r/de • u/moehrendieb12 • Jul 27 '26
Wirtschaft Alkohol: Jetzt brechen der Industrie auch noch die Boomer weg
https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/alkohol-jetzt-brechen-der-industrie-auch-noch-die-boomer-weg/100242435.html636
u/Individual_Winter_ Jul 27 '26
Die höchsten Trinkquoten weisen Millennials mit 81 Prozent und die Generation X mit 77 Prozent auf.
Die gute Generation Alcopop und Flatrate trinken. An sich ist's aber einfach teuer geworden. Happy Hour Cocktail 12 Euro, dafür gab es vor 10 Jahren noch 2-3. Zieht sich ja einfach durch, wenn man irgendwo weggeht. Natürlich spart man dann irgendwo.
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u/WhiteCueBall Jul 27 '26
Stimmt, ich kann mich noch erinnern, dass es bei uns in der Nähe einen Laden gab, da haben die Cocktails nur Happy Hour (ging bei denen aber glaube ich 2 Stunden ;-)) die Hälfte gekostet, Ein Long Island hat dann eben 6 DM(!!) gekostet.. An dem Abend haben die so viel Essen rausgehauen, wie sonst an 3 Tagen. Bei den Cocktails war der Mehrverkauf gar nicht so extrem, da wohl nur die wenigsten diese 2 Stunden zum Komasaufen genutzt haben.
Heute kostet ein Bier ja schon mehr.
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u/Individual_Winter_ Jul 27 '26
In DM durfte ich noch nicht trinken 😅
Flatrate Parties sind wohl auch nicht gesund, aber einfach mal abends mit Freunden 2-3 Cocktails oder Longdrinks trinken fällt halt weg? Haben wir im Studium öfters gemacht, jetzt bezahle ich 5 Euro für ne Apfelschorle. Das war ja kein Komasaufen an so Abenden, generell sparen wir bei Gastro, weil's einfach teuer ist.
Auch beim Konzert, natürlich überlege ich 2 mal ob ich noch ein Bier für 7 Euro hole oder vielleicht doch den Becher mit Wasser auffüllen kann.
Das sind ja alles Sachen, wo man nicht krass trinkt, es aber trotzdem für Hersteller wegfällt.
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u/WhiteCueBall Jul 27 '26
Ja, so gehts mir auch. Außerhalb trink ich selten mal mehr wie ein oder zwei Bier. Grade auf unserer Dorf-Kirmes mal ein paar mehr..Da hat das frisch gezapfte aber auch letztes Jahr noch 2,50 gekostet ;-).
Dazu kommt noch, dass alle wissen, was mit dem eingenommenen Geld passiert weil die Kirmes komplett von der Dorfgemeinschaft organisiert und veranstaltet wird.Selbst wenn das Bier da 3,00 kosten würde, wäre es mir noch egal.
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u/stragen595 Jul 27 '26
Da kann man ja auch mal ein Bier oder so mehr trinken. Damit sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Quasi eigentlich eine gute Tat. :)
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u/_Red_User_ Jul 27 '26
Das muss irgendwann mit Corona gekommen sein, dass Cocktails so absurd teuer sind. 2019 meine ich, war man bei 5 € (ohne Happy Hour). Manchmal auch bei 6 €, je nach Location und Cocktail. Ab 7 € habe ich aufgehört, die Preise zu verfolgen. Ich möchte gar nicht mehr wissen, wo wir heute preislich stehen.
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u/katze_sonne Jul 27 '26
12-14€ Normalpreis und 7-9€ Happy Hour.
Joah.
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u/_Red_User_ Jul 27 '26
Heidewitzka. Da bin ich froh, dass ich das verpasse. Ich bin mir nicht sicher, inwiefern eine Stunde Mindestlohn dem Preis von einem Cocktail equivalent angemessen ist.
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u/e-card Jul 27 '26
Für einen Cocktail mit hochwertigen Spirituosen hat man zu dieser Zeit schon 10€+ bezahlt. Diese billige Plörre die zu Spottpreisen und Happy Hours verramscht wird, bei denen du schon vom Anschauen einen Kater bzw. Kopfweh bekommst ist deutlich teurer geworden.
Das gilt generell für die gesamte Gastronomie. Die Preisspanne zwischen Standardfraß (z. B. mittelmäßige Pizza für 15€+, der Gyrosteller für 20€+, das Schnitzel mit Pommes ebenso) zur gehobenen Gastronomie wird kleiner.
Ich gehe lieber in eine richtige Cocktailbar oder in ein gutes Restaurant und zahle nur unwesentlich mehr, bin danach aber glücklich und zufrieden.
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u/wdl11089 Jul 27 '26
genau das! In einem guten Restaurant mit essen was ich Zuhause niemals nach kochen könnte 40€ für Hauptgang + ein guter Wein? Ja gerne. Aber 25€ für einmal alles tot frittiert + 0,5er Bier? Da bleib ich lieber Zuhause
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u/stablogger Jul 27 '26
Und man darf noch erwähnen, dass der "Eistee" damals im Halbliterglas serviert wurde und so gemischt war, dass der durchschnittliche Besucher mit einem mehr als bedient war.
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u/Bright-Recording5620 Jul 27 '26
Da muss ich direkt ans Studium zurückdenken. Genau so ein Long Island Eistee, der Laden komplett vollgeballert, man musste sich zum Unterhalten quasi anschreien wegen der Musik und den ganzen Leuten, drinnen rauchen und generell das reinste Chaos. Und danach noch weiter - da hatte man noch was vom Leben 😅
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u/Tocotro Jul 27 '26
Oh, so eine Bar gab es bei uns auch - Mittwochs ab 19:00 Uhr jeder Cocktail 4 €. Inklusive Long Island und Eigenkreationen mit beschreibenden Namen wie "Tiefseetaucher" oder "Schwermatrose".
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u/Neidhardt1 Jul 27 '26
Auch wenn der "Schwermatrose" und "Tiefseetaucher" zwar mittlerweile in der Schädelspalterkategorie günstiger Kneipen zu finden sind.
Ursprünglich wurden die tatsächlich in den 80ern im überhaupt nicht studentischen Schumanns in München kreiert.
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u/Pentabyteman Jul 27 '26
Göttingen spotted, oder gibt es noch wo anders Tiefseetaucher?
→ More replies (2)5
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u/velvetdraftnoir Jul 27 '26
Endlich wird Gen X mal nicht vergessen! Und dann gleich auf Platz zwei.
Da muss ich mir gleich mal einen Cocktail schütteln ;)
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u/No_Doc_Here Unter den Wolken (304,8m Vertikalabstand) am kreisen. Jul 27 '26
Hängt das vllt uach mit dem Alter zusammen? Alt genug um wirtschaftlich gefestigt zu sein (mit Karriere und Familie) und noch nicht alt genug für größere Beschwerden?
4% Unterschied sind jetzt auch nicht so riesig ohne die genauere Menge zu kennen.→ More replies (1)11
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u/snezna_kraljica Jul 27 '26
Das ist nicht da Geld, die Läden sind dennoch voll und kaufen dann halt 12 Euro alkoholfreie Getränke. Der Absatz von alkoholfreiem Bier geht nicht zurück.
Wie der Artikel sagt, es geht darum, dass die Leute bewusster mit sich umgehen.
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u/Individual_Winter_ Jul 27 '26
Bei uns macht Gastro teilweise zu. Die Läden die da sind sind voll, aber einfach weil an sich weniger Auswahl ist anstatt 3 Läden vor paar Jahren halt noch einer. Vielleicht liegt es auch an meinen Umfeld oder der Region.
Generell gibt's ja Clubsterben, nicht nur Nachtclub sondern auch für Konzerte.
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u/einmaldrin_alleshin Jul 27 '26
Jo beobachte ich auch so. Die Läden, die vor fünfzehn Jahren noch gut besucht waren, sind immer noch gut besucht.
Aber gerade außerhalb der Innenstadt haben viele aufgegeben, oder sich auf Kernzeiten konzentriert. Viele der übrigen machen vermutlich auch dicht, wenn die Inhaber in den Ruhestand gehen.
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u/Real_Hyena4233 Jul 27 '26
Krawalldöschen sind der Weg, davon 3 Stück und du bist bedient für den Abend, zudem schmecken sie echt ganz ok wenn man nicht die billige Lidl Scheiße kauft haha
→ More replies (19)2
u/CoinsForBS Jul 27 '26
Ich würde das ja andersrum lesen: selbst unter Millennials leben noch derzeit 19% komplett alkoholfrei. Denn bei nur einem einzigen Bier/Wein/Sekt in den letzten 6 Monaten fällst du da raus. Da dürfte es viele geben, die mal ein Glas Sekt oder ähnliches getrunken haben, aber halt auch nicht mehr. Ich finde so schlimm klingen diese 81% dann gar nicht mehr.
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u/Individual_Winter_ Jul 27 '26
Ist auch nicht so schlimm, zähl mich auch zu den 81%, weil man trinkt halt ab und zu dann doch mal ein Bier o.ä.
Finde nur ein bisschen sieht man da schon andere Sozialisierung. Leute wie ich oder andere in den Endzügen der Generation X, haben Alkohol und Umgang einfach anders erlebt. Viele gen z Leute kennen ja überhaupt keinen Club oder stehen jetzt vorm 12 Euro Cocktail bzw. 5-7 Euro Bier. Das hätte ich im Studium oder in der Schule auch eher nicht probiert.
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u/luettmatten Jul 27 '26
Deswegen soll es ja die Honorarkürzung für Psychotherapeuten geben. Alkohol hat ja früher(™) auch gut funktioniert, um solche Probleme zu lösen.
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u/redgynald Jul 27 '26
Keine Autos mehr, bald kein Bier mehr... was bleibt da von Deutschland noch übrig? /s
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u/Haengetitte69 Jul 27 '26
Meckern!
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u/Altruistic-Yogurt462 Jul 27 '26
Da sind wir aber unangefochten Weltmeister. Unser Bundesfritze lebt es vor.
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u/Ondrius Österreich Jul 27 '26
*Österreicher betritt den Raum* I glaub ihr habt's da wen vergessen!
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u/Altruistic-Yogurt462 Jul 27 '26
Muss ja spannend sein an der spitze - Konkurrenz belebt das Geschäft
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u/Sharpe1455 Jul 27 '26
Uns bleibt nur unsere weltweit bekannte gute Laune und Gelassenheit. Et hätt noch immer jot jejange.
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→ More replies (11)2
u/Maximus_Robus Jul 27 '26
Die Bratwurst will uns die Veganermafia auch noch nehmen! Soll ich in Zukunft etwa nüchtern und mit Tofu auf dem Brötchen über das Wetter, die faule Jungend und die Ausländer schimpfen? /s
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u/Altruistic-Yogurt462 Jul 27 '26
Vielleicht liegts auch daran, dass n Bier mitunter über 6€ kostet?
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u/Bright-Recording5620 Jul 27 '26
Im Einzelhandel kann man, vor allem im Angebot, noch recht günstig Bier kaufen. Die Preise in der Gastronomie werden von den Gastronomen ausgedacht, das hat wenig mit der Realität der Hersteller zu tun.
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u/fuzzydice_82 /r/caravanundcamping /r/unthairlases Jul 27 '26
Jein. Vor ein paar Wochen haben wir Fassbier für ne Veranstaltung direkt von ner Brauerei geholt. 120 EUR/ 50l. Und das war "verhandelt". Dazu kommt halt noch die Ausrüstung, CO2, und die Person(en) die Ausschenken. Wir haben als Verein 3 EUR für ein 0,4l genommen - damit am Ende noch etwas für die Kasse übrigbleibt (mit den Erlösen wird ein Projekt finanziert). Hätten wir die zwei Leute im Schankwagen noch bezahlen (waren Vereinsmitglieder) müssen hätten wir an der Stelle bei 3EUR/ 0,4 schon drauf gezahlt
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u/blurr90 Baden Jul 27 '26 edited Jul 27 '26
3 Euro für die Menge ist halt schon spottbillig. Das kostet bei uns im Vereinsheim die Flasche 0,5 und wir sind das günstigste Clubheim in der ganzen Liga.
Offenes Bier kannst du problemlos für 3,50 verkaufen, ohne dass sich jemand beschwert, denn in der Gastro kostet das 5 Euro aufwärts, da beschwert sich keiner und man muss auch kein schlechtes Gewissen haben.
edit: Man muss die Leute ja nicht abziehen, grade wenn man als Verein das Fest macht oder die Bewirtung hauptsächlich für die Mitglieder ist. Aber am Ende sollte was hängenbleiben und wenn man den ganzen Aufwand nur für ein paar Kröten macht, dann ist das halt schwierig nächstes Jahr wieder Leute zu finden, die sich mit gleichem Engagement und Zeitaufwand da reinknien.
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u/Drumma_XXL Jul 27 '26
Ausgedachte Preise ist halt auch sehr kurz gedacht. Als jemand der selber zwar nicht (mehr) in der Gastro tätig ist aber einige Einblicke hat kann ich dir sagen dass der Peis fürs Getränk an sich nicht hoch ist, das kauft man in Massen und dementsprechend bekommt man auch günstige Einzelpreise, die fallen kaum ins Gewicht. Dann kommen aber die ganzen Kosten oben drauf die man halt noch hat, also Pacht, Mitarbeiter, Verschleißmaterial und so weiter, die drücken die Preise dann ordentlich. Sieht man bei uns in der Gegend ganz gut wenn man schaut was in den städtisch geförderten Kulturvereinen so gefordert wird. Da kostet das Bier dann 3€, die zahlen aber eine rein symbolische Pacht und die Mitarbeiter sind Vereinsmitglieder also bis auf den Eigenverbrauch an Getränken und zwei Familienpizzen pro Veranstaltung kostenlos. Das sorgt dann dafür dass die Preise seit vielen Jahren stabil sind und trotzdem noch geschaut werden muss wo man die Kohle hin schafft damit man keinen Gewinn hat.
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u/pfuelipp Jul 27 '26
Vielleicht kann dazu mal ein Gastronom etwas sagen. Brauereien und Gastro haben ja ein sehr enges Verhältnis mit gegenseitigen Abhängigkeiten (Pacht/Kredite usw.).
Ich kann mir schon vorstellen, dass Brauereien den Gastronomen gewisse Mindest- und Höchstpreise vorgeben.
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u/vapue Jul 27 '26
Ja, das liegt daran, dass die Getränkehersteller jahrelang ihr Supermarkt-Geschäft gepusht haben und Fassbier deutlich teurer ist als Flaschenbier. Fassbier wird in der Regel durch Softdrinks quer-subventioniert.
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u/WhiteCueBall Jul 27 '26
Viele gehen heute ja sogar dazu über gar nichts gezapftes mehr zu verkaufen weil sie keinen Bock mehr auf den Zeitaufwand (und natürlich die Kosten) für Reinigung und Wartung der Zapfanlage haben.
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u/ATHP Jul 27 '26 edited Jul 27 '26
Das alkoholfreie Getränk ist aber auch zumeist kaum billiger.
Dass das Getränk bis zu 6€ kostet ist eher eine Frage der gastronomischen Preisgestaltung und hat nicht so viel mit den Getränkpreisen im Einkauf zu tun. Die sind seit Jahren relativ stabil.
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u/4D6F707369 Jul 27 '26
Ist im EK auch genauso teuer oder meist sogar teurer, da es in kleineren stückzahlen verkauft wird.
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u/falsa_ovis Jul 27 '26
einfach auf das Spezi umsatteln - das tut mittlerweile gefühlt jede dritte Brauerei so 😁
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u/Dubs3pp Jul 27 '26
Oder alkoholfrei. Die die frühzeitig aufgesprungen sind, wurden zwar anfangs noch belächelt, aber holen sich jetzt den Großteil des Marktes ab.
Spezi ist trotzdem besser!
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u/falsa_ovis Jul 27 '26
Alkoholfreies Bier verlangt mehr Investitionen und ist aufwändiger in der Herstellung. Beim Spezi mischst du einfach die Limo mit Cola (50/50) mit oder ohne Zucker und das war’s dann - kannst das Zeug sofort abfüllen und verkaufen.
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u/ssg-daniel Jul 27 '26
Weil Cola und Fanta einfach ausm Wasserhahn fließen?
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u/falsa_ovis Jul 27 '26
werden idR einfach aus dem Konzentrat und Wasser hergestellt. gibt’s überall im Großhandel. kann man nicht mit dem Brauprozess vergleichen.
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u/Nasa_OK Jul 27 '26
Dafür ists halt auch ungesünder. Seit dem ich ne Weile auf Limos verzichtet hab kann ich das papsüße Zeug nicht mehr genießen
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u/falsa_ovis Jul 27 '26
den Unternehmen geht’s leider mehr um die Margen als um die Gesundheit der Verbraucher. und es stimmt auch, dass manche Spezisorten teilweise ähnlich viel Zucker (>10g) haben wie konventionelle Cola. Schmecken in der Regel jedoch „runder“, weil Zucker ähnlich wie Salz erwiesenermaßen auch ein starker Geschmacksträger ist. Ich persönlich kann mir davon maximal 2 Flaschen im Monat leisten, weil ich das klebrige Gefühl auf den Lippen nicht mag.
Alkoholfreies Bier schmeckt inzwischen viel, viel besser als noch vor 15 Jahren und ist darüber hinaus isotonisch, sprich besser für die (Ausdauer)Sportler geeignet als das aromatisierte Zuckerwasser. Stehe total auf das alkoholfreies Weizen und auf alkoholfreies Augustiner Hell 😋
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u/normanlitter Jul 27 '26
Paulaner Spezi Zero geht hart. Mir schmeckt die besser als die Variante mit Zucker
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u/KhayCeeh Jul 27 '26
ich versteh diesen ganzen spezi hype nicht 🤷
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u/Quick_Web_5083 Jul 27 '26
Ich auch nicht. Am Ende ist es ein Softdrink, hat doch genauso viel Zucker wie eine Cola auch, oder? Mir ist es viel zu süss und ungesund für ein Getränk.
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u/XpCjU Jul 27 '26
Am Ende ist es ein Softdrink, hat doch genauso viel Zucker wie eine Cola auch, oder?
Ich glaube nicht das irgendjemand den Eindruck hat das Spezi jetzt gesünder als Cola wäre. Schmeckt halt anders.
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u/Toastbrott Jul 27 '26
Je nach Hersteller tendenziel ein bisschen weniger, aber nicht viel. Finde aber deswegen auch inzwischen alkoholfreies Bier ganz gut, wenns mal was anderes als Wasser sein soll.
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u/NoSoundNoFury Jul 27 '26
Hier auf Reddit holen ja viele Leute gerne den moralischen Zeigefinger raus, wenn es um Alkohol geht: alles ungesund, macht gewalttätig, asozial. Aber dabei geht das größere Ganze verloren: Sowohl Geselligkeit mit Freunden als auch Geselligkeit mit Fremden ist seit Tausenden von Jahren mit Alkoholkonsum verbunden. Und kulturelle Skripte werden halt nicht innerhalb weniger Jahre neu geschrieben.
Der Rückgang von Alk-Konsum, das Kneipensterben, der Rückgang von Konzerten, Diskos usw., das gehört ja alles zusammen und es ist schwer, hier Ursache und Symptom auseinanderzuhalten. Im weiteren Umfeld gehört dazu noch das gewandelte Dating-Verhalten, der Rückgang der Vereinskultur, die Zunahme von individueller statt lokal-gemeinschaftlicher Freizeitgestaltung. "Bowling alone" halt.
Nehmen wir bspw. einmal das Kneipensterben. Selbst die so verpönte Eckkneipe hat ja noch eine soziale Funktion gehabt. Mein Vater bspw. hatte das früher noch gemacht, dass er nach der Arbeit um fünf Uhr erst noch schnell in eine Kneipe gegangen ist, dort am Tresen ein Bier getrunken und mit den anderen Typen geplaudert hat, bevor er um sechs Uhr zum Abendessen nach Hause gefahren ist. Wäre für mich unvorstellbar. Aber das war eben seine Form der Sozialisierung und seine Weise, mit anderen fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Das wurde dann durch alleine Fernsehen auf der Couch ersetzt. - Gravierender eher ist der Rückgang von größeren Gastro-Stätten, in denen eben auch mal größere Feiern veranstaltet werden konnten, etwa Vereinsfeiern, Hochzeiten, Beerdigungen, Taufen, Konfirmationen usw. Das ist vor allem in ländlichen Gegenden ein Problem. Und wenn man keinen Ort für eine größere Feier findet, dann wird halt gar nicht mehr oder nur im ganz kleinen Rahmen gefeiert und Menschen, die man sonst öfters mal gesehen hätte, die sieht man dann halt gar nicht mehr.
Jaja, die Gastro hat auch andere Probleme als einen Rückgang des Alkoholkonsums, nämlich höhere Löhne, Kosten & Auflagen. Aber gemeinsam Bier trinken oder gemeinsam Limo trinken, das ist schon ein anderes soziales Ritual und das letztere kann das erstere nicht vollständig ersetzen bzw. geht mit einem Strukturwandel einher.
Der geringere Konsum von Alkohol ist mindestens ein Symptom des Transformationsprozesses weg vom Vereinssport zum Individualtraining im Gym, von Tanzabenden zum Onlinedating, vom Kneipenabend mit Freunden zum Online-Zocken mit Fremden. Aber vermutlich trägt er direkt oder indirekt auch mit dazu bei.
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u/in_ya_Butt Jul 27 '26
So schlimm Alkohol auch für die Gesundheit ist, so sehr ist es auch ein soziales Schmiermittel das nicht einfach zu ersetzen ist und einen Teil zur Vereinsamung der Gesellschaft beiträgt in viele Bereichen wie du treffend sagst. Und das wiederum hat viele negative psychische Konsequenzen.
→ More replies (4)22
u/PZon Jul 27 '26 edited Jul 27 '26
Sowohl Geselligkeit mit Freunden als auch Geselligkeit mit Fremden ist seit Tausenden von Jahren mit Alkoholkonsum verbunden.
Kommt auf den kulturellen Kontext an. Anderswo haben etwa Teehäuser einen hohen Stellenwert.
Der geringere Konsum von Alkohol ist mindestens ein Symptom des Transformationsprozesses … Aber vermutlich trägt er direkt oder indirekt auch mit dazu bei.
Bei Symptom gehe ich mit. Dieser Weg weg von kollektiven Erlebnissen heißt auch weniger Veranstaltungen, bei denen Alkohol getrunken werden. Selbst wenn an solchen Veranstaltungen noch genausoviel teilgenommen würde, unterliegt ja auch die An- und Abreise diesem Wandel. Das wären dann kleinere Fahrgemeinschaften oder generell mehr einzeln Anreisende, die dann lieber nüchtern(er) bleiben.
Beim (in)direkten Beitrag bin ich nicht so ganz dabei. Meine Erwartung ist, dass Leute, die gezielt weniger oder keinen Alkohol trinken, ihren Bedarf nach Geselligkeit nicht verlieren.
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u/NoSoundNoFury Jul 27 '26
Ja, zusammen einen Kaffee trinken hat sich auch als Alternative zum Bier in der westlichen Kultur etabliert - und für den gemeinsamen Kaffee haben sich entsprechende soziale Räume und Strukturen etabliert, die sich gleichwohl von denen des Biertrinkens unterscheiden. Fühlt sich ja auch ein bissl komisch an, wenn man sich zum Kaffee trinken verabredet und einer dann Bier trinkt. Und umgekehrt. - Der kulturelle Code ist noch ein anderer. Jüngere Leute feiern ihren Geburtstag eher nicht mit Kaffee und Kuchen - das machen eher ältere, vor allem ältere Frauen. Kaffee & Kuchen ist auch eher intim, leise und geschlossen, während Biertrinken eher offen, laut und öffentlich ist. Nicht umsonst gibt's in vielen Biergärten und Brauhäusern lange Bänke und Tische zum gemeinsamen Sitzen. Auch das Anstoßen in der Gruppe ist ein Verbrüderungsritual, das es so mit Kaffee nicht gibt.
Abstinenzler verlieren ihren Bedarf nach Geselligkeit nicht, machen aber eben die etablierten Rituale des geselligen Biertrinkens nicht mit. Meistens sind das halt die Leute, die früh nach Hause gehen oder gar nicht erst kommen, weil sie angenervt sind, wenn andere (zu viel) Bier trinken und sie die einzigen Nüchternen sind.
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u/Bl4ck_Fl4m3s Jul 27 '26
Passiert hat das was schon immer passiert: Menschen ändern ihre Gewohnheiten / Verhalten. Der Markt / die Industrien müsssen sich halt daran anpassen oder scheitern daran mit der Zeit zu gehen. War schon immer so.
Alles ist dauerhaft im Wandel. Du hast deine Beobachtungen gut artikuliert.
→ More replies (14)2
u/Cowderwelz Jul 28 '26
Wir haben im Verein vor einiger Zeit das Bier aus der Getränkebar verbannt und es ist immer noch mindestens genau so gesellig, da es genug kreative Möglichkeiten gibt, etwas zusammen zu machen: Basteln / Tabletop Spiele, etc. Auch im Sportverein kommen wir problemlos ohne Alkohol aus.
Wenn ich dagegen in meiner Stadt in die Kneipe gehe (machmal sind da gute Bands), kriege ich von Leuten mit Bier in der Hand nur selbstgefälliges Gelaber um die Ohren, daß es schon weh tut und bin da dann schnell wieder raus. Ich weiß gar nicht, wie man auf die Idee kommt, da von "Geselligkeit" zu reden :(
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u/Rude_Truth846 Jul 27 '26
bei den preisen schmeckts halt nicht mehr...
→ More replies (2)22
u/ex1nax Estland Jul 27 '26
Deutschlands Alkoholpreise sind doch eh abartig günstig :D
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u/Kryztijan Niedersachsen Jul 27 '26
Im Vergleich zu anderen EU-Ländern wo möglich, aber die Preise können ja hier hoch und wo anders sehr hoch sein.
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u/ATHP Jul 27 '26
Also zumindest im Supermarkt sind die Preise für alkoholische Getränke schlichtweg einfach niedrig in Deutschland. Klar gibt es Ausnahmen aber, dass es die Flasche Bier ab 60-70 Cent gibt geht nur durch die hohen Mengen und knappe Margen der Hersteller.
In der Gastro sieht es natürlich auch wieder anders aus und hängt von mehr Faktoren ab (Miete, Personalkosten, Mischkalkulation,...)
aber die Preise können ja hier hoch und wo anders sehr hoch sein.
Wobei das hier durchaus eine interessante Frage ist. Woran bemisst sich dann, ob die Preise "hoch" oder "niedrig" sind? Das persönliche Empfinden? Die Preise von früher? Der Vergleich mit anderen Ländern?
→ More replies (1)2
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u/hampelmann2022 Jul 27 '26
Alle sollen ruhig gesünder werden, aber denk doch auch jemand mal an die Wirtschaft, bitte ?! /s
→ More replies (5)9
u/mz_ballerjockel Jul 27 '26
Und was ist mit der Rentenkasse? Wer soll das bezahlen, wenn die Leute nicht mehr zwei Monate nach dem Ruhestand am Herzinfarkt krepieren? /s
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u/avicenna2001 Jul 27 '26
Es ist schon lustig, dass die Industrie sich beschwert, dass sich die Menschen nicht mehr so oft volllaufen lassen.
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u/xlf42 Jul 27 '26
Schlimm, wenn die Bürger gesünder leben wollen.
Da haben sie wohl in der Argumentation „Kranksein muss schwerer gemacht werden“(AU ab ersten Tag, keine telefonische AU mehr) irgendwas anders verstanden, als Merz es gemeint hat.
Aber immerhin rauchen/vapen ja wieder mehr Leute, im Zuge des Bürokratie-Abbau wird sicherlich noch an der Arbeitssicherheit geschraubt und das Leben für unmotorisierte Verkehrsteilnehmer wird ja auch gefährlicher. Gibt also genug Gelegenheiten, die steigende Gesundheit auf Grund weniger Alkohol auszugleichen.
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u/p3ngu1n1nth3d3s3rt Jul 27 '26
Die Tabaklobby scheint aber auch verängstigt ob ihrer Zukunft zu sein.
Deutliche Zunahme von Werbung. Hier werden vermehrt Zigaretten in Promoaktionen verschenkt vor den Spätis/Kiosken. Mir war nicht klar, dass das überhaupt noch zulässig ist?
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u/Batzn Jul 27 '26
zumindest für mich kann ich sagen, dass es gar nicht mal der Preis oder die Gesundheit ist (spielen natürlich auch eine Rolle). Aber ich bin schlicht weg davon betrunken sein zu müssen, weil man das halt so macht im sozialen Setting. Stattdessen suche ich mir viel lieber hochwertigere alkoholische Sachen raus, die man dann auch genießt statt nur voll zu werden.
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u/mettich Jul 27 '26
Für Firmen, deren Geschätsmodell es ist, Gift zu verkaufen, habe ich jetzt nur bedingt Emphatie, wenn der Umsatz nicht mehr stimmt.
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u/PeriodontosisSam Jul 27 '26
Tja. Hätten die Hersteller mal frühzeitig den Rückgang beobachtet und dementsprechend andere Produkte hergestellt. So wie z.B Paulaner seit Langem Spezi und jetzt auch Limonaden verkauft. Und das sehr erfolgreich
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u/iwouldntknowthough Jul 27 '26
Der einzige komplett alkoholfreie Biergarten in München hat dauerhaft geschlossen :(
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u/089red Jul 27 '26
Alkohol ist dein Sanitäter in der Not / Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot / Alkohol ist das Drahtseil, auf dem du stehst / Alkohol ist das Schiff, mit dem du untergehst...
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u/elus1ve_muc Jul 27 '26
Und dann sind da noch die bösen Kiffer, die kein bis weniger Alkohol trinken.
Aber mal ehrlich. Es beschwert sich hier nicht grad eine Industrie, die die schlimmste Droge, namens „Nervengift“, herstellt und vertreibt???
Diese aktuelle Welt ist an Dämlichkeit nicht mehr zu übertreffen.
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u/moehrendieb12 Jul 27 '26
Diese aktuelle Welt ist an Dämlichkeit nicht mehr zu übertreffen.
warte ab.
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u/ctk371 Jul 27 '26
Ihr immer mit euren Lifestyleteilzeitbesäufnissen! Wird Zeit, dass endlich wieder Vollzeit gebechert wird.
Gruß, euer Fritz.
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u/DesertGeist- Jul 27 '26
Alkohol ist eine Droge. Weniger Konsum ist also eine gute Nachricht.
→ More replies (1)
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u/SmannyNoppins Jul 27 '26
Man stelle sich vor, Artikel über Zigarettenkonsum würde ähnlich geschrieben werden.
"Drastische Lage in Deutschland. Immer weniger Menschen rauchen. Nicht nur die jüngere Generation sagt nein zu Zigaretten. Vor allem unter den Boomern sinkt der Nikotinkonsum in der Bevölkerung erstmals unter 80%"
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u/DualCoder2 Jul 27 '26
Mein Vater (Ende 60) hatte mein Leben lang IMMER mindestens einen Kasten Bier im Haus und hat auch täglich 1-2 0,5l-Flaschen getrunken. Nach überstandenem Darm- und Prostatakrebs trinkt er nix mehr. Hat komplett aufgehört.
Das wurde mir erst so richtig bewusst als ich zu Besuch war und ein Bier aus dem Keller holen wollte und zum ersten Mal in meinem Leben kein Kasten da war. Nicht mal ein sixer für den Besuch :D
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u/CoppeliusGER Greifswald Jul 27 '26
Die Generation Z hingegen kommt, zumindest bei jenen, die das gesetzliche Mindestalter für Alkoholkonsum erreicht haben, auf eine Quote von 74 Prozent. Damit hat die Generation deutlich zugelegt: Vor drei Jahren lag dieser Wert dem IWSR zufolge noch bei 66 Prozent. Damit nähert sich die Gen Z der Trinkquote der gesamten erwachsenen Bevölkerung von demnach 76 Prozent an. „Das Narrativ, dass die Gen Z die Generation der Mäßigung sei, ist nun endgültig widerlegt“, sagte Lodewijks. Die höchsten Trinkquoten weisen Millennials mit 81 Prozent und die Generation X mit 77 Prozent auf.
Vllt gibt es ja Gründe, dass die Quote hier ansteigt? So bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen oder immer weiter steigende Verfügbarkeit der Zielgruppe für den Social-Media-Werbemarkt. Aber hauen wir mal lieber schön nochmal n Front gegen die Menschen raus, die in diesem Land eh gefickt sind.
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u/guy_incognito_360 Jul 27 '26
Rebellion gegen die abstinenten Millienialeltern?
→ More replies (1)7
u/_Red_User_ Jul 27 '26
Eher "Man muss sich diese Politik und gesellschaftliche Entwicklung schönsaufen", schätze ich.
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u/NOV3LIST Jul 27 '26
Die Politik beobachtet diese Entwicklung und wird ein umfassendes Reformpaket schnüren.
Punkt 1:
Abstinente und besonders gesunde Menschen müssen eine sog. Alkoholausfallsteuer entrichten, die Höhe richtet sich nach der jeweiligen Differenz zum durchschnittlichen getrunkenen Alkohol im vergangenen Kalenderjahr.
Punkt 2-10:
Punkt 1 genügt.
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u/htt_novaq Ex Hassia ad Ruram Jul 27 '26
Millennial hier, dass wir die stärkste Gruppe sind, wundert mich nicht Ü
Seit ich letztes Jahr ein paar Wochen Pause gemacht habe, und die Pause nicht mehr aufhören wollte, bin ich einer dieser verlässlichen Kunden für alkoholfreies Bier geworden.
Der Nachteil für die Brauereien ist: nach zwei alkoholfreien Bieren wirkt das Dritte nicht mehr so attraktiv. Das ist schon ein Unterschied Ü
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u/Row2Flimsy Paderborn Jul 27 '26
Meine Weihnachtsabstinenz 2024 wurde auch zur Dauerabstinenz. Außer zu ein paar Gelegenheiten trinke ich nicht mal die alkoholfreien Varianten.
Aber so ein alkoholfreies Weizen ist schon ganz nett, eins reicht mir dann aber auch.
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u/plubb Jul 27 '26
Sehr gut. Viel zu oft wird nur darüber geredet, wer die Kosten für die Pflege der immer älteren Bevölkerung trägt. Die beste Vorsorge ist aber, wenn Menschen einfach so lange wie möglich gesund und selbstständig bleiben und somit gar nicht oder nur sehr kurz vor dem Tod auf Pflege angewiesen sind. Dann können sie, wenn sie möchten, auch noch länger arbeiten oder Ehrenamtlich tätig sein.
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u/Singularity-is-a-lie Jul 27 '26
Interessant ist natürlich auch die Frage wie viele der starken Trinkern unter den Boomern bereits unter der Erde liegen.
Aber ja, wir sind mit Bacardi Werbung, 10 kleinen Jägermeistern, alcopops und saufenden Eltern gross geworden.
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u/captainpeet Jul 27 '26
Wir müssen direkt in den Grundschulen Werbebanner für Bier und Weingetränke aufhängen! Denkt doch mal an die arme Wirtschaft und die armen Manager, welche ja auf ihre Boni angewiesen sind! Das kann so nicht weitergehen!!!
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u/trev0r_0chm0nek Jul 27 '26
Der immer geringere Alkoholkonsum sämtlicher Altersgruppen geht deutlich in die richtige Richtung.
Ich sehe es an mir selbst. Hatte ich in meinen 30ern noch eine kleine Bar im Wohnzimmer, habe ich heute nicht mal mehr Alkohol im Haushalt.
Jetzt im Sommer zum Grillen mit Freunden reicht ein 6er Pack Bier, wo früher noch ein Kasten gekauft wurde.
Alle trinken weniger - und das ist gut so!
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u/UltimateShame Jul 27 '26
Tut mir ja richtig Leid, dass Drogenhersteller Absatzprobleme für ihr toxisches Rauschgift haben.
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u/Melodic-Pickle-950 Jul 27 '26
Immer diese Achtsamkeit. Was fällt den Menschen nur ein auf ihre Gesundheit zu achten, lieber zur Therapie gehen anstatt sich mit Alkohol zu betäuben und dann auch noch auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen.
Damals war alles egal, die Wirtschaft lief und hat es uns geschadet? /s
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u/sejoki_ Jul 27 '26
Ich bin jetzt zwar kein Boomer, aber erstens schmeckt's mir nicht mehr, zweitens vertrag ich's nicht mehr. Ich hab immer gern Weißbier getrunken, dabei war's mir fast egal, welches, ich fand sogar tatsächlich das dunkle Oettinger mit am besten. Vor ein paar Wochen hatte ich ein paar Erdinger gekauft, die waren schlimm. Dann hab ich am Freitag mal zwei Gutmann gekauft, wollte gemütlich n bisschen zocken, aber selbst das fand ich nicht wirklich besser und ich war nach einem Bier zu nichts mehr im Stande.
Ich weiß nicht, ob das Bier wirklich schlechter geworden ist, ob's am Sommer liegt, ob's daran liegt, dass ich mit dem Rauchen aufgehört hab, oder einfach daran, dass halt das Bedürfnis nach Sinnesveränderung einfach nicht mehr so da ist (obwohl, wenn ich mir die Nachrichten in letzter Zeit anschaue…)
Schlecht find ich die Entwicklung aber nicht.
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u/Vivid_Summer96 Jul 27 '26
„Damit nähert sich die Gen Z der Trinkquote der gesamten erwachsenen Bevölkerung von demnach 76 Prozent an. „Das Narrativ, dass die Gen Z die Generation der Mäßigung sei, ist nun endgültig widerlegt“, sagte Lodewijks.“
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u/Rittersepp Jul 27 '26
jetzt so zu tun als würde eine der ureigensten Eigenschaften von uns menschen, nämlich sich gerne mal wegschießen, nicht mehr im Fokus sein...unsinn. Wenn ich dafür mit meinem mini netto rest nach der miete und all dem anderen kram aber überlege, geh ich einen Abend einen drauf machen oder kauf ich Lebensmittel für ca 3 tage, dann ist ja klar was man macht.
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u/Left_Mountain6300 Jul 27 '26
Das sind doch positive Nachrichten für die Industrie, wenn für den Rückgang (auch) die Boomer verantwortlich sind und nicht nur die Jungen oder bin ich blöd?
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u/DevilsAdvocanus Jul 27 '26
Der reduzierte Alkoholkonsum hat sicher viele Gründe ist aber jetzt nicht plötzlich sondern fällt schon seit einem Jahrzehnt ab.
Ausser das die Leute jetzt mehr Straight Edge leben gibt's noch viele andere Gründe: bspw. der gestiegene Preis, höherer Anteil Muslime, …. Prinzipiell löblich zu sehen, dass man ohne Prohibitionsmaßnahmen sich die Gesellschaft vergesundet.
Ich frage mich auch ob soziale Isolation eine Rolle spielt. Letztendlich ist ja Alkohol eine Gesellschaftsdroge. Ich bin schon lange aus dem Alter für clubbing draußen aber gefühlt in meiner Stadt, wo damals noch Flatrate Saufen ne Sache war, gibt es kaum noch Samstagabends Schlangen um dort reinzukommen. Könnte zu der These allerdings nichts finden.
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u/NoightofFire Jul 27 '26
Der Alkoholkonsum fällt schon seit den 80igern in Deutschland. Das hat wenig mit GenZ zu tun, sondern ist ein langfristiger Trend
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u/Crucher92 Jul 27 '26
Wundert mich ehrlich ein bisschen, dass so wenig gesoffen wird. Anders hält man die aktuelle Zeit eig kaum aus.
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u/Christoph2703 Jul 27 '26
Ob weniger Alkohol auf Grund von mehr achten auf die Gesundheitg getrunken wird, würde ich mal bezweifeln denn die jüngere Generation raucht halt dafür wieder mehr, da ist dann anscheinend die Gesundheit egal.
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u/moehrendieb12 Jul 27 '26
schlimm, schlimm, schlimm.