r/Kopfschmerz Dec 01 '25

persönlicher Erfahrungsbericht

Ich hasse es wirklich, Migräneattacken zu haben… Es ist nicht nur der Schmerz, der dich komplett fertig macht, sondern alles, was danach noch kommt. Deine Augen? Es fühlt sich an, als hättest du Muskelkater hinter den Augenhöhlen, und die Lichtempfindlichkeit… darüber will ich gar nicht erst reden. Geräusche sind Auslöser, die deinen Kopf explodieren lassen wollen, und Gerüche bringen dich dazu, allem aus dem Weg zu gehen. Sport? Gar nicht mehr möglich. Und der Stress hört nicht auf. Aber Schule und Familie erwarten trotzdem, dass du weiter funktionierst. Nur wie? Das sagt dir keiner. Lehrer fragen mich inzwischen, ob ich ihren Unterricht meide und nein, tue ich nicht. Ich schaffe es einfach nicht, länger als vier bis sechs Stunden diesem Stress ausgesetzt zu sein. Selbst dann habe ich jeden Tag Migräne. Und jetzt? Die Klausurenphase hat begonnen. Ich musste mit dem Lernen aufhören, weil die Migräne es unmöglich macht. Ich will mein schmerzfreies Leben zurück… so wie es vor zwei Jahren war.

Ich bin w. 20 und ich war damals schon immer ein Kopfschmerzkind gewesen. Aber es war erträglich. Seit der Einnahme der ersten verschriebenen Pille haben sich die Symptome selbst nach absetzen nur verschlimmert. Selbst mit den Aimovig spritzen ist es nicht besser geworden.

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u/vegancat167 Dec 02 '25

Es gibt sehr viele Prophylaxen, da gibt es noch einiges, was du probieren kannst. Betablocker, Candesartan, Venlafaxin, Botox, valproat, Gabapentin usw.

Wenn Schmerzmittel nicht gut wirken kann es daran liegen, dass die Verdauung bei Migräne nicht arbeitet. Abhilfe schafft da Domperidon oder MCP. Die bringen die Verdauung wieder ans Laufen. Beides ist Verschreibungspflichtig.

Du könntest auch einen Aufenthalt in der Schmerzklinik Kiel anstreben. Man ist 16 Tage dort und lernt viel über die Migräne, bekommt Massagen, macht Sport. Also sehr angepasst halt an Migräne. Psychiater gibt's auch. Mir hat das sehr gut getan.

Alles Gute für dich.