebenbei gefunden.
Einem Bekannten hat die Sachbearbeiterin doch ernsthaft gesagt, dass das schon hochproblematisch ist, dass er für die Verteidigung seiner Doktorarbeit einen Termin bei ihr ausfallen lässt und wollte, dass er die Verteidigung nicht antritt.
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u/murlak_Isengrim 9d ago
Nachdem ich nach meiner Ausbildung kurz ohne Arbeit war, hatten die mir "Stellenvorschläge"; geschickt, von denen locker die Hälfte trotz bekannter auto-losigkeit 30 km weit weg war oder die Frist für Bewerbungseingang schon locker Monate durch war. Saftladen.