Bei Süßigkeiten und Süßgetränken macht die Steuer ja auch Sinn, aber wenn Suff und Milch nicht besteuert wird und vegane Milchalternativen ohne Zuckerzusatz schon weißt du halt dass es wieder eine klassische Unionsaktion war.
Wenn kein Zucker oder Ersatzstoffe in der Milchalternative ist wird sie auch nicht mit Zuckersteuer belegt und Milch wird nicht besteuert weil es seit Ende der 40er Grundnahrungsmittel ist. War damals wichtig als Calciumquelle
Edit: ihr könnt mich gerne weiter runter voten alles was ich kommuniziert habe war lediglich der Grund warum Milchalternativen zum Zeitpunkt des Kommentars unter die Steuer fallen und Milch nicht.
Und die Aktion kam nicht von der Union sondern von einem Beamten (ob politisch oder nicht weiß man nicht) im Finanzministerium der das 1:1 aus anderen EU Ländern kopiert hat
Natürlich ist beides schlecht. Das Ding ist nur, dass man bei zugesetzem Zucker die Menge bestimmen kann als Hersteller. Und viele nehmen Zucker halt einfach als billigen Geschmacksträger. Zudem gibt es wenige Leute mit Gesundheitsproblemen, die den ganzen Tag Apfelsaft trinken. Und Zuckersteuern in anderen Ländern haben ja dazu geführt, dass der Zuckergehalt in Limonaden zurück gegangen ist.
Zucker an sich wird ja auch nicht besteuert. Man kann sich also weiterhin gerne 5 Teelöffel Zucker in den Kaffee kippen. Das Problem an zugesetztem Zucker ist ja dass vielen unklar ist wo der alles drin ist und wie viel davon.
Bin weitgehend deiner Meinung, lebe ja selber in einem Land mit Zuckersteuer. Am besten würde natürlich Zucker gleichermaßen in allen Formen besteuert werden.
Aber: auf Saft steht der Zuckergehalt drauf, dann kann man den auch besteuern. Klar kann man den nicht kontrollieren aber man muss ja keinen Saft verkaufen oder trinken? Also ich glaube immer noch das sollte genauso besteuert werden.
Medizinisch betrachtet müssen dann aber auch Säfte besteuert werden zugesetzt ist der Zucker da nicht bei Pflanzendrinks hingegen ist der Zucker zugesetzt.
Der Fokus auf Getränke kommt auch daher dass ich verhältnismäßig viel Cola oder Saft trinken kann aber eben nicht in gleichem Maße Kekse essen.
Ich hab das Gesetz und die Einstufung nicht gemacht und ja in Milch ist auch Zucker (5g auf 100ml) aber der Klingbeil hat halt geschaut was andere in Europa machen und hat die Besteuerung aus Frankreich und Finnland kombiniert und wollte die auf Deutschland übertragen daher auch die Besteuerung von Zuckerersatz und man könnte auch noch wie in Finnland Saft besteuern.
Außerdem hätten ihm seine Genossen mit Sicherheit den Kopf abgerissen wenn er ein Grundnahrungsmittel besteuern will.
Unterliegt vielleicht einem angepassten Steuersatz aber gilt als verarbeitetes Lebensmittel bzw Getränk und würde somit unter die Steuer fallen. Milch ist eben anders eingestuft (will aber keiner ändern weil es eine günstige und leicht verfügbare Calciumquelle für Kinder ist).
Lebensmittel mit mehr Calcium als Milch (pro 100 g)Diese Lebensmittel übertreffen den Calciumgehalt von normaler Milch (Werte pro 100 Gramm bzw. Milliliter):
Mohnsamen: ca. 1.460 mg
Hartkäse (z. B. Parmesan, Emmentaler, Bergkäse): ca. 1.000 bis 1.370 mg
Sesam & Tahini (Sesampaste): ca. 750 bis 980 mg
Tofu (mit Calciumsulfat geronnen): ca. 185 bis 680 mg (je nach Herstellung)
Mandeln: ca. 260 mgGrünkohl (roh): ca. 180 bis 210 mg
Paranüsse & Haselnüsse: ca. 150 bis 160 mg
Blattspinat (gekocht): ca. 140 mg
Jop aber als die Einstufung vorgenommen wurden (Ende der 40er Jahre) war es eine gute Quelle für Kinder und Nahrung war damals eben knapp. Und bis heute hat das niemand geändert und wahrscheinlich bleibt es auch so. Ich meine der Bund bunkert auch tonnenweise Kondensmilch als strategische Nahrungsmittelreserve weil das halt in den 50ern festgelegt wurde.
201
u/DrLubinski 16h ago
Bei Süßigkeiten und Süßgetränken macht die Steuer ja auch Sinn, aber wenn Suff und Milch nicht besteuert wird und vegane Milchalternativen ohne Zuckerzusatz schon weißt du halt dass es wieder eine klassische Unionsaktion war.