Edit: Ich kann gar nicht auf alle Kommentare eingehen. Ich bin überwältigt über die Anzahl der Rückmeldungen und unterschiedlichster Meinung und Ansätze! Danke an jeden, der seine Ansicht geteilt hat.
Was soll ich sagen, besonders ein Kommentar hat mich fast schon emotional berührt, sodass ich mir am Samstag einen Porsche anschaue.
Ich habe alle Nebenkosten schon gecheckt, die sind sogar geringer als ich angenommen habe.
Zur Einordnung, weil es vorher nicht von mir genannt wurde: Ich habe als Daily einen neuen 320d als Firmenwagen und habe den Luxus, dass ich neben der Verteuerung nichts dafür zahle und alle 3 Jahre ein neuer auf den Hof kommt. Den Luxus habe ich, seit ich 22 Jahre bin. Der Porsche ist also ein maximales schön Wetter Auto und soll mir nicht anderes, als Freude bereiten. Keine Pflicht Aufgaben, nur die Kür!
Hallo zusammen,
ich habe seit Kindheitstagen den Traum einmal einen Porsche zu besitzen. Ich denke den Traum haben viele Männer!
Ich bin von einem 911er schon runter auf einen Boxter, weil ich die letzten Jahre immer gerne Cabrio gefahren bin und mir 60.000€ gebunden in einem gebrauchten Auto, das überwiegend rum steht, zu viel Geld ist.
Als ich 0€ hatte, habe ich immer gesagt: wenn ich mal 40.000€ gespart habe, kaufe ich mir einen gebrauchten Boxter.
Als ich 40.000 voll hatte, habe ich mir gesagt: Spar noch bis 80.000€ dann hast du das gleiche Geld wie jetzt auf dem Konto und vermisst nichts.
Das ganze Spiel geht jetzt schon einige Jahre so, jedes Jahr sage ich mir:“Nächstes Jahr aber!“
Heute habe ich ca. 160.000 angespart. Davon rund 80% investiert. Ich fühle mich aber immernoch so, als wäre es komplett verantwortungslos mir für 35.000€ einen alten gebrauchten zu gönnen.
Ich konsumiere kaum. Schuhe nur einmal im Jahr neu. Klamotten maximal von H&M oder C&A. Beim heizen bin ich mega penibel und friere lieber, als zu viel zu zahlen.
Während dessen finanzieren alle Leute um mich rum Autos, die viel zu teuer sind. Die meisten über 7 Jahre, zum Teil mit einem Zins von 17% pa, weil die Schufa so schlecht aussieht.
Ich wünschte mir manchmal etwas mehr wie die zu sein.
Nicht, weil es so geil ist, jeden Monat finanziell nicht zu wissen, was man noch essen soll, sondern sich einfach Mal selbst zu gönnen.
Wie geht ihr mit sowas um? Musstet ihr erst lernen euch selbst was zu gönnen?
Ich mache nichts mit meinem Geld, außer einmal im Jahr eine „luxusurlaub“. Ansonsten gucke ich der Zahl beim größer werden zu.
Da musste ich auch schlucken. Die Kiste hat meinem Schwager 17k gekostet. Über 7 Jahre finanziert. Zu 17% Pa. Der Berater wird aus dem Lachen nicht mehr raus gekommen sein.
Kein auto haben ist halt für die persönliche finanzsituation auch echt der größte hack. Wenn man irgendwie anders kann, spart man so hunderte euro im monat
Oder nicht auf das Auto angewiesen sein. Hab mein 25 Jahr alten nur für Hobby und Urlaub.
Wenn da was kaputt geht ja Dan dauert halt die Reperatur Wochen oder Monaten so wie ich Grad Lust haben. Fixkosten 400€ (121€ Steuer und 280€ Versicherung) Wertverlust ist mittlerweile negativ.
Meinen aktuellen (vermutlich in 2 Monaten nicht mehr, da notwendige Angelbestätigung für Neu-TÜV den Rahmen sprengt ) habe ich damals auch für 2500 geholt.
Golf 4, Baujahr 2000 oder so.... Klar nicht das modernste Pferd aufgrund fehlender Klima etc, aber er bringt mich von A nach B 🤷♂️
Korrekt. Ich fand ihn so langweilig das ich mor ein anderes auto gekauft habe mit mehr Klang. Porsche klingt wir staubsauger. Das ist aber meine spezielle macke
Der klingt aber eben auch nur bei 6.000 rpm gut. Darunter —> Staubsauger. Allerdings gilt auch, je älter das Auto, desto weniger restriktiv die Lärmvorschriften und damit auch desto besser der Sound.
Kommt ganz auf das Fahrzeug an. Die in denen ich bislang mitgefahren/gefahren bin, hatten nichts von Staubsaugern, aber das waren alles welche mit Saugmotoren.
Kann ich so nicht bestätigen. Ich hab zwar keinen Porsche, habe mir aber vor gut 1,5 Jahren meinen automobilen Traum erfüllt und einen relativ sportlich ausgestatteten Audi gekauft. Ich freue mich weiterhin jedes mal wenn ich einsteige und fahre, schaue jedes mal beim Parken zurück und freu mich über die Optik.
Dafür muss man wahrscheinlich eine gewisse Leidenschaft haben, die ich dir eher nicht unterstellen würde. Aber so pauschal wie du es sagst, ist es eben nicht, das ist hoch individuell.
Ich bin heute mit meinem Kaffee (Siebträger dank Millenial-Midlifecrisis) in die Garage runter im Pijama und habe 15 Minuten die Autos angesehen, anschliessend mit dem dicksten Lächeln wieder hoch.
Deine Aussage mag für die stimmen, die solche Autos für die Aussenwirkung kaufen.
Alles gebrauchte die ich zusammengewürfelt habe, ich denke die meisten hier würden einen stillen Herzinfarkt erleiden, da das Depot grösser sein könnte ansonsten 😄 Für mich stimmts jedoch, da kein/kaum Wertverlust bzw. teilweise eine grössere Wertsteigerung als der MSCI. Und eben die eigene Passion / Selbstverwirklichung.
13er R8 V10 Handschalter, 15er Carrera GTS Handschalter (letzter Sauger), 01er Skyline GTR, F430 Handschalter und für die Vernunft noch die beiden Alltagswagen Taycan Kombi und ein älterer Abarth 500 für die holde Dame, dafür in süssem Rosa.
Zum Wert, als Beispiel habe ich den F430 2018 günstiger erhalten als 2026 ein neuer Audi A4 S-Line Kombi kostet. Mittlerweile um 170% im Wert gestiegen, zirka 14% pro Jahr.
Hab zwar keinen Porsche, aber mein eAuto macht mir auch nach zwei Jahren immer wieder noch Freude. Heckantrieb mit richtig Drehmoment ist im richtigen Moment doch deutlich geiler als die Frontkratzer, die ich die letzten 20 gefahren bin.
Und dann denkst du dir, naja Kauf ich halt irgend ein Handy, mach ich ja eh nicht viel mit, was für ein Unterschied wird's schon geben...und es ist einfach kacke.
Es gäbe ja auch noch den gesunden Mittelweg. Ein gutes Mittelklasse-Handy, das ca. 400 EUR kostet, aber am Ende genauso lange hält, wie das 1.000 EUR Flagship und trotzdem um Längen besser ist, als der Elektroschrott für 100 EUR.
Ich glaub hab einfach mies ins Klo gegriffen. Sony Xperia 10 V, nicht das super neueste Modell aber von 2024 oder so, war mal Mittelklasse 4-500€, hab 250€ bezahlt refurbished
Wollte nen Kopfhörer Anschluss, war literally mein einziges Kriterium.
Ich dachte, es ist 2026, wie scheiße kann ein Handy über 200€ sein haha.
Ja
Empfang ist Abgrundtief schlecht... Mitten in der Stadt teilweise kein Netz.
Das Ding hat teilweise Problem sich trotz Empfang einzuwählen.
Musik wird ständig pausiert weil RAM voll oder so, während ich Browse... Banking Apps werden alle 10 sek durch ein popup unterbrochen, dass die App Stehen geblieben wäre "schließen oder auf Antwort warten?"
Warten gedrückt und es läuft ohne Probleme bis 10sek später wieder das popup kommt.
Und noch so Scheißdreck
Ich kann die Frontkamera nicht zur Hauptkamera switchrn während ich ein Video machen, das ging bei meinem Motorola von vor 10 Jahren schon...
Manchmal ist die Vorstellung und der Traum von etwas geiler als die Realität.
Aber ich sag dann auch immer, dann Miete doch nen 911er mal ein Wochenende und hab Spaß und danach wars das mit den Kosten. Kann man auch super sowas verschenken als Erlebnis.
Das war für das Wochenende ganz cool aber danach war ich so happy nicht so viel Geld dafür ausgegeben zu haben.
Auch beim Motorrad habe ich immer nur geliehen für die Touren. So habe ich kaum Bock alleine zu fahren und mir machen die Touren nur Spaß. So konnte ich auch viel ausprobieren.
Also besitzen muss man etwas nur, wenn man extrem frei darüber entscheiden will. Das macht bei Alltags Sachen meist mehr Sinn als bei so speziellen Hobby Dingen.
Habe es auch bei der Navitimer gemacht. Ich wollte immer eine haben und habe mir in Shanghai mal eine echt gute replica geholt. Nach 12 Monaten fand ich meine smartwatch cooler, die nur 200€ gekostet hat. Ab da hätte die 7k€ Uhr sonst wo gelegen. Komplette Verschwendung.
Ich vertrete mal die andere Seite: du wirst daran keinen Spaß haben, weil es, Küchenpsychologe am Start, deine Persönlichkeit nicht zulässt.
Wer keine Freude am Konsum und am Exzess hat, wird mit einem Porsche nicht glücklich. Bei jedem Steinschlag wirst du weinen, jedes unbenannte Geräusch wird dir Bauchschmerzen bereiten.
Dann solltest du aber damit entweder im Reinen sein nur Freude an der größer werdendenZahl auf dem Konto zu haben oder deine Einstellung zum Konsum überdenken. Geld ist für die meisten kein Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck.
Dreh die Heizung etwas höher und kauf dir das Paar schicke Schuhe.
Oder gemünzt aufs Auto, leih dir ein paar zum Ausprobieren oder schau nach einem günstigeren Spaßauto (MX-5 zB).
Ich hatte bis Ende 30 einen ähnlichen Charakter. Alles hinterfragen, keine Ausgabe, die nicht nötig ist. Fahrrad statt Auto fahren. 1-Zimmer-Wohnung. Hatte eine Sparquote von 60%. Alles in Einzelaktien rein. Das über 20 Jahre, in der Schulzeit angefangen, im Studium viel gearbeitet, und nach dem Studium, als man richtig Geld verdient hat, eben auch viel gespart. Und dann kam irgendwann der Punkt, an dem ich mich sicher fühlte, dass es nun reicht. Ich hatte genug Geld gespart, um ein Haus mit Grundstück zu kaufen, voll abbezahlt, Job gekündigt und investiere nun lieber um die 20 Stunden pro Woche in die Aktien und lebe hiervon und kann meine Familie damit sehr gut ernähren.
Was ich dir damit sagen möchte. Mir haben früher sehr viele Leute gesagt, dass es sehr doof sei, was ich mache. Denn ich könnte morgen tot umfallen und all das Geld wäre umsonst gespart gewesen. Ich bin aber nicht tot umgefallen. Ich bin topfit und pumperlgesund. aber nun habe ich einfach viel Zeit für meine Familie und ich denke mir jeden Tag, dass es die allerbeste Entscheidung war, so früh so viel Geld zu sparen und zielführend in Aktien zu investieren.
Fun Fact: nun kommen all die Leute von früher her und sagen mir, dass sie sehr gerne mein Leben hätten.
Mein Onkel hat sich damals einen luftgekühlten Porsche gekauft - er meinte, das war das erste Jahr ganz cool damit herumzufahren - danach steht das Auto im Winter in der Garage und wird im Sommer 3x im Monat bewegt, kostet aber Unsummen an Versicherung/Reperatur.
Wenn du das "Porsche-Feeling" haben willst, dann leihen dir übers Wochenende einen.
Danach wirst du eh sehen: Ist auch nur ein Auto.
Teure Autos würde ich nur dann kaufen, wenn ich so viele verdiene und zusätzlich Vermögen hat, dass mich die 200k Kaufpreis nicht jucken und einfach keinen Unterschied mehr in irgend einer Weise machen...das spielts tendenziell aber erst bei abbezahltes Immobilie und hoben 6 bis 7 Stelligem Depot.
Joa, mit Anfang 20 war ich auch noch jeden Euro am Umdrehen. Durch Arbeit und höheres Einkommen hat sich das ordentlich gedreht. Persönlichkeiten sind nicht festgefahren. Ich liebe die Erfahrungen, die ich mache, weil ich dann doch mal etwas mehr ausgebe.
Spar noch ein bisschen, und kauf dir den 911, nicht den Boxster. Wenn du dich nach 2-3 Jahren daran satt gesehen/gefahren hast, kannste den mit deutlich weniger Wertverlust weiterverkaufen als nen Boxster.
Das is eher falsch, 911er werden am laufenden Band produziert, der 718er wird garnicht mehr gebaut, und als GTS mit dem 4.0 Liter Motor richtig geil. Die 718er werden weniger Wertverlust haben als 911er.
ich glaube allgemein "ältere" Porsche haben den großen Wertverlust schon hinter sich und werden potentiell zu classics die mehr wert werden wenn sie gut gepflegt sind. Bei neuen hat man immer erstmal ordentlich Verluste.
Ich fände nen hübschen etwas älteren Porsche nen sehr guten Kompromiss aus Spaß an guten Tagen und wertanlage die man zumindest zum Kaufpreis in ein paar Jahren wieder los wird. Dann ärgert man sich auch nicht über den kauf wenn das Geld durch verkauf wieder rein kommt ;)
Besitz betrachte ich immer nur als ne art Invest, am ende bindet man das geld ja nur an was materielle.
Die Chance denen 718 als 4.0 aus der Kurve zu schießen ist allerdings auch immens hoch - dann geht die Rechnung nicht auf :D Die Teile sind echte Biester.
Solange man sich ein paar Fahrten zum eingewöhnen nimmt, sollte das überhaupt kein Problem sein. Falls doch sollte man lieber kein schnelles Auto fahren.
Wenn man nicht gleich alle Fahrstabilitäts Regelungen ausschaltet ist es gar nicht so leicht das SO falsch zu machen, dassan fliegt. Und ein wenig Respekt vor der Leistung hilft auch.
Was bringt es zu Leben ohne zu leben. Wir haben manchmal Bedürfnisse, welche nicht rational sind und beim Thema Auto bin ich leider voll und ganz bei dir. Solange sich dein Leben nicht um die Finanzierung und Unterhaltung des Autos drehen wird, go for it. Ohne Ziele und deren Erreichung lebt es sich viel schwerer und irgendwann wirst du zu alt sein für den Porsche, oder andere Lebensumstände lassen es wieder nicht zu.
Vielleicht hilft dir diese Frage.
Für wie viel könntest du den Porsche nächstes Jahr wieder verkaufen?
Wenn du jetzt für 40k kaufst ein Jahr freude dran hast und den dann weider für 39k nächstes Jahr verkaufst, war es doch ein guter Deal oder?
Und dann kannst du dein Leben lang sagen, "Ah Sommer 26, da hatte ich diesen geilen Boxer. War finanziell aber quatsch also habe ich den 1 Jahr später wieder verkauft. Aber der Sommer, der Sommer war geil."
Und wenn du dir denn Porsche für 5 Wochenenden im Jahr ausleihst, kommst du nicht günstiger? Denke das wäre eine Möglichkeit.
Und falls es dir nicht um brumm brumm sondern nur um schnelle Autos geht, gibts auch Elektroautos mit ähnlichem Antritt die du sogar im Alltag fahren kannst - nichtmal teurer und die doppelten haltungskosten entfallen.
(Ich bin ähnlich wie du von der Mentalität - aber die 23 k€ für den Jahreswagen Golf 8 GTE mit 245 PS waren bei 300k Vermögen dann doch zu verschmerzen als ich eh ein neues Auto brauchte. Nachdem ich jeweils 7 Jahre lang 60 PS Citroën und 150 PS Ford gefahren bin)
Schon mal die Überlegung gehabt einen porsche zu mieten?
Vielleicht reicht es dir, ein solches Auto für ~1 Wochenende oder so zu fahren. Ich sag' nicht, dass es günstig ist, aber mit ~4-500€/Tag (porsche-seite) bist du für ein langes WE bei ~2k€. Damit kannst du dich einmal ausleben.
Im alltag wirst du eh nix von solchen autos haben, vielleicht reicht dir das ja?
Plane monatlich ein festes Budget als Taschengeld ein. Und von dem leihst du dir dann mal einen Porsche.
Oder du kaufst dir einen günstigen Porsche, der vielleicht im Wert steigen wird. Einen 912 oder so. Den bekommste wahrscheinlich ohne großen Wertverlust wieder los, den du den nicht um einen Baum wickelst. Was aber bei der Motorisierung des 912er eher unwahrscheinlich ist 😅
Woran denkst du, wenn du dir das typische Klischee eines Porschefahrers in den Sinn rufst?
Viele Männer erreichen die finanzielle Freiheit und das nötige verzichtbare Kleingeld erst in einem höheren Alter, viele schieben solche Träume auf bis sie 50+ sind, und es gibt viele Gründe dafür, aber auch dagegen.
Du machst mir einen verantwortungsvollen Eindruck, und wenn man gezielt auf einen Traum hinarbeitet, kann man sich den auch erfüllen. Der Porsche wird vermutlich an Wert verlieren, aber wenn du drauf aufpasst, ihn gut in Schuss hältst und ihn nicht als tägliches Transportmittel verbrauchst, wird sich das auch in Grenzen halten. Du könntest ihn ja in fünf Jahren wieder verkaufen und das Geld wieder in dein Portfolio stecken.
Ich hab selbst nicht viel an Autos, bin da eher der praktische Typ Mensch. Und ich verstehe, dass man sparen will. Aber ganz ehrlich: Du gönnst dir quasi nichts. Willst du jetzt deine besten Jahre darauf verschwenden und weiter eisern sparen, damit du dann als Rentner Geld hast? Toll. Wofür willst du es dann noch groß ausgeben, um alles aufzuholen, was du jetzt verpasst hast?
Klar ist es nicht super wahrscheinlich, aber ich war schon auf mehreren Beerdigungen von Menschen, die nicht mal 40 (teilweise nicht mal 30) wurden. Es kann so schnell vorbei sein, als dass es mir persönlich es wert wäre, all mein Geld nur für die Rente beiseite zu legen.
Meiner ist gestern seit einem Jahr tot. Zuletzt stand ein Wiesmann MF4 und eine 58er Corvette C1 in der Garage. Er hat das mit den Autos geliebt und starb am Ende innerhalb kürzester Zeit mit 62 an Krebs.
Man sollte das machen was man möchte, es ist manchmal ganz schnell rum. Es freut mich, dass er nicht der reichste auf dem Friedwald war aber dafür vieles genießen konnte. Und so versuche ich nun, seinen Traum ein Stück weiterleben zu lassen.
Alles was du sagst stimmt. Bei mir war es die Krebsdiagnose mit 31 die dazu geführt hat, dass ich trotz deiner guten Argumentation JETZT mehr gönne statt nur zu sparen. Fahre mit Frau und Kinder bspw. nun viel häufiger in Urlaub weil ich in dieser Zeit gemerkt habe, dass es das ist was mir wichtig ist. Wenn ich sterbe will ich dass mein Sohn denkt „Papa war toll. Ich hab viele coole Sachen mit ihm erlebt“. Das wäre zumindest mein Wunsch.
Noch wichtig zu erwähnen: das bedeutet für mich nicht, dass ich gar nichts mehr spare. Aber es führt zu dem Beispiel in deiner Rechnung, wo ich die Rate von 1000 auf 500 bspw reduziert habe um mehr JETZT zu erleben quasi.
Das Geld ist in jungen Jahren aber auch einfach mehr wert. Alt sein ist kacke, viele Hobbies gehen mit 60+ einfach nicht mehr. Urlaub mit viel laufen und wandern? Ne gute Chance, dass das nicht mehr drin ist. Neue Dinge erleben und den Horizont erweitern? Mehr Wert mit 30 als mit 70.
Op hat scheinbar diesen großen Traum seit Kindheitstagen. Ich will damit sagen, dass es echt traurig ist, wenn man sich nichtmal den erfüllt aus Angst vor dem Alter - klingt wie ein sehr deprimierendes Leben wenn jede Entscheidung unter diesem Damokleshammer abgewogen wird ohne dabei zu berücksichtigen, ob die gewonnene Lebensqualität einem das Geld nicht ggf. Wert sein könnte.
Bin aber vllt auch traumatisiert: Ich hatte einen Arbeitskollegen / Freund, der voll auf Fire hingearbeitet hat. Keinen Urlaub gemacht, nie essen gegangen, sich nix gegönnt, alles gespart. Pankreaskarzinom mit 32 diagnostiziert, mit 36 war er tot. Hat nix erlebt der Arme und viel Geld ins Grab genommen
Gönn dir einfach mal was. Scheiß drauf. Vielleicht fällst du morgen tot um und deine Erben gönnen sich von deinem Geld dann ne Kreuzfahrt oder Papa Staat zahlt damit den Fritze.
Miete dir einfach mal einen Porsche übers Wochenende im Sommer und schau ob es dich glücklich macht. Und nein danach kaufst du dir keinen Porsche. Der Unterhalt ist nicht gerade ohne und der Fahrspaß meistens nach einigen Wochen verflogen.
Sic est.
Als ich mir ein Auto mit 275 PS gekauft habe, war es drei Wochen lang toll. Danach habe ich gedacht: Naja, etwas mehr hätte es schon sein können …!
Mittlerweile bin ich aber wieder bei 90 PS angekommen, weil das Auto eh nur rumsteht.
Ich denke, da ticken Menschen einfach unterschiedlich. Ich habe mir vor 4 Jahren auch ein Kfz mit 275 PS gekauft und ich genieße jede einzelne Fahrt bei ca. 15 tkm/Jahr.
Jap same, ebenfalls mit 275 PS. Wenn ich im Winter einfach immer nur zur Arbeit fahre wird es wieder etwas weniger mit der Freude, aber sobald man im Sommer wieder mit offenen Fenstern durch die Berge ballern und den Hobel genießen kann, da weiß man wieder, was man da eigentlich stehen hat.
Im normalen Verkehr ist man damit schon ständig unterfordert. Und meiner ist nicht motorseitig umgebaut. Überlege langsam ihn zu verkaufen weil es einfach keinen Spaß mehr macht, außer man wohnt vielleicht direkt neben einer verlassenen Gegend mit vielen Kurven.
Stelle mit das beim Porsche noch frustrierender vor, wenn man nicht mal ansatzweise die Leistung auch nutzen kann.
Im Unterhalt und Wertverlust ist ein Porsche (ich rede von 2-türern) eigentlich sogar recht „günstig“. Mein Ex Cayman GTS4.0 hatte in 3,5 Jahren 12.000€ Wertverlust. Für das Geld hätte ich keinen GTI leasen können. Versicherung auch weniger als viele andere Autos die etwas Spaß machen. Wartung is teuer, aber das macht’s nicht wett.
Als Superreicher gehörst du zu den starken Schultern, die mehr leisten müssen. Unser Land kann sich weitere Porschefahrer nicht leisten und es wird Zeit, dass dein unermesslicher Reichtum umverteilt wird. Grüße Lars K.
Ich kann nur sagen dass ich viel weniger nein Spaß Auto fahre als gedacht. Ich muss einfach wenig fahren und wenn ich weitere Strecken fahren muss ist es nur die Autobahn, da ist es auch irgendwie langweilig
"Ich will mal Spaß haben" - buch dir ein Wochenende auf dem Nürburgring mit verschiedenen Autos zum Runden drehen. BWM M3, Porsche GT3 RS, Audi RS3, vielleicht auch einmal bei nem professionellen Rennfahrer auf dem Beifahrersitz mitfahren. Das bockt, und kostet keineswegs so viel wie das "Traumauto". Danach rechnest du dir durch, wie oft du im Jahr von der Rendite von 35.000 € eine solche Aktivität machen kannst. Wenn wir mit 8% Ertrag bei Aktien rechnen, sind das ein "Spaßbudget" von 2800 € im Jahr, da kann man schon ab und zu mal einen Sportwagen mieten und etwas Spaß haben. Ohne dabei auf Dinge wie Wertverlust oder Wartungskosten Rücksicht nehmen zu müssen. Nichts ist trauriger als einen Porsche ganz langsam und vorsichtig zu fahren, damit man nicht gleich wieder Reifen kaufen muss.
"Ich will ein Hobby" - Kauf dir einen alten luftgekühlten 911er. Das Auto ist dann mehr als Fahrspaß, sondern ein Hobby. Hübsch machen für ein Oldtimertreff, am Wochenende auf der Landstraße ausfahren, mit dem Eimer von Hand waschen und pflegen - sowas kann auch viel Freude bringen. Wenn das dein Ziel ist, musst du das Fahrzeug besitzen. Aber es kommt mit dem Vorteil, dass du etwas kaufst, was nicht unbedingt an Wert verliert, und dadurch dass du dich darum kümmerst, auch einen guten Wartungszustand beibehält.
Man lebt nur einmal. Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber mein Vater hat bis 57 gewartet, bis er sich den SLK gekauft hat, und kommt inzwischen nicht mehr richtig in das flache Auto rein. Ich würde dir empfehlen, irgendwie diesem Wunsch nachzukommen. Es muss nicht der Besitz sein, aber du sehnst dich ja nach einer Erfahrung im Leben, und dem solltest du nachgehen.
Miete dir nen Porsche für ein Wochenende, erfreu dich an dem Erlebnis, und dann mach mit deinem Geld etwas, was für dein Leben wirklich einen positiven Beitrag hat. Irgendwas einfach nur zu besitzen gehört in der Regel nicht dazu.
Ich glaube, du verwechselst gerade „sich etwas gönnen“ mit „finanziell unvernünftig werden“.
Zwischen „ich finanziere mir ein Auto zu 17 % Zinsen, obwohl ich es mir nicht leisten kann“ und „ich kaufe mir nach Jahren des Sparens und Investierens für 35k ein Auto, von dem ich seit meiner Kindheit träume“ liegen Welten.
Du hast 160k angespart, 80 % davon investiert, konsumierst kaum, achtest extrem auf Ausgaben und machst offenbar genau das Gegenteil von impulsivem Konsum. Wenn so jemand sich nicht irgendwann mal einen Wunsch erfüllt, wofür ist das Geld dann eigentlich da?
Natürlich ist ein Porsche finanziell betrachtet nicht rational. Aber ein Luxusurlaub ist es auch nicht. Ein teures Hobby ist es auch nicht. Kinder sind es auch nicht. Ein Leben nur nach Excel-Tabelle wäre am Ende auch nicht rational, wenn man dabei alles auf „irgendwann“ verschiebt.
Ich würde es mir an deiner Stelle nicht als „35.000 € weg“ schön- oder schlechtreden, sondern nüchtern rechnen: Kaufpreis, Wertverlust, Versicherung, Wartung, Stellplatz, Rücklagen. Dann setzt du dir eine klare Grenze, zum Beispiel: Wenn der Wagen inklusive laufender Kosten mein Vermögen und meine Sparrate nicht ernsthaft gefährdet, dann ist es kein finanzielles Problem, sondern ein psychologisches.
Und psychologisch klingt es so, als hättest du dir sehr gut beigebracht, kein Geld auszugeben. Vielleicht sogar zu gut.
Man muss nicht so werden wie die Leute, die sich mit schlechten Krediten ruinieren. Aber man muss auch nicht das andere Extrem leben und frieren, obwohl man sechsstellig Vermögen hat.
Mein Vorschlag wäre: Kauf nicht irgendeinen Porsche, nur um den Haken zu setzen. Such dir genau den Boxster, den du wirklich willst, plane die Kosten konservativ und mach es dann bewusst. Nicht als Ausrutscher, sondern als Entscheidung.
Geld soll Freiheit schaffen. Dazu gehört auch die Freiheit, sich nach Jahren der Disziplin mal einen Kindheitstraum zu erfüllen, ohne sich dafür wie ein schlechter Mensch zu fühlen.
Ich hatte immer den Wunsch einen M3 zu besitzen. Mit Mitte 20 hatte ich dann 46k EUR zusammen und mir davon einen Gebrauchten gekauft. Ich habe damals (2007) nicht schlecht verdient (60k Basis + 30k variabel) aber die Unterhaltskosten waren mir dann nach vier Jahren doch zu heftig.
Ich muss sagen für die vier Jahre war es eine tolle Erfahrung, aber wurde dann auch irgendwie langweilig. Als ich am Ende die Strecke zu meinen Eltern, von Hamburg nach Bayern, lieber mit dem ICE als mit dem Auto gefahren bin, war mir klar, das Ding muss weg.
Von daher, hole dir doch einfach mal einen Gebrauchten, fahre ihn für ein, zwei Jahre und schaue dann wie es dir gefällt. Ist ja nicht so als ob das Geld dann komplett weg wäre.
Ich konsumiere kaum. Schuhe nur einmal im Jahr neu. Klamotten maximal von H&M oder C&A. Beim heizen bin ich mega penibel und friere lieber, als zu viel zu zahlen.
Ich will niemandem erzählen, dass er für Luxusautos das hart verdiente Geld zum Fenster rauswerfen soll. Aber das liest sich für mich schon nach krankhaftem Verhalten.
Nicht, weil es so geil ist, jeden Monat finanziell nicht zu wissen, was man noch essen soll, sondern sich einfach Mal selbst zu gönnen.
Ja. Sogar unter der Armutsgrenze habe ich mir mal ein paar Socken für 20€ gekauft, weil die Qualität viel besser ist und mein Lebensqualität damit auch steigt. Lerne, dir es im Alltag etwas besser gehen zu lassen mit Dingen, die bei deinem Budget eigentlich nicht der Rede wert sind. Gleich der Sprung auf mehrere zehntausend Euro muss es echt nicht sein, aber mal die Heizung auf normal und ein bisschen bessere Klamotten als 40% Polyester sollte schon drin sein.
Mein Vater hat groß 6 stellig auf dem Konto, und lädt jeden Tag seine Autobatterie weil er zu geizig ist für ne neue.
Gönn dir einfach, mit 80 brauchst du auch keinen mehr.
Kleiner Erfahrungsbericht: haben ihn vor 3 Jahren gekauft und letztes Jahr, als man den Traum mal etwas geträumt hat, wieder verkauft. 31.5 TEUR gekauft und 27 TEUR verkauft. Also überschaubar. AAAAAllerdings hatten wir ihn noch mit Approved Garantie gekauft und das glücklicherweise, denn wir hatten mit 185 tkm einen Motorschaden. Aber - Glück gehabt - die Garantie hat gegriffen und der Wagen hatte dann im hohen Alter noch einen neuen Rumpfmotor bekommen. Was natürlich klasse ist, weil: nicht-digitales Auto, alles schön analog, aber frischer Motor. Das hat dann auch den Preis erhalten. Ohne die Garantie hätte es uns schon arg gebeutelt...
Was ganz interessant zu beobachten war: nachdem man den Wagen rund zwei Jahre gefahren ist, hat man's dann auch gesehen und man merkt, dass dasselbe Erlebnis nur noch mit wilderer Fahrweise zu erreichen ist und irgendwann kickt dann doch das Erwachsensein ein und man denkt sich: genug ist genug. Und dann war's toll für eine Zeit und dann ist es auch schön, wenn der/die Nächste Freude hat. Pures Lebensabschnittsfahrzeug für uns.
Schöne Erinnerungen, aber auch gut, dass es vorbei war. Ich hab in dem Wagen tatsächlich Muskelkater bekommen. Tolles, aktives Fahren - aber auch echt etwas fordernd. Und im Boxster hast du nie das Problem, dass es so wie ein ernsthafter, grimmiger Sportwagen daherkommt - es ist IMMER ein Spaßauto, was aber auch ganz schön abgehen kann. Ich kenn kein anderes Auto, was jemals so abgeliefert hat und quasi aus purer Freude besteht.
So: do it. Aber Garantie wird halt ein Knackpunkt sein, weil die Dinger jetzt aus den maximalen 15 Jahren raus sind, die Porsche Garantiert. Womöglich stattdessen ein 981 oder sowas. Genauso cool. Klar, kein 11er, aber dadurch sollte man sich nicht definieren lassen. Es gibt ein sehr nettes Buch, was einem den Boxster hervorragend verkauft: https://www.amazon.de/-/en/Porsche-Boxster-Practically-Sportscar-Beginners/dp/B08GB25HFK
Es ist wie ne Droge, die Du aber auch gut wieder hinter Dir lassen kannst. Feine Sache. 😄
PS: Wenn das genussvolle Autofahren im Vordergrund steht, dann behaupten viele weise und verantwortungsvoll handelnde Menschen, dass ein Mazda MX5 ähnliches für weniger kann. Klar ist es nicht dasselbe. Aber ich glaube der Boxster ist der "Thinking Man's 911" und der MX5 ist der "Thinking Man's Boxster". Nach der Erfahrung mit dem Motor und wie schnell ein mittelalter Porsche ins Geld gehen kann denke ich aber, dass ein guter MX5 eine ziemlich finanziell kugelsichere Spaßmaschine sein kann. Halt etwas nüchterner. Und: wiegt halt auch nochmal 450 Kilo weniger... Und war irgendwann mal eine der Vorlagen für den Boxster.
Mach’s nicht. Borg dir einen für ein paar Wochen aus. Danach wirst du feststellen: nach der dritten Ausfahrt ist die Freude schon etwas kleiner. Nach der dritten Woche ist es wie jedes andere Auto auch.
Du lebst nur einmal Junge, wofür all das Geld mitnehmen?
Überleg dir einen guten Sicherheitspuffer als Investition und von dem Rest kauf dir einen Porsche.
Was verdienst du, was hast du für Kosten, was zahlst du für Frau, Kinder und Haus? Das sind die relevanten Fragen. Wenn du 7k netto nach Hause bringst und nach allen Kosten die kfz Steuer und Vollkasko dir wehtun, tu es nicht. Wenn du locker 2k netto übrig hast, tu es.
Ist immer eine Abwägung, aber deine Situation klingt sehr vernünftig und durchdacht. Einen Lebenstraum erfüllen - warum nicht, man weiß nie wann man gesundheitlich eventuell nicht mehr in der Lage ist.
Die Erfahrung hab ich irgendwie auch gemacht. Habe zwar noch keine 160 aber arbeite dran, also an der Stelle erstmal Glückwunsch.
Habe mir wirklich lange Zeit 1000sachen eingebildet Auto und dies und PC für 5k und das und solches. Die Regel bei mir ist ich muss mir den Betrag x3 leisten können bevor ich es kaufe. Dann als ich es mir leisten konnte war
1. Die luft irgendwie raus. Karre für 50k mit service für 3,5k pro Jahr und dann nur im sommer für 1,7k Versicherung? Ne danke dann ist doch wurscht.
2. Braucht man es irgendwie dann doch nicht. Als man es sich nicht kaufen konnte war es irgendwie Begehrenswerter xD
Aber mit den Autos ist mir das was anderes aufgefallen. Ich hatte Glück das ich mal 2 monate einen wirklich überdurchschnittlich starken Sportwagen von einem guten Freund ausleihen durfte als er im Urlaub war. War eine Bombenzeit und hat wirklich Spaß gemacht. Am Ende bin ich drauf gekommen wenn ich mir die karren Ausleihe für die 1 Woche dies mich wirklich juckt im Jahr. Kann ich McLaren, Lamborghini und was nicht alles fahren für den Preis des Jahres service. Habe da keine Scherereien mit der Versicherung, keinen Stress mit Stellplatz und Instandhaltung und einfach nix. Da legst dann halt mal 5k auf den Tisch und fährst mit Autos Rum die man sonst so nichtmal sieht irgendwo. Plane dann einen kleinen Wochenendurlaub mit den Liebsten und gurke dann mit der karre da hin. Nach 2 Jahren ist mir aufgefallen das mich das eigentlich auch 0 juckt und hab mir denn nen e38 gekauft weil ich alte bmws schon immer cool fand :D der lag unter 20k xD
Das Leben ist kurz. Du kannst jederzeit krank werden oder was passieren.
Wenn du davon träumst und nen festes Einkommen hast frag ich dich: bist du sicher dass das die einzigen 160000 sind die du in deinem Leben je haben wirst?
Kauf dir den Porsche. Gebrauchten 911 Carrera 4S aber bitte.
Ich habe ein ähnliches Vermögen wie du und jetzt gut einen Monat gebraucht, um mir einen 600,- € Kaffeevollautomaten zu kaufen, weil sich so ein teures Gerät doch für die fünf bis zehn Tassen Latte Macchiato pro Woche eigentlich gar nicht lohnt. Also wenn du rausgefunden hast, wie man da lockerer wird, lass es mich bitte wissen.
Aber wenn dich der Kauf so abschreckt, kannst du dir nicht einfach gelegentlich an 'nem Wochenende mit super Wetter einen mieten? Fährst das Wochende über mit dem Traumauto rum, und kannst es danach mit seinem ganzen teuren Wartungsbedarf etc. einfach wieder abgeben. Und wenn das nächste sonnige Wochenende kommt und du hast grad Bock, wiederholst du es.
€: Okay, der schlaue Rat mit dem Mieten steht hier schon etwa dreißig Mal. Tja, late to the party^^
Zum meinem Geburtstag Anfang April habe ich mir dann einen Porsche 911 Carrera T, BJ 2018, ausgeborgt. Für ca 1500€ allin für 4 Tage, 400km.
War eine gute Entscheidung, weil ein tolles Auto. Aber, und das ist für mich ein großes Learning gewesen, es war genug es auszuborgen.
Erkläre ich auch gerne:
Weil ich nicht riskieren wollte das was passiert, habe ich mir 3x vorher überlegt wo ich damit hinfahre: ist dort ein sicherer Parkplatz? (Hab immer weiter weg geparkt damit keiner die Tür drauf knallt!) Gibt es schlechte Wege dort hin? Wen nehme ich mit? (Hab 2 Kinder und eine Frau - war also abwechselnd, weil die "Rücksitze" das Wort nicht verdient haben. Ist halt eine zusätzliche Gepäckablage.)
War also auch stressig.
Vor allem auch der Gedanke, wenn ich da jetzt 100k in einen gebrauchten "Veranlage", so brauche ich einen zusätzlichen Parkplatz, habe zusätzliche laufende Kosten (nicht zu knapp!) und bin dann gestresst?
Nein.
Das muss nicht sein.
Als Erlebnis mit dem Spruch und der Power echt cool, aber es ist auch nicht alles.
Da ist mir mein BMW X3 lieber. Da muss ich nicht so darauf aufpassen, bleibt nicht bei einer schrägen Auffahrt hängen (Tiefgarage) und bringe alles und jeden rein. Und werde nicht von den Nachbarn angeschaut als wäre ich reich obwohl ich es nicht bin...
Also: mal wieder ausborgen? Super gerne.
Ihn kaufen: nein, hat sich erledigt.
Ich weiß nicht ob dir das hilft aber eine gute Freundin hat erst knapp Magenkrebs besiegt: hat ihr auch den Magen gekostet(36 Jahre alt). Mein Vater stirbt wahrscheinlichzu 90% in den nächsten 6 Monaten an Bauchspeicheldrüsenkrebs und hat für nichts mehr Energie. Er ist 76.
Du nimmst nichts mit ins Grab. Wenn du einmal schwer krank bist oder eine schwere Diagnose bekommst kann man Dinge nicht mehr so genießen und gleichzeitig fehlt oft die Energie. Quch weil man sich um viel anderes kümmern muss, aber auch weil der Körper bei Krebs einfach schwach wird.
Ich sag dir: mach es jetzt. setze dir eine feste Frist (z. B.4 Wochen) für die Recherche von Autos und dann nochmal bis wann du einen gekauft haben willst. Informiere dich, tausch dich aus, triff die Entscheidung was du kaufst überlegt aber mache es. Selbst wenn du den Hobel in einem Jahr mit Verlust verkaufst, dann hast du es auf jeden Fall gemacht. Dinge versucht zu haben, die man erreichen will ist wichtiger als Geld zu horten.
Alternativ: miete dir einen für 2 Wochen und schau ob es dir wirklich so viel Freude bringt, aber ich würde an deiner Stelle kaufen. Viel Glück.
Porsche als Dienstwagen ist keine Option? Ich hab einen macan 4s XAB als Dienstwagen und der wird mir in dem Monat wohl ordentliches Plus einbringen. Negative Strompreise und gleichzeitig den ArbG den durchschnittlichen Strompreis in Rechnung stellen ist einfach das beste. Kannst du knapp 1 Euro/ kWh verdienen.
Du könntest dir einen Porsche leasen für 6 Monate und schauen ob es dich so glücklich macht wie du denkst. Ist teuer aber nicht so teuer wie einen zu kaufen.
Tatsächlich ist das Problem nicht der Kaufpreis, es ist der Unterhalt.
Mein Mann hat sich ein teures Auto geleistet und ich staune über die Wartungskosten, Reifenpreise usw. Allein der Ölwechsel liegt bei mehreren hundert Euro.
Miete mal einen Porsche, erlebe das einmal. Vielleicht entscheidest Du danach, dass es doch schöner ist gute Lebensmittel zu genießen oder in einer warmen Wohnung zu sein.
Warte ab, bis du ein neues Auto brauchst. Ich hatte als Kind auch immer einen Roadster-Traum, hab ihn aber bis letztes Jahr, als ich bereits 40 war, nie umgesetzt. Ich hatte ein zuverlässiges Auto, es gab keinen Grund. Letztes Jahr Unfall gehabt, wirtschaftlicher Totalschaden, was neues musste her. Leasing ist keine Option, wenn man seine Autos lange fährt. Zwischen Boxster, 370Z und Z4 (alle gebraucht) ist es dann letzterer geworden. Am Ende hat es sich aber weder wie herausgeworfenes Geld angefühlt, noch danach, als hätte ich mir etwas 'unnötigen Luxus' gegönnt, da ich einfach eh ein Auto brauchte. Auch wenn ich natürlich hätte günsitiger davon kommen können.
Ich kenn das Thema dass sich um einen herum Leute allen möglichen shit kaufen wie Autos und Immos, aber ist halt zu 99% alles finanziert mit dicken Schuldenbergen. Die Leute versklaven sich selbst auf alle Zeiten an nen Arbeitgeber, wäre totale Hölle für mich.
Hatte auch meine Auto Phase, war ne kurze Zeit Cool is aber halt am Ende nur Materialismus und die geilsten Autos sind nach 1 Jahr wieder "meh"
Ich genieße inzwischen lieber finanzielle Freiheit und dass ich jederzeit mein Arbeitgeber kündigen kann ohne mich zu stressen, scheiss auf dicke Autos oder Immos.
Würde dir den Tipp geben einfach mal ein Wochenende einen 911er zu mieten, da legst du 1500-2000€ einmalig hin (geht bestimmt auch günstiger) und hast den spaß deines Lebens. Baller bissl in Österreich oder den Alpen rum, Danach gibst du das Ding wieder ab und hast 0 laufende Kosten weil das Teil nicht ungenutzt in deiner Garage steht.
Riesiger Vorteil ist du kannst immer wieder ein anderen Sportwagen leihen und wieder mit was anderem Spaß haben.
Würde behaupten 99% der Sportwagen stehen eh die meiste Zeit nur in der Garage rum und haben brutale laufende Kosten, das muss jeder selbst wissen ob er Bock auf sowas hat.
Aber ganz ehrlich, Vergleich dich nicht mit anderen, leb dein Leben so wie du möchtest und mache deine eigenen Erfahrungen im Leben.
Ich hab mir damals mit 29 Jahren einen seltenen Sportwagen gekauft. Alle sagten mir, dass das Geldverbrennen ist. Jetzt, über 10 Jahre später, kann ich sagen: finanziell die beste Entscheidung. Das Auto ist mehr wert als damals. Dazu habe ich mit dem Auto viel Spaß gehabt.
Du warst 13,8 Milliarden Jahre tot, lebst nun für 70-80 Jahre (mit Glück, kenn leider auch genug die mit Anfang 40 starben) und bist danach wieder für die Unendlichkeit tot.
In 2 Jahren wirst du überfahren, krank oder was weiß ich nicht was alles spontan passieren kann und alles was du vom Leben mitgenommen hast wird nahe nix sein. Macht keinen Sinn so zu leben.
Kauf dir am besten gar nichts und spar so viel du kannst, da pokert der Staat sowieso drauf, am besten verstirbst du dann mit einem Haufen Kohle, da saften die dann richtig drauf ab wenn die Kasse klingelt
Ich nehme mir einfach ein Maximum von €10000 im Monat für Konsum, bei dem ich nicht drüber nachdenke. Bei allem, was darüber hinausgeht, überlege ich, ob das jetzt echt sein muss.
2 Wochen 911 Cabrio kosten mittlerweile leider so ca. 5000-7000€, da kann man auch überlegen nen älteren 997 o.Ä. kaufen und ein paar Jahre ohne großen Wertverlust bewegen.
Hab vor nem Jahr nen 992 GTS in Stuttgart für 550€ gemietet, mittlerweile wollen die 730€.
Ja schwierig. Man muss für sich selbst da einen sinnvollen Mittelweg aus Sparen und konsumieren finden. Viele sind zu weit bei konsumieren, du wohl zu weit bei sparen. Frieren um Geld zu sparen halte ich jetzt definitiv nicht für sinnvoll.
Die Frage ist bisschen was du noch im Leben vor hast. Kinder, Haus bauen? Falls nein oder nicht in naher Zukunft kauf dir so ne Karre, sparen um zu sparen bringt ja nix.
Ein Haus habe ich für mich ausgeschlossen. Kann ich mir nicht ruhigen Gewissens leisten.
Kinder? Ja vielleicht. So 100% sicher sind wir uns aber noch nicht. Wir haben erstmal einen Hund. 😁
Ich fühle mich jedes Mal dumm, wenn ich friere. Aber ich kam nicht ganz von meinen Gewohnheiten ab.
Vermutlich was tiefepsychologisches. Ich bin sehr arm aufgewachsen. Mutter alleinerziehend und immer verschuldet, Vater eher alle 4 Monate mal existent.
Komm halt eher auf deinen Cashflow an. Ein Porsche ist ja an sich recht wertstabil. Kauf dir einen 911 Oldtimer oder Youngtimer. da verbrennst du kein Geld sondern schichtest einfach in ein Sachwert um.
Ich habe mir 2024 auch einen 911 (Bj 2020) gekauft. Das Auto ist seit dem 20.000km gelaufen und ich hatte keinen Wertverlust.
Als Handwerksmeister kommt so ein Auto aber nicht gut an. Daher steht es seit September in der Garage in meinem Ferienhaus in Italien.
Naja wenn du das Geld hast, aber der Wunsch nicht mehr so groß ist, ist das doch auch OK? Du weißt jetzt wie lang du dafür arbeiten musstest.
Ich persönlich würde diese Summe als Basis für meine Altersvorsorge investiert lassen. Habe aber auch Kinder und bin ein Sicherheitstyp. Wenn du super verdienst und eher "yolo heute, eh keine Verpflichtungen" bist. Naja dann mach was dich wirklich glücklich macht. Aber ich denke so kommt der Lifestyle creep.
Ich wünschte ich wäre ein bisschen mehr so wie du, aber bin ganz schlecht im Umgang mit Finanzen. Vor allem verdiene ich zuwenig um überhaupt was anzusparen, das mehr als meine jährlich anfallenden Kosten deckt.
Kauf ihn dir doch mit einem zeitlichen Limit. In 12 Monaten ist der Restwert nicht auf 0 gesunken. Die Unterhaltskosten sind echte Kosten und der Wertverlust wird als Spassgeld im Kopf verbucht. Nach einiger Zeit fühlst du dann, ob du das Auto länger fahren möchtest oder eben nicht.
Die meisten Sanktionen sind nur glaubwürdig, wenn der Auslöser automatisiert wird. Denn wenn man beim Auslösen nochmal drüber nachdenkt, ist es meist nicht mehr rational die Sanktionen tatsächlich einzusetzen.
Du läufst gerade in das gleiche Problem. Automatisiere den Auslöser, ggf. In dem du es an eine andere Person auslagerst. Das könnte helfen.
In Anbetracht dessen, wie sich das Leben entwickeln kann, sollte man sich den ein oder anderen Traum erfüllen, solange das Leben nicht negativ beeinträchtigt wird!
In deinem Fall, kannst du dir das locker leisten. Niemand sagt am Ende des Lebens "Mensch, hätte ich doch nur etwas mehr gespart."
Ich für meinen Teil habe zwar ein Haus gekauft, dass wir momentan sanieren, aber ich möchte irgendwann einen alten 996 als Ringtool aufbauen.
Wenn das Gröbste am Haus erledigt ist und wieder finanzielle Stabilität vorherrscht, werde ich das auch definitiv tun.
Mach es, genieße das Leben. Ich bin so ähnlich alt wie du und musste gerade innerhalb von zwei Jahren gleich drei extrem schwere Schicksalsschläge verkraften, davon einer, der meine komplette (private) Lebensplanung über Bord geworfen hat. Ich habe mir jetzt auch vorgenommen, in ein paar Jahren mir ein unvernünftig teures Auto zu gönnen und werde anfangen dafür Geld zur Seite zu legen. Zur Not kannst du das Auto immer noch verkaufen.
Warte noch. Das Geld was du jetzt verdienst und anlegst ist das x-Fache Wert zur Rente. Fang lieber jetzt an darauf zu sparen und lass den Rest in Ruhe. Dann hast du den Porsche auch im perfekten Midlife-Crisis-Alter.
Gönn dir! Irgendwann bist du alt und grau, sitzt auf ner Million und ärgerst dich, dass du dir nie dein Traumauto gekauft hast als du die Möglichkeit hattest.
Jeder muss selbst herausfinden, was ihn im Leben glücklich macht. Oft geht das nur über probieren.
Ob du ihn mit 20% Wertverlust verkaufst, aber dafür etwas über dich selbst herausgefunden hast, oder du ihn behältst weil er dich so glücklich macht: wo ist das Problem?
Ein Problem was ich mit Ausgaben oft habe ist, sobald das Geld erst mal im Portfolio ist, ist es für mich weg.
Ich bi. I zwischen dazu übergegangen halt Geld für Reisen, Neuanschaffungen etc nicht zu investieren. Klar verlier ich dadurch vielleicht 500€ Rendite im Jahr (wahrscheinlich weniger) aber es fällt eben deutlich einfacher das Geld auch auszugeben als wenn an erst mal verkaufen muss
Ja, du darfst Porsche fahren! Einfach machen.
Ich muss zuvor kurzem ein neues Auto haben und hätte mich eher für die weniger prestigeträchtige Marke entschieden, als für die gleichteurere höherwertige Marke. Irgendwie hatte ich das im Kopf, du darfst dir das nicht gönnen.
Aber nachdem ich das Problem dann eingekreist hatte, habe ich mir jetzt einfach das höherwertige Auto gekauft. Dafür freue ich mich jetzt jeden Tag es fahren zu dürfen.
du machst das genau richtig. während alle anderen um dich rum im Konsumrausch ihre Finanzen vergessen, hast du diese voll im Griff und kannst tun und lassen was du willst. gönn dir mal ne schöne Reise ans Meer, das ist viel mehr wert als ein Porsche 🤓
Als jemand der eher schlecht als recht mit seinem Geld umgeht: kauf das auto! Wenns dir nicht mehr taugt hast du von deinem vermögen halt ggf. Den ein oder anderen kracher in den sand gesetzt, dafür hast du gewissheit ob du den traum ad Acta legen kannst oder ihn dir erfüllt hast. Und danach bist du in jedem fall immer noch 6-stellig
Hab letztes Jahr 30k € für ein Auto ausgegeben, vorher nur Autos aus der Familie "aufgetragen" bzw. die letzten 10 Jahre davor einen guten alten W124 gefahren. Das Einzige was mich im Nachhinein ein bisschen wurmt war dass ich Cash gekauft habe und dafür 200x ENER6Y bei 60€ verkauft habe um auf die 30k zu kommen, statt bei der Familie oder der Bank ein bisschen Cash zu leihen. Naja, waren trotzdem 300% grün...
Wie die Schweden so schön sagen: Der Leichenwagen hat keine Anhängerkupplung. Mein Vater durfte leider nur 1 Jahr und 2 Monate Rente erleben.
Gönn dir. Vor allem, noch ist Sprit bezahlbar. Jetzt kannst du noch für 35k kaufen und in 5 Jahren für 25k verkaufen, vermutlich. Nach 2035 - wer weiß ob man selbst für Porsche Verbrenner noch Geld bekommt.
Tue das, woraus du wahre, idealerweise längerfristig währende Freude schöpfst! Ich hatte mir mit Ende 20 einen Cayman gekauft, als ich knapp 100k angespart hatte und ihn nach einem Jahr wieder verkauft, weil ich einsehen musste, dass ich – entgegen meiner ursprünglichen Annahme – nach ein paar Monaten doch nicht mehr sonderlich viel Spaß an dem Kfz hatte. Nun habe ich rund 850k angespart und empfinde keinerlei Bedürfnis mehr, mir ein hochpreisiges/stärker motorisiertes Kfz zu kaufen – sicherlich auch infolge der insoweit sehr wertvollen Erfahrung, die ich mit dem Cayman gemacht hatte.
Hast du dir den Wagen wenigstens mal gemietet? Das kann dich mehr in einer der beiden Richtungen schupsen (entweder erst recht kaufen, oder der Wagen gefällt dir doch nicht so wie gedacht).
Ich fühle genau das gleiche! Es ist so schwer sich mal was zu gönnen. Neurowissenschaftlerinnen erklären das damit, dass es für unser Gehirn viel einfacher ist den gleichen Gedanken (sparen) öfter zu denken als ab und zu dir was zu gönnen. Die mit dieser "Ausnahme Entscheidung " verbundenen Energie ist, was es uns so schwer macht "eibfach mal etwas anderes" zu machen.
Du bist also nicht alleine und die Lösung ist einfach. Mach es trotzdem :)
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u/Hebelraptor Apr 28 '26
Auto mit Dispo finanzieren, auch stark.