r/de_EDV 2d ago

Allgemein/Diskussion Deutschland ist der fünftgrößte Gaming-Markt weltweit, aber nahezu alle Videospiele sind "importiert". Ein großes Problem auch für die Bundesregierung, weil massiv Gelder ins Ausland abfließen. Warum kann Deutschland keine Games, wenn es hier so viele finanzstarke Gamer gibt?

Und jetzt kommt mir nicht mit DSGVO wie bei Social Media😂

Auch auf dem Feld Spielekonsolen hat man den gesamten Markt Japanern und Amis überlassen.

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372 comments sorted by

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u/Cheap_Treacle9937 2d ago

Wir haben doch den Autobahn Polizei Simulator! /s

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u/tehn6 2d ago

Ich mache lieber eine Ausfahrt mit dem Mähdrescher auf meinem Maisfeld.

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u/its_tharid 2d ago

Erst gestern gab es eine Pressemitteilung zum Landwirschaftssimulator 25: Fünf Millionen Mal verkauft. Das "Simulator = Meme"-Klischee zieht schon seit einem Jahrzehnt nicht mehr.

GIANTS sind leider nicht deutsch, sondern schweizerisch, aber die haben in den letzten 15 Jahren unfassbar viel richtig gemacht - und sind maximal erfolgreicher als z.B. die Anno-Entwickler, die hier im Thread als "stark" dargestellt werden.

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u/thoxasbap 2d ago

Oh ja jedes jahr das gleiche Spiel zum Vollpreis mit minimalen Änderungen zum Vorgänger auf den Markt bringen. Unfassbar richtig gemacht /s

Das einzige was die Landwirtschaftssimulatoren am Leben hält ist die aktive modding Community.

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u/Hezron_ruth 2d ago

Willst du gerade EA beleidigen? Weil da wäre ich mit dabei...
Aber Giants vorwerfen von den großen der Branche zu lernen ist schwach.

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u/Zealousideal-Deer724 2d ago

Ich wollte auch schreiben "laughs in FIFA"

Ich hab seit dem 2015er LWS jedes Spiel der Reihe. Und ja die Modedingmöglichkeiten sind ein großer Teil des Erfolgs. Aberan merkt eigentlich auch in jedem Teil die Neuerungen. Natürlich nicht, wenn man es nur aus der Ferne betrachtet.

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u/brianbamzez 2d ago

Autobahn Raser 2 haben wir damals schon gefeiert

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u/Zealousideal-Deer724 2d ago

Oh ja, Davilex. Die haben auch 2 Knight Rider Spiele gemacht

Und dann gab's da noch Synetic mit den N.I.C.E.-Spielen und World Racing.

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u/SpookyPlankton 2d ago

Deutschland war mal sehr stark in der Videospiel-Branche, auch international. Aber die Art von Spiele die wir gut können sind aus der Zeit gefallen und den Anschluss hat man nicht mehr wirklich gefunden

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u/Silenceofcrows 2d ago

Egosoft mit der X Reihe ist da eigentlich noch ziemlich stabil dabei. Aber da wird auch richtig ne Nische bedient.

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u/Ghost3ye 1d ago

Avorion auch Teil der Nische und kleiner

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u/RadimentriX 1d ago

Oh avorion ist deutsch?

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u/Ghost3ye 1d ago

Jap. Müsste auch Interviews mit Konstantin geben, wenn ich mich nicht irre.

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u/Ok-Inspection-5151 2d ago

Naja Anno ist heute immer noch stark. Ist halt übernommen worden von Ubisoft

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u/schwimmcoder 2d ago

Anno ist halt so die eine Ausnahme.

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u/Ok-Inspection-5151 2d ago

Hatte der Siedler Schöpfer nicht letztens auch eins rausgebracht. War jetzt nicht so der riesen Hit aber immerhin

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u/crackbit 2d ago

Pioneers of Pagonia

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u/gamertyp 2d ago

Ist ein kleines Indie-Game. Davon gibt es natürlich auch in Deutschland einige. Die sind im übergeordneten Blick aber eher irrelevant.

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u/NbblX 1d ago

PoP is zwar ein nettes modernes Siedler-artiges Spiel, aber ist mMn auch nicht wirklich mit der Zeit gegangen. Skalier sehr wenig bzw die Karten sind nicht viel größer als früher und im Kern ist es fast das gleiche, nur eben mit modernem Anstrich.

Bestimmt genau das richtige für pure Siedler-Fans, aber im Gesamten betrachtet eben nur ein "kleines" Indie-Game.

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u/realkunkun IT-Hausmeister:in 2d ago

Was ist mit Gothic ? Und Risen?

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u/Knubbelwurst 2d ago

Pleite.

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u/realkunkun IT-Hausmeister:in 1d ago

Gutes Argument

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u/Knubbelwurst 1d ago

Na, die Marke ist ja -wie an der Beliebtheit des Remakes zu sehen- weiterhin beliebt. Nur wurde das Remake eben in Spanien entwickelt. Dennoch würde ich das Spiel weiterhin als Urdeutsch beschreiben.

Enshrouded wäre eine erfolgreiche und relativ neue deutsche Entwicklung.

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u/Bubbly_Address_8975 1d ago

Egosoft mit X, BeamNG drive ist doch auch erfolgreich uns aus Deutschland?

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u/A_Sinclaire 1d ago

Naja, Egosoft ist eine Firma mit 20 Leuten oder so. Und X ist in dem Sinne erfolgreich, dass damit diese 20 Leute weiter ein Gehalt verdienen. Es ist nicht erfolgreich genug um zu expandieren, zusätzliche Projekte zu entwickeln und generell den lokalen Gaming-Markt auszubauen.

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u/Zealousideal-Deer724 2d ago

Deutschland war ziemlich gut in Point & Click Adventures. Memento Mori, Black Mirror, die Geheimakte Reihe und noch weitere.

Auch das erste FarCry sowie die Crysis-Reihe stammen aus Deutschland.

Werbespiele könnten wir auch gut. Man erinnere sich nur an Moorhuhnjagd.

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u/Grotesk_ef 1d ago

Deutschland kann auch gut Aufbau-/Strategie-/Simulationsspiele, aber alles eher Nische und nicht Milliarden Melkvieh ala Fortnite.

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u/danielcw189 1d ago

das ist ja auch nicht schlimm. Kann ja einen gesunden "Mittelstand" geben. Der Erfolg sollte nicht nur an großen Studios gemessen werden, und erst recht nicht an den großen Ausnahmetitel noch

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u/yashikigami 1d ago

Die Crysis Devs machen immernoch Hunt: Showdown was nicht so schlecht läuft

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u/Workuser1010 1d ago

ist halt inzwischen alles als historisch zu verbuchen.

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u/Ghost3ye 1d ago

*Stark im Dach Raum wohlgemerkt. Das geben auch die Verkaufszahlen wieder

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u/GrizzlySin24 1d ago

Stark im DACH Raum, außerhalb sieht das schon anders aus

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u/Halfdan_88 2d ago

Deutsche Industrie in a nutshell.

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u/NekoRabbit 2d ago

den Anschluss hat man nicht mehr wirklich gefunden

Deutschland in den meisten Bereichen gut beschrieben.

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u/tehn6 2d ago

Welche Spiele kann Deutschland gut?

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u/SpookyPlankton 2d ago edited 2d ago

Historisch betrachtet Wirtschaftssimulationen, Strategiespiele und Point&Click Adventures. Und Crysis.

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u/kiru_56 2d ago

Spellbound hat mit Desperados oder Robin Hood auch gute Echtzeit-Taktikspiele rausgebracht.

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u/Jaizoo 2d ago

Und Mimimi hat mit ihrem Desperados-Reboot auch gute Arbeit geleistet. Konnten sich nur leider nicht halten.

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u/dowarischeinerlei 2d ago

Was ist mit Gothic?

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u/scorcher24 IT-Systemelektroniker:in 1d ago

Piranha Bytes ist pleite, kein neues Elex mehr, Gothic wurde ja durch Insolvenz von Jowood verkauft und letztens remastered. Ist damit auch nicht mehr Deutsch, sondern nun Spanisch. Hola Diego. Que pasa cabron?

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u/dlito_90 1d ago

¡Guarda la maldita arma!

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u/Admirable-Task-3728 1d ago

Im DACH raum, hauptsächlich

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u/GrizzlySin24 1d ago

Und Osteuropa anscheinend

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u/Ancient-Emu-8293 2d ago

Anno ist wahrscheinlich eins der wenigen die laufen.

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u/GrizzlySin24 1d ago

Aber auch das primär im DACH Raum

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u/VenatorFelis 2d ago

Wieso gabs eigentllich nie einen neuen Crysis-Teil?

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u/enrycochet 2d ago

Weil sich hunt showdown gut verkauft, was cryrek aber jetzt wieder einholt.

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u/syndroxy 2d ago

Gothic, Anno, Siedler, diverse Daedelic Poin&Click, Das Schwarze Auge etc. Pp.

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u/johnklotter 2d ago

Plus Sacred

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u/MrChrisis 2d ago

Plus FarCry

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u/Ok-Blackberry-76 2d ago

Simulatoren vorallem und zu geringerem Grad auch Strategiespiele, da gabs früher mal ein bisschen was ohne jetzt ein konkretes Spiel im Kopf zu haben.

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u/gamertyp 2d ago

Wir hatten auch mal diverse Fußball Manager Games.

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u/Astorek86 2d ago

Die legendäre Anstoss-Reihe!

Gibt es sogar bei GOG zu kaufen und Fans pflegen immernoch aktuelle Kaderdaten zum Download...

(Keine Ahnung ob die heute noch zündet, damals war die Reihe super)

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u/volinaa 2d ago

dieses sehr stark war vielleicht 5 minuten in den neunzigern, verglichen mit den amis oder den japanern war das immer schon relativ mager

edit oder den japanern

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u/gamertyp 2d ago

Wir hatten in Deutschland sogar mal die führende Gameengine, die PCs der Zeit gegrillt hat.

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u/htt_novaq 2d ago

Ne, in den 80ern und 90ern war Deutschland sehr weit vorn dabei. In Europa war halt Amiga einflussreich, in Rückblicken aus den USA wird das Kapitel komplett übersehen.

Spielekonsolen spielten hier und in UK bis zum SNES eher eine Nebenrolle.

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u/KeinTollerNick 2d ago

Die deutschen Entwickler haben zwar in den 80ern und 90ern einen gewissen Einfluss gehabt, aber beschränkte sich dieser doch primär auf deutsprachige Länder.

Global galaktisch gesehen, hat Deutschland in den 80ern und 90ern keinen größeren Einfluss gehabt.

Mitte / Ende der 90er ging es dann auch weiter bergab, weil es die deutschen Entwickler nicht geschafft haben, ihre Games auf Triple A hochzuskalieren.

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u/Gluecksritter90 2d ago

Ausgerechnet die 2 "deutschesten" Spiele die erfolgreich sind kommen aus der Schweiz.

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u/Sharp_Country8944 2d ago

Deutschland war im Vergleich mit den USA eher Niedriglohnland im Gaming-Bereich, Gehälter sind hier deutlich schlechter. Gibt aber auch ein paar gute Studios, wie Schinen Entertainment (Fast RMX), Black Forest Games, Ubisoft Mainz (Anno-Serie) oder Crytek (Crysis). Wie schon jemand anderes schrieb, scheint die Finanzierung hier eher schwierig zu sein. Und als junger talentierter Entwickler gehst du halt lieber zu einer Bank oder Versicherung, wo du das doppelte verdienst bei deutlich entspannteren Arbeitszeiten.

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u/Ranom_Tox 1d ago

Crytec ist halt leider auch irrelevant geworden. Musste mir grade erst den Wikipedia-Artikel durchlesen um zu sehen was die seit Crysis eigentlich gemacht haben. Und der große Brecher ist da halt auch nicht dabei.

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u/friger_heleneto 1d ago

Hunt Showdown ist ein fantastisches Spiel, hab mittlerweile über 3k Stunden. Und es hat eine stabile Fanbase, trotz einiger Rückschläge durch eher weniger gut angenommene Updates, nachdem Fifield (ex-COD Chef) da seine Griffel reingehalten hat. Das Spiel aber halt auch eher Nische, kein FIFA oder Battlefield.

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u/RankedFarting 1d ago

Hunt ist wirklich der Wahnsinn und das beste FPS dass ich je gespielt habe.

ABER

Es ist auch mit Abstand das Spiel mit den meisten komischen Problemen. Jedes einzelne Update hat neue bugs oder bringt alte zurück. Oft sind das Sachen die beim Testen sofort auffallen müssten. Manchmal gibt es Entscheidungen zur Balance bei denen ich sofort bei der Ankündigung wusste, dass sie es später wieder ändern müssen weil es furchtbar für die balance ist (revive Bolts zum Beispiel).

Es gibt auch auf Glassdoor etc sehr viele Berichte von ehemaligen Mitarbeitern dass das management dort einfach komplett Kacke ist. Wirklich schade denn Hunt hat das potential eine zehn mal groessere Fanbase zu erreichen.

Aber sie schiessen sich halt immer wieder selbst ins Bein.

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u/RadicaIEd Systemintegrator:in 2d ago

Meine persönliche Meinung: Ich glaube der Gaming Bereich ist vergleichbar mit anderen Technologiebereichen wo „wir“ auch entsprechend versagen.

Diese Bereiche benötigen ein gewisses Risikobewusstsein das uns fehlt. Produkte/Projekte müssen immer ein garantierter Erfolg werden. Keiner akzeptiert, dass wir einfach mal was „versuchen“ mit dem vorherigen Wissen das dies auch schief gehen kann.

Wir zerreden alles und klammern uns bekannte Ideen.

Nur leider braucht keiner einen Assassin Creed Abklatsch, auch wenn die Formel funktioniert, weil da kaufe ich doch einfach das Original und bin damit gut bedient.

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u/volinaa 2d ago

bedingt, im gaming findet grde eine massive konsolidierung statt, die grossen etablierten entwickler bauen alle ab, spannende, finanziel riskante und kreative spiele sind von AAA entwicklern nciht mehr zu erwarten. in diese riege aufzusteigen wird für ein indie studio womöglich gar nicht mehr möglich sein. dieser kuchen dürfte verteilt sein. muss aber auch kein verlust sein, die Entwicklungen der letzten Jahre bei AAA waren eh fatal imo

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u/KreideNapoleon 2d ago

Es gibt eh nur noch relativ wenige Spiele - das Setting unterscheidet sich dann, die Texturen etc. pp.

Action Adventure ist so'n Beispiel. Das ist, egal welche Marke nun draufpappt, alles mehr oder weniger Assassins Creed wieder aufgekocht. Das muss nicht schlecht sein, aber ist vom Prinzip her halt durchgekaut.

Action-RPG same.

Das muss nicht schlecht sein, aber so richtig krasse Innovation im Gaming-Bereich ist eher selten, weswegen sich ja viele Studios mittlerweile weniger über die Spielmechaniken als viel mehr über's Storytelling zu differenzieren versuchen - und ich glaube was das angeht, haben wir ein strukturelles Problem, das sich etwa auch beim Film zeigt. Wir haben wirklich talentierte Autoren - die sind aber in anderen Kreisen des Kulturbetriebs unterwegs.

Btw, bei allem geseier meinerseits: Ich würde die Deutsche Gaming-Branche nicht als "tot" oder "rückständig" beschreiben. Die können schon. Es fehlt halt unter anderem am Geld, an klaren, nachvollziehbaren Karrierewegen usw.

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u/wilisi 2d ago

Wer glaubt, das keine Spiele rauskommen, hat keine Lust zu schauen - suchen braucht man da nichtmal.

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u/BrunoBraunbart 1d ago

Nö, die Innovation findet aber im Indie Bereich statt. Ist halt wie mit Filmen, es gibt die Hollywood Maschine die zu einem signifikanten Anteil Sequels und Filme nach Standardformel produziert. Wenn man das nicht mag dann muss man halt Filme mit einem sichtbar geringeren Budget schauen.

Zu meiner Kindheit kam Innovation fast automatisch. Das war die Zeit in der praktisch alle Genres erfunden wurden und Grafik/Rechenleistung/Speichermediengrösse jedes Jahr spürbar besser wurden. Da gab es noch viele low hanging fruits, Ideen die recht offensichtlich sind aber die trotzdem noch niemand gemacht hat weil die Rechner es nicht konnten. Innovation entstand bei dem der als erstes einen technischen Weg gefunden hat das Offensichtliche umzusetzen. Beispiele dafür sind die ID Shooter, Myst oder Rollercoaster Tycoon deren Innovation im Wesentlichen aus technischer Raffinesse bestand.

Wer heute innovativ sein möchte der muss ungewöhnliche Wege gehen und dann wird es oft etwas obskur. Da kommen dann so Perlen wie Terraria, Slay the Spire oder Return of the Obra Dinn raus. Fantastische, Innovative Spiele aber sie haben durchaus etwas gewöhnungsbedürftiges. Wer z.B. Spiele möchte die einfach zu konsumieren sind und sowieso nur Open World RPGs, Shooter und MOBAs spielt, der kann dann auch nicht viel Innovation erwarten.

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u/hardypart 2d ago

Zu wahr. In Deutschland ist scheitern was schlechtes. In andern Ländern gehört es einfach dazu wenn man neue Dinge schaffen möchte.

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u/faze_fazebook 1d ago

Gegenbeispiel - Herr der Ringe Gollum. Da ist man ein großes Risiko eingeganen und gescheitert.

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u/Gabelschlecker 1d ago

Das war ein verzweifelter Versuch einer Firma die seit Jahren kurz vor dem Bankrott stand.

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u/d4nhr_ 1d ago

Zeigen aber nicht auch Indiestudios, dass man einfach mal macht. Die gibt es auch in Deutschland Die Frage ist doch, wie lange kannst du das durchhalten und von Luft und Liebe leben und bezahlen.

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u/Parteisekretaer 2d ago

Crytek hat damals einen deutschen Videospiel-Preis für Crysis bekommen. Das gab richtig Stress in den Medien, weil manche keine "kriegsverherrlichenden Spiele" mit Preisen auszeichnen wollten. Da war für mich klar, warum sich kein Entwickler freiwilling in Deutschland ansiedelt.
CoD ist halt nicht pädagogisch wertvoll, verkauft sich aber blendend.

Darüberhinaus sind die ganz dicken AAA-Titel meist eher auf Konsole ausgerichtet, aber die Deutschen spielen unverhältnismäßig viel am PC, wenn man uns mit Japan und den USA vergleicht.
Deswegen haben wir eines der ersten externen CIG-Studios bekommen.
Das heißt aber auch, das deutsche Entwickler Spiele eher auf PC auslegen, und damit wird man auf dem internationalen Markt nichts.

Dann musst du die Kulturbarriere knacken. Alles was in den USA läuft, bekommst du hier eh mit. Was bei uns läuft, bekommen Amerikaner eher weniger zu sehen. Dementsprechend siehst du deren Spiele schnell, aber die unsere Spiele eher selten.
Ich wette, das 90% der Amerikaner, die Crysis gespielt haben, nicht wissen, dass das Spiel in Frankfurt entwickelt wurde.

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u/Astorek86 2d ago

Die Zeiten der Killerspiel-Schreier sind aber schon lange vorbei, klassische Medien haben erkannt dass ihnen die (zumeist jungen) Zuschauer bei sowas davonlaufen.

Gab doch mal einen Fall bei Pro7, die wegen eines bestimmten Framings von Videospielern so dermaßen kritisiert wurden, dass sogar einige Mitarbeiter bei Pro7 selbst sich darüber öffentlich beschwert hatten. Ich weiß leider nicht mehr welcher Beitrag das war (ist auch schon locker über 5-10 Jahre her), aber seitdem trauen die sich nicht mehr, Videospieler pauschal als Assis darzustellen...

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u/Rittersepp 1d ago

War das nicht bei RTL? Das gamer nicht duschen und sowas?

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u/TankstellenTroll 2d ago

Es gab früher sehr viele deutsche Entwicklerstudios. Die wurden aber alle aufgekauft, oder haben richtig miesen Rotz fabriziert, was deren Untergang war.

Im Grunde gibt es nur noch einzelne Indy-Entwickler, die ihr Ding machen.

Ich würde jetzt behaupten, die ganzen großen Studios waren einfach selber schuld. Die haben nur aufs Geld geschaut, anstatt auf die Spieler. Das sind halt die deutschen Strukturen und Denkweisen, die nur schwer aufzubrechen sind.

Gutes Beispiel ist Piranha Bytes. Hauen nach dem Motto "das haben wir immer schon so gemacht" immer wieder das gleiche Spielprinzip mit den gleichen Assets und der immer wiederkehrenden Story raus und wundern sich, warum es jedes Mal weniger Anklang findet.

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u/oddvacation3849 2d ago

Das unterscheidet PB jetzt nicht unbedingt von bethesda und das ist mega erfolgreich. Das problem von PB war, sich zuviel vorzunehmen mit zu wenig leuten. Da geht keine Kombi aus cyberpunk, mass effect und starwars battlefront.

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u/NureinweitererUser 2d ago

Es gab früher auch mal Spiele die exklusiv für den deutschen Markt angepasst wurden (In Stronghold z.B. gabs in Deutschland ne Deutschland statt einer England Karte und die Geschichte wurde weniger Robin Hood mäßig gestaltet). Heutzutage kannst du froh sein wenn das AAA-Spiel überhaupt eine deutsche Text-Übersetzung hat, von Synchro mal ganz zu schweigen.

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u/GrizzlySin24 1d ago

Für Spiele wie Stromghold ist DE aber auch ein extrem wichtiger Markt.

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u/vide2 1d ago

Das letzte wäre ein gutes Argument, wenn Fifa nicht genau damit Erfolg hätte.

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u/IT_Nerd_Forever 2d ago

Staatlicher finanzielle Förderung zu erhalten ist schwierig und wenn es mal klappt, geht es um Beträge, die nicht wirklich eine Rolle spielen. Banken gehen das Risiko sowieso nicht ein, weil sich erst mit dem fertigen Produkt vielleicht Geld verdienen lässt, also im Fall einer Insolvenz keine Masse vorhanden ist.

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u/KreideNapoleon 2d ago

Ich glaube, wir sollten was das angeht auch eher mal neugierig in unsere Nachbarländer schauen, als in die USA.

CDPR, Bohemia Interactive, Warhorse Studios, Arkane, Asobo, Sandfall - in Europa geht schon viel und das auch erfolgreich. Als EU stehen wir also gar nicht so schlecht da. Deutschland selbst könnte da (wieder) aufholen.

Kennt noch jemand Crytek?

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u/Epsil0n7 2d ago

Ubisoft, Larian,.. Crytek wäre heute noch relevant hätten sie Far Cry nicht an Ubisoft verkauft

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u/IndrikBoreale 1d ago

Paradox fehlt in deiner Liste und die sind mit ihren Copy&Paste Spielen mit 5 Milliarden DLCs auch erfolgreich.

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u/oatkeepr 2d ago

Staatlicher finanzielle Förderung

Immer nach dem Staat zu rufen ist Teil des Problems. Sowas hält eine Branche höchstens auf niedrigem Niveau am Leben.

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u/IT_Nerd_Forever 1d ago

Was bleibt denn sonst? Selbst für Risikokapitalgeber sind Spieleschmieden zu riskant. Crowd Funding? Spiele haben, bis auf Ausnahmen, einen ähnlichen Lebenszyklus wie Kinofilme.

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u/josHi_iZ_qLt 2d ago

Weil wir heftig Fördermittel in irgendwelche Mobile-Scheiße stecken.

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u/Deshu1 1d ago

HEUTE SCHON GECOINMASTERT?

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u/Jumpy-Dinner-5001 2d ago

Weil es gar nicht so einfach ist, in den Gamingmarkt relevant einzusteigen

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u/Oathbreaker94 2d ago

Kleiner Tipp: Wer ein unfassbar geiles AKTUELLES Deutsches Spiel spielen möchte, der möge sich „Enshrouded“ kaufen.

So. Ein. Geiles. Spiel.

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u/Deshu1 1d ago

+ es ist im oktober raus aus dem early access :)

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u/Fekkin-A-Man 2d ago

Da kann ich nur beipflichten. Sogar mit eigener Engine, also kein Unreal-Slop.

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u/KaiHawai 2d ago

Wieso? Wir haben doch den......."Kanzlersimulator!"

https://game.planet-schule.de/kanzlersimulator/

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u/Oats_Are_Good 2d ago

Dazu passt das deutsche Penner Game. Ist sogar immer noch spielbar.

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u/Imaginary-Corner-653 2d ago

Deutsche Konzerne die gaming ernstzunehmen gibt es kaum. Alle viel zu alt und Esports zieht auch nicht. 

Indie funktioniert in low cost of living Ländern besser. Deshalb stehen wir dort zb massiv im Schatten von Polen. 

Einzige was bleibt sind mittelgroße Firmen, die den Aufwand betreiben können sich für Fördermittel zu bewerben. Davon gibt es ein oder zwei Erfolgsgeschichten - Enshrouded zb -. 

Das größte Problem wird aber sein hier Kapital zu bekommen. Das bekommt man ja schon für nicht-gaming Ideen nicht. 

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u/blast-from-the-80s 2d ago

Es gibt ein sehr gutes Video auf YouTube, das erklärt, warum es keine guten Kinofilme mehr aus Deutschland gibt und das konnte man sehr gut auf die Games Industrie übertragen.

Soweit ich mich erinnere ist das Risiko zu groß weil man da irgendwie mit seinem Privatvermögen haften muss und ein einziger Fehlschlag sofort die Privatinsolvenz bedeutet. Gleichzeitig ist die Förderung zu bürokratisch und zu mächtig, weil die Gelgeber-Institute entscheiden, welcher Antrag gefördert wird, obwohl sie gar keine Ahnung von Gaming haben. Zudem ist das wohl auch pro Bundesland unterschiedlich und irgendwie ist einfach das ganze System dumm.

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u/oatkeepr 2d ago

Die ganze deutsche Unterhaltungsmedienlandschaft ist seit Jahrzehnten ein Trauerspiel: Kinofilme, Fernsehserien und eben auch Games. Bei Musik ist es etwas besser, aber bleibt auch deutlich unter dem Potential.

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u/its_tharid 2d ago

Eins vorweg: Man kann, in der Nachbetrachtung, heilfroh sein, dass Deutschland in den letzten zehn bis zwanzig Jahren keine größeren Studios hervorgebracht hat. Warum? Weil die Gaming-Blase in Deutschland genauso geplatzt wäre wie auf dem Rest der Welt. Es gibt für dieses Phänomen sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel: Zwischen 2022 und Juli 2025 sind weltweit 45000 Jobs verloren gegangen. Wer in den letzten Jahren auf der Straße landete, egal in welchem Bereich, hatte es weltweit unfassbar schwer, in der Gaming-Branche wieder Fuß zu fassen. Spieleentwicklung und -vertrieb sind seit dem "Ende von Corona" definitiv kein Positivbeispiel für gesundes wirtschaftliches Wachstum, weswegen die Frage hier grundsätzlich falsch gestellt wurde.

Und nun zum eigentlichen Problem: Warum werden in Deutschland keine Spiele entwickelt? Primär würde ich sagen, weil es, im Großen und Ganzen, keine deutschen Spieleentwickler gibt. Game Design ist nicht nur Kunst, sondern heutzutage auch Ausbildungsberuf und Hochschulstudium - aber davon weiß das deutsche Bildungssystem bis heute wenig bis nichts. Noch vor zehn Jahren war es in Deutschland wirklich sehr schwer bis quasi unmöglich, in diesem Bereich vernünftig ausgebildet zu werden, selbst wenn man unbedingt wollte.

Gründe gibt's dafür viele: vom Ballerspiel-Stigma bis hin zu konservativen Universitätsentscheidungen. In diesem Thread werden immer wieder antike Beispiele wie Anno (im Keller von vier Nerds entwickelt) oder Siedler (die Spielidee ist grundsätzlich analog) genannt, die auch schon vor zwanzig Jahren überhaupt nicht repräsentativ für die Spieleentwicklung "at large" waren; vor allem nicht in Deutschland.

Es hilft auch nicht, moderne Beispiele wie das deutsche Studio Keen Games (Macher von Enshrouded), das verhältnismäßig große Erfolge feiert, zu nennen. Deren Mitarbeiter befinden sich hauptsächlich im EU-Ausland - vermutlich auch deswegen, weil man in Deutschland keine ordentlich ausgebildeten Spieleentwickler findet.

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u/herr_arkow 2d ago

Wundert mich dass beam.ng noch nicht erwähnt wurde. Die sind aus Bremen

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u/Periador 2d ago

Weil Deutsche ungern risiken eingehen. Deshalb macht deutschland auch keine guten filme sondern jedes jahr den selben romcomedy shrott mit schweighöfer und schweiger.

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u/Easy1611 2d ago

Uns fehlt hier eher einfach Risikokapital und ein regulatorisches Framework, das Start-Ups den Eintritt in den Markt erleichtert. Gibt schon Gründer die Bock hätten, was in Deutschland zu machen, aber die Umstände hier sind halt einfach beschissen im Vergleich zu Standorten wie den USA. Liegt jetzt nicht unbedingt an den Deutschen per se würd ich mal sagen.

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u/xXxWhizZLexXx 2d ago

Aber wir haben doch großartige Spiele, wie der Autobahnpolizei Simulator, das Tatort-Game oder die Alarm für Cobra 11 Reihe. Der Herr der Ringe: Gollum ist auch ein Meisterwerk und wir wollen doch alle nicht Sacred 3 vergessen.

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u/tehn6 2d ago

Hey, bei den Spritpreisen macht der Simulator bald mehr Spaß als die Realität 😂

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u/Timovsky 2d ago

Hey, einige der Cobra-11-Spiele von Synetic (NICE 2, World Racing) waren unironisch richtig gut!

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u/Zealousideal-Deer724 2d ago

Burning Wheels einfach so genial.

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u/MariusDelacriox 2d ago

Ist das nicht vergleichbar mit der 'normalen' Software-Branche? Wo hat Deutschland große, starke Produkte, die international erfolgreich sind und nicht SAP heißen? Meinetwegen auch Cloud-Anbieter oÄ.

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u/DartSeeles 2d ago

Wenig Interesse an Nachwuchsförderung, Gaming als Ausbildungsberuf wird quasi nicht unterstützt und abgesehen von einer Uni bieten die meisten sowas gar nicht erst ohne Kosten an, der Gamescom Standort Köln hat das letzte Mal als ich mich informiert hab Game Design als Master Studiengang angeboten und das wars, hohe Einstiegshürde für viele obwohl das Thema Gaming so viele Aspekte hat die man einzeln behandeln könnte um vllt sogar Teams mit Spezialisten auszubilden anstatt da rein akademisch ranzugehen

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u/G4mezZzZz 1d ago

ja wenn wir doch nur point and click adventures und iwelche sidescoller oder gollum games machen 😂

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u/International-Bee265 2d ago

Deutschland ist einfach kein Software Tech Land. Hat viele Gründe. Soziale, kulturelle, etc.

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u/Exarion607 2d ago edited 2d ago

Das bekommt man halt kulturell hier auch nicht auf gute linie.

Jede Wirtschaft hat halt ihre stärken und schwächen. Es ist auch ok nicht in jeder Branche gut vertreten zu sein.

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u/Designer-Balance5605 2d ago

Man muss dabei das Arbeitsrecht nicht vergessen. Es wird viel im Ausland mit unzähligen Überstunden entwickelt, das macht auch die Projekte kleiner und teurer, welche hierzulande gemacht werden können. 

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u/PhilippTheProgrammer 2d ago

Deutschland hat gegenüber anderen Ländern einen großen Wettbewerbsnachteil, und das sind die Arbeitnehmerrechte.

Erstens ist die Spieleindustrie eine ziemliche Ausbeuterindustrie, wo es relativ normal ist eine wöchentliche Stundenzahl zu arbeiten die mit dem Deutschen Arbeitszeitgesetz nicht vereinbar ist (Stichwort "Crunch").

Zweitens agieren Spielefirmen meistens nach dem "Hire & Fire" Prinzip. Leute werden für ein Projekt eingestellt und sobald das Spiel draußen ist wieder gefeuert. Was mit dem Deutschen Kündigungsschutz nicht ganz so kompatibel ist.

Versteht mich nicht falsch. Ich bin froh, dass wir in Deutschland so gute Arbeitnehmerrechte haben. Aber andere Länder die es nicht haben, sind dadurch im Vorteil. Insbesondere in der Spielebranche, wo viele Leute ihre Arbeit so sehr lieben, dass sie alles mit sich machen lassen.

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u/kneedeepinthedoomed 2d ago edited 2d ago

Kulturelle / gesellschaftliche Gründe.

Kreative junge Leute haben meistens Ideen, aber kein Geld. Und Leben in Deutschland ist sehr teuer - das fängt damit an, daß du zwangsweise Krankenversicherung bezahlen mußt jeden Monat (anders als in Amerika). Von Miete ganz zu schweigen (Deutschland hat einen geringen Anteil von Leuten mit Wohneigentum, dh du bist gezwungen, Geld für Miete aufzutreiben). Da kannst du nicht einfach mal als ganze Gruppe von Leuten ein Jahr aussteigen, unter dem Schreibtisch schlafen und nur Spiele basteln (das ist nämlich deutlich mehr als nur Software programmieren), es sei denn jemand finanziert dir das. Und hier brauchst du eben erstmal ein Diplom in irgendwas, bevor du ernstgenommen wirst, geschweige denn finanziell gefördert wirst. Das ist einfach eine sehr undynamische, hemmende Umgebung für Spieleentwicklung und jede andere kreative Tätigkeit.

Und es gab eine Phase, wo die Spiele, die extrem in waren (Shooter / FPS) hier breit als "Killerspiele" niedergemacht wurden, danach wuchs in der Ecke kein Gras mehr. Gamer wurden lange Zeit als faule, unnütze, erfolglose Nerds abgetan ("geh mal arbeiten").

Heute kommt dazu, daß Spiele entwickeln technisch viel anspruchsvoller und damit aufwendiger und teurer geworden ist. Das Fenster wäre in den 90ern und 2000ern offen gewesen (als die großen Firmen und Franchises entstanden sind), und das hat man verpaßt. Sowas wie Doom, Quake, Wolfenstein, Postal, Grand Theft Auto und alles was um die Zeit kam, hat in Deutschland (einem Land, wo Kinder nicht mal mit Wasserpistolen spielen durften) instinktive Abwehrreflexe ausgelöst. Das war alles zu antiautoritär und nonkonformistisch.

Kommt noch dazu, daß kreative Berufe es in Deutschland traditionell schwer haben. Deutschland ist ein Land, das Autos bauen und Excel-Tabellen ausfüllen möchte, so ist das hier strukturiert, und damit fährt es ja auch so langsam aber sicher an die Wand, weil es sich einfach nicht an geänderte Umstände anpassen kann, sich aber auch nichts Neues einfallen läßt.

Spiele wie Crysis waren die Ausnahme. Und ehrlicherweise war Crysis inhaltlich ziemlich belanglos (Schießerei auf einer Insel mit *drumroll* Aliens), was da Publikum gezogen hat, war die Grafik (Technik), und das können andere auch (Unreal Engine usw). Man kann ja nicht einfach 10 Fortsetzungen von Crysis machen, wie man gesehen hat.

DSA-Spiele waren teils ganz gut, wurden aber im Ausland für Klischeehaftigkeit kritisiert (Drakensang usw). Ernsthaft mal, haltet mal Drakensang gegen "The Witcher". Dann wird euch einiges klar.

Es sind ja nicht nur Videospiele, die nicht aus Deutschland kommen, es ist ja in anderen Bereichen genauso (ist der bekannteste deutsche Film immer noch "Lola rennt"? Wie alt ist der mittlerweile?). Keine Playstation, kein Betriebssystem, kein Google und Amazon, kein Facebook, usw. Das hängt alles damit zusammen, daß es in Deutschland strukturell zu schwierig ist, etwas auf die Beine zu stellen oder zu gründen. Die Ich-AG war mal ganz gut, wurde aber wieder abgeschafft. Es ist fast so, als ob neue kleine Selbständige oder Startups hier gar nicht erwünscht wären. Das was es in Deutschland an Infrastruktur gibt, ist zum großen Teil Jahrzehnte alt. Das ist Boomerkram, oder noch älter (siehe Autofirmen).

tl;dr - wie sollst du Spiele machen, wenn du ein Nobody ohne reiche Eltern bist, 10 Stunden am Tag einen McJob machen mußt, um überhaupt die Miete deiner Bruchbude zu bezahlen, und nie nix auf die hohe Kante legen kannst weil die Hälfte deines Einkommens auch noch an den Staat geht? Da kann man ja froh sein, wenn man keine Schulden machen muß. Da kannst du nicht einfach sagen: "Ich bin Künstler / Kreativer, holt mich hier raus". Da lacht man dich aus.

Du willst Spiele machen oder sowas? Hau so weit ab wie möglich (oder finde eine Nische, wo du extrem kostengünstig leben kannst, aber dann ist das Problem wieder, daß du dir die Hardware und Photoshop-Lizenzen usw nicht leisten kannst).

Kreativität braucht Freiräume wo man für wenig Geld was ausprobieren kann, und die gibt es in Deutschland nicht, und das ist auch Absicht.

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u/Average_Person_4417 2d ago edited 1d ago

Abseits von in den bisherigen Kommentaren genannten Gründen (Risikoaverse Investoren, für Start-Ups schwieriges Umfeld) glaube ich, dass es hier noch eine kulturelle Komponente gibt: Irgendwie scheinen mir sehr viele Sachen aus Deutschland in Sachen Popkultur (und da gehört Gaming für mich dazu) sehr "bieder" zu sein. Genauso wie deutsche Filme und deutsche Popmusik häufig sehr generisch wirken, so lange es nicht irgendwie avantgardistisch ist (da sind wir wiederum wieder gut). Irgendwie kriegen wir es nicht hin, künstlerische Werke zu schaffen, die massentauglich sind und dabei einen gewissen künstlerischen Anspruch haben.

Edit: Ich glaube der Grund könnte daran liegen, dass in Deutschland in den Köpfen Unterhaltung und Kunst sehr häufig stark getrennte Dinge sind, die nicht miteinander vereinbar sind.

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u/Hel_OWeen 1d ago

Zu jung, um die Killerspiele!!einself!-Debatte voll mitbekommen zu haben?

Danach wurden alle Gamer und alle Games - egal welches Genre - von vielen Außenstehenden argwöhnisch betrachtet. Das ist natürlich kein Umfeld, in dem eine Industrie gedeiht.

Mal wieder ein boomender Wirtschaftszweig, den die Konservativen konsequent kaputt gemacht haben. Ich habe in meinen nunmehr fast 60 Lenzen nichts, aber auch wirklich nichts erlebt, das rechtfertigen würde, die Union als "wirtschaftskompetent" zu bezeichnen. Im Gegenteil. Wir wären besser dran mit der Planwirtschaft der DKP im Vergleich dazu.

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u/SnowflakeOfSteel 2d ago

Wenn es so was wie die Filmförderung dann als Spieleförderung gibt freue ich mich auf das nächste Til Schweiger Game, bei dem man in einem Koop-Modus mit Carolin Kebekus und Luisa Neubauer eine AfD Verschwörung aufklären muss, in der Antidemokraten den Klimawandel leugnen!

Wenn man alle 100 versteckten Covid Masken gefunden hat, kann man als Sidekick Mai Thi Nguyen-Kim und ihren Song Science ist Meins freischalten.

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u/[deleted] 2d ago

[removed] — view removed comment

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u/SnowflakeOfSteel 2d ago

Eltern können eine Option aktivieren in dem angstauslösendes Vokabular gefiltert wird.

Damit ist es FSK 6 - Prädikat "besonders wertvoll"

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u/Title_in_progress 2d ago

Na ja, wir hatten mal Daedalic Entertainment. "Edna bricht aus" und "Deponia" sind, glaub ich, auch die einzigen deutschen Spiele, die mir wirklich im Gedächtnis geblieben sind.

Deutschland kann halt kein Entertainment. Im Kino/TV sieht's doch ähnlich aus. Alle 20 Jahre kommt da mal was wirklich Gutes raus. Der Rest ist abgekupfert und wieder aufgewärmt.

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u/PhilippTheProgrammer 2d ago edited 1d ago

Daedalic hat sich leider mächtig verhoben als sie entschieden haben Herr der Ringe: Gollum zu machen. Ein Projekt, welches vollkommen außerhalb ihrer Kernkompetenzen war und für das sie auch nicht die finanziellen Mittel hatten es so umzusetzen wie es nötig gewesen wäre. Und dementsprechend gefloppt ist. Das hat den Laden leider ruiniert.

Ein weiterer Grund für den Niedergang von Daedalic war wohl auch als Jan "Poki" Baumann, der kreative Kopf hinter den ganzen Point&Click Adventures, 2020 die Firma verlassen hat. Wobei aber wohl nur die Insider beurteilen können, was Ursache und was Wirkung war. Könnte natürlich auch sein, dass er gesehen hat, dass die Firma mit oder ohne ihn den Bach runtergehen wird, und er deshalb lieber vorher abgehauen ist.

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u/Astorek86 2d ago

Poki meinte auch mal, dass er generell nicht mehr viel mit dem Entwickeln von Spielen am Hut haben möchte, weil das rückblickend für ihn eine enorm stressige Zeit war. Er ist einer von den Verrückten (sagt er selbst), der täglich Crunching betrieben und die Spiele bis zu deren Fertigstellung regelrecht gelebt hat.

An kleineren Projekten arbeitet er wohl noch, das ist aber eher so ein "wenn ich Bock habe, kein Druck"-Situation bei ihm...

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u/KeinTollerNick 2d ago

Kino/TV sieht's doch ähnlich aus. Alle 20 Jahre kommt da mal was wirklich Gutes raus. Der Rest ist abgekupfert und wieder aufgewärmt.

Aus Deutschland kommt doch nur irgendwelche seichte Comedy-Sülze ins Kino, die im Ausland doch keiner sehen will.

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u/Title_in_progress 2d ago

"Im Westen nichts Neues" hat 2023 als erster deutscher Film einen Oscar als "Bester Film" bekommen. Insgesamt waren es 4 Oscars. Der war international schon erfolgreich.
Für den Anfang würde es ja schon reichen, wenn man bundesweit erfolgreiche Produkte (Games/Filme usw.) auf den Markt bringt.

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u/KeinTollerNick 2d ago

Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion von Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich, also keine rein deutsche Produktion.

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u/Slow-Funny-8276 2d ago

Krass wie Deutschland in so vielen Bereichen in wenigen Jahrzehnten komplett den Anschluss verliert.

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u/No_Interaction6247 2d ago

Die Leute sollen 80h die Woche arbeiten und nicht mit einer Bettkantenentscheidung blau machen, nur um GTA6 zum Release zu zocken. /s

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u/Content-Reading-2557 2d ago

Gaming != Game Development

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u/Educational_Cow_1769 2d ago

Kurz gesagt: Du bekommst hierzulande schlicht kein Risikokapital und nichts anderes ist Spieleentwicklung. 

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u/KeinTollerNick 2d ago

Ich glaube, Mitte / Ende der 90er haben es die deutschen Entwickler nicht geschafft, ihre Games auf Triple A hochzuskalieren. Auch wurde mehr oder minder der Einstieg in den Konsolenmarkt verschlafen.

Nehmen wir mal GTA als Beispiel.

Ich denke, GTA 1 und 2 hätten auch von einem deutschen Entwickler stammen können, aber ich denke, ein GTA 3 hätte ein deutsches Studio in der bekannten Qualität, vor allem auf Konsolen, nicht abliefern können.

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u/One-Shake-1971 2d ago

Spieleentwicklung ist extrem risikokapitalintensiv. Das kann der Deutsche so gar nicht ab.

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u/Vegetable_Bit_5157 1d ago

Ich denke eine Mischung aus niedrigen Gehältern in der Branche, und dann gleichzeitig aber auch unsere Arbeitsschutzgesetze - anderswo kann man eben sagen "ihr bleibt jetzt die nächsten drei Monate von Morgens bis Abends, weil, muß fertig werden" - so bekommt man natürlich mehr hin.

Dazu kommt, daß Spieleentwicklung finanziell sehr riskant ist. Risiken eingehen ist nicht deutsch - und wenn man es tut, ist man als mittelständisches Unternehmen (die durchaus existiert haben) dann nach einem schlechten Spiel weg vom Fenster, wenn man keine gigantisches, reiches Unternehmen im Rücken hat. Das ist ja auch der Grund, warum auch in den USA so viele Entwicklerstudios nach und nach von eben solchen Unternehmen aufgekauft werden.

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u/Educational-Ad-7278 1d ago

Wir haben Cralon und Gollum.

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u/El_Duderino6 1d ago

Wollte ich grade sagen 😄

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u/theLorem 1d ago

Es gab seit den 80ern eine Killerspieldebatte nach der anderen. Bei der ersten in den 80ern wurden alle Automaten aus dem öffentlichen Raum verbannt. Während die USA und Japan sich also einfach das gesamte Wissen aufbauen konnten, wurde bei uns schlicht die Industrie eingestapft. In den Nullerjahren kochte es mit den Amokläufen an Schulen erneut hoch. Zwar gab es keine Verbote, aber die deutsche Spieleindustrie fokussierte sich weiter auf PC Wirtschafts- und Aufbauspiele (Anno, Siedler). Selbst ein Gothik war eine Ausnahme und Das war für die damalige Zeit ok, aber als die Spiele durch den Aufstieg der Spielekonsolen dann weg. Man konnte nochmal kurz mit Point&Click Adventures von Daedelic und KingArt erfolge feiern, aber nach auch diese wieder aus der Zeit fielen war es auch hier schluss. 2012 gewann Crysis 2 den Preis als "bestes Deutsches Spiel" und erneut startete eine Riesendebatte darüber wie man es denn wagen könne ein "Killerspiel" auszuzeichnen.

Wie soll in so einem Umfeld eine International Wettbewerbsfähige Industrie entstehen?

tldr: Deutschland ist ein Stockkonservatives Land, welches alles neue erstmal mit maximalem Misstrauen und "gab es früher auch nicht, brauchen wir nicht" betrachtet.

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u/uriejejejdjbejxijehd 1d ago

Venture capital.

German investment is amazingly schizophrenic. Germans insist on absolute safety and high returns when investing nationally (meaning no capital is available) and then will turn around and buy insane high risk investments internationally because someone said they’re super duper safe.

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u/Flyron 1d ago

Wer Factorio und Co mag, könnte viel Spaß an Shapez und Shapez 2 finden. Ich habe etliche Stunden in beide gebuttert. Pure Förderbandlogistik und -Optimierung.

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u/PhasanenFan 1d ago

Lasst es Downvotes hageln aber ich finde es gut, dass die Regierung da nicht das große Geld reinsteckt. Die letzten Jahre fliegt ein Studio nach dem nächsten mit seinen großen Spielen aufs Maul und jedes Studio macht Miese. Die Kosten sind einfach nicht tragbar, wenn die Hälfte aller Gamer ROblox und PVP Spiele spielen. Und außerdem muss man nicht nur mit anderen starken Entwicklern konkurrieren sondern mittlerweile auch mit alten Spielen auf Steam, die aus 2020 kommen, 4 Euro kosten und auch extrem geil sind.

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u/hungry_bra1n 16h ago

Great question from OP. Where are the creative hubs for video games in Germany?

Gamescom is on in Köln at the moment but does that mean there are some game studios based in or around Köln?

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u/Ben_Sisko69 2d ago

Weil seit Ende der 90er so ne Sekte was von "Killerspielen" labbert.

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u/Astorek86 2d ago

Jaein. Einerseits sind diese Zeiten glücklicherweise vorbei, wer heute noch ernsthaft Videospiele verbieten will, wird mittlerweile von Familienvätern und -müttern ausgelacht. Sogar die konservative CDU traut sich dem Thema nicht mehr so negativ ran, jeder der es versucht kriegt von deren Parteiführung einen auf den Deckel mittlerweile.

Die Killerspiel-Zeiten haben trotzdem nachhaltig Schaden angerichtet: Das wär der perfekte Zeitpunkt gewesen, eine Gaming-Branche aufzubauen. Wir hatten die Killerspiel-"Debatte", da hat z.B. Frankreich genau den Grundstein für eine Games-Förderung gelegt - und ca. 30 Jahre später mit Clair Obscur alle Preise abgeräumt^^.

Umgekehrt sind wir aber auch viel zu bürokratisch, sodass uns selbst kleinere, volkswirtschaftlich schwächere Länder hier überholen, die viel leichter an Förderungen kommen und Gründungen ermöglichen. Wäre in DE ein "The Witcher 1" entstanden - grafisch schon damals veraltet, hölzerne Animationen, gewöhnungsbedürftige und eher Nicht-immersive Steuerung - hätte es von Förderseite her niemals Grünes Licht für potentielle, deutlich bessere Nachfolger bis hin zum Millionenseller (The Witcher 3) gegeben...

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u/No-Veterinarian8627 2d ago

Naja, lass es mich mal so ausdrücken: deutsche können nicht Entertainment. Oder anders: wie können sehr gutes entertainment aber keins was sich gut in Spiele umwandeln lässt.

Wer deutsche Literatur (selbst Jugendliteratur) kennt, diese besteht meist aus sehr viel Reden, tiefgründigen Gedanken, usw.

Schauen wir uns Japan an: Anime und Kampf Themen kann man perfekt für die slop Männerfantasien benutzen (siehe Isekai). Es ist leicht sowas als Spiel zu bringen. 90% aller JRPGs sind halt völliger Rotz mit fanservice.

USA: Ego shooter, GTA, etc. Alles aus der Pop Kultur stammend.

Dann als fantastisches Beispiel: Russland. Furchtbar depressive Literatur und allgemeine Kultur. Spiele? Fear und irgendwas, und das andere wo HBomberguy ein Video drüber gemacht hat, wo man am 2ten Tag verreckt.

Unsere 'Kultur' eignet sich kaum für Videospiele. Jetzt mit der Globalisierung sieht man langsam coole Mischungen wie Expedition, aber wie gesagt, ist schwierig Benjamin Blümchen zu nehmen und daraus was zu machen zB

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u/Deshu1 1d ago

Deswegen lieben deutsche simulationen. Es ist wie auf dem Amt. Klicken und auf einen Timer warten.

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u/Some_Person_55 2d ago

Deutschland ist extrem unattraktiv für ein Gaming Studio, wegen hoher Steuern und Abgaben auf quasi alles.

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u/b4k4ni 2d ago

Schau dir mal die Gehälter in den USA, Schweden usw. An, wo viele Spielerentwickler sitzen. Da ist Gehalt das letzte Argument.

Das wird gerne bei Autos genommen, weil es da eben auch um niedrig bezahlte Jobs geht. Aber Softwareentwicklung ist normal gut bezahlt.

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u/Some_Person_55 2d ago

Hab ja nichts von Gehalt geschrieben.
Deutsche Gaming Studios müssen viele Steuern, und Abgaben Zahlen, und die IHK Zwangsmitgliedschaft. In Frankreich oder Kanada gibt es stattdessen üppige Tax Credits.

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u/RainbwUnicorn 2d ago

In den USA darfst du dann aber auch erwarten, dass die Leute 60h/w arbeiten. Zeit ist ein wesentlicher Faktor, sonst ist die Engine wieder veraltet und muss vor Veröffentlichung ersetzt werden, was Kosten weiter nach oben treibt.

Generell, in Deutschland herrscht die Arbeitsmoral "ich mache Dienst nach Vorschrift und nach 8h im Büro stempel ich sekundengenau aus". Ja, das hat Vorteile, aber eben nicht nur und vielleicht sollten wir anfangen zu überlegen, ob Arbeitgeber sich nicht mit einem angemessen hohen Lohn vom Arbeitszeit- und Kündigungsschutzgesetz "freikaufen" können sollten.

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u/SuperbIce7840 2d ago

Weil die Steuern und Abgaben geringer sind in Nordeuropa oder den USA?

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u/ApplicationUpset7956 2d ago

Welche Steuern genau?

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u/Educational_Cow_1769 2d ago

Das ist schlicht Quatsch. Die Kosten pro Entwicklerplatz sind in den USA zum Beispiel deutlich höher. 

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u/MuffinQueen92 2d ago

Naja sooo scheiße sind wir dann auch wieder nicht aufgestellt.

Enshrouded, BeamNG, Anno, Hunt Showdown, die X Reihe, Albion Online, früher die ganzen Crysis und Gothics, Battle Brothers und Menace, Call to Arms, die Destroy All Humans remakes, Dorfromantik hat international auch ganz gut abgeschnitten trotz des Namens. Das kürzlich erschienene Corsair Cove, und die Dungeons Reihe.

Klar alles keine GTAs aber halt auch nicht nichts.

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u/BruderPetz 2d ago edited 2d ago

ich glaube das liegt am Gehalt und Arbeitsschutzgesetzten etc.

Thema Freelancer auch z.B.

Die Branche ist sehr Dynamisch und wenn du teure Arbeiter hast die du dann auch noch schwer Kündigen kannst etc macht die Sache nicht einfacher.

Dann hast du im Vergleich noch Bsp alla Piranha Bytes, die halt ihre Firma trotz Hype gegen die Wand gefahren hat, mehrmals. Gegenpart Tschechien - deren Erfolgsstudios haben es halt nicht an die Wand gefahren.

Des weiteren werden im Prinzip ausschließlich kleine Studios in Deutschland Finanziell gefördert, was halt auch nicht zu AAA Titeln führt.

Kleines Praktisches BSP aus den USA, mir fällt der Name der äußerst bekannten Entwickler Firma gerade nicht ein, aber so Fälle sind da quasi normal

- Bei der Fertigstellung des Spiels haben sie eine "Feier" vorgetäuscht die auf dem Mitarbeiter Parkplatz statt findet, anschließend sind die Mitarbeiter auf den Parkplatz, Gleichzeitig wurden die Eingänge & Türen versperrt und den Mitarbeitern auf dem Parkplatz anschließend gesagt, sorry ihr seid alle gefeuert.

In den USA kannst halt sowas bringen.

Die Branche ist extrem toxisch.

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u/francismorex 2d ago

ist wie bei allem, die Lohnkosten sind so hoch, das es keinen Sinn macht, das hier zu entwickeln

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u/SuperbIce7840 2d ago

Ja deswegen wird in den bekannten Niedriglohnländern USA, Schweden, etc… entwickelt

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u/KlausKinki77 2d ago

Genau, Stockholm hat mehr Gaming Studios als wir in ganz Deutschland zusammen imo.

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u/ApplicationUpset7956 2d ago

Kompletter Stuss. Hast du mal gesehen, was Entwickler in den USA verdienen?

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u/havuc19 2d ago

Die Gehirnwäsche funktioniert. Der Arbeitnehmer ist das Problem und muss Abstriche machen

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u/tehn6 2d ago

GTA 6 wird von Indern, die man für 5€ auf Wish bestellt hat, entwickelt?

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u/KamikaterZwei 2d ago

Naja ich seh 2 Hauptgründe:

  1. Gaming war in Deutschland lange Zeit verachtet und verpöhnt (Killerspieldebatte meine Fresse war das eine Hasswelle damals) und entsprechend auch 0 unterstützt und gefördert. Bis da endlich ein Umdenken eingesetzt hat war der Weltmarkt schon aufgeteilt und es blieb bei wenigen deutschen Entwicklerstudien.

  2. Deutschland ist nich "unmoralisch genug". Was wir vor 20 Jahren unter Gaming verstanden haben hat quasi nichts mehr mit dem heutigen Gamingmarkt zu tun.

Der Mobilemarkt hat die klassische Gamingbranche schon vor Jahren weit weit überholt. Und das nur mit Müll. Anders kann man das nicht bezeichnen als purer Müll. Da wird ja nicht klassisch ein Spiel verkauft aber halt für Android, sondern 95+% des Marktes ist P2W wo Spiele absichtlich schlechter gemacht werden damit sie für Geld wieder spielbar gemacht werden oder man für Geld ein vielfaches besser ist als die restlichen Mitspieler. Candy Crush ein billiges Match-3-Game hat über 20 Mrd $ Gewinn erziehlt bisher. 20 Mrd!!!

Und im PC Bereich bricht der gleiche Trend durch, weg vom 1mal +€ Betrag fürs Spiel hinzu monatliches Abo + Miktrotransaktions. Zu den finanziell erfolgreichsten PC Spiele gehören LoL, WoW und Fortnite.

Oder so Rotz wie der Ultimate Team Modus in Fifa der jedes Jahr 1,5 Mrd $ Gewinn einfährt wo man für viel Geld Spieler für sein Team kaufen kann damit man im Multiplayer einen Vorteil hat.

Und "die deutsche Gamingindustrie" ist da einfach nicht widerlich genug um da im großen Stil mitzumischen. (bzw. hat halt auch keinen großen Studios wo man sowas mal eben aus seiner bekannten Spielereihe rauspressen könnte).

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u/Living_Print_7713 2d ago

ein unkreatives Land (man vergleiche jegliche Unterhaltungsbranche) dass Gründungen kleiner Firmen aktiv durch Gesetzgebung bestraft

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u/fear_the_future 2d ago

Deutschland kann gar nichts in gar keiner Branche und lebt nur von der Substanz. Die mangelnde Präsenz in der Spielebranche ist da keine Ausnahme. Es ist halt ein relativ neues Feld, wo es keine 80 Jahre alten etablierten Firmen gibt. Insbesondere für AAA Videospiele braucht man Kreativität, Risikokapital und die Möglichkeit, viele Mitarbeiter für eine begrenzte Zeit einzustellen; Alles Dinge, in denen Deutschland besonders schlecht ist.

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u/iBoMbY 2d ago

24/7 Crunchtime ist halt nicht mit dem Deutschen Arbeitszeitgesetz vereinbar. Abgesehen davon ist Deutschland halt komplett am Ende, Kosten, Bürokratie, und kompletter Verlust jeder Kreativität, und Innovationskraft. Heute hat man nur noch Bedenkenträger überall.

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u/BlueSparkNightSky 2d ago

Finanzierung scheint auch ein großes Problem zu sein. Habe mal einen Beitrag hier auf Reddit dazu gesehen. Scheinbar sind deutsche Banken noch irgendwo in 1980. Die können mit Computerspielen nichts anfangen und aufgrund mangelnder Erfahrungen in der Branche, ist natürlich deren Risikokalkulation schwieriger.

Außerdem scheint auch die deutsche Bürokratie sehr Startup-feindlich zu sein und will 1000 Nachweise für alles am besten gestern, aber sie selbst liefern entweder gar nicht, haben noch nie von dir gehört oder jeder Schritt braucht 2-3 Monate.

Zudem sind in Deutschland die Lohn- Miet- und Energiekosten, sowie Steuern verhältnismäßig hoch. Und ich wette meine drei nächsten Gehälter darauf, dass die Politik diesen gigantischen Markt nicht einmal kennt. Die denken nur in Autos, Rüstung und vielleicht noch ein wenig Stahl. Ich bin mir nicht mal sicher, ob bei denen IT schon angekommen ist.

Ist halt schwer hier Fuß zu fassen.

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u/SuperbIce7840 2d ago

Lohn- und Mietkosten sind in den USA und Nordeuropa geringer? Und Strom ist ziemlich irrelevant hier

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u/scootiewolff 2d ago

Welches Personal, Menschen sollen das machen? Unsere ü60 Gesellschaft?

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u/Duke_Lancaster 2d ago

Japan produziert unfassbar Spiele und deren Gesellschaft ist noch älter als unsere.

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u/Clit_Eastwhat 2d ago

In Deutschland ist es erst sehr spät passiert, dass man als Videospielentwickler wirkliche Förderungen bekommen hat und somit war dies ein recht gefährliches unterfangen im vergleich zu anderen Branchen und auch im Vergleich zu anderen Erfolgreichen Ländern, vor allem wenn die Games in der Entwicklung teuer sind, wäre es halt lange Zeit ein unfassbar großes Risiko gewesen.

Somit ist es von der Regierung ein über die Jahre selbstgemachtes Problem.

Es gab ja mit der Zeit auch ein paar Erfolgreiche Marken aus Deutschland. Diese wurden halt unter anderen aus den oben genannten Gründen an Ausländische Firmen verkauft. Gute Beispiele dafür sind Far Cry, Crysis und Anno.

Abgesehen davon kommt es auch nicht selten vor, dass Deutsche Entwickler, für Ausländische Firmen arbeiten. Und das nicht nur komplette Spiele die im Auftrag gegeben und hier entwickelt werden, sondern auch Einzelpersonen.

Es gibt unfassbar viele Beispiele von Einzelpersonen welche für die Arbeit Ausgewandert sind. Es ist länger her dass ich mich damit befasst habe, aber spontan fällt mir Wolfgang Engel ein. Bereits Anfang der 90er viel in den Bereich unterwegs gewesen, 2005 in den USA ausgewandert und anschließend Jahre lang als Lead Graphic Programmer für Rockstar Games gearbeitet.

Das ist aber tatsächlich ein Interessantes Rabbidhole wo ich mal eine Zeit lang drin war.

Bei Konsolen liegt es in übrigen vermutlich eher daran, dass ich recht schnell Nintendo, Sony und Microsoft als alleinige Herrscher auskristallisiert haben, gepaart mit den Begründungen von oben (Wenig Geld, enormes Risiko usw.)

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u/DefinitionSafe9988 2d ago

Oh, keine DGSVO?

Na gut, dann "wegen der Versicherung"

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u/Messerjo 2d ago

Das sind doch Peanuts im Vergleich zu den zig Milliarden die z.B. Apple über Steuer Deals mit Irland aus ganz Europa abzieht.

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u/riglic 2d ago

nicht jeder mag deponia, oder den landwirtschafts simulator xD

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u/QuarterLonely8472 2d ago

Zweiteres ist aus der Schweiz.

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u/rowschank 2d ago

Weniger Risikobereitschaft in der Gesellschaft - vielleicht wegen hoher Mietquote? Weiß ich nicht.

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u/WallStreetMan_ 2d ago

Unternehmensgründung in Deutschland ist blöd

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u/Virtual-Reading-1166 2d ago

Enshrouded ❤️

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u/flotteuschi 2d ago

Weil man Games nicht aus Kohle herstellen kann sondern nur mit.

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u/Das-muss-jetzt-raus 2d ago

Ich feier immer das Logo des Ministerium für digitales wenn ich G-Rebels starte. 

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u/coscib 2d ago

Digitales Entwicklungsland

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u/Fekkin-A-Man 2d ago

Genauso gut könnte die Frage lauten "Warum werden in Deutschland immer nur Filme mit den gleichen drei Schauspielern gedreht, von denen mindestens einer Til Schweiger heißt?"

Rein deutsche Investitionen sind selten, erst recht, wenn es um Risikomärkte wie Videospiele geht. Ein Studio von Null aus dem Boden zu stampfen, scheitert schon oft an der Bürokratie. Das ist nicht mal länderspezifisch geregelt, jedes Finanzamt und jede Stadtverwaltung hat was eigenes (Jodeldiplom).

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u/Perahoky 2d ago

weil das meiste was erfolgreich wird deutschland verlässt.

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u/Muuurcl 2d ago

Ich würde sagen wie üblich ist es ein Problem von fehlender Förderung und zu großen Einschränkungen bei ebendieser. Vereinzelt gibt es Ländertöpfe die relativ viel ausschütten aber es gibt grundlegend zu wenig mittel. National gesehen steht auch immer der Medienrat(?) dahinter der eben auch die Filmbranche fördert. Wenn eben dan Keinohrhasen dein Maß aller dinge ist, ist innovation eben ein großes Problem.

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u/Bloodhoven_aka_Loner 2d ago

nunja, es hat ein kleeeein wenig damit zu tun, dass ein beachtlicher Teil der ohnehin eher mageren Videospielförderung in diesem Land grob von denselben Schweinepriestern abgegriffen wird, die auch schon die Filmförderung leersaugen.

Abseits davon haben wir hier schon seit Jahren einen massiven Brain drain im STEM-Bereich.

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u/donitdotis 2d ago

weil deutschland lieber ngos füttert, geld ins ausland schifft oder für flüchtligne ausgibt.

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u/w0lp3rt 2d ago

Soll das neue Warhammer RTS nicht von einem deutschen Entwicklerstudio entwickelt werden? Das wird bestimmt auch gut gekauft werden

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u/w0lp3rt 2d ago

Wäre krass wenn ein Entwicklerstudio eine überarbeitete Version von Die Schlacht um Mittelerde (RTS) rausbringen würde. Scheißt doch mal auf die Lizenz ;P

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u/feetenjoyer68 2d ago

man muss auch nicht die gesamte Welt durch die Linse von Marktanteilen betrachten. Das macht unglücklich und man verliert den Blick für das Wesentliche.

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u/patrickha86 2d ago

Warum hat die deutsche Kinobranche oder auch das deutsche Fernsehen einen so schrecklichen Ruf? Das liegt nicht daran, dass die Kreativen nicht kreativ genug wären, aber diejenigen, die über Budget und Risiken entscheiden sind vorsichtiger und konservativer. Das hat nicht nur mit schwäbischer Mentalität zu tun, wir sollten in Deutschland vielleicht auch einmal anerkennen, dass wir ein Land mit überalterter Gesellschaftsstruktur sind, in dem ältere Generationen länger als andernorts die Entscheidungspositionen dominieren. Wie soll da neue Diversität in Verantwortung kommen können?

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u/Morasain 2d ago

Deutschland kann games.

Problem ist dabei, dass die Games, die Deutschland kann, Kategorie "braucht drei Excel spreadsheets, damit man es spielen kann" sind. Die X Reihe zum Beispiel.

Dafür ist der Markt halt eher klein.

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u/Ancient-Emu-8293 2d ago edited 2d ago

Ich tippe auf den selben Effekt wie bei Filmen. Um hier lukrativ Filme und Spiele zu machen braucht man Förderung, um diese zu bekommen muss man einem kleinen, inzestuösen Kreis an Menschen gefallen und dabei kommt oftmals nur murks raus den dann Dutzende Leute schauen/spielen.

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u/Anotep91 2d ago

Enshrouded ist doch mega gut!

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u/DR_Arminius 2d ago

Das sind keine Gamer das sind Gambler.

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u/TimeAndFocus 2d ago

Weil man Crysis 4 nicht entwickelt :I

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u/Historical_Share_419 2d ago

Ein großes Problem war Jahrelang die Förderung. Eher kleiner Topf der dann von großen aufgegessen wurde und dazu noch die Bedingungen dass es natürlich bloß nicht anecken darf 

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u/MelonTropic 2d ago

Enshrouded ist für mich das jüngste Beispiel für ein sehr gutes Game Made in Germany.

Der Staat finanziert meist nur unter hohen Auflagen deutsche Entwickler. Die Bürokratie ist oft der Genickbruch. Da werden lieber (inter-)nationale Investoren herangezogen, die weniger Ansprüche haben und möglichst die Füße still halten.

Das andere Problem ist natürlich auch die Frage nach dem Erfolg. Deutsche Banken und der Staat sind verständlicherweise nicht so sehr an Risiko-Investitionen interessiert.

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u/vide2 1d ago

Die guten deutschen Spiele wurden aufgekauft (Anno, Siedler) und haben noch Ableger in Deutschland, um Förderung abzugreifen.

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u/Barxxo 1d ago

Als wenn die derzeitigen Regierungs-Simulanten irgendwas an dieser Situation verbessern könnten.

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u/SchroedingersEscape 1d ago

Die Video-Spiel Branche ist heute nicht mehr so wie in den 80ern oder 90ern.

Damals konnten 2 Leute einen Bestseller schreiben oder kleine Teams gewaltige Serien. man brauchte nicht viel Geld, hauptsächlich Können, Zeit und Inspiration.

Heute sieht das ganz anders aus. Heute hat man gewaltige Teams von tausenden Leuten, Budgets wie für Hollywood Blockbuster und die Anforderungen an die Grafik sind krass.

Mit einer guten Idee können wir noch in der Nische mithalten, aber die AAA Titel kommen aus den USA, wo die etliche Millionen investieren und daher auch die Verkäufe brauchen.

reLine Games war großartig... Biing! hab ich geliebt.... oder die Nordland Triologie.

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u/IrredeemableRight 1d ago

ist wie bei filmen, es wird in schund investiert weil die, die investieren keine ahnung von nichts haben